Bestes Aktiendepot: Worauf es im Vergleich wirklich ankommt

Gebührenmodelle und Leistungen mit dem Handelsplan abgleichen

Aktiendepots unterscheiden sich bei Fixkosten und Orderentgelten ebenso wie bei den Funktionen der Handelsplattform. Anleger müssen ihr eigenes Nutzungsprofil möglichst genau skizzieren und auch auf vermeintlich unwichtige Details wie Wertpapiersparpläne und den außerbörslichen Handel achten.

 Aktiendepot Testsieger: Das Wichtigste in Kürze

  • Gute Aktiendepots sind bei aktiver Nutzung kostenlos
  • Die Ordergebühren sollten im In- und Ausland günstig sein
  • Rabatte sollten mindestens für Vieltrader, besser jedoch für alle verfügbar sein
  • Wertpapiersparpläne in Aktien und ETFs sollten kostengünstig sein
  • Im außerbörslichen Handel sind Sonderpreisaktionen ein Vorteil
  • Die Handelsplattform sollte viele Funktionen bieten

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Inhaltsverzeichnis

    1. Welches Aktiendepot gut ist, hängt vom Anleger ab

    Einschlägige Fachzeitschriften untersuchen regelmäßig dutzende Angebote verschiedener Broker und zeichnen eines davon als bestes Aktiendepot aus. Urteile dieser Art sind allerdings nur von begrenztem Wert, wenn sie nicht im unmittelbaren Kontext mit dem individuellen Anlageprofil eines Anlegers getroffen werden.

    Bestes Aktiendepot Finanztest-Headline-Broker

    Stiftung Warentest und Co. testen Broker häufig, aber standardisiert

    So kommt es bei der Auswahl darauf an, welches Volumen Transaktionen aufweisen, an welchen Börsenplätzen gehandelt wird, ob Sparpläne benötigt werden, ob eine professionelle Börsensoftware inklusive Echtzeitkursdatenversorgung erwünscht ist und ob ein Broker Orders auch telefonisch entgegennehmen soll.

    2. Pauschale Depotgebühren und Nebenkosten für Software und Kurse

    Ein Aktiendepot Testsieger für Klein- und Gelegenheitsanleger sollte zwingend auf pauschale Depotführungsentgelte verzichten – zumindest, wenn das Depot mit einigen Transaktionen pro Jahr aktiv genutzt wird. Viele Broker verlangen pauschale Gebühren von bis zu 200 Euro pro Jahr und verzichten nur unter dieser Bedingung darauf.

    Für Trader mit einer sehr großen Anzahl an Transaktionen spielen pauschale Depotführungsentgelte dagegen nur eine untergeordnete Rolle: Es bringt wenig, 100 Euro pro Jahr bei den Fixkosten zu sparen, wenn dafür 500 Euro zu viel für Transaktionen gezahlt werden müssen.

    Anleger sollten im Vorfeld ihrer Vergleichsbemühungen genau definieren, welche Funktionen die Software des Brokers bieten muss und welche Kursdatenversorgung inklusive sein soll. Viele Broker verlangen für Software und Kursdaten zusätzliche Gebühren, die dann zum Zwecke einer vereinfachten Kalkulation den pauschalen Depotführungsentgelten zugeschlagen werden sollten.

    3. Ordergebühren im Inland: Typische Gebührenmodelle

    Für die Ordergebühren an inländischen Börsenplätzen haben Broker in den vergangenen 15 Jahren verschiedene Gebührenmodelle entwickelt. Broker wie zum Beispiel flatex verlangen eine Pauschale in Höhe von 5 Euro und fügen die Börsengebühren in exakter Höhe hinzu. Broker wie zum Beispiel die Consorsbank setzen ihre Gebühr aus einem Grundentgelt, einer vom Transaktionsvolumen abhängigen Provision und Handelsplatzentgelten zusammen. Broker wie die Deutsche Kreditbank (DKB) staffeln ihre Ordergebühren abhängig vom Transaktionsvolumen: Für Orders bis 10.000 Euro beläuft sich die Gebühr bei der DKB auf 10 Euro, bei Orders oberhalb von 10.000 Euro auf 25 Euro.

