Bester Forex Broker: Die Qualitätskriterien hinter der Handelsoberfläche

Marktmodell, Technik, Konditionen und Regulierung

Die Qualitätsmerkmale von FX Brokern offenbaren sich nur einem geschulten Blick hinter die Handelsoberfläche. Worauf es beim Vergleich ankommt und welche Anbieter mit den höchsten Anforderungen mithalten können.

Bester Forex Broker: Das Wichtigste in Kürze

  • Gute FX Broker verzichten auf Market Making
  • Der Broker sollte Geld mit Kommissionen und nicht durch Markups auf die Spreads erzielen
  • STP-Marktmodelle mit vielen Liquidity Providern sind zu bevorzugen
  • Etabliertes Regulierungsumfeld und Profi-Handelsplattform sollten Standard sein
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Inhaltsverzeichnis

    Viele auf FX- und CFD Broker spezialisierte Vergleichsportale küren Forex Broker Testsieger anhand sehr oberflächlicher Kriterien wie zum Beispiel Mindesteinzahlung und Einzahlungsbonus. Optimal ist in dieser Logik ein Broker, der Konten ab 100 Euro Mindesteinzahlung geöffnet und für diese einen Neukundenbonus in Höhe von 50 Euro oder mehr gutschreibt. Diese Verfahrensweise führt jedoch nicht zu optimalen Ergebnissen und ist deshalb im Sinne qualifizierter Vergleichsbemühungen abzulehnen.

    1. Der Unterschied zwischen Market Making und STP

    Broker mit der Kombination aus geringer Mindesteinzahlung und hohem Neukundenbonus sind meistens Market Maker. Market Maker stellen die Geld- und Briefkurse auf ihren FX Plattformen selbst. In den Geschäftsbedingungen räumen sich die Anbieter sogar Quotierung nach billigem Ermessen ein. Das bedeutet, dass die Kurse letztlich willkürlich ermittelt werden.

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    FAZ Börsenlexikon: Was ist ein Market Maker?

    In der Praxis wissen Trader nicht, welche Algorithmen hinter der Handelsoberfläche tatsächlich Einfluss auf die Quotierung haben und liefern sich damit den auf Gewinnoptimierung abzielenden Kalkulationen des Market Makers aus.

    Das betrifft zum Beispiel Re-Quotes, ausschließlich negative Slippage und Stop Phishing. Bei Re-Quotes ändert sich in dem Moment, in dem ein Trader auf „Kaufen“ oder „Verkaufen“ klickt, der Kurs zu Ungunsten des Traders. Solche Abweichungen vom zunächst angezeigten Kurs sind zunächst nichts Ungewöhnliches. Ein Market Maker wird aber in aller Regel nur Abweichungen zu Ungunsten des Kunden und nicht zu seinen Gunsten weitergeben, obgleich letzteres bei einem fairen Marktmodell angemessen wäre.

    Ein Market Maker kennt alle Stop-Positionen seiner Kunden und kann durch eine kurzzeitige Ausweitung der Spreads möglicherweise einen erheblichen Teil geöffneter Positionen zu seinen Gunsten schließen. In diesem Fall gewinnt der Market Maker, wenn seine Kunden verlieren. Daraus erwächst ein problematischer Interessenkonflikt, der durch keine Transparenzrichtlinie und kein Versprechen aufgelöst werden kann.

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    Markets.com: Viele große Broker sind Market Maker

    Kunden eines Market Makers wissen letztlich nicht, welche Positionen in den Büchern ihres Brokers tatsächlich auflaufen. Im Idealfall saldiert ein Market Maker Long- und Shortpositionen seiner Kunden in einem Basiswert und sichert überhängende Nettoexpositionen in Echtzeit am Finanzmarkt ab. In diesem Fall ist der Market Maker technisch, aber nicht wirtschaftlich in der Kontrahentenposition zu seinen Kunden. Unterbleibt die Absicherung überhängender Nettopositionen, entsteht dagegen sofort ein Interessenkonflikt.

    Deshalb kann kein Anbieter als bester Forex Broker ausgezeichnet werden, wenn dem Handel ein Market Maker Modell zugrunde liegt. Besser als Market Maker sind STP Marktmodelle. STP steht für Straight Through Processing (Bester STP Broker) und bezeichnet ein Modell, bei dem Kundenorders ohne jegliche Intervention des Brokers an einen Liquiditätspool weitergeleitet werden.

