Die Spreu vom Weizen trennen – der Social Trading Broker Vergleich von OnlineBroker.net

Die Anhänger des Social Trading sehen in der Disziplin nicht weniger als eine Revolution der Finanzmärkte, Kritiker zweifeln an der Breite und Tiefe der Substanz, die das Kopieren von Handelsstrategien vorweisen kann. Die Redaktion von OnlineBroker.net kann Ihnen die Grundsatzentscheidung für oder gegen Social Trading nicht abnehmen. Wir können Ihnen aber sehr genau sagen, welche Social Trading Broker auf Qualität statt auf Quantität setzen – und deshalb womöglich einen Qualitätszuwachs für Ihr Depot zu bieten haben.

Wer Social Trading Broker vergleichen möchte, muss einen nüchternen Blick auf die Zertifizierungsprozesse der veröffentlichten Strategien werfen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Einige Anbieter setzen auf eine große Reichweite und eine ebenso große Masse an handelbaren Strategien, andere lassen Handelssysteme nur unter strengen Voraussetzungen zu und suspendieren Strategieanbieter ggf. auch wieder. Der Social Trading Broker Test von OnlineBroker.net beleuchtet die Zulassungs- und Filterkriterien im Detail.

Social Trading Broker im Test – Das Ergebnis

RangAnbieterRegulierungFinanz­produkteMin. Einsatz EUR/USDKonto abTestberichtZum Anbieter
CySECCFD, Forex25,00 €200 €eToro
Erfahrungen
Zum Anbieter
CySECCFD, Forex5,00 €250 €Tradeo
Erfahrungen
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CySECCFD, Forex5,00 €50,00 €Zulutrade
Erfahrungen
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4keineZertifikate100 €100 €Wikifolio
Erfahrungen
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Unser Testsieger im Social Trading Broker Test: eToro

Zu den in Deutschland bekannten Social Trading-Plattformen gehört eToro. Der auf Zypern ansässige Forex Broker steht unter der Ausicht der zypriotischen Finanzaufsichtsbehörde CySEC (Cyprus Securities and Exchange Commission). Der Broker steht für ein großes Sortiment an handelbaren Werten und günstige Spreadkosten. Offiziell gemeldet ist er seit 2007. Bei eToro stützt sich grundlegend das Handelssystem auf das sogenannte Social Trading. Händler können Devisen, Aktien und andere Finanzprodukte handeln, aber auch einfach automatische Handelssignale einbauen. Bei der Social Trading-Plattform von eToro handelt es sich um eine eigens entwickelte Plattform, welche für all jene Anleger eine angemessene Alternative bietet, die nicht selbst traden wollen oder können. Einen Zugang zur Trader Community erhalten Kunden über das eToro OpenBook. Die eToro Plattform benötigt keine Installationen und verfügt über ein praktisches Design der Social Trading Oberfläche, sodass der Einstieg als Follower sehr leicht ist. Im Online Handbuch „Social Trading“ informiert der Broker über die Möglichkeiten. Das Angebot von eToro lässt sich dank eines Demokontos umfassend testen.

eToro Social Trading

Die Webseite unseres Social Trading Testsiegers eToro

Die Checkliste: Darauf müssen Sie im Social Trading Broker Vergleich achten!

  • Schnittstellen: Mit welchen Brokern können Sie handeln?

Die Investition in die Anlagestrategien Dritter kann über den Kauf von (börslich gehandelten) Zertifikaten ebenso erfolgen wie über (außerbörsliche) CFD- und FX-Handelskonten. Letztere Variante ist bei eToro, Ayondo und ZuluTrade anzutreffen, Zertifikate kommen auf der Plattform von wikifolio zur Anwendung. Für den Handel von Zertifikaten ist ein Aktiendepot erforderlich. Aktiendepot Kosten >

Auch wenn über CFDs gehandelt wird, gibt es große Unterschiede. Einige Plattformen treten rechtlich als Introducing Broker/Vermittler auf und ermöglichen über die Schnittstellen die Integration ihrer Handelssignale in die Plattformen mehrerer Broker, andere setzen den Handel über die eigene Handelsplattform voraus bzw. stellen keine Möglichkeit zur automatisierten Übernahme der Signale auf Konten von Drittanbietern zur Verfügung.

