Marktmodelle unter der Lupe: Der STP Broker Vergleich von OnlineBroker.net

Nach der Einstiegsphase suchen viele Trader aus guten Gründen nach einem STP Broker, der mehr Transparenz, weniger Interessenkonflikte und niedrigere Handelskosten verspricht. Doch wussten Sie, dass nicht hinter jedem „STP“ auch tatsächlich ein faires Marktmodell steht? Dass vermeintliche STP Broker dennoch als Market Maker auftreten können? Dass die Beschaffenheit des Liquiditätspools ein Quasi-Market Maker-Modell installiert, ohne dass dies irgendwo erwähnt wird?

Die Redaktion von OnlineBroker.net hat im STP Broker Vergleich alle wichtigen Anbieter unter die Lupe genommen. Die Recherche erschöpft sich dabei keinesfalls in der Auflistung der Broker-Angaben zu Spreads und Kommissionen, sondern geht einen Schritt weiter: Wir beleuchten den Weg einer Kundenorder bis zur Ausführung und decken mögliche Abweichungen vom STP-Modell auf – ganz egal ob diese beim Broker oder im Bankenpool auftreten. Alle relevanten Informationen zu Kommissionen, Mindesteinlage, Regulierungsumfeld, Handelsplattform u.v.m. führt der STP Anbieter Vergleich ebenfalls auf.

STP Broker im Vergleich – Das Ergebnis

RangAnbieterAnzahl der AssetsEchtzeit­kurseSpread USD/EURMindest­einlageTestberichtZum Anbieter
über 200Jaab 1,0100 €FXPro
Erfahrungen
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über 350Ja0,3 Pips0 €XTB
Erfahrungen
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über 100unklarab 1,0 Pipsab 200 €Admiral Markets
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4über 50je nach Kontotypab 0,6ab 0 € bis 25.000 €GKFX
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5über 800Jaab 0,18 Pip var500 €JFD Brokers
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6über 200Jaab 1 Pip varab 0,00 €ActivTrades
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7über 150Jaab 0,a Pip var1.000 €GBE brokers
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8über 50Jaab 0,350 € /2.000 $FXCM
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9150Jaab 0,5 Pip var100 €direktbroker.de
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1012Jaab 0,1 Pips (var)100 €Dukascopy
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11über 500unklarab 1,2 Pips0 €Valutrades
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Unser Testsieger im STP Broker Test: IG

IG (vormals IG Markets) ist einer der weltweit führenden Online-Broker im Bereich CFD-Handel. Das seit 1974 existierende Unternehmen bietet Anlegern einen Zugang zu über 10.000 Finanzmärkten. IG Kunden können von Devisen und Aktien über Indizes und Rohstoffe bis hinzu Binären Optionen für Anlageentscheidungen nutzen. IG ist Deutschlands größter Forex-Broker, der verschiedene Preismodelle Market Maker und STP verfolgt. Der Kunde entscheidet mit der Kontowahl, welches Preismodell zur Anwendung kommt. Die Preisfestlegung übernimmt der Broker (OTC) oder sie geschieht via STP/DMA.

IG als Market Maker stellt die Kurse Mit Blick auf die Referenzbörse des jeweiligen Basiswertes. Wählt der Kunde das DMA-Konto „Direkter Marktzugang“ wird der Handel zu den existenten Börsenkursen, beispielsweise bei XETRA oder NASDAQ, abgewickelt.

IG-Markets-Forex-Direct

Forex Direct von IG mit Demokonto testen

IG ist einer der wenigen Broker, bei denen Aktien-CFDs zu Börsenkursen gehandelt werden können. Händler wird auf Wunsch ein direkter Anschluss an den Interbankenhandel eingerichtet. Der Broker bietet zum einen den direkten DMA-Marktzugang zu global bedeutenden Referenzbörsen. Zum anderen können Anleger Sekundärbörsen wie BATS oder Chi-X nutzen, wo meist bessere Kurse anzutreffen sind.

