wikifolio Erfahrungen: Social Trading mit Zertifikaten

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Hinter wikifolio steht die wikifolio Financial Technologies AG mit Sitz in Wien. Auf der Plattform können Trader, Anleger und professionelle Vermögensverwalter ihre Strategien in Musterdepots umsetzen. In diese können „Follower“ über an der Börse Stuttgart gehandelte Zertifikate von Lang & Schwarz investieren. Sämtliche Transaktionen innerhalb eines solchen wikifolios sind dabei von Beginn an öffentlich einsehbar. Die Vergütung der Urheber von Portfolios erfolgt durch Gebühren, die täglich dem Zertifikatekurs belastet werden. Damit realisiert wikifolio Social Trading im Mantel börslich gehandelter Zertifikate – das wesentliche Abgrenzungsmerkmal der Wiener gegenüber anderen Plattformen.

Vor- und Nachteile: Die wikifolio Erfahrungen der Redaktion

  • Investition in wikifolios über börsengehandelte Zertifikate
  • Vergütung der Urheber ist strikt erfolgsabhängig
  • Alle Transaktionen in wikifolios sind nachvollziehbar

  • Performancegebühren bis zu 30 %

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Inhaltsverzeichnis

    wikifolio Test: Der Broker unter der Lupe

    1. Konditionen im Handel: wikifolios werden über Zertifikate abgebildet

    • Zertifikategebühr: Bis zu 0,95 % p.a.
    • Performancegebühr: 0-30 % (Highwatermark)
    • Transaktionskosten für Zertifikate (Höhe abhängig vom Broker)
    • Bei günstigen Broker ab ca. 10 Euro für Kauf bzw. Verkauf möglich
    • Zusätzliche Vergütung für Urheber möglich

    Icon_GeldscheineDiejenigen Anleger, die erstmals mit einem Broker für Social Trading wie wikifolio Erfahrungen machen, seien darauf hingewiesen, dass Follower bei dieser Plattform in Zertifikate investieren. Die Zertifikate werden durch Lang & Schwarz emittiert und bilden einen Index ab, der die Strategien von Urhebern 1:1 nachbildet. Das ist das wesentliche Abgrenzungsmerkmal gegenüber anderen Social Trading Plattformen, bei denen die Umsetzung von Handelssignalen zumeist im Rahmen des außerbörslichen Handels erfolgt. Die Zertifikate von Lang & Schwarz sind an der Börse Stuttgart handelbar.

    wikifolio verlangt ebenso wie die Emittentin Lang & Schwarz keine Ausgabeaufschläge. Es wird allerdings eine Zertifikategebühr in Höhe von maximal 0,95 Prozent p.a. berechnet. Diese wird taggenau durch Integration eines entsprechenden Abzugsverfahrens in den zugrundeliegenden Index erhoben. Das Zertifikat wird ceteris paribus somit jeden Tag geringfügig weniger wert.

    Zusätzlich zur Zertifikategebühr wird eine Performancegebühr erhoben, mit der die Vergütung der Signalanbieter finanziert wird. Diese beläuft sich auf 0-30 Prozent wird auf Highwatermark-Basis abgerechnet. Das bedeutet, dass nur neue Höchststände tatsächlich zu einer Vergütung führen. Die Höhe der Performancegebühr wird im Rahmen des Zertifizierungsprozesses festgelegt. Urheber von Handelssignalen können eine Gebühr vorschlagen. Zusätzlich zur Performancegebühr erhalten Urheber Erfolgsprämien, die sich an der vereinnahmten Performancegebühr orientieren und von der Höhe des investierten Kapitals abhängen.

    Die stark erfolgsabhängige Vergütungsstruktur für Signalanbieter ist ein positiver Aspekt für die wikifolio Bewertung. Erfolgt die Vergütung ausschließlich in Abhängigkeit vom erzielten Handelsumsatz, kann ein Interessenkonflikt vorlegen. Schließlich steigt die Vergütung dann mit der Handelsaktivität und nicht mit der realisierten Performance. Die Performancegebühr fällt am oberen Ende der möglichen Bandbreite recht hoch aus, gewährleistet aber zugleich, dass Urheber nur für tatsächlich erzielte Gewinne vergütet werden. Diskussionswürdig wäre die Beschränkung der Gebühr auf Renditen, die eine sichere Vergleichsrendite (zum Beispiel jene von Staatsanleihen) überschreitet.

