Tradeo ist ein Anbieter für Social Trading, dessen Hauptsitz im zypriotischen Limassol ist. Das Unternehmen bietet dabei den Handel mit Forex und einigen CFDs an und tritt nach eigenen Informationen als STP-Broker auf. Dies ist vergleichsweise ungewöhnlich in der Welt des Social Tradings und macht den Broker für viele Kunden interessant. Allerdings hat das Angebot derzeit durchaus noch einige Schwächen, die für manche sogar als Ausschlusskriterium dienen könnten. Eines der wesentlichsten Probleme ist die kleine und inaktive Community, die derzeit dafür sorgt, dass von Social Trading auf Tradeo nur bedingt die Rede sein kann – dennoch sollten Interessierte sich davon nicht irritieren lassen, denn es gilt zu bedenken, dass der Broker erst seit 2016 existiert und bereits sehr gute Ansätze vorweisen kann.

VOR- UND NACHTEILE FÜR DIE TRADEO BEWERTUNG

  • Geringe Mindesteinzahlung von 250 Euro
  • Boni für Empfehlungen
  • Mobile Trading möglich
  • Selbsterklärende Handelsplattform & MT4
  • Regulierung durch CySEC

  • aktuell noch keine besonders aktive Community
  • hohe Spreads
  • kein deutschsprachiger Kundenservice

Inhaltsverzeichnis

    BROKER IM TEST: UNSERE TRADEO ERFAHRUNGEN

    1. Konditionen im Handel: STP-Broker mit geringer Mindesteinzahlung

    • Kontoführung: Kostenlos (Inaktivitätsgebühr nach 90 Tagen, 20 Euro/Monat)
    • Auszahlungsgebühr: 15 Euro mindestens
    • Gebühren für Währungsumtausch: bis zu 0,5 %
    • Spread EUR/USD: ab 2.7 Pips
    • Spread S&P 500: ab 3.15 Punkten
    • Spread DJ30: 6.19 Punkte
    • Spread DAX30: 3.8 Punkte
    • Spread FT_UK 100: 4 Punkte
    • Spread Gold: 0,49 USD
    • Spread Öl: 0,05 USD
    • Spread Aktien: ab 13 Punkten

    Tradeo richtet sich relativ eindeutig an Einsteiger, die bei möglicherweise sogar ihre ersten Erfahrungen mit Tradeo machen. Dementsprechend ist die Einstiegshürde mit 250 US-Dollar sehr gering. Es ist allerdings zweifelhaft, dass Kunden mit diesem geringen Betrag tatsächlich Zugriff auf einen Liquiditätspool haben. Der Broker schließt in der Werbung zwar eindeutig aus, nach dem MarketMaker-Geschäftsmodell zu arbeiten, allerdings sind die Angaben auf der Webseite widersprüchlich. Ein STP-Zugang ist üblicherweise nur für höhere Einzahlungen zu bekommen, damit der Broker kostendeckend arbeiten kann.

    So oder so bietet Tradeo variable Spreads und verzichtet auf Kommissionen. Das Unternehmen verzichtet darauf, beispielhafte Spreads zu veröffentlichen und Interessenten müssen Kundensupport um eine aktuelle Auflistung bitten. Bei den oben angegebenen Spreads handelt es sich jeweils um den jeweils geringsten angebotenen Spread im Januar 2017 im Gold-Account. Trader können im VIP und im Platinum-Konto häufig deutlich günstigere Konditionen erhalten, müssen allerdings auch wesentlich mehr Geld einzahlen. Für das VIP-Konto sind 5.000 US-Dollar notwendig, das Platinum-Konto erfordert 20.000 Euro Einzahlung. Dafür erhalten sie jedoch teilweise Spreads, die nur die Hälfte der Kosten im Gold-Konto betragen.