Mit einem DMA-Marktzugang erhalten Händler Zugriff auf umfangreiche Preisdaten wichtiger internationaler Börsen. Das ermöglicht ihnen, innerhalb der Marktspreads zu handeln und ihre Orders jederzeit zu platzieren. Sie können sich für eine Order während der vor- und nachbörslichen Auktion entscheiden.

IG erfüllt alle Anforderungen an einen Top-Anbieter im Bereich STP. Der Anbieter verlangt keine Mindesteinlage, um vom STP-Handel zu profitieren. Beim STP-Broker werden Orders auf elektronischem Wege an den Interbankenhandel weiter geleitet. Der IG Broker kann über ein Netzwerk an Liquiditätsgebern verfügen, die das Stellen der Kurse übernehmen. Nur die besten Kurse werden letztlich an die Kunden weitergeleitet.

Die Checkliste im STP Broker Vergleich

  • Echtes STP Trading ohne Market Making durch die Hintertür

Sie sollten im STP Broker Vergleich jene Anbieter bevorzugen, die eine klare Aussage im Hinblick auf ihr Marktmodell treffen. STP ist kein geschützter Begriff und wird auch von Brokern verwendet, die mindestens einen Teil der Orders aus der Position eines Market Makers abwickeln. Von außen ist kaum erkennbar, welche Orders davon betroffen sind. Wie genau der Broker operiert, hängt dann nicht zuletzt von den Verträgen mit den Banken im Liquiditätspool ab. Diese können zum Beispiel vorsehen, dass nur Orders mit einem Mindestvolumen von einem Standardlot direkt weitergeleitet und kleinere Orders zunächst intern saldiert und gematched werden. Bei solchen Modellen handelt es sich ebenso um (partielles) Market Making durch die Hintertür wie bei Brokern, deren Liquiditätspool aus lediglich ein oder zwei Banken besteht, die dann letztlich als Market Maker auftreten. Was ist ein Broker >

  • Regulierung und Einlagensicherung

Ein transparentes Marktmodell ersetzt kein seriöses Regulierungsumfeld. Legen Sie die Maßstäbe hier streng an, sollten Sie einen Broker mit Sitz in Deutschland, Großbritannien, der Schweiz oder einem anderen etablierten Finanzplatz bevorzugen. In einer erweiterten Definition kommt grundsätzlich jeder Standort innerhalb der Europäischen Union infrage. Es sei allerdings ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Regulierungsumfeld in Ländern wie zum Beispiel Zypern nicht mit dem etablierter Finanzstandorte vergleichbar ist.

Werden größere Beträge eingezahlt, spielt die Einlagensicherung eine wichtige Rolle im STP Vergleich. Welche nationale Einlagensicherung im Insolvenzfall zuständig ist, hängt von zwei Gegebenheiten ab. Erstens sollte der Broker nicht in offenen Positionen investierte Kundengelder auf segregierten Konten bei Banken mit Anbindung an eine belastbare Einlagensicherung (Deutschland, Schweiz, Großbritannien etc.) verwahren. Der Standort der Bank muss keinesfalls mit dem Standort des Brokers übereinstimmen. Gibt ein Broker mehrere Banken an und befindet sich zumindest eine davon in einem angeschlagenen Finanzsektor wie zum Beispiel Zypern, müssen Anleger im Ernstfall mit Verlusten rechnen.

Screenshot EdW

Screenshot EdW

Zweitens sollten in offenen Positionen gebundene Gelder zumindest in einem begrenzten Umfang über eine dafür vorgesehene Entschädigungseinrichtung geschützt sein. In Deutschland handelt es sich dabei zum Beispiel um die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, die bei einer Insolvenz des Brokers Forderungen aus offenen Kontrakten bis zu maximal 20.000 € ersetzt.

  • Vergütungsmodell des Brokers – Markup oder Kommissionen?