    Für den Handel mit Zertifikaten fallen zudem Transaktionskosten an, deren Höhe vom kontoführenden Broker abhängt. Eine Transaktion über zum Beispiel 1000 Euro ist bei günstigen Brokern inklusive Handelsplatzentgelt ab ca. 10 Euro, bei teuren Anbietern für ca. 30 Euro möglich.

    Note: 2,0

    2. Angebot an Basiswerten bzw. Handelsplätzen: Urheber können aus 250.000 Titeln wählen

    Icon_Blatt_mit_SiegelEin entscheidendes Kriterium im wikifolio Test ist das Angebot an Wertpapieren, aus dem Urheber von Handelssignalen ihre Portfolios zusammensetzen können. Ein Blick auf den Basiswertekatalog zeigt, dass sich die Wiener hier nicht hinter CFD und FX Brokern verstecken müssen. Insgesamt stehen für wikifolio Trader 250.000 Aktien, ETPs und strukturierte Produkte zur Verfügung.

    Zur Erläuterung: Unter dem Oberbegriff ETP werden Exchange Traded Products geführt. Darunter fallen börsengehandelte Indexfonds (ETFs) börsengehandelte, besicherte Rohstoffanleihen (ETCs) und weitere Produkte wie zum Beispiel Anleihen auf Volatilitätsindices (Exchange Traded Notes), ECNs.

    Strukturierte Produkte ermöglichen die Integration von Finanzhebeln in wikifolios. Dazu stehen Optionsscheine und Hebelzertifikate von Emittenten wie zum Beispiel HSBC Trinkaus, Société Générale, UBS und weiteren Großbanken zur Verfügung.

    Die Zulassungskriterien der Plattform sehen keine Einschränkungen im Hinblick auf die verfolgten Handelsansätze vor. Langfristige Handelsideen sind explizit ebenso zugelassen wie kurzfristige Tradingansätze. Dadurch können auch Signalanbieter Erfahrungen mit wikifolio machen, die ansonsten bei eToro, Ayondo und ZuluTrade publizieren.

    Note: 2,0

    3. Orderfunktionen der Handelsplattform: wikifolios unverbindlich vormerken

    Icon_TradingtypDie Registrierung zur Plattform ist für Follower und Signalanbieter kostenlos. Follower können wikifolios unverbindlich vormerken. Für die Übernahme eines wikifolios in einen Börsengang des Zertifikats sind Vormerkungen von mindestens 10 Tradern über insgesamt 2500 Euro Anlagesumme erforderlich. Die Vormerkung verpflichtet jedoch nicht zum tatsächlichen Kauf.

    Der Kauf von Zertifikaten erfolgt unabhängig von den Aktivitäten eines Nutzers auf der Plattform. Geordert wird über depotführende Broker. Einige Broker, darunter S Broker, bieten mittlerweile Sparpläne für wikifolio Zertifikate an. Dann können Anleger mit monatlichen Einzahlungen in wikifolios investieren.

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    Trader können sich für wikifolios vormerken lassen

    Die transparente Abwicklung über börsengehandelte Zertifikate ist nicht nur mit Vorteilen verbunden. Während bei CFD- und FX Brokern die Partizipation an Handelsstrategien prinzipiell mit sehr kleinen Beträgen möglich ist, erfordern die Ordergebühren bei Zertifikaten faktisch einen Mindesteinsatz von 500 Euro oder mehr pro Strategie.

    Diese Problemstellung war vermutlich der Ausgangspunkt für Dachwikifolios. Dabei handelt es sich um Portfolios, die aus mehreren verschiedenen wikifolios zusammengesetzt sind. Signalanbieter können bei der Konstruktion ihrer Portfolios festlegen, ob es sich um ein konventionelles wikifolio oder ein Dachwikifolio handeln soll.

    Anleger können im besten Fall mit einer besseren Diversifikation rechnen. Bei Dachwikifolios wird keine Performancegebühr und keine Zertifikategebühr abgezogen. Diese ist allerdings in den Basiswikifolios bereits enthalten.

