ECN Broker Testsieger: Handeln im bestmöglichen Umfeld

Echtes ECN ist eine Rarität

ECN Trading gilt als bestmögliches Marktmodell für den FX Handel. Echtes ECN ist allerdings nur wenigen Anbietern möglich – viele vermeintliche ECN Broker handeln eigentlich über ein STP Modell. Was ECN und STP unterscheidet und wo der Handel möglich ist.

Bester ECN Broker: Das Wichtigste in Kürze

  • Echtes ECN ist nur bei wenigen Brokern anzutreffen
  • Bei ECN Brokern gibt es keinen Broker-Spread
  • Der Marktspread beginnt ab 0,00 Pips
  • Trader haben Einblick ins Orderbuch
  • Orders können in die Spreads platziert werden
  • Anbieten und nachfragen von Liquidität ist möglich
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Inhaltsverzeichnis

    Im FX Handel sind grundsätzlich drei Marktmodelle denkbar, von denen ECN vor STP und mit klarem Abstand gefolgt von Market Making zu den erstrebenswertesten gezählt wird. ECN steht für „Electronic Communication Network“ und beschreibt ein Liquiditätsnetzwerk. ECN Broker stellen ihren Kunden einen direkten Zugang zu diesem Netzwerk zur Verfügung.

    Dukascopy ECN Testsieger

    Die Homepage unseres ECN Testsiegers Dukascopy

    1. Unterscheidungsmerkmale zwischen STP und ECN

    ECN ist ebenso wie STP kein geschützter Begriff. Das könnte sich in der Zukunft ändern, sollten MTFs für den Devisenhandel an Bedeutung gewinnen – bislang müssen sich Suchende im Vergleich aber auf die zugänglichen Informationen der Broker stützen und vorgebliche von echten ECN Brokern unterscheiden.

    Es gibt mehrere notwendige Bedingungen, die ECN Marktmodelle erfüllen müssen. Erstens: Trader müssen Orders direkt ins Orderbuch platzieren und dort nachverfolgen können. Zweitens: Es muss möglich sein, sowohl Bid- als auch Ask-Orders zu platzieren. Drittens: Es muss möglich sein, Orders innerhalb der Orderbuch-Spreads zu platzieren. Viertens: Es muss zumindest theoretisch möglich sein, ohne Spreads zu handeln. Fünftens: Es muss zumindest theoretisch möglich sein, dass die eigene Order mit der eines anderen Privatanlegers gematched wird.

    Warum sind diese Bedingungen für das Vorliegen von ECN notwendig?

    Zu Erstens: Ein ECN ist ein Handelsnetzwerk mit gleichberechtigten Teilnehmern, in dem Orders nach festgelegten und für alle einsehbaren Regelwerken ausgeführt werden. Technisch unterscheidet sich ein ECN damit nicht wesentlich von elektronischen Aktienbörsen. Auch dort können Privatanleger – eine entsprechende Ausstattung ihres Brokers vorausgesetzt – Orders direkt ins Orderbuch platzieren. Jeder Nutzer des ECNs verfügt über dieselben Kursinformationen und damit automatisch über Einsicht in die volle Markttiefe.

    Bei STP Brokern verhält sich das anders: STP Broker bilden im Frontend allenfalls die besten 3-5 Bid- und Ask-Kurse ab und stellen mitunter auch noch Informationen über die Markttiefe zur Verfügung. Es verbleiben jedoch für Trader unsichtbare Informationen. Trader wissen zudem nicht, welche Teilnehmern des Bankenpools über welche Informationen verfügen.

    Zu zweitens und drittens: Die Nutzer eines Netzwerks können nur dann gleichberechtigt sein, wenn jeder Nutzer gleichermaßen Liquidität anbieten und nachfragen kann. Zudem dürfen die Aktivitäten einiger Nutzer (aus denen die Spreads resultieren) nicht zu grundsätzlichen Einschränkungen der anderen Nutzer führen: Könnten keine Orders innerhalb der Spreads platziert werden, würde diese die Kurse verzerren.

    Zu viertens und fünftens: Bietet Kunde A im ECN Liquidität an und fragt Kunde B dieselbe Menge zum selben Preis nach, können die beiden Orders gegeneinander ausgeführt werden, ohne dass ein Marktspread anfällt. Dementsprechend setzt jeder Mindest-Spread technische Maßnahmen bzw. Maßnahmen des Regelwerks voraus, die dem Prinzip eines ECNs widersprechen.