  • Kosten für den Bezug der Signale

Werden die Handelssignale einer Plattform im Rahmen eines IB-Modells in die Handelskonten von Drittanbietern integriert, erfolgt die Vergütung zumeist aus einem Teil der Spreads, die sich nicht von den regulären Spreads unterscheiden müssen. Wird direkt über die Plattform gehandelt, gilt das ebenso – mitunter werden eigene Social Trading Spreads ausgewiesen, mitunter nicht. Im Handel mit Zertifikaten erfolgt die Vergütung von Plattform und Signalanbieter über Ausgabeaufschläge, jährliche Zertifikatsgebühren und Gewinnbeteiligungen.

  • Zertifizierungsprozess für Signalanbieter

Ein Zertifizierungsprozess prüft Strategien und klassifiziert diese, bevor und während Anleger investieren können. So können z. B. verschiedene Qualitätsstufen festgelegt werden, deren Erreichen von klar definierten Merkmalen abhängig ist. Denkbar sind die Gesamtperformance, der maximale Drawdown, die Anzahl der Trades pro Jahr und weitere Merkmale. Der Zertifizierungsprozess filtert Zufälle, Ausreißer und „Glücksritter“ aus dem Strategie-Pool heraus und bewahrt Anleger davor, in eine qualitativ minderwertige Strategie zu investieren.

Screenshot: Der Zertifizierungsprozess von Ayondo sieht fünf Stufen vor

Screenshot: Der Zertifizierungsprozess von Ayondo sieht fünf Stufen vor

  • Sanktionen für Strategien mit schlechter Leistung

Der Zertifizierungsprozess sollte im Resultat mehr darstellen als eine einfache Rangliste mit einem Mindestscorewert, ab dessen Erreichen eine Strategie zugelassen bzw. empfohlen oder in eine höhere Qualitätsstufe eingruppiert wird. Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal im Social Trading Anbieter Vergleich betrifft die Sanktionsmechanismen, die Strategie-Anbieter bei schlechten Ergebnissen erwarten müssen. So kann z. B. ein bestimmtes Merkmal wie ein zu hoher Drawdown oder eine zu geringe Performance zur Herabstufung in eine niedrigere Empfehlungs- und Vergütungsstufe führen.

 

  • Filterkriterien für die Suche nach Strategien

Mit der Bedeutung des Segments wächst auch allmählich die Zahl der Handelsstrategien auf jeder einzelnen Plattform. Die Such- und Filtermöglichkeiten sind im Social Trading Vergleich deshalb ein unspektakuläres, aber sehr wichtiges Qualitätsmerkmal. Je mehr Kennzahlen zur Sortierung zur Verfügung stehen, desto detaillierter können Nutzer nach Handelsansätzen mit einem geeigneten Profil suchen. Im Idealfall steht ein Suchmodus für Experten zur Verfügung. Die Filterkriterien sollten weit über Performance, Echtgeld-Status, Drawdown, gehandelte Märkte und Sharpe Ratio hinausgehen. Bei den meisten Plattformen besteht in diesem Punkt noch erheblicher Verbesserungsbedarf. Wünschenswert wäre insbesondere eine Multi-Kennzahlensuche mit vom Nutzer zu definierender Rangfolge.