    flatex-Preisverzeichnis-Deckblatt

    Die Kosten des Aktienhandels sind im Preisverzeichnis aufgeführt

    Ein vergleichsweise neues Gebührenmodell ist bei der OnVista Bank vorzufinden. Diese bepreist Orders an inländischen Börsenplätzen regulär mit 5,99 Euro plus 0,23 Prozent des Transaktionsvolumens zuzüglich 1,50 Euro Handelsplatzentgelt. Allen Kunden werden allerdings monatlich so bezeichnete FreeBuys eingebucht, bei deren Einsatz sich das Orderentgelt bei Wertpapierkäufen (nicht: Verkäufen) auf das Handelsplatzentgelt in Höhe von 1,50 Euro (Xetra) beschränkt.

    Die Anzahl der monatlichen FreeBuys leitet sich aus dem durchschnittlichen Guthaben auf dem Verrechnungskonto im jeweiligen Vormonat ab. Beläuft sich dieses auf zu mindestens 2000 Euro, werden zwei FreeBuys eingebucht. Bis zu 30 FreeBuys pro Monat sind möglich.

    4. Die Ordergebühren im Ausland werden im Vergleich oft vernachlässigt

    Es sollte sich längst herumgesprochen haben, dass auch Privatanleger ihr Aktienportfolio möglichst international ausrichten und nicht ausschließlich deutsche und westeuropäische Blue Chips kaufen sollten. Dement sprechen wichtig sind günstige Ordergebühren insbesondere am nordamerikanischen Aktienmarkt.

    Nasdaq-Logo-Ansicht

    Die Ordergebühren im Ausland sind oft höher

    LSE-Logo-Ansicht

    Die Ordergebühren im Ausland sind oft höher

    Bei den meisten deutschen Online Brokern fallen dafür signifikant höhere Gebühren an als im Handel an inländischen Börsenplätzen. Wer sehr häufig an US Börsen handelt, sollte einen Broker mit angelsächsischem Gebührenmodell vorziehen. Dies ist zum Beispiel beim britisch-niederländischen Broker Lynx vorzufinden, der US Orders mit 0,02 US-Dollar pro Aktie bzw. 5 US-Dollar Mindestgebühr abrechnet.

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    5. Rabatte für Vieltrader

    Ab etwa 100 Transaktionen pro Kalenderjahr lohnt sich ein Blick in die Tiefen der Preisverzeichnisse. Dort finden sich Hinweise auf Vieltrader-Rabatte, die in letzten Jahren durch immer mehr Broker eingeführt worden sind. Üblich sind Rabatte von 10 bis 20 Prozent, bei einer sehr großen Transaktionsanzahl sind auch darüberhinausgehende Preisnachlässe möglich.

    Solche Rabatte finden sich zum Beispiel beim Deutsche Bank Broker maxblue, bei der Commerzbanktochter comdirect, beim Sparkassenbroker S Broker und weiteren Anbietern. In den meisten Fällen erfolgt die Zuordnung zu einer Rabattstufe im Anschluss an einen zeitlich klar definierten Qualifikationszeitraum, der häufig mit dem Kalenderjahr oder einem Kalenderquartal übereinstimmt.

    Die Rabatte gelten nicht für Handelsplatzentgelte und können den Gesamtpreis der Order zumeist nicht unter einen festgelegten Wert reduzieren. Auch Offlinezuschläge, die bei der Erteilung von Orders via Telefon oder Fax/Brief anfallen, sind zumeist nicht Gegenstand der Rabattierung.

    6. Wertpapiersparpläne: ETFs und Aktien ohne Gebühren besparen

    Viele Anleger nutzen Wertpapiersparpläne ergänzend zum bereits bestehenden Portfolio. Sollen die Kosten dabei möglichst niedrig gehalten werden, bieten sich Aktien- und ETF Sparpläne an. Aktiensparpläne sind fast immer mit Gebühren verbunden: Je nach Broker handelt es sich dabei um eine prozentuale Provision, eine Pauschale oder eine Kombination aus beidem.