    Tradeo Webseite

    Die übersichtliche Homepage von Tradeo

    Generell zählt Tradeo nicht zu den günstigsten Anbietern, allerdings müssen Interessenten natürlich auch einkalkulieren, dass sie die Social Trading-Funktion und die Community dabei mitbezahlen. Problematisch bei Tradeo ist allerdings, dass diese derzeit kaum existiert, da der Broker erst seit 2016 agiert, und deswegen einen Aufschlag nur bedingt wert ist. Zudem zahlt das Unternehmen keine Provisionen an die TopTrader, durch die der Spread gerechtfertigt werden könnte.

    Der Broker erhebt nach einer relativ kurzen Inaktivitätsperiode von 90 Tagen relativ hohe Inaktivitätsgebühren von 20 Euro im Monat. Auch wenn solche Gebühren bei einigen Brokern üblich sind und der Kontostand dadurch niemals negativ werden wird, sorgt dies für einen Minuspunkt bei der Bewertung.

    Das Gleiche gilt auch für die Auszahlungsgebühren, die bei einer Auszahlung von bis zu 10.000 Euro 15 Euro kostet. Auszahlungen über diesen Betrag werden mit 0.15 % der Auszahlungssumme veranschlagt. Auch dies ist bei einigen anderen Brokern durchaus üblich, sodass Tradeo dadurch im Vergleich nicht negativ auffällt.

    Note: 2,0

    2. Angebot an Basiswerten bzw. Handelsplätzen: Nur rund 130 Basiswerte handelbar

    Tradeo bietet seinen Kunden eine gute Auswahl an Underlyings, beschränkt sich dabei allerdings derzeit noch auf das Wesentliche. 41 Währungspaare bietet der Broker seinen Kunden zum Handeln an. Ergänzt wird das Angebot durch 69 Aktien, die ausschließlich aus den USA und Europa stammen. Abgerundet wird diese Auswahl durch ein Dutzend Indizes und einige Rohstoffe und Metalle.

    Note: 2,0

    3. Orderfunktionen der Handelsplattform: Gute Ansätze vorhanden

    Die Web-Handelsplattform von Tradeo ist ohne Frage primär auf die Bedürfnisse von Einsteigern ausgerichtet. Der Fokus liegt hier vor allem auf einer einfachen und selbsterklärenden Nutzung, weniger auf ausgefeilte Methoden um Handelsstrategien umsetzen zu können. Der Trader wird über verschiedene Funktionen des Dashboards auf dem Laufenden gehalten, was die Community handelt oder empfiehlt. Darauf kann er jederzeit mit Kommentaren und Likes reagieren, genauso ist es möglich, Trades einfach zu kopieren oder die Empfehlungen per Mausklick umzusetzen. Innerhalb des Social WebTraders ist es nur möglich, Stop-Loss und Take Profit einzusetzen. Der Broker ist jedoch auch noch sehr jung, daher wird das Angebot in Zukunft möglicherweise noch erweitert.

    Tradeo Social WebTrader

    Tradeo bietet den Social WebTrader zum traden an

    Darüber hinaus haben erfahrene Trader allerdings auch die Möglichkeit, den beliebten MetaTrader 4 zu nutzen und dort die gewohnte Vielseitigkeit und den Funktionsreichtum der Handelsplattform zu nutzen. Allerdings verzichten sie dann auf die SocialTrading-Funktionen, die das direkte Trading und Kommunizieren ermöglicht. Für ausgefeiltere Strategien ist der MetaTrader natürlich deutlich besser geeignet.

    Note: 2,0

    4. Analysefunktionen der Handelsplattform: Charts und Zeichenwerkzeuge

    Tradeo richtet sich mit seinem Web SocialTrader primär an Einsteiger, die keine umfangreichen Tools und Zeichenwerkzeuge benötigen. So ist es bezeichnend, dass der Broker im Kurz-Tutorial auf die zahlreichen Social Trading-Elemente hinweist, zugleich jedoch kaum auf die Handelsplattform und ihre Funktionen eingeht. Die Handelsplattform richtet sich also eher an ein Publikum, das sich selbst nicht umfangreiche mit der technischen Analyse befassen muss. Dabei bietet auch die Handelsplattform allerdings sinnvolle Funktionen und Analyse-Tools, die für einen Einsteiger ausreichend sind.