    Note: 2,5

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    4. Analysefunktionen der Handelsplattform: Detailliertere Suchtools wünschenswert

    Icon_LupeDie Qualität einer Social Trading Plattform zeigt sich maßgeblich an den Such- und Filterfunktionen, mit denen Anleger nach geeigneten Strategien suchen können. Die Ausstattung der Plattform mit entsprechenden Tools ist deshalb auch für diesen wikifolio Testbericht entscheidend.

    Positiv: Nutzer können diverse Kennzahlen verwenden, um nach geeigneten wikifolios zu suchen. Dazu zählen die Performance der letzten 1-12 Monate bzw. der Erstemission, der bisherige Maximalverlust, die Anzahl der Vormerkungen und die Sharpe Ratio. Negativ: Das sind längst nicht alle Kennzahlen, die für die Bewertung von Handelsstrategien relevant sind.

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    Die Portfolios werden zu Echtzeitkursen bewertet. Außerdem wird jede Transaktion seit der Erstellung einer Strategie dokumentiert. Sichtbar sind zudem Traderkommentare (Analysen und Meinungen des Urhebers der Handelsstrategie) und ein Kontoauszug mit der gesamten Wertentwicklung im Detail.

    Aber: Es fehlen Auswertungen und insbesondere Suchfunktionen zu Kennzahlen wie Trade Ratio, Payoff Ratio, Anteil der Gewinnmonate usw. Das sind entscheidende Kriterien zur Bewertung von Handelsstrategien, die bei anderen Social Trading Plattformen längst Standard sind. Dass die Österreicher auf diese Tools verzichten, ist ein signifikanter Schwachpunkt für den wikifolio Testbericht.

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    Ein weiterer Schwachpunkt betrifft die Beschreibung von Handelsstrategien in den Profilen der einzelnen wikifolios. Hier lässt sich für Trader nicht sicher nachvollziehen, ob es sich um ein mechanisches Handelssystem handelt oder ob Transaktionen nach anderen, gegebenenfalls veränderbaren Kriterien durchgeführt werden. Das ist allerdings in Relation zur direkten Social Trading Konkurrenz kein Schwachpunkt im Test, da auch bei eToro und Co. keine absolute Sicherheit im Hinblick auf die Ein- und Ausstiegssignale besteht.

    Note: 3,0

    5. Regulierung, Einlagensicherung und Risikobegrenzung: Das Emittentenrisiko

    Icon_Rechtwikifolio selbst gibt lediglich Anlagetipps, empfiehlt aber keine konkreten Investitionen. Das ist jedenfalls der rechtliche Status. Maßgeblich für Investitionsentscheidungen ist der Emissionsprospekt von Lang & Schwarz. Investitionen in wikifolios werden ausschließlich über börsengehandelte Inhaberzertifikate getätigt.

    Daraus ergeben sich zum einen gewisse Schutzrechte der Investoren, die allerdings nicht überbewertet werden dürfen. Bei der Erstellung des Emissionsprospektes achten Emittent und Wirtschaftsprüfer darauf, dass keine falschen Versprechungen gemacht werden, die zu Schadensersatzforderungen führen könnten. Ansonsten müssen Anleger allerdings rechtsverbindlich bestätigen, dass sie mit den Totalverlustrisiken vertraut sind.

    Zertifikate fallen nicht unter die Einlagensicherung. Es handelt sich rechtlich um Inhaberschuldverschreibungen des jeweiligen Emittenten (in diesem Fall: Lang & Schwarz). Kann dieser dann Zahlungsverpflichtungen aus welchen Gründen auch immer nicht nachkommen, erleiden Anleger einen Totalverlust bzw. müssen auf Restwerte aus der Insolvenzmasse hoffen.

    Für Anleger, die Erfahrungen mit wikifolio machen um in professionelle Tradingportfolios zu investieren, dürfte das Emittentenrisiko kaum relevant sein. Wird im Resultat dagegen vorrangig in wikifolios mit hoher Korrelation zu DAX, Dow Jones, EuroStoxx und Co. investiert, lohnt sich die Übernahme des Emittentenrisikos nicht. In diesem Fall sind börsengehandelte Indexfonds (ETFs) empfehlenswert, da hier zum einen die jährlichen Kosten geringer ausfallen und zum anderen kein Emittentenrisiko besteht.

