Der Aktiendepot Broker Test von OnlineBroker.net sieht mehr

Die Redaktion von OnlineBroker.net hat alle wichtigen Aktiendepot Broker auf dem deutschen Markt in Augenschein genommen und die Quintessenz der Recherchen für Sie aufbereitet. Der Aktiendepot Broker Vergleich  geht weit über eine simple Gegenüberstellung der Depot- und Ordergebühren hinaus und beleuchtet auch die Kosten im außerbörslichen Handel, die Leistungsmerkmale der Handelsplattform, die fachliche Qualität des Kundenservices, Ausbildungsangebote und zahlreiche weitere Details wie z. B. die Substanz von Neukundenangeboten und die Konditionen für verzinsliche Anlagen.

Aktiendepot Broker im Vergleich – Das Ergebnis

RangAnbieterOrder Inter­nationalEinlagen­sicherungDepot­gebührOrder­gebühr InlandTestberichtZum Anbieter
0,50 €20.000 €0,00 €2,08 €Degiro
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7,90 €100.000 €0,00 €5,90 €flatex
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12,50 €4,1 Mio. €0,00 €6,50 €OnVista Bank
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424,95 €120 Mio. €0,00 €4,95 €Consorsbank
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522,40 € 1,04 Mrd. €0,00 €9,90 €ING-DiBa
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6-279 Mio. €30,00 €8,90 €TARGOBANK
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724,47 €unbegrenzt0,00 €9,97 €SBroker
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812,90 €81 Mio. €0,00 €9,90 €comdirect
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949,95 €unbegrenzt0,00 €9,90 €1822direkt
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1014,95 €100.000 €0,00 €9,95 €Vi-Trade
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1115,00 €12 Mrd. €0,00 €8,90 €DB maxblue
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1275,00 €unbegrenzt0,00 €10,00 €DKB
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Unser Favorit im Aktiendepot Broker Vergleich: DEGIRO

DeGiro logoDEGIRO ist ein Online-Broker mit Sitz in den Niederlanden, der privaten Anlegern und Großinvestoren den Handel mit Wertpapieren weltweit zu Großhandelspreisen ermöglicht. Die Großhandelsplattform verfügt über jahrelange Erfahrung als Broker, wobei viele Jahre ausschließlich Großanleger im Fokus standen. Seit 2014 ist das Discount-Angebot deutschen Privatanlegern und Händlern anderer europäischer Länder zugänglich. Das internationale Handelsangebot umfasst Aktien, Anleihen, Optionen, Future und ETFs.

Da DEGIRO-Kunden von Großhandelspreisen profitieren können, handeln sie bis zu 80 Prozent günstiger als die unmittelbare Konkurrenz aus Direktbanken und Wertpapierhändlern. Das Preismodell bietet noch weitere Vorteile. Das Investieren in viele Wertpapiere zu Großhandelspreisen ist bereits sehr günstig. Noch günstiger ist der ETF-Handel, denn hier beginnen die Preise ab 0 Euro.

Der Handel einer Aktie über XETRA kostet je 1.000 Euro Ordervolumen nur 2,08 Euro. Für eine Order über 10.000 Euro werden nur 2,80 Euro berechnet. Die Ordergebühr für Aktien an US-Börsen beginnt bei 0,50 Euro.

DeGiro Preise

Alle Ordergebühren auf einen Blick

Kostenlose Order von ETFs

Bei DEGIRO können Kunden in rund 700 ETFs investieren. Mindestens einmal pro Monat können sie einen ETF kostenlos erwerben. Der Broker gibt die kostenfrei handelbaren ETFs in einer Auswahlliste vor. Das Ordern weiterer kostenfreier ETFs ist unter der Bedingung möglich, dass einem ETF-Kauf ein weiterer Kauf (in gleicher Weise: Verkauf folgt Verkauf) folgt.

Für die Kostenfreiheit der ETF-Order ist ein monatliches Mindesthandelsvolumen von 1.000 Euro notwendig. Der ETF-Handel von Papieren namhafter Anbieter wie iShares, Amundi oder Lyxor erfolgt tatsächlich zum Nulltarif, denn irgendwelche Fremdgebühren werden nicht berechnet. Bei DEGIRO haben Anleger die Möglichkeit, kostenfrei ein breit gestreutes Wertpapierdepot aufzubauen. Dank der DEGIRO Web App können Händler jederzeit und ortsunabhängig via Smartphone auf ihr Depotkonto zugreifen, Orders platzieren, überwachen oder ändern oder Marktnews abrufen.

