Beste Direktbank für Aktien: Tipps für unkomplizierte Anleger

Keine Fixkosten, niedrige und transparente Ordergebühren

Wer nur hin und wieder Blue Chip Aktien handelt, benötigt ein Wertpapierdepot ohne Fixkosten und mit niedrigen, möglichst transparenten Ordergebühren. Das gibt es bei Direktbanken, die auch andere Produkte wie Girokonten und Kredite zu günstigen Konditionen anbieten und sich dadurch als Hausbank ohne Filialnetz eignen.

Beste Direktbank für Aktien: Das Wichtigste in Kürze

  • Gelegenheitsanleger benötigen Depots ohne Fixkosten
  • Die Ordergebühren sollten niedrig und leicht verständlich sein
  • Auslandshandel, Derivate, Handelsplattform und Echtzeitkurse sind weniger relevant
  • Idealerweise können Depot, Girokonto und weitere Bankprodukte bei einem Anbieter geführt werden

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Inhaltsverzeichnis

    Ein Hinweis vorab: Dieser Beitrag richtet sich an Anleger, die einfach und unkompliziert Geld in Aktien und anderen Wertpapieren anlegen möchten und sich weder allzu intensiv mit Chartanalysen, Social Trading, automatisiertem Handel und anderen „Spielereien“ der Profis auseinandersetzen möchten. Deshalb wird hier der Fokus auf Direktbanken mit angebundenem Wertpapiergeschäft und nicht auf Broker im engeren Sinne gelegt. Dass die Grenzen fließend sind, sei an dieser Stelle dahingestellt.

    1. Nicht alle Anleger benötigen Profi-Broker

    Sie kaufen keinen Fuhrpark, wenn Sie lediglich ein Auto benötigen. Dasselbe Prinzip gilt auch beim Broker Vergleich: Es bringt Ihnen wenig, wenn ein Broker ihnen den Echtzeithandel an 100 Börsenplätzen weltweit über eine professionelle Handelsplattform mit hunderten Funktionen ermöglicht und Ihnen unzählige Analyse- und Informationstools zur Verfügung stellt, wenn sie lediglich hin und wieder an deutschen Börsen einen Wertpapierauftrag erteilen.

    Beste Direktbank für Aktien Skyline-Frankfurt-Deutschherrnbrücke

    Die meisten Banken und Broker sitzen in Frankfurt

    Zählen Sie sich selbst zum Anlegertypus „unkompliziert“, sollten Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren: Was kostet die Depotführung pro Jahr und welche Gebühren werden für Orders an deutschen Börsenplätzen fällig? Über diese können Sie nicht nur deutsche Aktien, sondern auch die Aktien vieler ausländischer Unternehmen handeln, so dass die Auswahl im Hinblick auf Diversifikation und Risikostreuung definitiv ausreicht.

    2. Wenig Transaktionen machen Broker mit Depotpauschalen unattraktiv

    Wenn Sie nur relativ wenige Transaktionen (nicht viel mehr als 20 pro Jahr) tätigen, sollten Sie unbedingt ein Depot ohne pauschales Depotführungsentgelt wählen. Dieses schlägt bei geringer Handelsaktivität besonders stark zu Buche und ist letztlich verschwendetes Geld, da es genügend Broker ohne Pauschalgebühren gibt.

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    3. Flatrate statt Gebührenformel: Ordergebühren müssen nicht kompliziert sein

    Wie in anderen Bereichen der Wirtschaft gilt auch im Wertpapiergeschäft, dass kompetente Preisformeln tendenziell dazu dienen, Kunden die Kostenkalkulation zu erschweren. Es gibt keinen ersichtlichen Grund, warum manche Broker ihre Orderentgelte aus vier oder fünf verschiedenen Komponenten zusammensetzen, während andere pauschale oder gestaffelte Gebühren verlangen.

    Für unkomplizierte Anleger ist eine pauschale Ordergebühr optimal, die unabhängig vom Transaktionsvolumen berechnet wird und allenfalls um Börsengebühren bzw. eine Handelsplatzpauschale ergänzt wird, mit der die Börsengebühren abgegolten werden.

    Neben den Gebühren für kommerzielle Börsenorders sollten Sie auch die Gebühren für Sparpläne berücksichtigen, sofern sie regelmäßig in Wertpapieren sparen möchten. Im Idealfall bietet Ihnen ein Broker eine größere Palette an ETFs, in denen sie kostenlos oder zu sehr niedrigen Sparplangebühren anlegen können.

    4. Viele Zusatzleistungen bringen unkomplizierten Anlegern nichts

    Broker fokussieren bei ihrer Außendarstellung gerne besonders aktive Trader, weil diese einen besonders hohen Deckungsbeitrag versprechen. Deshalb werden Zusatzleistungen angepriesen, die Sie als unkomplizierter Anleger aller Voraussicht nach nie benötigen werden, darunter z.B. Tools für den automatisierten Handel, umfangreiche Chartanalysetools, Zugang zu Echtzeit-News von Nachrichtenagenturen und Optionsscheinrechner.

    Monitore-Multi-Screen

    Daytrading mit sechs Monitoren ist nicht jedermanns Sache

    Auch Softwaremodule für den synchronen Handel zahlreicher Wertpapiere an verschiedenen Börsen, Software für den Handel an Terminmärkten usw. benötigen Sie mit diesem Anforderungsprofil nicht. Ebenso sind die Konditionen im außerbörslichen Handel für Sie in der Regel nicht relevant, da hier signifikante Preisersparnis ohnehin auf derivative Finanzinstrumente begrenzt ist.