    Wer jedoch mehr Kontrolle über das Angezeigte haben möchte, kann den MetaTrader 4 dafür nutzen. Die Darstellung lässt sich hier deutlich feiner auf die eigenen Bedürfnisse anpassen und auch die Arbeit mit Indikatoren und Zeichenwerkzeugen gelingt deutlich leichter. Eine differenziertere Darstellung ist demzufolge eindeutig im MetaTrader 4 möglich und es ist möglicherweise sogar für Einsteiger sinnvoll, die Mühe auf sich zu nehmen und dort das Trading zu beginnen, anstatt die Handelsplattform zu nutzen.

    Pluspunkte erhält der Broker dafür, dass er sich nicht vollständig auf den MetaTrader 4 konzentriert, sondern mit dem Social WebTrader eine sinnvolle Ergänzung für Einsteiger bietet, auch wenn dort der Funktionsumfang etwas größer sein könnte.

    Note: 2,0

    5. Regulierung, Einlagensicherung und Risikobegrenzung: Typisch zypriotisch

    Hinter Tradeo steckt UR Trade FIX Ltd. Es handelt sich dabei um eine zyprische Investmentgesellschaft, die der Regulierung durch die CySEC unterliegt. Zyperns Finanzaufsichtsbehörde gilt durchaus als seriös. Immer wieder musste sich die Behörde jedoch den Vorwurf gefallen lassen, dass sie unseriös Broker lizensiert und so den Betrug von Kunden fördert. Immerhin scheint die CySEC mittlerweile härter durchgreifen zu wollen. In der jüngeren Vergangenheit verhängt die Finanzaufsichtsbehörde deutlich häufigere und höhere Strafen und entzieht betrügerischen Anbietern sogar die Lizenz. Dabei macht sie leider nicht deutlich, nach welchen Maßstäben sie hier vorgeht. Verantwortlich für diese Wendung ist allerdings auch die Tatsache, dass sich andere Finanzaufsichten Europas über die CySEC beschwerten und so den Druck wesentlich erhöhten. Dennoch gilt: Wer möchte, dass er von professionellen Tradern als seriös wahrgenommen wird, sucht sich nicht unbedingt Zypern als Hauptsitz aus, sondern lässt sich innerhalb der EU von der FCA, AMF oder der BaFin regulieren.
    Natürlich ist Tradeo aufgrund der EU-Richtlinien Mitglied in einem Einlagensicherungsfonds. Dort sind bis zu 20.000 Euro je Kunden abgesichert, falls das Unternehmen zahlungsunfähig wird.

    Ebenfalls nicht unbedingt optimal ist die Tatsache, dass sämtliche rechtlichen Bedingungen ausschließlich auf Englisch vorliegen. Das macht es gerade für Einsteiger natürlich deutlich schwieriger, sie zu verstehen, zumal sie nicht wissen, was die wichtigsten Punkte sind, nach denen sie suchen müssen, um das Angebot des Brokers einschätzen zu können.

    Trader sollten beachten, dass Tradeo auf die Nachschusspflicht nicht verzichtet. Auch garantierte Stop Loss Orders bietet das Unternehmen nicht an. Einsteiger sollten dementsprechend zumindest das angebotene Demokonto nutzen, um sich des Risikos besser bewusst zu werden.

    Note: 1,5

    6. Automatisierter Handel: Social Trading im Aufbau

    Tradeo möchte ein Social Trading Anbieter sein und bietet dafür zahlreiche Funktionen an. Kunden haben die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen, ihre Meinungen und Empfehlungen zu veröffentlichen und zu diskutieren.