Checkliste für die Wahl des richtigen Aktiendepot

  • Pauschalgebühren für das Aktiendepot

Dieser Punkt ist im Aktiendepot Broker Vergleich besonders für Anleger mit relativ wenigen Transaktionen relevant. Einige Broker verzichten ohne weitere Bedingungen auf jegliche Fixkosten, andere setzen dafür eine bestimmte Handelsaktivität oder einen Vermögensbestand voraus. Achten Sie ggf. auch darauf, ob Sparplan-Ausführungen vor diesem Hintergrund als Transaktion gelten oder nicht.

  • Höhe und Zusammensetzung der Ordergebühren im Inland

Die meisten deutschen Anleger handeln primär an inländischen Börsenplätzen. Dementsprechend gewichtig ist dieser Aspekt im Aktiendepot Broker Test. Wie hoch die Ordergebühren für Sie persönlich ausfallen, können Sie anhand der Zusammensetzung der Gebühr leicht errechnen. Einige Broker erheben Pauschalen, andere staffeln die Gebühr abhängig vom Volumen, wieder andere setzen eine Grundgebühr, eine volumenabhängige Provision und eine Mindest- und Maximalgebühr an. Berücksichtigen Sie handelsplatzabhängige Entgelte und alle weiteren Gebührenposten.

  • Höhe und Zusammensetzung der Ordergebühren im Ausland

Im Handel an ausländischen Börsenplätzen gelten bei vielen Brokern eigene Gebühren, die im Vergleich zu denen im Inlandshandel deutlich höher ausfallen können. Mitunter erheben die Anbieter den Kostenzuschlag durch ein sehr hohes Handelsplatzentgelt.

  • Fondsgeschäft – Sparpläne, Agio-Rabatt und mehr

Wie viele Fonds gibt es, wie hoch fällt der mindestens gewährte Rabatt auf den regulären Ausgabeaufschlag der Fondsgesellschaft aus? Wie viele Fonds sind im Rahmen eines Sparplans zugänglich und wie viele ETFs fallen darunter? Welche regulären Ausführungsgebühren für ETF-Sparpläne gibt es und wie hoch sind die Rabatte bei einzelnen ETF-Gesellschaften?

  • Kundenservice und Ausbildungsangebote

Broker sollten ihren Kunden auch nach der Depoteröffnung Angebote zur Aus- und Weiterbildung bieten. Webinare mit Themen wie Fundamental- oder Technische Analyse, Live Trading mit bekannten Referenten und Tutorials können das Studium der einschlägigen Literatur zum Aktienhandel nicht ersetzen, sehr wohl aber einen fundierten und begleiteten Einstieg darstellen.

  • Konditionen für verzinsliche Anlagen

Befindet sich häufiger Liquidität auf dem Verrechnungskonto ist eine Verzinsung von 1,0 % immer noch besser als gar kein Guthabenzins. Schon bei 10.000 € durchschnittlichem Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist dieser Aspekt im Aktiendepot Broker Vergleich oft wichtiger als die Frage nach einer pauschalen Depotgebühr. Die Zinskonditionen sollten deshalb auch im Aktiendepot Vergleich berücksichtigt werden – sowohl bzgl. der Guthabenzinsen als auch bzgl. der Kosten von Effektenkrediten.

  • Angebundene Handelsplätze und außerbörslicher Handel

Manche Aktienbroker ermöglichen lediglich den Handel an deutschen Börsen, andere bieten dutzende Handelsplätze weltweit. Außerbörslicher Handel ist insbesondere im Hinblick auf Optionsscheine, Zertifikate und Aktienanleihen wichtig.