    Note: 2,5

    6. Automatisierter Handel: Wie Signalanbieter Entscheidungen fällen, bleibt ungewiss

    Icon_UhrWelche Handelsstrategie einem wikifolio zugrunde liegt, entscheidet der Urheber. Es ist prinzipiell möglich, ein wikifolio auf der Basis mechanischer Handelssysteme zu erstellen. Es ist allerdings nicht möglich, die Transaktionen des Musterdepots automatisiert umsetzen zu lassen – was z. B. über eine API denkbar wäre.

    Der Verzicht der Plattform auf eine solche Schnittstelle ist ein Maluspunkt für die wikifolio Bewertung, den insbesondere Anleger mit Interesse an Daytrading-Strategien mit einer hohen Handelsfrequenz berücksichtigen müssen. Derlei Strategien lassen sich manuell nur mit Einschränkungen umsetzen. Insbesondere ist mit einer relevanten zeitlichen Verzögerung zwischen der Generierung eines Handelssignals und der Ausführung im wikifolio zu rechnen.

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    Profil eines wikifolios

    Signalanbieter können mechanische Handelssysteme mit Software von Drittanbietern nutzen und die Signale manuell im wikifolio umsetzen. Bei Social Trading Plattformen mit außerbörslicher Ausführung ist die Umsetzung mitunter einfacher und direkt auf der Basis von Algorithmen möglich.

    Note: 3,0

    7. Kontoeröffnung und Mindesteinzahlung: Der Weg zur Emission ist einfach

    Icon_Blatt_mit_StiftDie Anmeldung zu wikifolio ist für Signalanbieter und Anleger kostenlos. Anleger können sich anmelden wie zu einem beliebigen Internetdienst. Trader müssen ihren Account verifizieren, bevor eines ihrer wikifolios als „investierbar“ eingestuft wird. Neben einem Adressnachweis ist dazu im fortgeschrittenen Stadium auch ein telefonisches „Emissionsgespräch“ notwendig. Im Rahmen dieses Gesprächs wird die Strategie mit Fachleuten von Lang & Schwarz erörtert und die Außendarstellung auf rechtliche Aspekte hin überprüft. Im Anschluss daran erfolgt ein weiterer Prüfungsprozess und schließlich die Emission des Zertifikats.

    Die Hürden für die Emission sind niedrig: Ein wikifolio muss seit mindestens 21 Tagen bestehen und vorgemerktes Kapital von mindestens 2.500 € aufweisen können, damit der Emissionsprozess starten kann. Die niedrigen Hürden wären außerhalb des Zertifikatemarktes kaum zu realisieren und sind im Hinblick auf das Versprechen von Social Trading („Graswurzelbewegung des Tradings“) ein Pluspunkt im wikifolio Test.

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    Vom wikifolio zum Zertifikat – so ist der Ablauf

    Note: 2,0

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    8. Der Broker im Wettbewerb: Ein selbsternannter Revolutionär

    Icon_SiegertreppchenDer Großteil der direkten Konkurrenz setzt auf die Realisierung von Social Trading im außerbörslichen Handel: Follower kopieren dort die Trades von Signalanbietern auf ihre eigenen Konten. Mit der Abbildung erfolgreicher Portfolios durch Investmentzertifikate von Lang & Schwarz gehen die Österreicher einen explizit anderen Weg, der jedoch bei einem Teil der potenziellen Zielgruppe dem außerbörslichen Handel vorgezogen werden dürfte.

    Ein möglicher Beleg dafür ist das Interesse von Onlinebrokern aus dem Segment der Sparkassen: Sowohl die Deka-Tochter S-Broker auch die 1822direkt kooperieren deutlich sichtbar mit den Wienern. Durch die engere Anbindung an Broker und die ohnehin bestehende Bindung zu Emittenten verfügt wikifolio im deutschen Wertpapiergeschäft über eine stärkere Präsenz als die OTC-Konkurrenz. Insbesondere wird eine sehr breite und verstärkt auf langfristige Strategien fokussierte Zielgruppe angesprochen.