    Zudem ist es möglich, die Trades anderer Kunden vollständig zu kopieren. Dafür bietet Tradeo zwei unterschiedliche Varianten an. Entweder der Trader kopiert die Trades jeweils immer mit einer festen Positionsgröße, oder er gibt seine Wunschgröße als Grundlage an, die dann mit dem Hebel des kopierten Traders genutzt wird, um die Strategie des Händlers nachzubilden.

    Tradeo App

    Die Tradeo App ist für iOS und Android verfügbar

    Auch wenn Tradeo grundsätzlich sehr gute Ansätze bietet, krankt die gesamte Social Trading Plattform allerdings daran, dass sie schlicht nicht genügend aktive und fähige Mitglieder hat – dies dürfte sich künftig jedoch noch ändern, da der Broker erst seit Herbst 2016 auf dem Markt aktiv ist und demnach nahezu noch in den Startlöchern steht. Kommentare werden von der Community derzeit nur sehr selten veröffentlicht und es gibt kaum Trader, die von mehr als zwei anderen Händlern kopiert werden. Zugleich verzichtet das Unternehmen darauf, die Trader, die ihre Dienste zum Kopieren anbieten, zusätzlich zu geringen Spreads zu entlohnen oder zu zertifizieren. Dementsprechend ist der Anreiz für Profis, bei Tradeo zu handeln, noch relativ gering. Zugleich ist das Risiko für alle anderen groß, an unerfahrene Trader zu geraten, die nicht in der Lage sind, ihre guten Ergebnisse über eine längere Zeit zu halten.

    Tradeos Social Trading-Funktionen können demzufolge derzeit kaum ausgereizt werden. Der Kunde hat kaum Möglichkeiten einzuschätzen, wie kompetent die Empfehlungen sind, die durch sein Dashboard fließen und die Konkurrenz unter der TopTradern ist so klein, dass es schwierig sein dürfte, passende Strategien zum Kopieren zu finden. Trader sollten jedoch bedenken, dass der Broker noch sehr jung ist und sich daher gerade erst auf dem Markt etabliert. Entsprechend dürfte künftig auch mehr Aktivität in der Community zu erwarten sein, wenn Tradeo sein Potenzial weiter nutzt.

    Note:  2,0

    7. Kontoeröffnung und Mindesteinzahlung: Nur wenige Minuten Dauer

    Die Registrierung bei Tradeo ist in sekundenschnelle erledigt. Interessenten müssen sich dafür lediglich mit Namen, E-Mail-Adresse, Handynummer und Passwort anmelden. Im Anschluss daran werden sie bereits als Neukunden begrüßt und können sich das Angebot des Brokers genauer ansehen.

    Für eine tatsächliche Anmeldung sind jedoch natürlich noch weitere Daten erforderlich. Wer Echtgeld einzahlen möchte, muss die üblichen Angaben machen und seinen Wohnort und Adresse, seinen Geburtstag und andere persönliche Daten preisgeben.

    Ungewöhnlich strikt ist das Unternehmen in Bezug auf die abschließende Legitimierung. Viele fordern diese nur dann, wenn ein Kunde sich zum ersten Mal Geld auszahlen lassen möchte. Nicht so Tradeo: Hier wird der Kunde schon vor der Einzahlung nachdrücklich aufgefordert, die erforderlichen Dokumente einzureichen. Tut der Kunde dies nicht, darf er maximal 2.000 Euro einzahlen. Zudem muss er innerhalb der nächsten zwei Wochen die Legitimierung durchführen. Sonst überweist der Broker das eingezahlte Kapital wieder zurück – allerdings abzüglich der Auszahlungsgebühren. Für die Legitimierung müssen Kunden einen Farbscan eines gültigen Ausweises, eine Versorgerrechnung und bei Zahlung per Kreditkarte auch eine Kopie derselben einreichen.

    Tradeo Zahlungsmethoden

    Die Zahlungsmöglichkeiten bei Tradeo

    Wer Echtgeld-Erfahrungen mit Tradeo machen möchte, kann für die Einzahlung neben Überweisung und Kreditkarte auch Neteller, Skrill, Paysafecard und sogar PayPal nutzen.

    Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, für einen ersten Tradeo Test ohne Risiko ein Demokonto zu nutzen. Es wird mit 50.000 US-Dollar aufgeladen und soll dann möglichst authentische Trading-Erfahrungen bieten, ohne dabei jedoch mit realen Daten zu arbeiten.

    Note: 1,0

    8. Der Broker im Wettbewerb: noch relativ unbekannt

    Tradeo gibt zwar an, der erste wirkliche Anbieter einer Social Trading Plattform zu sein und ist in der Branche kein unbekannter Anbieter. Den meisten potentiellen Kunden ist der Name jedoch kein Begriff. Tradeo ist in den Medien weder durch Werbung noch durch gute Testberichte tatsächlich präsent. Auch die Kundenzahlen dürften dementsprechend aussehen, wobei zu bedenken ist, dass Tradeo auch noch nicht lange existiert. Während die Konkurrenz der größeren Social Trading Plattformen vor allem durch ihre Community und die zahlreichen TopTrader so beliebt werden, hat Tradeo aktuell noch nicht genügend Kunden, um tatsächlich ein Angebot auf die Beine zu stellen, das mithalten kann – die Konkurrenz hat jedoch auch einmal klein angefangen, daher hat Tradeo aufgrund seiner guten Ansätze durchaus das Potenzial, sich noch zu etablieren.

    Wer sich auf der Handelsplattform registriert, wird schnell feststellen, dass es nur wenige Kommentare und Trader gibt, die tatsächlich aktiv sind. Gerade auch eine deutsche Community ist faktisch nicht vorhanden. Der Anbieter hat seine Schwerpunkte ohnehin in England, Zypern und Israel, zeigt damit aber zumindest u. a. auch ein grundsätzliches Interesse am europäischen Markt.

    Auch größere Partner hat das Unternehmen derzeit noch nicht. Tradeo steht nicht als Sponsor für Teams bereit oder kann namhafte Geldgeber vorweisen. Zudem arbeitet die Social Trading-Plattform nicht mit Geldinstituten oder Brokern zusammen, um Synergieeffekte zu nutzen.

    Dementsprechend ist der Broker auch nicht Teil der meisten Tests von Social Trading Plattformen. Das Unternehmen wird dabei schlicht übersehen. Dies ist verständlich, da es derzeitig mit dieser Community kaum die Eigenschaften aufweist, die Trader von einem Social Trading Anbieter erwarten können, könnte sich aber noch ändern, da die Plattform noch nicht lange existiert und durchaus Potenzial hat.

    Note: 2,0

    9. Zusatzleistungen und Neukundenangebote: Kunden werben Kunden

    Leider sind auch die Neukundenagebote nicht attraktiv genug, als dass sie etwas an der zu geringen Kundenanzahl ändern könnten, wobei Boni kein ausschlaggebendes Entscheidungskriterium bei der Brokerwahl sein sollten. Auf einen Willkommensbonus verzichtet Tradeo vollständig. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen durchaus Angebote wie Amazon-Gutscheine im Angebot, derzeit gilt dieses aber nicht mehr.

    Den einzigen Bonus, den Tradeo derzeit bietet, erhalten Kunden dann, wenn sie andere vom Angebot überzeugen können. Dabei können sie mit bis zu 150 US-Dollar belohnt werden. Dafür muss der geworbene Neukunde allerdings mindestens 1.000 US-Dollar einzahlen oder aber 6 Lot traden. Wenn ein Kunde hingegen nur 499 US-Dollar einzahlt, erhält der Werber nur 25 Dollar. Es können jedoch natürlich mehrere Kunden geworben werden.