 

Screenshot Wikifolio

Screenshot Wikifolio

  • Ausrichtung des Portals: Qualität oder Quantität

Eine Grundsatzentscheidung im Social Trading Broker Vergleich betrifft die inhaltliche Ausrichtung des Anbieters. Einige setzen auf eine große Reichweite und lassen nahezu jede Strategie ohne weitere Prüfung zu, andere Portale unterziehen die Strategien von Signalanbietern einem Zertifizierungsprozess. Letztere sind grundsätzlich vorzuziehen > Bester Broker für Social Trading

Der Grund: Wird auf jegliche Qualitätskontrolle verzichtet, finden sich in den Vergleichsranglisten trotz diverser Filter immer wieder Strategien, deren Qualität ungewiss ist. Das gilt etwa für Strategien, deren Gewinn im Wesentlichen auf einige wenige Trades entfällt – hier könnte es sich um Zufall gehandelt haben. Auch Strategien, die nur über einen sehr kurzen Zeitraum betrachtet werden, lassen Fragen offen.

  • Vergütungsstruktur für Signalanbieter I: Interessenkonflikte

Kein Social Trading Broker Vergleich kommt ohne einen Blick auf mögliche, kritische Interessenkonflikte aus. Das Grundproblem: Signalanbieter erzielen mit ihren Handelsstrategien umso höhere Umsätze, je mehr Follower sich für eine Aufnahme der Strategie in ihr Portfolio entscheiden. Signalanbieter könnten dadurch versucht sein, eine möglichst prominente Platzierung in Ranglisten zu erreichen, die für die Umsätze maßgeblich sind.

Dies wäre etwa durch die Inkaufnahme eines extrem großen Risikos denkbar: Unter günstigen Umständen lassen sich mit stark gehebelten Positionen in Assets mit hohem Beta hohe Gewinne erzielen. Sobald die Marktentwicklung sich ändert, kommt es allerdings zu entsprechend hohen Verlusten. Ebenso denkbar wäre prinzipiell, dass Urheber von Strategien zwei gegenläufige Handelsansätze entwickeln – inwieweit hierdurch gesetzliche Bestimmungen berührt werden, ist ungewiss.

Die Vergütungsstruktur sollte deshalb Sanktionen für große Risiken vorsehen und langfristig erfolgreiche Strategien begünstigen. Der Umgang mit Interessenkonflikten erfolgt dementsprechend zu einem wesentlichen Teil im Rahmen des Zertifizierungsprozesses: Je stärker dieser an Qualität und langfristig guten Ergebnissen orientiert ist, desto besser.

  • Vergütungsstruktur für Signalanbieter II: Attraktivität der Honorare

Aus Sicht der Urheber von Handelsstrategien bemisst sich die Attraktivität der Vergütung an der Auszahlung pro Follower-Lot und der Reichweite der Plattform pro verfügbarer Strategie. Marktüblich sind Vergütungen von ca. 1-6 USD pro Standard-Lot. Plattformen mit einer großen Reichweite verfügen über größere Benutzerzahlen und ermöglichen Urhebern dadurch höhere Gewinne. Eine große Reichweite muss allerdings nicht zwingend einer hohen Qualität geschuldet sein. Urheber von hochentwickelten Strategien erzielen auf etwas kleineren Plattformen mit einem anspruchsvolleren Publikum möglicherweise höhere Umsätze. So wird sich z. B. ein vorwiegend aus Einsteigern bestehender Nutzerkreis primär an der Performance und weniger am Risiko einer Strategie orientieren, obgleich nur beide Faktoren zusammen eine qualitative Aussage ermöglichen.

  • Demokonto mit echten Handelssignalen

Die Zeiten teurer Abonnements mit Handelssignalen sind zwar noch nicht ganz vorbei, neigen sich aber dem Ende zu. Es widerspricht dem Geist von Social Trading, wenn Handelssignale nur einem eingegrenzten Nutzerkreis zugänglich gemacht werden. Der Zugriff ein kostenloses Demokonto mit unveränderten Handelssignalen ist deshalb eine notwendige Bedingung im Social Trading Anbieter Vergleich. Es muss jedem Interessenten möglich sein, Signale zumindest über einen gewissen Zeitraum testen zu können.