    Der Broker nimmt in diesem Fall keine Änderungen an den von Banken gestellten Kursen vor und verdient sein Geld im besten Fall ausschließlich durch pauschale Kommissionen. In diesem Fall liegen keine Interessenkonflikte vor.

    2. Der Unterschied zwischen STP mit Markups und STP mit Kommissionen

    STP ist kein geschützter Begriff und funktioniert deshalb nicht bei jedem Broker nach demselben Muster. Einige Broker übermitteln nur einen Teil der Kundenorders an den Bankenpool und führen einen anderen Teil in der Position als Market Maker selbst aus.

    Trader sollten grundsätzlich skeptisch sein, wenn ein vermeintlicher STP Broker Mini- und Micro Lots akzeptiert. Zwischen einem STP Broker und den Banken des Liquiditätspools existieren Verträge. Dabei ist davon auszugehen, dass die Banken eine große Zahl von Kleinstorders nicht honorieren bzw. sogar sanktionieren.

    Entscheidend für die Qualität eines STP Marktmodells ist darüber hinaus das Gebührenmodell des Brokers. Ein STP Broker kann Zuschläge auf die Spreads (Markups) erheben oder pauschale Kommissionen (zum Beispiel 3 Euro pro Halfturn Lot) verlangen.

    3. Qualitätskriterien für STP Trading

    Theoretisch besteht zwischen beiden Modellen kein Unterschied, wenn die Markups auf die Spreads fix sind und transparent ausgewiesen werden. Das ist aber in aller Regel nicht der Fall. Trader müssen davon ausgehen, dass Broker bei Markup-Modellen Optimierungsmaßnahmen im eigenen Sinne und damit Änderungen an den Kursen des Bankenpools vornehmen. STP Marktmodelle auf ausschließlicher Kommissionsbasis sind deshalb strikt zu bevorzugen.

    Ob ganz auf einen Broker Spread (eine andere Bezeichnung für Markup) verzichtet wird, lässt sich an den Angaben von STP Brokern zum Minimum Spread ablesen. Dieser sollte 0,0 Pips betragen: Dann liegen die jeweils besten Geld- und Briefkurse des Bankenpools gleichauf.

    Selbst ein STP Marktmodell auf Kommissionsbasis stellt nicht zwingend einen transparenten und nicht durch Interessenkonflikte belasteten Handel sicher. So ist es etwa möglich, dass dem Bankenpool lediglich ein Institut angehört oder lediglich eine Bank die maßgebliche Rolle spielt. Dann tritt dieses Institut de facto als Market Maker auf.

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    Aktive Trader nutzen STP oder ECN

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    4. Der Unterschied zwischen STP und ECN

    ECN Trading bietet gegenüber STP prinzipiell weitere Vorteile, ist aber in Reinform für Privatanleger mit 4- oder 5-stelligen Kontogrößen kaum erschwinglich. ECN Broker verbinden ihre Kunden mit einem Handelsnetzwerk, dem neben Banken und anderen institutionellen Marktteilnehmern auch weitere Privatkunden angehören.

    Bei echtem ECN Trading ist deshalb Handel ab 0,0 Pips möglich. Trader können Orders direkt ins Orderbuch platzieren und haben Zugriff auf die volle Markttiefe. Es ist möglich, Liquidität sowohl anzubieten als auch nachzufragen. Echte ECN Broker verlangen in der Regel sehr hohe Mindesteinzahlungen.

    5. Regulierung und Einlagensicherung sind kein Beiwerk

    Notwendige Bedingung für die Einstufung eines Angebots als Forex Broker Testsieger sollte ein seriöses Regulierungsumfeld inklusive belastbarer Einlagensicherung sein. Zahlreiche Broker haben ihren Standort zum Beispiel in Zypern und verweisen auf die EU-Mitgliedschaft des Landes und die damit verbundene Umsetzung der EU Finanzmarktrichtlinie MiFID.

    Es ist allerdings unstrittig, dass die Regulierungsstandards des zypriotischen Finanzsektors keinesfalls denen etablierter Finanzstandorte wie Deutschland oder Großbritannien entsprechen. Den Brokern ist es bis heute nicht gelungen, einen aus ihrer Standortwahl resultierenden Vorteil für handelnde Kunden nachzuweisen.

    Deshalb sind Broker mit Sitz in Deutschland, Großbritannien, der Schweiz usw. zu bevorzugen. Das gilt auch im Hinblick auf die Einlagensicherung: Es gibt keinen Grund, warum Kundengelder bei Banken außerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes angelegt werden sollten. Auch Banken in Zypern und anderen Staaten mit angeschlagenem Finanzsektor sind kein Gütesiegel.