    5. eToro: Depot kostenlos und keine Provision

    Ein preiswerter Broker in Deutschland ist eToro. Die zipriotische Handelsplattform bietet ein kostenloses Depot und erhebt nur für einige Trades und Auszahlungen verschiedene Spreads und Gebühren. „100% Aktien, 0% Provisionen“ ist das Motto bei eToro. Das Handelsangebot umfasst neben Aktien, ETFs, Indizes, Krypto und Rohstoffe auch Devisen. Eine Vielzahl von Aktien können auf eToro investiert werden, ohne Aufschläge, Ticketing- oder Verwaltungsgebühren zu zahlen. Auch beim Handelsvolumen gibt es keine Grenzen.

    Die weltweit führenden Social-Trading-Plattform von eToro ist ebenfalls ein großer Pluspunkt. Durch das Copy Trading kann man wie die Top-Trader handeln. Diese beliebte Funktion, ermöglicht es, zu sehen, was echte Trader in Echtzeit tun, und deren Trading automatisch zu kopieren.

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    6. Direktbank mit Wertpapiergeschäft statt Broker

    Gelegenheitsanleger benötigen allerdings keinen Broker im engeren Sinne, d.h. einen Dienstleister mit ausschließlicher bzw. überwiegender Fokussierung auf den Börsenhandel. Eine kostengünstige Direktbank, die das Wertpapiergeschäft zusätzlich zu Produkten in den Bereichen Zahlungsverkehr, Einlagengeschäft und Kredit anbietet, reicht vollkommen aus.

    Ein wichtiger Vorteil dieser Anbieter: Anleger können andere Bankgeschäfte an derselben Adresse führen und müssen dadurch nicht Konten und Depots bei unterschiedlichen Banken verwalten. Viele Direktbanken mit günstigen Konditionen im Wertpapiergeschäft sind auch bei Girokonto, Kreditkarte und Co. relativ preisgünstig.

    Beispiel Deutsche Kreditbank (DKB)

    So zum Beispiel die Deutsche Kreditbank (DKB): Pro Inlandsorder rechnet die Bank eine Gebühr in Höhe von 10 € ab, wenn das Transaktionsvolumen 10.000 Euro nicht übersteigt. Bei einem über 10.000 € hinausgehende Transaktionsvolumen beläuft sich die pauschale Ordergebühr auf 25 €. Orders im außerbörslichen Fondsgeschäft werden ebenfalls mit 25 € abgerechnet, dafür entfällt der Ausgabeaufschlag der Fondsgesellschaft. Pauschale Depotführungsentgelte werden nicht berechnet.

    Das Kerngeschäft der Bank im Privatkundensegment sind Kredite und Zahlungsverkehrskonten. So wirbt die Direktbank seit Jahren mit einem kostenlosen Girokonto, das mit einer VISA Kreditkarte ausgestattet wird und kostenlose Barverfügungen an Geldautomaten weltweit ermöglicht. Das Girokonto kann mit einem Dispositionskredit ausgestattet werden, der mit 6,9 % deutlich weniger kostet als bei den meisten Konkurrenten. Ratenkredite werden zu einem von der individuellen Bonität des Darlehensnehmers unabhängigen, inhaltlichen Zinssatz unter 4 % effektiv ausgereicht.

    Beispiel ING (ehemals ING-DiBa)

    Neben der DKB zählt auch die ING zu den bekanntesten deutschen Direktbanken mit günstigen Konditionen im Wertpapiergeschäft. Das Institut verzichtet ebenfalls auf pauschale Depotgebühren. Inlandsorders werden mit 2,90€ während der ersten 6 Monate abgerechnet und dann 4,90€ + 0,25% des Traditionsvolumens, höchstens aber 69,90 €. Zusätzlich fällt ein Handelsplatzentgelt in Höhe von 1,75 € für Orders über Xetra an.

    ING Erfahrungen

    Die ING ist eine der größten deutschen Direktbanken

    Die Bank eröffnet Privatkunden Girokonten ohne Kontoführungsgebühr. Die Konten werden mit einer VISA Debitkarte ausgestattet, die kostenlose Barverfügungen an ca. 90 Prozent der Geldautomaten in der Eurozone ermöglicht. Dispositionskredite kosten 6,99 % Zinsen (nominal) pro Jahr. Das Tagesgeldkonto der Bank („Extra Konto“) zählt seit Jahren zu den am besten verzinsten Einlagenkonten auf dem deutschen Markt. Kredite sind je nach Verwendungszweck zu unterschiedlichen Zinssätzen erhältlich.

    7. Fazit

    Unkomplizierte Gelegenheitsanleger benötigen eine Direktbank mit günstigen Konditionen im Wertpapiergeschäft und keinen Broker im engeren Sinne. Wichtig ist der Verzicht auf pauschale Depotführungsentgelte ebenso wie ein niedrig angesetzter Preis für Orders im inländischen Börsenhandel. Profifunktionen der Handelsplattform, eine große Anzahl ausländischer Börsenplätze und Echtzeitkurse sind dagegen nebensächlich.

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