  • Ordertypen und Kosten

Je mehr Ordertypen kostenlos zur Verfügung stehen, desto besser. Taktische Orders und Risikobegrenzung sind für fast jede Strategie hilfreich. Broker entscheiden selbst, welche Ordertypen möglich sind. In den vergangenen Jahren haben fast alle Broker Trailing Stops eingeführt. Dabei handelt es sich um eine „intelligente“ Stop-Loss-Order: Bewegt sich der Kurs in die geplante Richtung, wird das Auslösungsniveau für die Stop Loss-Order automatisch nachgezogen. Dadurch werden nicht realisierte Gewinne abgesichert. Auch Ordertypen wie z. B. Stop Buy oder Stop Limit sind im Praxiseinsatz ausgesprochen nützlich.

Bilder_Vergleiche_Aktiendepot_2

Bilder_Vergleiche_Aktiendepot_3

  • Handelsplattform, Kursdatenversorgung und Analysetools

Erwähnt ein Broker die Details seiner Kursdatenversorgung nicht explizit, liegt meistens ein Mangel vor. Ideal ist eine kostenlose Versorgung mit Realtime-Pushkursen, die nicht nur in Kursdatenbanken, sondern auch in Charting-Tools eingepflegt sein sollten. In der Praxis werden viele Kursdaten verzögert angezeigt.

  • Neukundenangebote

Manche Broker werben mit quersubventionierten Zinssätzen für Tagesgeld, andere mit iPads oder iPhones. Je üppiger die Prämie, desto höher die Anforderungen an Handelsumsatz und Orderaktivität. Ein Neukundenangebot allein kann  keine Mängel bei Leistungen oder zu hohe reguläre Preise rechtfertigen, bei einem „Gleichstand“ im Aktiendepot Anbieter Vergleich aber den Ausschlag geben.

Zielgruppe

Aktien sind eine langfristig erfolgreiche Geldanlage mit niedrigen Kosten. In den vergangenen Jahrzehnten erzielten Investoren deutlich höhere Gewinne mit Unternehmensanteilen als mit festverzinslichen Anlagen – auch wenn dafür mitunter ein längerer Zeithorizont erforderlich war. Die Kosten einer Direktanlage in Aktien liegen bei Buy&Hold-Strategien deutlich unter denen von Investmentfonds oder Lebensversicherungen, bei denen ein recht hoher Prozentsatz des angelegten Geldes für Verwaltungskosten aufgewendet werden muss.

Ein Aktiendepot ist deshalb für alle Anleger notwendig, die langfristig, zu niedrigen Kosten und möglichst direkt in Anteile von Unternehmen investieren möchten. Ein breit diversifiziertes Aktienportfolio erreicht eine mit Investmentfonds vergleichbare Streuung des Risikos, ist aber kostengünstiger und deutlich transparenter, da im Gegensatz zu Fonds jederzeit Klarheit über die detaillierte Zusammensetzung der Anlagen besteht.

Einsteiger sollten im Aktiendepot Vergleich auf eine nicht mit zu vielen Funktionen überladene Handelsplattform, eine gute Verzahnung von Online- und Telefonservice und ein hinreichendes Angebot an Analysetools achten. Für Fortgeschrittene und Profis gelten höhere Anforderungen an Handelsplattform und Ordermöglichkeiten. Unabhängig davon sollten die pauschalen Kosten ebenso wie die Ordergebühren für die absehbaren Handelsaktivitäten möglichst niedrig ausfallen.

Marktüberblick und -ausblick: Die Aktienkultur lässt weiter auf sich warten

Die Zahl der Aktionäre in Deutschland wächst wieder, eine Aktienkultur im angelsächsischen Sinne ist jedoch auch 15 Jahre nach dem Ende des New Economy-Booms nicht in Sicht. Im Jahr 2015 besaßen der Aktionärsstatistik des Deutschen Aktieninstituts zufolge rund 2,9 Millionen Deutsche Aktien. 1,5 Millionen Anleger in Deutschland waren im Besitz von Aktien und Aktienfonds, weitere 9,0 Millionen besaßen ausschließlich Aktienfonds.

