CFD Broker Testsieger: Der Unterschied zwischen Wall Street und Casino

Transparenz, Technik, Sicherheit und weitere Leistungsmerkmale

Was unterscheidet ein Onlinecasino mit Finanzmarkt-Deko von professionellen High End-Brokern? Entscheidend ist das Zustandekommen der Abrechnungskurse ebenso wie Regulierungsumfeld, Handelsplattform und Risikomanagement.

CFD Broker Testsieger: Das Wichtigste in Kürze

  • DMA Handel mit echten Börsenkursen ist besser als Market Making
  • Großbritannien ist ein besserer Standort als Zypern
  • Broker sollten ihre Kunden bei der Begrenzung des Risikos unterstützen
  • Das Unternehmen sollte nicht nur aus Software und Vertrieb bestehen
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Inhaltsverzeichnis

    Blinkende Banner, hohe Einzahlungsboni und mehr oder weniger explizit vorgetragene Verheißungen im Hinblick auf schnelles Geld: Nicht alle CFD Broker unterscheiden sich in ihrer Ausrichtung wesentlich von Onlinecasinos. Im Vergleich der Anbieter kommt es nicht nur auf üppige Neukundenangebote, sondern auf „Hardfacts“ an, die nicht selten nur hinter der Handelsoberfläche zu finden sind.

    1. Direct Market Access vs. Market Making

    Damit ein Anbieter als bester CFD Broker ausgezeichnet werden kann, muss er transparente Abrechnungskurse für Differenzkontrakte bieten. Die Eröffnung einer CFD Position kommt dem Abschluss eines Differenzausgleichsvertrages mit dem Broker gleich. Broker und Kunde verpflichten sich gegenseitig zum Ausgleich von Kursveränderungen.

    CFD Broker Testsieger Tradingview-Chart-Volumen

    Tradingview.com: CFDs sind Differenzausgleichsverträge

    Dabei ist es nicht unproblematisch, wenn Broker zugleich von Kursveränderungen in eine bestimmte Richtung wirtschaftlich profitieren und diese Kursveränderungen selbst nach eigenem Ermessen bewirken können. Dies ist bei Market Makern de facto der Fall: Market Maker stellen Ankaufs- und Verkaufskurse und damit die Abrechnungskurse für Differenzkontrakte gemäß ihren Geschäftsbedingungen nach billigem Ermessen.

    Trader können somit kaum nachvollziehen, ob ein auf der Plattform sichtbarer Kurs den Tatsachen an den Finanzmärkten entspricht oder nicht. Deshalb sind Broker vorzuziehen, bei denen alle Kurse nach einem transparenten Verfahren aus den Börsenkursen abgeleitet werden. Nur die Börsenkurse sind neutral und gegenüber individuell motivierten Manipulationen immun.

    Im Idealfall entsprechen die Abrechnungskurse für CFDs den tatsächlichen Börsenkursen. Dies können DMA Modelle gewährleisten. DMA steht für Direct Market Access und bezeichnet ein Marktmodell, bei dem ein Broker nach entsprechendem Auftrag durch den Kunden im eigenen Namen eine Order an einer Referenzbörse erteilt und nach deren Ausführung auf Basis des Börsenkurses einen Differenzkontrakt zwischen sich selbst und dem Kunden erstellt.

    Damit ein Anbieter als CFD Broker Testsieger eingestuft werden kann, sollte ein DMA Modell zudem die Auswahl aus mehreren Börsenplätzen vorsehen. Dann können Trader zu den besten am Kassa- bzw. Terminmarkt verfügbaren Kursen handeln. DMA-Marktmodelle sind anders als CFD Handel auf Basis von Market Making mit Kommissionen verbunden, da Broker keine Gewinne durch eigene Spreads erwirtschaften können.

    2. Der Standort Zypern bringt Brokern Vorteile, aber nicht ihren Kunden

    Neben dem Marktmodell sollte auch der Standort eine Rolle bei der Beurteilung von Brokern spielen. Bislang ist es keinem der zahlreichen auf Zypern ansässigen Broker gelungen, einen messbaren Standortvorteil aus Sicht der Kunden zu begründen. Steuerliche Vorteile für die Eigentümer und eine weniger strenge Regulierung sind nicht im Interesse der handelnden Kunden.

    Ein Sitz in einem EU Mitgliedsland allein gewährleistet letztlich wenig, auch wenn alle EU-Mitgliedstaaten die EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID ratifiziert haben. Das Regulierungsumfeld in Zypern oder auf Malta ist nicht mit dem in Großbritannien oder Deutschland zu vergleichen. Die Gründe dafür sind vielfältig und unter anderem darin zu sehen, dass an benannten Standorten keine Börsenplätze von internationaler Relevanz anzutreffen sind.