  • Anzahl und Qualität der Strategien

Wie viel persönlicher (Entwicklungs-)Einsatz eines Trades tatsächlich hinter einer Strategie steckt, ist für Follower schwer zu beurteilen. Da sich mit dem Verkauf von Handelssignalen Geld verdienen lässt und die Skripte für Strategien in großer Zahl und ohne greifbares Urheberrecht umlaufen, ist allerdings mit einer beträchtlichen Anzahl von Signalanbietern zu rechnen, die beliebige Strategien aufnehmen und über ihren Account umsetzen – viel zu verlieren gibt es zumindest bei Plattformen ohne Zertifizierungsprozess und Sanktionsmechanismen wenig. Entscheidend ist deshalb nicht die Anzahl der gelisteten Strategien, sondern die Anzahl der mit echtem Geld durch den Urheber gehandelten Strategien. Deren Anzahl und Kennzahlen sind im Social Trading Vergleich relevant – nicht jedoch bloße Zahlen von Accounts, Nutzern, Signalanbietern usw.

Screenshot eToro: Dem Netzwerk gehören nach eigenen Angaben 4,5 Millionen Nutzer an

Screenshot eToro: Dem Netzwerk gehören nach eigenen Angaben 4,5 Millionen Nutzer an

Zielgruppe: Für wen ist Social Trading die richtige Wahl?

Social Trading eignet sich keinesfalls ausschließlich für spekulativ orientierte Trader – auch wenn einzelne Plattform den Eindruck eines Casinos vermitteln könnten. Orientiert sich ein Social Trading Broker an Qualität und wird nicht jede beliebige Strategie zugelassen, adressiert die Plattform auch Anleger, die eine Beimischung für ihr Wertpapierportfolio suchen.  Diese kann sich z.B. durch eine geringe Volatilität und einen geringen maximalen Drawdown und eine gering ausgeprägte Korrelation zu den großen Leitmärkten auszeichnen. Das schließt nicht aus, dass auch aggressive Strategien mit sehr hohen Renditeerwartungen und entsprechenden Risiken aufzufinden sind.

Screenshot: Social Trading kann als Mittel zur Diversifikation dienen

Screenshot: Social Trading kann als Mittel zur Diversifikation dienen

Eine entsprechende Qualität der Plattform vorausgesetzt, eignet sich Social Trading für alle, die Zugriff auf regelbasierte Handelssysteme Dritter suchen und die Signale unkompliziert auf ihr eigenes Handelskonto kopieren möchten. Das mit dem Kopieren verfolgte Ziel bestimmt letztlich die Auswahlkriterien, die von mittlerem bis zu sehr hohem Risiko die gesamte Bandbreite abdecken können. Wer Gefallen am Gedanken des Handels im Stile der sozialen Netzwerke findet, ist in diesem Bereich naturgemäß besonders gut aufgehoben.

Aktuelle Entwicklungen im Social Trading-Segment

Social Trading gewinnt an Bedeutung, scheint aber nicht zu einem Massenphänomen zu werden. Die „Börsen-Zeitung“ berichtete im Juli 2015 unter Berufung auf eine Untersuchung von „Investment Trends“, dass Ayondo auf dem deutschen Social Trading Markt eine Spitzenposition vor Wikifolio und eToro halte. ZuluTrade wird in dem Bericht nicht erwähnt.

Auch wenn die Datenlage recht dünn ist, lässt sich daraus ein Trend hin zu Anbietern mit einem als etabliert wahrgenommenen Regulierungsumfeld skizzieren Ayondo ist eine deutsche GmbH mit britisch regulierter Handelsplattform, wikifolio ein österreichisches Unternehmen, das Strategien mit börslich gehandelten Zertifikaten abbildet. In der medialen Berichterstattung wird Social Trading zumindest wahrgenommen: n-tv, „Welt“ und andere Medien berichten über den Trend.

Im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen sind derzeit keine Änderungen absehbar: Die Bafin und mit ihr andere Aufsichtsbehörden in Europa sehen keine grundlegenden Problemstellungen, solange die Urheber von Strategien nicht bei Banken, Fondsgesellschaften oder ähnlichen Unternehmen beschäftigt sind. Die rechtlich notwendigen Risikobelehrungen sehen die Behörden durch kontoführende Broker bzw. die Emissionsbedingungen der Zertifikate hinreichend erfüllt.