    6. Der Broker sollte seine Kunden vor dem Ruin schützen – technisch UND rechtlich

    Seit dem „Franken Schock“ im Januar 2015 wissen FX Trader, welche Risiken mit einem großen Finanzhebel verbunden sind. Gegen einen plötzlichen Kurssturz oder eine Kurslücke helfen weder Stop Loss noch die technischen Sicherungsmaßnahmen der Broker.

    Letztere sind bei jedem FX Broker Standard: Unterschreitet das Guthaben auf dem Kundenkonto bestimmte Mindestanforderungen, werden einzelne oder alle Positionen automatisch glattgestellt. Das bedeutet aber nicht, dass der Verlust zum Zeitpunkt der Glattstellung automatisch der Höhe nach begrenzt wird oder das Guthaben auf dem Konto nicht übersteigen kann.

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    Nachschusspflicht bei CFDs

    Technische Maßnahmen zur Vermeidung negativer Kontostände sind deshalb für anspruchsvolle Trader nicht ausreichend. Ein Broker sollte zusätzlich rechtsverbindlich (!) auf Nachschusspflichten zulasten seiner Kunden verzichten. Die Ankündigung solcher Maßnahmen im Rahmen freiwilliger Ermessensentscheidungen reicht dagegen nicht aus, da dies im Extremfall hinfällig sein kann.

    7. Das Angebot von XTB: Bester Forex-Broker im Vergleich

    Der Forex-Broker XTB (vormals X-Trade) bietet mit seinen Plattformen die Möglichkeit, professionell und zu Spreads ab 0,1 Pips zu handeln. Beim Broker können Kunden zwischen drei Accounts wählen.

    Beim Online-Broker erhalten Händler Zugang auf mehrere Plattformen, auf über 3.000 Finanzinstrumente sowie umfangreiche Analyse- und Research-Pakete. Neben Forex umfasst das XTB Handelsangebot CFDs, Rohstoffe und Indizes sowie zahlreiche weitere Produkte, darunter auch Kryptowährungen.

    Wichtige Fakten zu XTB – bester Forex-Broker:

    • Regulierung durch KNF, in Teilen durch BaFin
    • Niederlassung in Frankfurt am Main
    • Etablierter Broker im europäischen Raum
    • Gratis Demokonto mit 10.000 € virtuellem Guthaben
    • Plattformen MetaTrader 4, xStation 5 und AgenaTrader
    • Ansprechendes Weiterbildungsangebot (Akademie und Live-Webinare)
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    Die XTB Handelsplattformen verfügen über umfangreiche Charting- und Analysetools sowie andere Funktionen. Im Bereich Marktanalyse haben Trader Zugriff auf einen Wirtschaftskalender, Marktdaten und einen Markt Screener. Zudem können sich aktive Trader über attraktive Aktionen freuen, so gibt es beispielsweise ein Kunden-werben-Kunden-Programm oder auch eine Cashback-Aktion.

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    Handelsangebot & Co. im Überblick

    Im Bereich Forex stehen bei XTB 49 Währungspaare zur Verfügung, die nicht nur über den beliebten MT4, sondern auch über die preisgekrönte xStation 5 handelbar sind. Die Software ist besonders benutzerfreundlich und einfach zu bedienen, sodass sich auch Anfänger schnell zurechtfinden dürften. Die Plattform hält Echtzeit-Marktkommentare, ein umfangreiches Charting-Paket, Live-Performance-Statistiken und vieles mehr für Kunden des Brokers bereit. Kaum verwunderlich, dass die Trading-Plattform bereits ausgezeichnet wurde: Online Personal Wealth Awards kürte sie zur “Best Trading Platform 2016″. XTB überzeugt jedoch auch in anderen Bereichen, so etwa beim Support. Der Broker agiert international und steht seinen Kunden in verschiedenen Sprachen mit Rat und Tat zur Seite. Werktags ist der XTB Support rund um die Uhr für Trader erreichbar.

    8. Fazit

    Da echtes ECN für die meisten Trader nicht erschwinglich ist, sind STP Broker mit Kommissionsmodell die bestmögliche Lösung für den FX Handel. Die Kosten fallen in dieser Variante gering aus und Interessenkonflikte werden ausgeschlossen. Bedingung dafür ist allerdings ein entsprechend kompetitiv gestalteter Bankenpool. Das Regulierungsumfeld und der Ausschluss von Nachschusspflichten sind weitere wichtige Kriterien für Forex Broker.

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