Contracts for Difference (CFD): Funktionsweise, Hintergründe und Praxiseinsatz

Grundlagen der Kontrakte und spezielle Chancen und Risiken

CFDs können kostengünstig gehandelt werde, ermöglichen Spekulationen auf fallende und steigende Kurse und erfordern nur einen geringen Kapitaleinsatz – werben die Anbieter. Kritiker betonen intransparente Handelsstrukturen und enorme Verlustrisiken. Dieser Beitrag thematisiert die rechtliche und technische Funktionsweise von CFDs und erläutert die daraus resultierenden, spezifischen Vor- und Nachteile.

Stichpunkte für die Take Away Box

  • CFDs sind ein Vertrag zwischen Trader und Broker
  • Die Kontrakte bilden einen Basiswert ab
  • Spekulationen auf steigende und fallende Kurse sind möglich
  • Durch das Margin-Prinzip ist der Kapitaleinsatz gering
  • Margin-Prinzip und Nachschusspflichten stellen große Risiken dar
  • Im Vergleich zu Optionen und Optionsscheinen sind CFDs sehr einfach strukturiert
  • Im Vergleich zu den großen Terminkontrakten (FDAX) sind die Zugangshürden gering
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Inhaltsverzeichnis

    1. Funktionsweise von CFDs

    Ein Differenzkontrakt (CFD) bildet einen Basiswert 1:1 ab. CFDs können sich auf nahezu jeden an der Börse gehandelten Basiswert beziehen. Verbreitet sind Differenzkontrakte auf Indices, Aktien, Zinssätze, Anleihen, Rohstoffe, Futures, ETFs und Devisen. Handelbar sind CFDs ausschließlich über spezialisierte Broker.

    Ein Beispiel: Eine Aktie notiert bei 100 €. Ein CFD auf die Aktie ist auf die Kontraktgröße 1,0 Aktien = 1,0 Kontrakte normiert. Das bedeutet, dass Anleger mit einer Position im Umfang von 1,0 Kontrakten exakt dieselbe Wertentwicklung abbilden wie mit dem Kauf von 1,0 Aktien. Die Hebelwirkung (siehe nächster Abschnitt) resultiert dagegen aus dem geringeren Kapitaleinsatz und nicht aus der Konstruktion des CFDs.

    Mit einer CFD Longposition setzen Anleger auf steigende Kurse, Shortpositionen dienen zur Spekulation auf fallende Kurse. Shortpositionen in CFDs bilden einen Leerverkauf im entsprechenden Basiswert ab. Dadurch ist die Partizipation an steigenden und fallenden Kursen gleichermaßen möglich.

    Contracts for Difference (CFD) comdirect-CFD-Simulator

    „CFD Simulator“ der comdirect

    2. Funktionsweise von Margin Trading

    Contracts for Difference werden nach dem Prinzip des Margin Trading gehandelt. Beziehen sich 1,0 CFD Kontrakte auf 1,0 Aktien und notiert die Aktie an der Börse bei 100 €, müssen Anleger für die Eröffnung einer Position in einem Differenzkontrakt nur einen Bruchteil des Marktwertes als Sicherheitsleistung („Margin“) hinterlegen. Für Blue Chip Aktien sind Initial Margin-Sätze von 5-20 % üblich.

    Die Initial Margin gibt an, welche Sicherheitsleistung zur Eröffnung einer Position erforderlich ist. Sie ist zu unterscheiden von der Maintenance Margin, die angibt, welche (verbleibende) Sicherheitsleistung nach einer Kursentwicklung gegen die eigene Position zur Aufrechterhaltung dieser erforderlich ist. Die Maintenance Margin wird häufig als Prozentsatz der Initial Margin dargestellt und kann z. B. 40 % dieser betragen.

    Das Margin Prinzip ist nicht exklusiv auf den Handel mit Contracts for Difference beschränkt und kommt im Devisenhandel sowie an den Terminmärkten bereits seit Jahrzehnten zum Einsatz. Aus dem im Vergleich zum Direktinvestment in den Basiswert verringerten Kapitaleinsatz resultiert ein Finanzhebel, der überproportionale Gewinne (und ebenso überproportionale Verluste) möglich macht. Der Finanzhebel berechnet sich als Kehrwert aus dem Marginsatz: Beträgt dieser 0,05 (5 %), ergibt sich daraus ein Finanzhebel mit dem Faktor 20.