Bislang ist nicht absehbar, dass Social Trading für Banken zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz wird, die nicht bereits durch den CFD Handel (Contracts for Difference) an sich besteht. So wie mehrere große Broker durch die Aufnahme des CFD Tradings ins Produktportfolio reagiert haben (darunter z. B. s-broker, flatex, DAB Bank/Consorsbank und comdirect) könnten sich die Institute irgendwann auch verstärkt im Bereich Social Trading engagieren.

Die Commerzbank-Tochter CommerzVentures jedenfalls investierte im Jahr 2015 einen hohen einstelligen Millionenbetrag in die Plattform von eToro.

Screenshot: Social Trading gewinnt an medialer Aufmerksamkeit

Screenshot: Social Trading gewinnt an medialer Aufmerksamkeit

So holen Follower und Urheber das Optimum aus Social Trading heraus

  • Die Performance ist nicht das einzige Qualitätskriterium für Strategien

Wenn Sie Strategien verschiedener Urheber auf einer Plattform für Social Trading vergleichen, sollten Sie keinesfalls ausschließlich eine hohe Performance als Kriterium definieren. Diese kann das Resultat ganz unterschiedlicher Umstände sein. Die Hoffnung, dass ein „heißes Eisen sich schon nicht so schnell abkühlt“, trügt – eine Handelsstrategie ist keine einzelne Aktie, für die sich eine solche Argumentation unter Umständen rechtsfertigen ließe. Achten Sie stattdessen auf Kriterien, die Zufälle ausschließen und sich nur langfristig erreichen lassen: Ein gutes Verhältnis von Rendite und Risiko, erzielt über einen möglichst langen Zeitraum mit möglichst unterschiedlichen Marktphasen und mit vielen Trades in unterschiedlichen Basiswerten

  • Demokonto nutzen und Signale vor Echtgeld-Einsatz testen

Vor allem Einsteiger erlauben sich oft den völlig unnötigen Verzicht auf den Einsatz eines Demokontos. Können die Handelssignale einer Plattform auch mit virtuellem Kapital umgesetzt werden, sollte diese Möglichkeit vor der ersten Einzahlung auch genutzt werden. Merke: Die Wahrscheinlichkeit, dass durch einige Wochen Geduld der „Trade des Lebens“ ungenutzt vorbezieht, ist wesentlich kleiner als der Informationsnachteil, der durch den Verzicht auf das Demokonto entsteht. Vergleichen Sie die Performance des Signalanbieters (Echtgeld) mit dem Ihres Demokontos. Achten Sie speziell bei CFD-Plattformen mit Market Maker-Modell darauf, ob der Broker zu plötzlichen Ausweitungen der Spreads neigt. Das kann ein Hinweis auf eine Art „hausinternes Frontrunning“ sein.

  • Portfolio aus mehreren Strategien bilden

Investieren Sie nicht ihr gesamtes – für Social Trading budgetiertes – Kapital in eine einzige Handelsstrategie. Verteilen Sie es stattdessen auf 5-10 Strategien verschiedener Urheber. Die Strategien sollten untereinander möglichst gering korreliert sein. Alternativ dazu kann die Investition in ein Follower-Portfolio sinnvoll sein, sofern dieses die vorgenannten Kriterien erfüllt. Haben Sie sich im Social Trading Vergleich für eine Plattform mit Zertifikate-Lösung entschieden, können Dach-Strategien zur Diversifikation eingesetzt werden – aufgrund der im Zertifikatehandel zum Teil absoluten statt relativen Kosten ist dies grundsätzlich empfehlenswert. Sehen Sie in Social Trading grundsätzlich eher eine Beimischung zu einem Wertpapierportfolio als eine Möglichkeit zu „schnellem Geld“.