Screenshot aus einer Studie des Deutschen Aktieninstituts (Aktionärszahlen 2015)

Screenshot aus einer Studie des Deutschen Aktieninstituts (Aktionärszahlen 2015)

Der Anstieg der Aktienbesitzer fällt allerdings im Vergleich zur Entwicklung des deutschen Aktienmarktes überschaubar aus. Das gilt umso mehr, wenn die Entwicklung des Zinsniveaus am Anleihemarkt und im Einlagengeschäft berücksichtigt wird: Obwohl der Aktienmarkt sich positiv entwickelt hat und andere Geldanlagen praktisch keine Renditen mehr versprechen, bleibt das Interesse am Aktienmarkt verhalten. Das wird zum einen auf Langzeitwirkungen der Kursverluste am Neuen Markt, zum anderen auf eine generelle Präferenz deutscher Anleger für sichere Anlagen zurückgeführt.

Der deutsche Brokermarkt ist übersättigt

Auch bei einer Betrachtung des deutschen Brokermarktes ist eine langfristige Perspektive angebracht. Während die Zahl der Aktionäre heute in etwa auf dem Niveau der Jahrtausendwende 1999/2000 liegt, ist die Zahl der Broker tendenziell weiter gestiegen – zum einen im Nachgang der Hausse der 90er, zum anderen auch deutlich nach deren Abschluss. Broker wie OnVista-Bank, flatex, DeGiro und weitere Akteure sind erst seit relativ kurzer Zeit auf dem Markt.

Insgesamt ist der Markt deshalb durch Überkapazitäten gekennzeichnet: Privatanleger können im Aktiendepot Vergleich aus einer Vielzahl von Anbietern mit relativ homogener Leistungs- und Kostenstruktur wählen. Die Sättigung des Marktes wird an keinem anderen Vorgang so bildhaft verdeutlicht wie am Werdegang von Cortal Consors und DAB Bank – lange Zeit die beiden größten Akteure auf dem deutschen Markt für Online-Brokerage. Cortal Consors wurde in Consorsbank umbenannt tritt ebenso wie die einstige HVB-Tochter DAB Bank nur noch als Marke der französischen Großbank BNP Paribas auf.

Eine weitere wichtige Entwicklung des Marktes betrifft die Schnittmenge zwischen klassischem Brokerage und CFD Trading, die viele Broker „der ersten Stunde“ in den letzten Jahren durch die Ausweitung ihres Produktportfolios auf Differenzkontrakte fokussiert haben. Die comdirect wickelt mittlerweile rund ein Viertel ihres Trading-Umsatzes über die außerbörsliche CFD-Plattform ab, auch die BNP Paribas-Marken Consorsbank und DAB Bank spielen in diesem Segment eine wichtige Rolle.

Der langjährige Rückgang der Transaktionskosten scheint dagegen gestoppt: Broker unterbieten sich nicht mehr gegenseitig mit immer niedrigeren Ordergebühren. Stattdessen setzen die Unternehmen auf hohe Anreize im Neukundengeschäft. Dazu zählen z. B. iPADs bzw. iPhones bei OnVista-Bank und s-broker, Prämien über Depotüberträge im vierstelligen Bereich bei maxblue (Deutsche Bank) und Targobank sowie befristete Rabatte auf Transaktionsentgelte bei zahlreichen Brokern.

Screenshot: Studie des DAI

Screenshot: Studie des DAI

Verbrauchertipps

Selbst wenn Sie gar nicht von unterwegs aus handeln möchten, sollten Sie im Aktiendepot Anbieter Vergleich auf eine möglichst leistungsfähige App für den mobilen Zugriff auf Ihr Depot achten. Die Funktionen der Apps gehen zumeist über die Orderfunktionen hinaus und beinhalten auch Kennzahlen und Statistiken z. B. zur Performance und zur Diversifikation des Portfolios. Gibt es einen besseren Zeitpunkt diese einzusehen als während der Heimfahrt nach Feierabend?

Nutzen Sie mehr Ordertypen als nur Market, Limit und Stop Loss. Ein Beispiel aus der Praxis: Sie erwarten den Bruch eines charttechnischen Widerstands und möchten bei Eintritt dieses Ereignisses eine Position eröffnen. Gleichzeitig fürchten Sie eine abrupte Kursbewegung und damit das Risiko eines hohen Einstiegskurses. Platzieren Sie in diesem Fall eine Stop Buy Limit-Order. Diese wird automatisch ausgelöst, wenn der Widerstand überwunden wird und sieht zugleich eine Limitierung des Kaufpreises vor.