STP Broker können ihren Deckungsbeitrag auf zwei verschiedenen Wegen erzielen. Erstens kann der Broker Kundenorders ohne jegliche Veränderung zwischen Endkunde und Bankenpool vermitteln und dafür Kommissionen in Rechnung stellen. Marktmodelle, die erkennbar und ausschließlich auf Kommissionen basieren sind im STP Anbieter Vergleich grundsätzlich vorzuziehen.

Zweitens kann ein STP Broker die Spreads des Bankenpools mit einem Aufschlag (Markup) weiterleiten. Sofern es sich um einen festgelegten, klar kommunizierten Aufschlag handelt, ist dagegen nichts einzuwenden; die Kostenstruktur aus Sicht von Tradern unterscheidet sich dann nicht von einem Kommissionsmodell. Die Problematik von Markups im STP Handel bestehen in den diversen von außen nicht einsehbar Möglichkeiten des Brokers, Änderungen an den Kursen vorzunehmen.

Denkbar wäre zum Beispiel Algorithmus, der die Spreads in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation, von der angenommenen Preissensitivität des Kunden und weiteren Faktoren variabel anpasst.

  • Handelsplattform und Ordertypen

Nahezu alle Broker preisen ihre Handelsplattformen mit vielversprechenden Attributen wie „modern“, „preisgekrönt“, „professionell“ usw. an. Auch hier entscheiden Details und nicht Werbeversprechen. Privatanleger dürfen mittlerweile eine Komplettlösung für Handel, Research und Analyse und letztlich auch für die Entwicklung automatisierter Handelssysteme erwarten.

Wenn Sie STP Broker vergleichen, sollten Sie einen Blick auf die verfügbaren Orderarten werfen. Je mehr davon zur Verfügung stehen, desto besser. Im Idealfall legt der Broker auch offen, welche Orders den Banken im Liquiditätspool bekannt sind und welche verborgen bleiben.

Screenshot Handelsplattform CMC Markets

Screenshot Handelsplattform CMC Markets

  • Zusammensetzung des Liquiditätspools

Besteht der Liquiditätspool lediglich aus einer Bank, tritt diese letztlich als Market Maker auf. Manche Broker nennen die Anzahl der an den Pool angebundenen Banken, andere auch die Namen der konkreten Institute. Grundsätzlich gilt: Je mehr Tier-1-Banken angebunden sind, desto besser. Die Banken sollten um die Kundenorders konkurrieren. Je genauer ein Broker den detaillierten Ablauf einer Order offen legt, desto vertrauenswürdiger ist das Marktmodell. Eine Garantie gibt es allerdings nicht: Auch in einem Pool mit einem Dutzend Banken kann ein Institut de facto als ein quasi-Market-Maker auftreten. Wie genau der Wettbewerb unter den Banken beschaffen ist, hängt letztlich von internen Verträgen ab, die nach außen nicht kommuniziert werden.

  • Weiterbildung / Trader-Lehrgänge

Prinzipiell können sich Einsteiger ganz ohne Hilfe ihres Brokers zu semiprofessionellen Tradern ausbilden lassen: Es gibt zahlreiche Anbieter von Seminaren und Workshops, die gegen zumeist recht hohe Entgelte die Entwicklung zum Toptrader versprechen. Diese Entwicklung ist allerdings auch ohne Präsenzseminare über dezentral organisierte Webinare und Tutorien möglich. Einigen Brokern ist es gelungen, entsprechende Angebote zu entwickeln und dadurch ein für Kunden kostenloses Pendant zu den teuren Angeboten von Drittanbietern zu schaffen. Darunter sind überproportional viele STP Broker, da Market Maker primär Einsteiger adressieren. Halbherzig entwickelte Angebote reichen aber nicht: Achten Sie im STP Test auf die spezielle Expertise eines Brokers in der Disziplin Weiterbildung. Verschwenden Sie keine Zeit mit amateurhaft realisierten Angeboten. Im Zweifelsfall zahlt sich für den Anfang der klassische Erwerb von Einstiegsliteratur aus. Aktienhandel lernen >