    Sparplan-Banner-Consorsbank

    ETFs und Aktien eignen sich für Wertpapiersparpläne

    Auch börsengehandelte Indexfonds (ETFs) können im Rahmen von Sparplänen erworben werden und ein Aktienportfolio sinnvoll ergänzen. Während ETFs bei den regulären Transaktionskosten meistens so behandelt werden wie Aktien, sind für ETF Sparpläne Sonderkonditionen denkbar. Dies ist insbesondere im Zusammenhang mit Kooperationen zwischen einem Broker und einer ETF Gesellschaft weit verbreitet. In diesem Fall ist es zum Beispiel möglich, Sparpläne in einigen hundert ETFs ohne Sparplangebühr einzurichten.

    7. Außerbörslicher Handel: Gebührenfrei mit Derivaten handeln

    Dient ein Depot ausschließlich dem Handel von Aktien, ist der außerbörsliche Handel nur bedingt von Bedeutung. Mitunter kann es sinnvoll sein, Aktien parallel zu den regulären Börsenöffnungszeiten außerbörslich zu handeln, weil dann Gebührenbestandteile wie zum Beispiel das Handelsplatzentgelt entfallen. Der Handel außerhalb der Börsenöffnungszeiten, der von Brokern und Drittanbietern wie zum Beispiel Lang & Schwarz häufig beworben wird, ist aber aufgrund der breiteren Geld/Brief Spannen nicht zu empfehlen.

    Lang-Schwarz-Notierungen

    Außerbörsliche Notierungen bei Lang & Schwarz

    Sehr viel wichtiger ist der außerbörsliche Handel dagegen für derivative Finanzinstrumente wie zum Beispiel Hebelzertifikate, Optionsscheine, Aktienanleihen und Anlagezertifikate. Viele Aktienanleger kombinieren ihr Portfolio mit strukturierten Produkten oder nutzen diese zu Absicherungszwecken.

    In diesem Fall ist der Emittentenhandel häufig eine kostengünstige Lösung. Das gilt insbesondere für Broker, die dauerhafte Sonderpreisaktionen mit großen Emittenten unterhalten. Im Rahmen dieser Aktionen ist der Handel zu vergünstigten Konditionen möglich. Üblich sind zum Beispiel Flat-Fee, No-Fee-, FreeBuy- oder Flat-Buy-Aktionen.

    8. Handelsplattform: Ein Charttool ist nicht genug

    Prinzipiell könnte ein Broker seine technische Infrastruktur auf die rudimentären Handelsfunktionen beschränken und Anleger im Hinblick auf Research und Analyse auf Drittanbieter verweisen. Auch wenn einige Broker dies tatsächlich so vorsehen, können Anleger nicht zuletzt angesichts des hohen Wettbewerbsdrucks auf dem deutschen Brokermarkt eine Komplettlösung für Handel und Analyse erwarten.

    Definitiv nicht ausreichend ist ein webbasiertes Charttool, das nicht einmal die Speicherung von Charts ermöglicht. Gute Tools ermöglichen den Einsatz von Zeichenwerkzeugen und Indikatoren und insbesondere auch das Übereinanderlegen verschiedener Werte. Vorteilhaft sind darüber hinaus Datenbanken mit Fundamentalkennzahlen und Marktscanner, mit denen verschiedene Märkte anhand technischer Kriterien wie zum Beispiel RSI Wert durchsucht werden können.

    Nicht zuletzt sollte die Plattform eine große Anzahl verschiedener Ordertypen bieten. Broker können ihren Kunden mehr Ordertypen anbieten, als die jeweilige Börse zulässt. Dazu speichern Broker bedingte Orders ihrer Kunden auf einem separaten Server und leiten diese bei Eintritt eines festgelegten Ereignisses an der Börse automatisch an diese weiter. Sinnvoll sind zum Beispiel Trailing Stops, mit denen angelaufene, aber noch nicht realisierte Gewinne gegen Kursrücksetzer abgesichert werden können, ohne dass ein frühzeitiger Ausstieg aus einer profitablen Position notwendig ist.

    9. Zinspolitik und Neukundenaktionen sind einen Blick wert

    Es macht wenig Sinn, ein Depot bei einem Broker nur im Hinblick auf dessen optisch attraktive Neukundenaktionen zu eröffnen. Erfüllen die Preise und Leistungen eines Anbieters jedoch die notwendigen Anforderungen, kann ein Blick auf die Prämie nicht schaden.