  • Strategie im Detail begutachten – Märkte, Trades, Korrelationen

Die Analyse von Handelsstrategien müsste streng genommen mehr Zeit in Anspruch nehmen als die Analyse der Märkte. Betrachten Sie den Verlauf einer Strategie genau und achten Sie auf Indizien für die Validität des Ansatzes. Welche Märkte werden gehandelt? Seit wann ist die Strategie mit Echtgeld aktiv? Wie vieles Trades wurden seitdem getätigt? Verläuft die Anzahl der Trades pro Woche eher konstant oder eher schwankend? In welchem Zusammenhang stehen Wochenperformance und Handelsaktivität mit der Marktentwicklung?

  • Zufälle von Erfolg unterscheiden

Zu den wichtigsten Aspekten im Social Trading Test einzelner Strategien gehört die Unterscheidung zwischen systematischem und zufälligem Erfolg. Ein umfangreicher Zertifizierungsprozess kann hier wesentliche Vorarbeit leisten. Zufall könnte im Spiel sein, wenn der Gewinn zu einem großen Teil auf eine Handvoll Trades entfällt, Backtests mit minimal variierenden Parametern stark abweichende Ergebnisse erzeugen oder dies für die Anwendung der Strategie auf einen anderen Markt zutrifft.

  • Nur bei Brokern handeln, die auch ohne Social Trading eine Mindestqualität bieten

Entscheiden Sie sich im Social Trading Anbieter Vergleich für eine Plattform mit angebundenem CFD Handel, sollten Sie diese an den branchenüblichen Maßstäben messen: Möglichst enge Spreads, ein transparentes Marktmodell und eine leistungsfähige Handelsplattform sind dann Pflicht.

  • Nicht zu früh eigene Strategien anbieten

Treten Sie als Einsteiger nicht zu früh als Urheber von Strategien auf. Erzielt diese keine ansehnlichen Ergebnisse, kann diese Ihre Position im Hinblick auf Vergütung, Ranking etc. dauerhaft schwächen. Die Entwicklung einer gut verkäuflichen Handelsstrategie erfordert in der Regel einige Jahre Erfahrung und eine große Anzahl von Tests. Sammeln Sie die Erfahrung durch die Analyse der Strategien anderer und führen Sie Backtests für Ihre eigenen Entwicklungen mit MT4 oder ähnlichen Plattformen durch.

Weitere Angebote zu Social Trading auf OnlineBroker.net

CFD Broker Vergleich

Eine Handelsstrategie mit einer stringenten Ein- und Ausstiegslogik ist notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für erfolgreiches Trading. Eine weitere unerlässliche Bedingung ist ein Broker mit einem fairen Marktmodell ohne Interessenkonflikte und mit niedrigen Handelskosten, über dessen Plattform die Handelssignale aus dem Social Trading umgesetzt werden können.

Unser CFD Broker Vergleich untersucht alle relevanten CFD Anbieter auf Merkmale wie Spreads und Kommissionen, Marktmodell (Marker Maker/DMA), Mindesteinzahlung, Handelsplattform, Ordertypen, Regulierungsumfeld, Einlagensicherung, Kundenservice, Weiterbildungsmöglichkeiten usw.

Daytrading Broker Vergleich

Sie beziehen Handelssignale für die großen Wertpapiermärkte und möchten diese nicht über den Umweg von CFDs, sondern im börslichen Handel umsetzen? Dagegen ist nichts einzuwenden – sofern die Signale eine große Anzahl Transaktionen absehen lassen, sollten Sie allerdings die Transaktionskosten Ihres Brokers besonders gut im Auge behalten – und ggf. zu einem anderen Anbieter wechseln.

Im Daytrading Broker Vergleich von OnlineBroker.net wurden die Preisverzeichnisse und Handelsplattformen dutzender Broker gezielt aus der Perspektive von sehr aktiven Tradern beleuchtet. Rabatte für Vieltrader, die Kosten für seltene Orderarten, Gebühren für den Bezug von Realtime-Pushkursen und weitere Merkmale wurden untersucht.