Mit einem Aktiendepot können Sie das Risiko Ihres Portfolios in Eigenregie und zu geringen Kosten reduzieren. Ein Beispiel: Sie kaufen einmalig 50.000 € in 50 verschiedene Aktien. Nach jeweils einem Jahr verkaufen Sie 20 Aktien und ersetzen diese durch 20 neue Titel. Initial werden damit 50 und pro Jahr weitere 40 Transaktionen notwendig. Bei durchschnittlichen Transaktionskosten in Höhe von 10 € summieren sich die Gebühren auf 500 € initial und 400 € in jedem Folgejahr.

Vergleichen Sie das mit den Kosten eines Investmentfonds, den Sie mit 50 % Rabatt auf den regulären Ausgabeaufschlag erwerben und der Verwaltungskosten in Höhe von 1 % im Jahr verursacht. Für eine Nettoinvestition in Höhe von 50.000 € in den Fonds ist ein Agio in Höhe von 1.250 € erforderlich; pro Jahr fallen 500 € weitere Kosten an. Dabei können Sie durch die Aufteilung ihres Portfolios eine beliebige Risikoposition umsetzen und das Ergebnis reiner Aktienfonds ebenso realisieren wie jenes von Mischfonds, in denen sowohl Aktien als auch Anleihen vertreten sind.

Screenshot aus einer Studie des DAI

Screenshot aus einer Studie des DAI

Sie können einen physisch replizierenden ETF erwerben – in diesem Fall verfügen Sie über detaillierte Informationen zur Zusammensetzung des Fonds. Beim Kauf aktiv verwalteter Investmentfonds verhält es sich anders: Was genau der Fonds im Portfolio hält, bleibt unklar. Böse Zungen argwöhnen gar, Banken können unliebsame Wertpapiere  an ihre eigenen Fondsgesellschaften verkaufen und damit den Anlegern zusätzliche Risiken aufbürden.

Ein in Eigenregie verwaltetes Portfolio ist vollkommen transparent, da ausschließlich „direkte“ Wertpapiere wie z. B. Aktien und Anleihen von Unternehmen und keine Anteile an Kapitalverwaltungsgesellschaften gehalten werden. Die Erträge von Investmentfonds setzen sich aus Dividenden, Zinsen und Kursgewinnen zusammen – die allesamt aus solchen „direkten“ Wertpapieren stammen. Mit einem Aktiendepot legen Sie somit direkt an der Quelle an – ohne Umweg und damit verbundene Intransparenz und Kosten.

Screenshot: So sieht eine typische Darstellung der Zusammensetzung eines Investmentfonds aus, in diesem Fall „AFA Global Werte Stabilisierungs-Fonds“

Screenshot: So sieht eine typische Darstellung der Zusammensetzung eines Investmentfonds aus, in diesem Fall „AFA Global Werte Stabilisierungs-Fonds“

Wenn Sie Aktiendepots vergleichen sollten auch das Angebot an und die Konditionen für Sparpläne Beachtung finden. Diese eignen sich aufgrund der niedrigen Kosten und des Durchschnittskosteneffekts gut für Altersvorsorge und Vermögensaufbau. Mit monatlichen Einzahlungen ab ca. 50 € lassen sich auf Dauer verschiedene Ziele erreichen. Die Aufteilung der Sparrate auf möglichst viele verschiedene Wertpapiere ist sinnvoll, sollte aber nicht durch zu hohe Ausführungskosten belastet werden. Lassen Sie sich auf keinen Fall allein durch die Begrenzung des Sparplanangebots dazu bringen, in Wertpapiere zu investieren, die Sie eigentlich nicht bevorzugen.