    Ein Beispiel: Nach der Eröffnung einer Longposition in der Aktie aus dem obigen Beispiel steigt der Kurs der Aktie von 100 € auf 120 €. Daraus ergibt sich pro Kontrakt ein absoluter Gewinn in Höhe von 20 €. Da der Marginsatz sich auf lediglich 5 % beläuft, war zur Eröffnung der Position ein Einsatz in Höhe von lediglich 5 € erforderlich. Bezogen auf diesen Einsatz entspricht der Kursgewinn von 20 € einem prozentualen Gewinn in Höhe von 400 % (20 % multipliziert mit dem 20-fachen Finanzhebel).

    IG-Aktien-Margin-Berechnung

    Berechnung Aktien-Margin bei IG Markets

    3. Rechtliche Einordnung eines CFDs

    Rechtlich handelt es sich bei einem CFD um einen Differenzausgleichsvertrag zwischen dem Broker und seinem Kunden. Der Vertrag kommt in der Regel zustande, wenn der Kunde eine Order über die Handelsplattform des Brokers abschickt. Broker und Kunde verpflichten sich gegenseitig, der jeweils anderen Partei Gewinne bzw. Verluste aus der Kursentwicklung auszugleichen. Gewinnt der Kunde wie im obigen Beispiel, entsteht zu seinen Gunsten ein Anspruch auf Auszahlung des Gewinns gegen den Broker. Der Gewinn wird bei Glattstellung der Position durch die Abrechnung zum höheren Kurs ausgezahlt.

    Bei Verlusten des Kunden besitzt der Broker einen Anspruch gegen diesen auf Ausgleich. Der Broker sichert seine Ansprüche durch die Margin ab. Wird die festgelegte Maintenance Margin unterschritten, stellen Broker in der Regel alle offenen Positionen des Kunden automatisch glatt, um ungedeckte, d.h. über das Kontoguthaben hinausgehende Verluste zu vermeiden.

    Dennoch gilt die Pflicht zum Differenzausgleich auch für negative Kontosaldi, sofern in den Geschäftsbedingungen nichts Anderweitiges festgelegt wird. Steuerrechtlich fallen CFDs unter die Termingeschäfte. Gewinner unterliegen dadurch der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

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    4. Technische Einordnung eines CFDs: So kann die Abwicklung erfolgen

    Für die Beurteilung der Qualität eines CFD Brokers ist das Verhältnis zwischen dem Kurs des Basiswertes im Referenzmarkt und dem Abrechnungskurs des CFDs entscheidend. CFD Broker sind keinesfalls automatisch verpflichtet, die Kurse der Referenzbörse 1:1 zu kopieren.

    Market Maker saldieren zunächst intern die Orders ihrer Kunden: Longpositionen werden intern gegen Shortposition verrechnet, so dass der Broker durch die Spreads Geld verdient, ohne selbst tatsächlich eine Transaktion zu tätigen. Kommt es zu Nettopositionen in die eine oder andere Richtung, können diese durch entsprechende Maßnahmen am Finanzmarkt abgesichert oder aber auf eigenes Risiko des Brokers weitergeführt werden. In welchem Verhältnis die Abrechnungskurse der CFDs zu den Kursen der Referenzbörse stehen, ist in diesem Fall für Trader nicht ersichtlich.

    Deutlich transparenter sind Marktmodelle mit direktem Bezug zu den Kursen der Referenzbörse. DMA Broker spiegeln das Orderbuch der Referenzbörse (CFD Broker Testsieger) auf ihrer eigenen Plattform und ermöglichen Kunden die direkte Eingabe von Orders in das gespiegelte Orderbuch. Erteilt ein Kunde eine Order, führt der Broker diese in seinem eigenen Namen an der Referenzbörse aus und erstellt zeitgleich einen Differenzkontrakt zwischen sich selbst und dem Kunden.

    5. Vorteile im Vergleich zum Direktinvestment

    CFDs bieten verschiedene Vorteile im Vergleich zu einem Direktinvestment in den Basiswert. Im Handel mit vielen Basiswerten, darunter insbesondere Aktien, sind Spekulationen auf fallende Kurse mit Differenzkontrakten sehr viel einfacher als im Wertpapier selbst.

    Auch die Hebelwirkung ist ein Vorteil: Sie ermöglicht einerseits Spekulation mit relativ geringen Einsätzen, kann andererseits aber auch zur Absicherung von Wertpapierdepots mit CFDs genutzt werden. Eine sinnvolle Absicherung setzt eine gewisse Hebelwirkung voraus.