    Als Anbieter für Trading-Einsteiger sollte das Unternehmen eigentlich umfangreiches Lernmaterial zur Verfügung stellen. Folgerichtig bietet Tradeo eine Lern-Akademie und zeigt sich damit kundenfreundlich. Das Unternehmen bietet Video-Tutorials in englischer Sprache an und ergänzt dies durch unterschiedliche Webinare. Diese werden auch nachträglich angeboten und auf YouTube veröffentlicht. Dennoch gibt es derzeit nur ungefähr drei Dutzend Webinare in den verschiedensten Sprachen. Deutsche Kunden können derzeit fünf unterschiedliche Webinare nachträglich betrachten. Die Übersetzung ist teilweise fehlerhaft und die Konkurrenz bietet deutlich mehr, allerdings öffnete Tradeo seine Pforten erst im Herbst 2016, und dass er nach so kurzer Zeit bereits an Weiterbildungsmöglichkeiten für verschiedensprachige Kunden gedacht hat, spricht eindeutig für das Unternehmen.

    Note: 1,5

    10. Kundenservice und Internetauftritt: aktuell nur englischsprachiger Support

    Leider hält Tradeo die Transparenz dennoch nicht ganz so hoch, wie beworben. Auf der Webseite sind viele notwendigen Informationen nur schwer zu finden. Wer sie dennoch möchte, muss sich z. T. an den Kundensupport wenden, der grundsätzlich nur in englischer Sprache angeboten wird. Telefonisch ist das Unternehmen zudem nur per Vorwahl aus Großbritannien zu erreichen.

    Trado Kundenservice

    Der Trado Kundenservice ist per Live-Chat, Telefon und E-Mail erreichbar

    Es wird jedoch ohnehin schnell deutlich, dass das Angebot primär für Kunden empfehlenswert ist, die Englisch gut beherrschen. Die deutschsprachige Übersetzung stammt eindeutig nicht von einem Muttersprachler, sondern ist vermutlich automatisch entstanden. Zudem wird ein Großteil der Informationen überhaupt nicht übersetzt. Dies ist insbesondere bei den rechtlichen Informationen schade.

    Hinzu kommt, dass die Webseite von Tradeo nicht unbedingt die übersichtlichste ist und teilweise Informationen nicht dort zu finden sind, wo Kunden sie erwarten könnten. All dies sorgt dafür, dass die Webseite zwar einen guten ersten Eindruck macht, letztlich jedoch noch Verbesserungsbedarf aufweist.

    Note: 2,0

    FAZIT IM TRADEO TEST

    Tradeo will Social Trading Plattform und STP-Broker sein und bietet seine Dienste im Bereich Forex und CFDs an. Allerdings ist der Broker noch ganz neu am Markt, daher reicht die Leistung in beiden Bereichen noch nicht für einen Sieg aus, aber Tradeo hat eindeutig Potenzial und kann sich in unserem Test daher über eine positive Bewertung freuen. Für ein herausragendes Social Trading Netzwerk ist die Community derzeit noch viel zu wenig aktiv, Trader werden nahezu nicht entlohnt und auch nicht zertifiziert. Für einen guten STP-Broker sind die Spreads zu hoch und das Angebot nicht umfangreich genug. Zudem fehlen dann auch Möglichkeiten, die professionelle oder wenigstens fortgeschrittene Trader von ihrem Anbieter erwarten. Das Unternehmen bietet ihnen jedoch keine Servicedienstleistungen im Bereich VPS oder automatisiertem Trading. Obgleich in vielen Punkten noch Verbesserungsbedarf besteht, hat das Unternehmen bereits von Anfang an einen Weiterbildungsbereich parat gehabt, wird zudem von der CySEC reguliert und zeigt sich durchaus anfängerfreundlich.

    Auch wenn Tradeo prinzipiell gute Ansätze zeigt, ist es in der jetzigen Form noch nicht der Marktführer. Doch bereits nach der kurzen Zeit, die Tradeo nun aktiv ist, ist das Potenzial vielversprechend, sodass durchaus die Möglichkeit bestehen könnte, dass das Angebot noch erweitert wird und auch die Aktivität in der Community zunimmt.

    Unsere Tradeo Bewertung als Testnote: 1,8


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    Tradeo Erfahrungen
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