  • Mindesteinzahlung, Margin und weitere Konditionen

100 € Mindesteinzahlung, 400-facher Hebel und kommissionsfreier Handel: Wenn Sie Broker mit dem Merkmal „STP“ vergleichen, sollten Sie den typischen Werbeversprechen der Market Maker den Rücken kehren. Hinterfragen Sie kritisch: Kann ein Broker Micro-Lots an einen erstklassigen Liquiditätspool weiterleiten, ohne gegen seine internen Verträge zu verstoßen bzw. im Rahmen dieser Nachteile zu erleiden? Welche Trader adressiert ein Broker, wenn die Mindesteinzahlung der eines Wettbüros entspricht? Ein 50-facher Finanzhebel reicht für den aktiven Handel vollständig aus.

Achten Sie auf die Finanzierungskosten: Diese werden durch die meisten Kunden sehr viel weniger intensiv verglichen als die primären Merkmale der Preisgestaltung. Einzelne Broker haben das erkannt und ihre über Aufschläge auf die eigenen Finanzierungskosten erzielten Deckungsbeiträge signifikant erhöht.

  • Nachschusspflichten und garantierte Stops
Screenshot: Garantierter Stop Loss bei CMC Markets

Screenshot: Garantierter Stop Loss bei CMC Markets

Nehmen Sie die Risiken in den Geschäftsbedingungen und Fußnoten ernst: Der Verlust im FX Handel kann den geleisteten Einsatz und das Kontoguthaben im schlimmsten Fall um ein Vielfaches übersteigen. Die letzten zehn Jahre haben gezeigt, dass extreme Kursbewegungen auch an den Devisenmärkten kein rein philosophisches Risiko darstellen. Bevorzugen Sie im STP Vergleich deshalb Broker, die Nachschusspflichten über das bestehende Kontoguthaben hinaus rechtsverbindlich ausschließen. Alternativ oder ergänzend dazu eignen sich garantierte Stop Loss Orders zum Ausschluss von Risiken im Zusammenhang mit extremem Slippage.

  • Automatisierter Handel

Wenn Sie bereits mit mechanischen Handelssystemen operieren oder dies für die Zukunft planen, sollte ihr Broker eine vollständige Entwicklungs- und Testumgebung für automatisierte Handelsstrategien zur Verfügung stellen. Die ist z. B., aber keinesfalls ausschließlich bei MT4- und MT5-Brokern der Fall. Es muss sich allerdings keineswegs zwingend um einen MT Broker handeln. Sollen Handelssysteme importiert werden, kommt es auf geeignete Schnittstellen an. Planen Sie die eigenständige Entwicklung von Systemen und möchten Sie in diesem Zusammenhang auf das Erlernen einer Programmiersprache verzichten, sollten entsprechende Tools zur Verfügung stehen, mit denen sich Strategien im Baukastenprinzip erstellen lassen.

Screenshot JForex Strategy Builder Dukascopy

Screenshot JForex Strategy Builder Dukascopy


Screenshot: MACD System im DAX

Screenshot: MACD System im DAX

  • Kundenservice und mobiler Handel

Die meisten Broker haben mittlerweile Apps für den mobilen Zugriff auf das Handelskonto entwickelt. Der Funktionsumfang reicht in der Regel nicht an den der webbasierten bzw. stationären Handelsplattformen heran. Achten Sie ebenfalls auf die Verfügbarkeit einer Anwendung mit einem zu ihrem Endgerät kompatiblen Betriebssystem.