    6. Nachteile im Vergleich zum Direktinvestment

    Eine Longposition in einem Aktien-CFD ist rein rechtlich eine Angelegenheit zwischen Broker und Kunde und begründet keinesfalls Rechte des Aktionärs. Es gibt kein Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Die meisten Broker zahlen Dividenden entweder ganz oder zu ca. 85-90 % an Inhaber von CFD Positionen aus.

    Die große Hebelwirkung wirkt auch bei ungünstiger Kursentwicklung und kann im ungünstigsten Fall zur extremen Verlusten binnen sehr kurzer Zeit führen. Das ist allerdings kein spezifischer Nachteil von CFDs, sondern betrifft alle Positionen mit hohen Fremdkapitalanteil, darunter auch Optionen, Hebelzertifikate oder kreditfinanzierte Portfolios.

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    7. Vorteile im Vergleich zu anderen Derivaten

    Der größte Vorteil gegenüber dem Handel großer Terminkontrakte besteht in der geringen Kontraktgröße. Der wichtigste DAX Future Kontrakt der Terminbörse EUREX sieht eine Kontraktgröße von 25 € pro Indexpunkt vor. Bei einem Indexstand von 8.000 Punkten entspricht dies einem Kontraktwert von 200.000 €, so dass selbst bei einem Marginsatz von 5 % bereits 10.000 € Einsatz für den Handel eines einzigen Kontrakts notwendig sind.

    Im Vergleich zu Optionen und Optionsscheinen bieten CFDs zwei Vorteile. Erstens sind die Kontrakte nicht mit einer Laufzeitbegrenzung versehen (etwas anderes kann bei CFDs auf Terminkontrakte gelten), so dass kein Zeitwertverlust eintritt. Zweitens unterliegt die Preisbildung sehr viel weniger Einflussfaktoren als bei Optionen. Insbesondere spielen Laufzeit (da nicht vorhanden) und Volatilität keine Rolle.

    EUREX-Option-Master

    Komplizierte Optionspreisberechnung mit EUREX Option Master

    8. Nachteile im Vergleich zu anderen Derivaten

    Der größte Nachteil im Vergleich zu anderen Derivaten besteht im außerbörslichen Handel, der bei intransparenten Marktmodellen beträchtliche Kostenaufschläge nach sich ziehen kann. Im schlimmsten Fall übervorteilen Broker ihre Kunden nicht nur durch sehr breite Spreads, sondern auch durch unangemessen viele Requotes, Slippage oder gar Stopp Phishing.

    9. CFD Trading bei GKFX: Top-Broker aus Großbritannien

    Das Brokerhaus GKFX mit Sitz in London und einer deutschen Niederlassung in Frankfurt am Main ist seit 2009 im Online-Handel mit unterschiedlichen Hebelprodukten tätig. Gehandelt werden können CFD- und FX-Produkte. Mehr als 10.000 Trader nutzen GKFX für ihr Trading.

    Der Broker offeriert zwei Kontomodelle, die jeweils kostenfrei und ohne Mindesteinzahlung nutzbar sind. Die Spreads bewegen sich bei Index-CFDs bei 1,0 Punkt. Der typische Spread beim Währungspaar EUR/USD fällt mit 1,5 Pips durchschnittlich aus, bewegt sich allerdings auf dem üblichen Niveau anderer Market Maker.

    Optimale Bedingungen für das CFD-Trading bieten die Erweiterungen der Handelsplattform MT4. Einsteiger können ein attraktives Ausbildungsangebot nutzen und sich mit den handelbaren Produkten vertraut machen. Profis können Webinare und Seminare besuchen.

    Tipp: Bei GKFX gehört zum Ausbildungsangebot ein kostenloses Demokonto unbedingt mit dazu. Interessenten können 30 Tage lang CFD-Trading risikofrei mit virtuellem Kapital lernen. Aktive Kunden unterliegen bei der Demokontonutzung keinen Einschränkungen.

    Der Broker kann durch eine Regulierung durch die britische FCA überzeugen. Positiv sind enge Spreads und ein Verzicht auf eine Mindesteinlage. Der Status als Market Maker ist nicht optimal, dennoch sind die Spreads insgesamt konkurrenzfähig.

    10. Fazit

    CFDs ermöglichen die unkomplizierte Spekulation auf zahlreiche Basiswerte mit großem Finanzhebel und ohne komplizierte Preisbildung. Rechtlich handelt es sich um einen Differenzausgleichsvertrag zwischen Broker und Trader. Entscheidende Qualitätskriterien finden sich hinter der Handelsoberfläche und betreffen die Kursstellung der Kontakte.

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