    3. Indizien, an denen sich der Charakter eines Brokers erkennen lässt

    Für die Gründung eines CFD Brokers braucht es grundsätzlich nur einen Vertrag mit einem White Label Partner und einen Vertrieb. Der White Label Partner stellt die gesamte technische Infrastruktur zur Verfügung, der Vertrieb gewinnt Kunden. Um mit dem Modell Geld zu verdienen, müssen solche White

    Gründerszene-White-Label-Headline

    Manche Broker bestehen nur aus Software und Vertrieb

    Gegen Introducing Broker mit einer gewissen kritischen Masse, einer auch für Kunden preisgünstigen Kooperation mit dem White Label Partner und Zusatzangeboten mit Mehrwert spricht nichts. Einige Anbieter erwecken allerdings den Eindruck, ihren Kunden zwar breitere Spreads abzuverlangen, im Gegenzug aber keinen messbaren Mehrwert im Vergleich zu einer direkten Kontoeröffnung beim White Label Partner zu erbringen.

    Es gibt mehrere Kriterien, an denen Sie die Qualität eines Brokers erkennen können. Vorteilhaft ist grundsätzlich eine Niederlassung in Deutschland, da diese aufrichtiges Interesse am deutschen Markt belegt. Ist dagegen der Internetauftritt nicht in deutscher Sprache erreichbar oder lässt die Übersetzung stark zu wünschen übrig, wird auch der Kundenservice im Zweifelsfall nicht in deutscher Sprache helfen können.

    Achten Sie darauf, ob das Angebot eines Brokers statisch oder lebendig wirkt. Ist letzteres der Fall, wird der Seminarkalender regelmäßig aktualisiert. Außerdem gibt es womöglich eine größere Community mit vielen Nutzern und bekannte Referenten im Webinar- und Tutorienbereich. Wird dagegen lediglich ein Newsfeed einer Nachrichtenagentur in die Homepage eingebunden, spricht vieles für eine Alibifunktion.

    Betreut ein Broker eine nennenswerte Anzahl deutscher Kunden, sollte eine per E-Mail Abgesandte Anfrage auch innerhalb weniger Stunden in lesbarem Deutsch beantwortet werden. Ist dies nicht der Fall, hat der Broker entweder keine deutschen Kunden in nennenswerter Zahl oder bringt diesen nur geringes Interesse entgegen.

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    4. Die Begrenzung des Verlustrisikos – seit dem „Franken-Schock“ brandaktuell

    Obwohl seit der Finanzkrise jeder Marktteilnehmer weiß, dass nichts unmöglich ist, waren viele in der Szene nach dem Franken-Schock konsterniert: Blätter wie zum Beispiel der Spiegel berichteten über Kunden mit Verlusten im sechsstelligen Bereich.

    Die drastische Aufwertung des Schweizer Franken verdeutlicht, dass weder Stop Loss noch Close Out Sicherungslevel eines Brokers vor Verlusten infolge extremer Marktbedingungen schützen können. Wer zur falschen Zeit in der falschen Position engagiert ist, muss im Ernstfall auf einen rechtsverbindlichen Ausschluss von Nachschusspflichten durch den kontoführenden Broker vertrauen.

    Paradeplatz-Zürich-Panorama

    Der Franken-Schock sorgte am FX Markt für Aufsehen

    Der Ausschluss von negativen Kontosalden sollte für risikobewusste Trader deshalb notwendige Bedingung im Broker Vergleich sein. Nicht umsonst haben diverse Broker wie zum Beispiel FXCM im Laufe des Jahres 2015 ihre Nachschusspolitik zugunsten der Kunden angepasst.

    Will der Broker auf Nachschusspflichten über das Kontoguthaben hinaus nicht verzichten, sollten wenigstens garantierte Stop Loss Orders zum Angebot gehören. Diese sind zwar häufig mit zusätzlichen Gebühren verbunden, gewährleisten aber die Glattstellung der Position exakt zum gewünschten Kurs. Das Risiko von Kurslücken und andere Glattstellungsrisiken trägt in diesem Fall der Broker.

    5. Handelsplattform, Basiswertekatalog, Ausbildungsangebot: Qualitätskriterien

    Gute CFD Broker stellen ihren Kunden ein Komplettpaket für die Chartanalyse zur Verfügung, das externe Angebote überflüssig macht. Neben Charts und Indikatoren sollten auch Marktscanner und Tools zur Entwicklung und zum Test automatisierter Handelssysteme zum Funktionsumfang gehören.