Screenshot FAZ: Aktiensparpläne eignen sich (nicht nur) für die Altersvorsorge

Screenshot FAZ: Aktiensparpläne eignen sich (nicht nur) für die Altersvorsorge

Der Brokermarkt ist in Bewegung – nur weil ein Broker vor fünf Jahren gut zu Ihren Anforderungen gepasst hat, muss das heute nicht mehr so sein. Vielleicht sind zwischenzeitliche neue Gebührenmodelle erhältlich, die Ihnen eine Kostenersparnis ermöglichen – oder Ihre Anlagepräferenzen haben sich verändert und Sie handeln mittlerweile z. B. vermehrt an den US-Märkten. Sie sollten deshalb hin und wieder die Konditionen verschiedener  Aktiendepot Broker vergleichen, auch wenn Ihr aktueller Broker keinen Anlass zu Beschwerden gibt. Obendrein wird der Wechsel häufig durch Incentives belohnt – darunter Gutschriften, Tablet-PCs usw.

Keine falsche Eitelkeit: Einige der Aus- und Weiterbildungsangebote von Brokern bieten durchaus Substanz, auch wenn sich immer wieder Alibi-Veranstaltungen unter den Inhalten finden. Insbesondere Live Trading mit erfahrenen Referenten, didaktisch gut aufbereitete Tutorials und einzelne e-Books sind einen Versuch wert.

ETF Broker Vergleich

Eine naheliegende Alternative zum Direktinvestment in Aktien sind ETFs – sowohl als Einmalanlage als auch im Rahmen von Sparplänen. ETFs sind – eine entsprechende Auswahl vorausgesetzt – sehr kostengünstig und transparent. Die Ordergebühren entsprechen denen im Aktienhandel, die Verwaltungskosten liegen bei ETFs auf große Leitindizes zum Teil unter 0,10 % pro Jahr.

Suchen Sie in unserem ETF Broker Vergleich gezielt nach dem richtigen Depot für Anlagen in börsengehandelte Indexfonds. Wir haben im Vergleich nicht nur die Anzahl der beziehbaren und über Sparpläne zugänglichen Fonds, sondern auch die Beziehungen jedes Brokers zu jedem großen Emittenten analysiert. Dieser Vergleich wird Ihnen bei der Wahl des richtigen ETF Brokers von enormer Hilfe sein, selbst wenn Sie bisher wenige Erfahrungen mit den Exchange Traded Funds sammeln konnten und nicht genau wissen, worauf es ankommt.

CFD Broker Vergleich

Sie möchten auf steigende und fallende Kurse setzen, möglichst hohe Renditen erzielen und/oder ein bestehendes Aktienportfolio bei Bedarf schnell und mit wenig Kapital absichern? Dann kann ein CFD Broker die richtige Adresse für Sie sein. Mit CFDs können sich vergleichbar mit Indexzertifikaten die Wertentwicklung von Aktien, Indizes, Rohstoffen und weiteren Basiswerten abbilden. Sie benötigen aufgrund des Margin-Prinzips jedoch nur einen Bruchteil des Kapitals, das für den Handel am Aktienmarkt notwendig ist.

Der Handel mit CFDs erfordert zwingend einen seriösen Broker mit leistungsfähiger technologischer Infrastruktur und fairen Handelskonditionen. Diese Eigenschaften lassen sich für Laien nicht durch das simple Studium von Preisverzeichnis und Broschüren erkennen. Notwendig ist stattdessen ein Blick hinter die Handelsoberfläche. Den verschaffen wir Ihnen mit unserem CFD Broker Vergleich.

Zertifikate Broker Vergleich

Mit Anlagezertifikaten lassen sich komplexe Aktienstrategien durch den Kauf eines einzigen Titels umsetzen. Optimieren Sie z. B. die Rendite eines Aktienportfolios durch Covered Call Writing und kaufen Sie dazu ein Diskontzertifikat. Oder sichern Sie sich Zusatzrenditen bei seitwärts oder leicht fallenden Märkten, ohne auf Gewinnchancen verzichten zu müssen – dazu sind Bonuszertifikate geeignet. Der riesige Zertifikatemarkt bietet für fast jedes Vorhaben ein konkretes Wertpapier.

Die Größe des Zertifkatemarktes ist allerdings auch eine Herausforderung beim Brokervergleich. Wie hoch fällt das Handelsplatzentgelt bei Orders über Börse Frankfurt Zertifikate aus? Wie häufig gibt es Sonderpreisaktionen? Welche Zertifikate sind über Sparpläne zugänglich? Diese und weitere Fragestellungen beantwortet unser Zertifikate Broker Vergleich.