In der Theorie brauchen aktive Trader keinen Kundenservice, da alle Orders online erteilt werden und auf Beratung ohnehin verzichtet wird. In der Praxis entscheidet der telefonische Kundenservice über Reaktionsmöglichkeiten bei einem Systemausfall und unkomplizierte Reklamationsmöglichkeiten bei Fragen zur Abrechnung einzelner Kontrakte. Achten Sie vor allem bei Brokern aus dem Ausland darauf, dass der Kundenservice durchgängig und nicht nur im Glücksfall in deutscher Sprache zur Verfügung steht.

Zielgruppe: Für wen eignen sich STP Broker?

Sie sollten STP Broker vergleichen, wenn Sie weder über einen letztlich intransparenten Market Maker handeln noch die hohen Kapitalanforderungen echter ECN Broker erfüllen möchten. STP Broker sind – von einer Einstiegsphase mit kleinem Geld und experimentellem Charakter abgesehen – für fast alle Trader die richtige Adresse, weil die Handelskosten bei guten Anbietern niedrig sind und Interessenkonflikte entfallen. Einsteiger sollten auf eine leicht bedienbare Handelsoberfläche und substanzielle Weiterbildungsmöglichkeiten, Fortgeschrittene und Profis auf einen Liquiditätspool mit mehreren Tier-1-Banken und Kommissionsmodell ohne Markups achten (Was ist ein Broker?).

Aktuelle Entwicklungen im STP Brokerage

in den letzten Jahren zeichnet sich unter Brokern ein Trend zum parallelen Angebot von FX und CFD Handel ab. Das ist für STP Broker, die ihr Marktmodell als Abgrenzungsmerkmal und Verkaufsargument einsetzen, generell eine ungünstige Entwicklung. Die Unternehmen haben grundsätzlich drei Möglichkeiten, auf die Entwicklung zu reagieren.

STP Broker und ihrer Reaktion auf das wachsende Interesse an CFDs

Erstens kann die Fokussierung auf den FX Handel beibehalten und auf die Einführung eines CFD Instrumentenkatalogs verzichtet werden. Dabei besteht das Risiko, den Teil der Kunden zu verlieren, die Währungen und andere Basiswerte parallel über ein Konto bzw. eine Handelsplattform handeln möchten.

Zweitens – und für diese Lösung entscheiden sich relativ viele STP Broker – kann ein CFD Segment über ein Market Maker Modell eingeführt werden. Die dritte Möglichkeit besteht in dem konsequenten Schritt, dass STP Marktmodell im FX Handel um ein DMA-Marktmodell im CFD Handel zu erweitern. Diese Möglichkeit steht vor allem größeren Brokern offen.

Unzureichende Abgrenzung als Wahrnehmungsproblem?

Ein generelles Problem für STP Broker besteht in der in Teilen unübersichtlichen Abgrenzung zu Market Makern. Die Problematik betrifft im Kern Anbieter mit einem Markup Modell, bei dem Änderungen an den Kursen des Liquiditätspools vorgenommen werden. Es ist jedoch recht wahrscheinlich, dass auch Broker mit einem reinen Kommissionsmodell unter der aus Sicht vieler Kunden nicht hinreichend transparenten Abgrenzung leiden.

Ein wichtiges Indiz für das Bestehen dieser Problematik ist die Entwicklung der Marktanteile. Mit der Commerzbank Tochter comdirect und dem britischen Handelshaus CMC Markets stehen zwei Market Maker in der Gunst der Kunden vorn. Das legt nahe, dass eine starke Marke für einen Großteil der Kunden wichtiger ist als das Marktmodell. Das wiederum ist ein sehr deutlicher Hinweis auf die nicht hinreichend wahrgenommene Abgrenzung.

STP Broker müssen nachweislich bessere Konditionen bieten

Die wichtigste Aufgabe für STP Broker besteht deshalb darin, bessere Konditionen als Market Maker zu bieten und dies auch handfest zu belegen. Die wirkliche Konkurrenz der Unternehmen besteht dabei in sehr großen Market Makern, denen die Kunden schon allein aufgrund ihrer exponierten Marktposition und gut ausgebauten Reputation eine faire Kursstellung zutrauen.