    Diese fallen auf dem übersättigten deutschen Brokermarkt durchaus üppig aus. Üblich sind zum Beispiel hausintern quersubventionierte Tagesgeldzinsen, deren Mehrwert im Vergleich zum regulären Tagesgeldmarkt durchaus 400 bis 500 Euro betragen kann. Auch Gutschriften auf dem Verrechnungskonto – zumeist gekoppelt an den Marktwert übertragener Wertpapiere – sind weit verbreitet. Aktive Trader können auch durchaus hochwertige Sachprämien wie zum Beispiel Tablet PCs erhalten.

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    Viele Broker räumen Neukunden Free-Trades ein

    Auch vermeintlich unspektakuläre Neukundenangebote können jedoch einen Mehrwert bieten. Dies gilt zum Beispiel für ein Kontingent an initial eingeräumten Free-Trades bzw. Orderguthaben, das mit Transaktionskosten verrechnet werden kann. Auch hier sind bei entsprechendem Nutzungsprofil Mehrwerte von einigen hundert Euro schnell erreicht.

    10. Bestes Aktiendepot DEGIRO 2018: ETF-Handel zum Nulltarif

    DEGIRO ist Deutschlands günstigster Online-Broker 2018. Niedrige Gebühren wirken sich positiv auf die Renditen aus. Nicht nur das Depot ist kostenlos, denn Privatanleger handeln zu Großhandelspreisen, die zudem bemerkenswert günstig sind. Die Großhandelsplattform mit Sitz in den Niederlanden bietet sowohl für den Handel von Wertpapieren wie Aktien, Anleihen, Optionen oder Futures an inländischen wie an ausländischen Börsen günstige Ordergebühren. Im Vergleich mit der unmittelbaren Konkurrenz sind die Ordergebühren bei DEGIRO deutlich günstiger. Zum Nulltarif können Kunden in ETFs investieren. DEGIRO berechnet bei ETFs keine der üblichen Transaktionsgebühren. Jeden Monat ist mindestens der Kauf/Verkauf eines ETFs kostenfrei.

    DEGIRO Vorteile in der Übersicht

    • Handelsangebot Aktien, Anleihen, Future, Optionen, Zertifikate, CFDs, ETFs
    • Deutschlands günstiger Broker für XETRA-Handel und Wertpapierhandel an US-Börsen
    • Kostenloses Depot mit Zugang zu 60 Börsen weltweit
    • Zwei Kontomodelle – Depot in 10 Minuten online eröffnet
    • Zahlungen per Sofort-Überweisung und Banküberweisung
    • 700 ETFs gebührenfrei handeln

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    Bei seinen Ordergebühren setzt DEGIRO vor allem auf das Modell Festpreis plus volumenabhängiges Entgelt. Bei Optionen und Futures gibt es einen Preis je Kontrakt. Während der Wertpapierhandel über die XETRA-Börse (Heimbörse) ohne zusätzliche Handelsplatzgebühr bleibt, entstehen bei Nutzung weiterer Börsen in Europa, Nordamerika und Asien Kosten in Höhe von maximal 2,50 Euro je Position/Jahr.

    Ordergebühren bei DEGIRO:

    • Aktien (XETRA) ab 2,08 Euro (maximal 30,00 Euro)
    • Aktien (Börse Frankfurt) ab 7,58 Prozent (maximal 60,00 Euro)
    • Aktien (US-Börsen) ab 0,54 Euro
    • Aktien (Börsen Singapur, Australien, Hongkong) ab 10,05 Euro

    Tipp: Für ein Aktiendepot bei DEGIRO sprechen die günstigen Orderkosten beim Handel von Aktien an US-Börsen. Die Order kostet mit ab 0,54 Euro je Aktien-Order so wenig wie bei keinem anderen Broker.

    11. Fazit

    Ein gutes Aktiendepot passt zum persönlichen Nutzungsprofil: Der Verzicht des Brokers auf pauschale Depotentgelte, niedrige Ordergebühren im Inland und Ausland und eine leistungsfähige Handelsplattform mit vielen Ordertypen und Analysefunktionen inklusive Kursdatenversorgung sind vorteilhaft. Ein großes Angebot an kostengünstigen Aktiensparplänen und möglicherweise ein ansprechendes Paket für Neukunden runden gute Angebote ab.

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