    Wünschenswert ist darüber hinaus ein Angebot im Bereich der Fundamentalanalyse, auch wenn diese im CFD Trading weniger häufig angewandt wird als die Technische Analyse. Eine Datenbank mit Bilanzkennzahlen, Konjunkturdaten und anderen Fundamentaldaten ist ebenso nützlich wie ein Kalender mit wichtigen Veröffentlichungsterminen inklusive weiterführenden Informationen.

    Webinar-Video-Ausschnitt

    Einsteiger und Fortgeschrittene profitieren von Webinaren

    Nicht zuletzt die auf einer Handelsplattform verfügbaren Ordertypen entscheiden in Teilen mit über Erfolg und Misserfolg. Je mehr Ordertypen ein Broker zur Verfügung stellt, desto besser. Die Beschränkung auf einfache Markt- und Limit Orders erfüllt die Ansprüche der Gegenwart jedenfalls nicht mehr. Stop Buy/Sell Limit, Trailing Stop und Co. sind in vielen Marktsituationen nützlich.

    Der Basiswertekatalog ist für alle Trader ein entscheidendes Kriterium im CFD Broker Vergleich, deren Handelsstrategie auf das Scannen vieler Märkte angewiesen ist. Je mehr Märkte auf das Vorliegen bestimmter Kriterien überprüft werden, desto mehr aussagekräftige Handelssignale mit signifikanter Eintrittswahrscheinlichkeit sollten im Laufe der Zeit generiert werden. Das erhöht Trefferquote und Profitfaktor und ist damit essentiell für den langfristigen Handelserfolg.

    Die Bandbreite der verfügbaren Underlyings ist insbesondere im Hinblick auf Einzelaktien wichtig. Einige Broker verzichten ganz darauf, andere stellen ihren Kunden mehr als 5000 oder 10.000 Aktien-CFDs zur Verfügung.

    Sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene sollten auf ein substantielles Ausbildungsangebot achten. Einige Broker beschränken sich auf einführende Erläuterungen, andere veranstalten laufend Webinare zur aktuellen Marktsituation und zu verschiedensten Themen rund um technische Analyse, Trading, Handelssystem usw. Als Faustformel gilt: Wer sich selbst zum professionellen Trader weiterentwickeln will, sollte diesen Weg mindestens zur Hälfte allein mit dem inkludierten Ausbildungsangebot eines Brokers geben können.

    6. Praxisbeispiel: XTB als CFD-Testsieger

    XTB ist ein seit 2002 (damals noch X-Trade) tätiger CFD- und Forex-Broker. X-Trade Brokers DM S.A. German Branch  hat seinen Hauptsitz in Frankfurt und die Regulierung erfolgt durch die KNF (polnische Finanzaufsichtsbehörde). Mitunter kann je nach Vorschrift auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht(BaFin) für die Kontrolle zuständig sein, dies entscheidet sich im Einzelfall. Der Broker XTB ist international ausgerichtet und konnte sich im Laufe der Zeit vor allem in Zentraleuropa etablieren.

    Bei XTB können Kunden zwischen drei Kontomodellen wählen, mit denen verschiedene Konditionen beispielsweise bei der Höhe der Spreads verbunden sind. Es gibt Handelskonten mit fixen und variablen Spreads. Beim Pro-Konto mit fixen Spreads starten die Gebühren bei 0,1 Pips. Alle drei Konten können kostenfrei eröffnet werden, bieten leistungsstarke Handelsplattformen und einen maximalen Hebel von 1:200. Auch das Schulungsangebot können Trader unabhängig davon nutzen, für welchen Account sie sich entscheiden. Zudem ist es möglich, für 30 Tage ein gratis Demokonto zu nutzen, um sich mit dem Handel bei XTB vertraut zu machen.

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    Gute Broker bieten professionelle Plattformen

    Mit seinen Spreads gehört XTB zu den günstigen überhaupt. Für den Broker spricht außerdem, dass die Spreads für den Händler die einzigen Kosten sind. Es gibt weder Gebühren für die Depotführung oder für zusätzliche Leistungen oder eine spezielle Kommission. Aufträge werden sehr schnell ausgeführt. Requotes gibt es nicht. Mit den XTB Handelsplattformen MetaTrader 4, xStation 5 und dem AgenaTrader ist leistungsfähiges und professionelles Trading möglich.

    7. Fazit

    Der optimale CFD Broker ermöglicht seinen Kunden den Handel über ein DMA-Marktmodell auf Kommissionsbasis, ist an einem etablierten Finanzstandort ansässig und schließt Verluste über das Kontoguthaben hinaus rechtsverbindlich aus. Außerdem sollten Handelsplattformen, Ausbildungsangebot und Kundenservice höhere Ansprüche erfüllen. Diese Anforderungen sollten der Maßstab sein, der gleichwohl in der Praxis nicht immer erreichbar ist.

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