So optimieren Trader den Handel bei einem STP Broker

  • Broker bei niedriger Mindesteinzahlung und Micro-Lots hinterfragen

Wird Ihnen auf einem orientalischen Basar eine „echte“ „Rolex“ Uhr für 200 € angeboten, werden Sie höchstwahrscheinlich stutzig. Es bringt wenig, auf Plagiate zu setzen. Einer mit Plagiate vergleichbaren Täuschung setzen sich jedoch Anleger aus, die STP Broker ausschließlich anhand der Zugangshürden beurteilen. Kann ein STP Broker mit Anbindung an einen exzellenten Liquiditätspool tatsächlich Orders im Volumen von 1.000 € direkt an diesen weiterleiten? Hinterfragen Sie das kritisch!

  • Kommissionen als fairstes Abrechnungsmodell akzeptieren

Viele Trader, die bislang über einen Market Maker gehandelt haben und auf ein STP Marktmodell umgestiegen sind, argwöhnen mit den Kommissionen. In der Tat stellen Market Maker keine expliziten Gebühren in Rechnung. Die Kosten fallen dennoch durch breitere Spreads sowie an anderen Stellen an. Ärgern Sie sich nicht über die Kommissionen, sondern akzeptieren Sie, dass ein ausschließlich auf expliziten Gebühren basierendes Marktmodell die beste Lösung im Interesse der Kunden darstellt.

  • Nicht primär nach Einzahlungsboni entscheiden

Einzahlungsboni für Neukunden sollten im Anbieter Vergleich kein entscheidendes Kriterium darstellen. Versetzen Sie sich in die Position des Brokers: Je mehr in einen Neukunden investiert wird, desto höher muss der Deckungsbeitrag bei jedem einzelnen Trade später ausfallen. Nicht umsonst sind die meisten Bonusgutschriften an Bedingungen wie zum Beispiel einen Handelsumsatz in der Größenordnung vom Mehrfachen der Gutschrift geknüpft.

  • Genau hinsehen bei mehreren Kontomodellen

Broker können mehr als ein Marktmodell parallel anbieten. In der Praxis wird dies häufig über verschiedene Kontomodelle realisiert. Der Zusammenhang zwischen den prinzipiell bei einem Broker gebotenen Leistungen und den tatsächlichen Bedingungen eines bestimmten Kontomodells erschließt sich häufig erst nach intensivem Studium der Angebotsbedingungen. Viele Trader eröffnen Kontomodelle im unteren Bereich der Hierarchie und erwarten anschließend Leistungen, die ausschließlich Inhabern der höher gestellten Kontomodelle vorbehalten sind.

Screenshot: Je nach gewähltem Konto können sich die Konditionen und sogar die Regulierungsbehörde unterscheiden

Screenshot: Je nach gewähltem Konto können sich die Konditionen und sogar die Regulierungsbehörde unterscheiden

  • Handelskosten dokumentieren und vergleichen

Generiert ein Broker seinen Deckungsbeitrag ganz oder teilweise über Markups auf die Spreads, sollten letztere genau dokumentiert und einige Monate nach der Kontoeröffnung mit der Konkurrenz verglichen werden. Eine Stichprobendokumentation lässt sich zum Beispiel durch tägliche Screenshots von den Kursen anfertigen.

  • Top-Konditionen im FX-Handel gelten nicht automatisch auch in anderen Märkten

Bietet ein STP Broker parallel den Handel mit CFDs und/oder binären Optionen an, müssen diese Angebote separat und unabhängig vom STP Status des Brokers verglichen werden. Die Beschaffenheit des STP Marktmodells wirkt sich in keiner Weise auf die Konditionen in den anderen Bereichen aus. Fallen die Konditionen eines Brokers in einem häufig gehandelten Markt deutlich schlechter aus als bei der Konkurrenz, kann ein Kontowechsel angebracht sein. Auch die parallele Nutzung von zwei Konten bei verschiedenen Brokern ist besser als ein halbherziger, da nicht auf alle Bereiche angewandter Vergleich.