    2. Handel über ein ECN: Warum Profi-Trader nicht darauf verzichten möchten

    Es gibt viele Gründe für professionelle Trader, sich für den Handel über einen ECN Broker zu entscheiden. Die beiden wichtigsten betreffen die Kosten und die Transparenz, die im Vergleich zu STP Trading und insbesondere Market Making als niedriger bzw. besser ausgeprägt gelten.

    Dukascopy-Spread-Durchschnitts

    Die Spreads bei ECN Brokern sind enger als bei STP und Market Making

    Die obige Abbildung ist der Internetseite des Schweizer FX Brokers Dukascopy entnommen. Sie zeigt die durchschnittlichen Spreads eines Handelstages im April 2016. Der Spread im EUR/USD lag an diesem Tag in Europa bei 0,20 Pips.

    Was bedeutet das? Die Kosten eines Pips entsprechen bei einer Position von 1,0 Lots 10 Einheiten der Handelswährung, was im EUR/USD der USD entspricht. Ein DX-Lot im EUR/USD kostete an diesem Tag somit 2 USD. Die Kommission beläuft sich auf 1,8 USD pro Standardlot, sofern das Handelsvolumen in den vergangenen 30 Tagen mindestens 50 Millionen USD erreicht hat.

    Die Kommission fällt jeweils bei der Eröffnung und der Schließung der Position an, so dass Spread und Kommission zusammen Gesamtkosten von 5,60 USD pro Position verursachen. Bei einem Market Maker mit Spread von 2,5-4,0 Pips übersteigen die Kosten die eines ECN Brokers somit im Größenordnungen.

    Neben den niedrigen Kosten spricht insbesondere die Transparenz für ECN und gegen Market Making. Market Maker können Interessenkonflikten ausgesetzt sein und gegen ihre Kunden handeln. ECN Broker treten dagegen im besten Fall als Dienstleister auf und werden ausschließlich für den Zugang zum ECN und die Weiterleitung und Abrechnung der Orders vergütet.

    3. Kosten im FX Handel über ein ECN

    Die Kosten im ECN Handel setzen sich aus den ECN Spreads (ab 0,00 Pips), den Kommissionen des Brokers und den Finanzierungskosten zusammen. Die Kommissionen sind insbesondere für Trader mit hoher Einlage bzw. hohem Handelsvolumen niedrig: ECN Broker adressieren primär finanzstarke und aktive Kunden

    Das wird auch bei Dukascopy deutlich: Der Broker staffelt die Kommissionen in Abhängigkeit von Handelsaktivität bzw. Einlage. In der höchsten Gebührenstufe fällt eine Kommission in Höhe von 35 USD pro gehandelter Million, in der niedrigsten Stufe beträgt die Gebühr lediglich 10 USD.

    Die Spreads fallen auch bei ECN Brokern nicht überall so gering aus wie im Fall von Dukascopy im EUR/USD. Andere Währungspaare sind mit breiteren Spreads verbunden, wie auch aus der Tabelle des Schweizer Brokers deutlich hervorgeht. Im EUR/CHF belief sich der Spread in der Stichprobe auf 1,02 Pips, im EUR/GBP auf 0,71 Pips.

    Der Grund dafür ist die außergewöhnliche Liquidität im EUR/USD, die von keiner anderen Paarung erreicht wird (Devisenhandel für Anfänger). Die hohe Liquidität erklärt, warum sehr viele automatisierte Handelssysteme auf den Handel in diesem Währungspaar abzielen – wodurch die Liquidität zusätzlich wächst.

    Viele professionelle Trader fokussieren im Broker Vergleich primär oder sogar ausschließlich dieses Währungspaar und handeln aufgrund der deutlich breiteren Spreads gar keine anderen FX-Paare. Die obige Kostenkalkulation mit Gesamtkosten von 5,6 USD pro Standardlot verdeutlicht, dass ein Kursgewinn von 0,60 Pips ausreicht, um einen Gewinn zu erzielen. Diese Bedingungen sind prädestiniert für kurzfristige Handelsansätze wie z. B. Scalp Trading.

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    4. Die Zielgruppe echter ECN Broker ist finanzstark und anspruchsvoll

    Scalp Trading und mehr als 50 Millionen USD monatliches Handelsvolumen: Prädestinierte ECN Kunden handeln mehrmals täglich und sind dementsprechend anspruchsvoll im Hinblick auf Konditionen und Leistungen. Auch ECN Broker sind anspruchsvoller als Market Maker oder STP Broker: So kann die Mindesteizahlung durchaus im mittleren vier- bis fünfstelligen Bereich angesetzt werden.