    Im Selbstportrait gibt sich die Plattform als „Game Changer“ mit leicht revolutionärem Unterton. Die Rede ist von einer „Demokratisierung“, „von Mitbestimmung statt Herrschaftswissen“. Nicht wenige der Interessenten, die mit wikifolio Erfahrungen machen, dürften sich mit dieser Grundhaltung identifizieren können. Die Idee für die Plattform entstand im Jahr 2008 – dem Jahr der Finanzkrise – und konnte durch den Einstieg der Verlagsgruppe Handelsblatt im Jahr 2011 und dem Beginn der Kooperation mit Lang & Schwarz im Jahr 2012 umgesetzt werden.

    Note: 2,5

    9. Zusatzleistungen und Neukundenangebote: Fehlanzeige

    Icon_PluszeichenTrader, die Social Trading bislang ausschließlich bei OTC Brokern kennengelernt haben und erstmals mit einer auf den Börsenhandel fokussierten Plattform wie wikifolio Erfahrung machen, suchen womöglich vergebens nach Einzahlungsboni und Webinaren. Diese für CFD- und FX Broker typischen Merkmale spielen im Konzept der Wiener keine Rolle.

    Generell beschränkt sich das Angebot im Bereich Wissensvermittlung auf Inhalte mit direktem Bezug zur Plattform. Es gibt keine Inhalte zu Themen wie Technischer oder Fundamentaler Analyse, zur Entwicklung von Handelssystemen etc. Damit wahrt die Plattform eine gewisse Neutralität, verzichtet aber konsequent auf die Weiterbildung der eigenen Kunden.

    Neukundenangebote von Brokern können im Zusammenhang mit wikifolios genutzt werden: Sieht ein Neukundenangebot z. B. eine Prämie für den Übertrag von Wertpapieren vor, werden in der Regel auch die Lang & Schwarz Zertifikate auf wikifolios in diesem Sinne gewertet. Das gilt auch für Neukundenboni im Zusammenhang mit Handelsaktivität.

    Note: 4,0

    Weitere Ratgeber zum Thema:

    10. Kundenservice und Internetauftritt: Ausbaufähig

    Icon_TelefonDer Internetauftritt ist an einigen Stellen ausbaufähig – insbesondere erscheinen die Ladezeiten etwas zu lang. Außerdem ist die Menüführung zum Teil unübersichtlich, weil Zwischenpunkte nicht hinreichend darstellen, welche Unterpunkte sie behandeln. Letztlich müssen sich Nutzer durch diverse Unterseiten klicken, um das Konzept in Gänze nachvollziehen zu können. Der Kundenservice ist per Mail und Telefon erreichbar; die Reaktionszeiten auf E-Mail-Anfragen sind vertretbar.

    Ein Freundschaftswerbungsprogramm gibt es aus nachvollziehbaren Gründen nicht: Anders als Broker-Empfehlungen kann ein wikifolio Erfahrungsbericht von geworbenen Personen als Empfehlung zu Investitionen verstanden werden, was im Freundes- oder Bekanntenkreis bekanntlich nicht unproblematisch ist.

    Note: 3,0

    Fazit

    Fazit im wikifolio Erfahrungsbericht: Das Wiener Unternehmen bietet eine unkomplizierte und für breite Zielgruppen interessante Möglichkeit zur Investition in die Handelsstrategien anderer. Der vermeintliche Umweg über Zertifikate bietet Vorteile – insbesondere räumt er dem Social Trading einen formaleren Rahmen ein als dies bei den weiter verbreiteten OTC-Lösungen der Fall ist. Die Bandbreite verfügbarer Handelsstrategien ist groß und das Angebot en erfolgreichen Ansätzen vielversprechend. Die Kosten bzw. Vergütungen sind in weiten Teilen erfolgsabhängig und sowohl für „Follower“ als auch für Urheber von Handelssignalen interessant. Wikifolio gehört damit zu den ersten Adressen im Social Trading und eignet sich für alle, die über konventionelle Zertifikate in Handelsstrategien investieren möchten.

    Unsere wikifolio Bewertung als Testnote: 2,3

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