Screenshot: Das parallele Angebot von CFD und FX wird zur Regel (Quelle: XTB)

Screenshot: Das parallele Angebot von CFD und FX wird zur Regel (Quelle: XTB)

  • STP Broker allein macht keinen Profi – Weiterbildungsprogramme nutzen

Auch wenn sie schon seit mehreren Jahren aktiv handeln, verstößt die Teilnahme an Seminaren und die Nutzung von Tutorien etc. nicht gegen ihre Würde. Prüfen Sie Aus- und Weiterbildungsangebote ihres Brokers auf Substanz und nehmen Sie gegebenenfalls selektiv daran teil. Forex Trading lernen >

Screenshot: Webinar-Angebot bei XTB

Screenshot: Webinar-Angebot bei XTB

Weitere Angebote zu STP Trading auf OnlineBroker.net

ECN Broker Vergleich

Wenn Ihnen STP Marktmodelle nicht transparent genug und die Spreads und Kommissionen zu teuer sind, können Sie ein Handelskonto bei einem ECN Broker eröffnen. Sinnvoll ist dies in der Regel ab Kontogrößen im mittleren fünfstelligen Bereich. Bei echten ECN Brokern handeln Sie zu den tatsächlichen Spreads des Interbankenmarktes – im besten Fall also ab 0,00 Pips und immer mit voller Markttiefe.

Nutzen Sie unseren ECN Broker Vergleich, um echte von unechten ECN Brokern zu unterscheiden. Der Vergleich informiert darüber hinaus über alle weiteren Details wie Kommissionen, Regulierung, Handelsplattform, Mindesteinzahlung usw.

Social Trading Broker Vergleich

Die „Kennenlernphase“ ist beendet und Sie möchten nun ein professionelles Handelssystem einsetzen und darüber zumindest einen Teil Ihrer Trades abwickeln lassen? Das Handwerk der Strategieentwicklung inklusive Programmiersprache beherrschen Sie aber (noch) nicht vollständig? Dann kann Social Trading einer Ihrer nächsten Schritte werden. Social Trading Plattformen ermöglichen das einfache Kopieren professioneller Handelsstrategien auf Ihr eigenes Handelskonto mit wenigen Mausklicks.

Doch Vorsicht: Nicht alle Plattformen stellen den Mehrwert der „Follower“ in den Mittelpunkt! Nutzen Sie den Social Trading Broker Vergleich von OnlineBroker.net. Für den Vergleich hat unsere Redaktion Zertifizierungskriterien, Filtermöglichkeiten und weitere Aspekte der Plattformen unter die Lupe genommen und ausgewertet. Nur mit einem Blick fürs Detail lässt sich anspruchsvolle Strategieentwicklung „Versuch und Irrtum“ unterscheiden.

CFD Broker Vergleich

Sie handeln Devisen über einen STP Broker und wünschen sich dieselbe Transparenz auch für den Handel am Aktienmarkt? Dann können DMA Broker die richtige Wahl sein. DMA steht für „Direct Market Access“ und ist das Pendant zu STP. Der „Markt“ ist beim DMA Handel jedoch der Aktienmarkt und nicht der Liquiditätspool: Sie handeln im rechtlichen und technischen Mantel eines CFDs zu den tatsächlichen Aktienkursen der Referenzbörse und vergüten Ihren Broker ausschließlich über Kommissionen.

In unserem CFD Broker Vergleich finden Sie DMA Broker mit allen Angaben zu den Details des Handelsablaufs und weiteren relevanten Merkmalen wie z. B. Regulierung, Basiswertekatalog, Handelsplattform, Mindesteinzahlung usw.