    Bis heute gibt es keinen einheitlichen „ECN-Standard“. Broker können sich grundsätzlich selbst mit dem Attribut schmücken. Mitunter ist für Außenstehende nur schwer zu erkennen, ob ein bestimmtes Marktmodell ECN in Reinform oder mit Ausnahmen darstellt. Das gilt z. B. für den Schweizer FX- und CFD Broker Dukascopy, der vielen professionellen EUR/USD-Tradern als bester ECN Broker gilt.

    Dukascopy-Marktmodell-FX

    Das Marktmodell von Dukascopy

    Der Handel über Konten von Dukascopy läuft über den SWFX – Swiss Forex Marketplace – ab. Dabei handelt es sich um einen durch den Broker entwickelten Marktplatz, auf dem die Liquidität von Banken, zentralen FX-Handelsplätzen und Tradern zusammengeführt wird. Wo genau die Order ausgeführt wird, entscheidet Software – nach Angaben des Brokers erfolgt die Ausführung stets zum bestmöglichen Kurs.

    Trader können Bid- und Ask-Orders ins Orderbuch einstellen, Level II mit Zugang zu zehn Leveln einsehen und im besten (aber dennoch unwahrscheinlichen) Fall ab 0,00 Pips Spread handeln. Der Broker generiert Deckungsbeiträge durch Kommissionen und nimmt keine Markups auf die Spreads des Marktplatzes vor.

    Damit handelt es sich um ECN in Reinform – doch auch hier gibt es Ausnahmen. So teilt der Broker mit: „Dukascopy kann Liquidität über die von externen Gegenparteien zur Verfügung gestellte hinaus bereitstellen. Als Folge dessen werden nicht alle Positionen von Kunden mit solchen externen Gegenparteien abgesichert.“ Das bedeutet, dass Positionen intern, d.h. durch den Broker selbst gehalten werden können.

    5. ECN Trading und Differenzausgleichsverträge

    In den FAQs erörtert der Broker, dass insbesondere bei kleineren Ordergrößen mit einer internen Orderausführung zu rechnen sei – diese Orders könnten nicht über den Interbankenmarkt abgewickelt werden. Dukascopy tritt damit für einen Teil der Orders als Market Maker auf. Das stellt die Schweizer als ECN Broker Testsieger nicht in Frage – macht aber deutlich, dass niedrige Mindesteinzahlungen und Micro-Lots zu Kompromissen an anderer Stelle zwingen.

    Ein weiteres Detail zum Ablauf von Transaktionen am Rande: Unabhängig davon ob ein Broker Market Making, STP oder ECN anbietet, wird er mit seinen Kunden stets einen Differenzausgleichsvertrag schließen. Ein ECN Broker leitet Kundenorders im eigenen Namen an das Netzwerk weiter und spiegelt das Orderbuch lediglich auf der Handelsoberfläche. Mit der Eröffnung einer Position wird ein Differenzausgleichsvertrag zwischen Broker und Kunde geschlossen. Das ist jedoch im Hinblick auf Interessenkonflikte unproblematisch, da die Transaktionen zwischen Broker und ECN und Broker und Kunde deckungsgleich sind.

    6. IG – ECN Broker Testsieger

    IG (vormals IG Markets) gehört zu den weltweit marktführenden CFD Brokern. CFDs werden auf über 10.000 Underlyings angeboten, wobei alle Anlageklassen vertreten sind. Neben CFDs auf Aktien, Forex oder Zinsen sind ETFs und ETCs sowie der Aktienhandel Teil des umfassenden Handelsangebotes.

    Die Kurse für CFDs bildet IG unter Hinzuziehen der Referenzbörse des betreffenden Basiswertes. Je nachdem welchen Marktzugang der Kunde aktiviert hat, erfolgt die Preisfestlegung entweder durch IG (OTC) oder via DMA (Direct Market Acces) direkt über die Börse.

    IG gehört zu den wenigen Handelshäusern, wo Aktien-CFDs zu gleichen Kursen wie an der Börse gehandelt werden können. Beim DMA-Handel gibt es keinen Market Maker – Kurs, vielmehr wird auf Basis des tatsächlichen, sekundenaktuellen Spreads (XETRA, NASDAQ, etc.) geordert. Auch beim Forex-Handel richtet IG auf Wunsch den direkten Anschluss an den Interbankenhandel ein.

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    DMA-Zugang – Trading ohne Spreads

    Der Spread beläuft sich bei DAX30 auf 1 Punkt, beim Dow Jones sind es 1,8 Punkte. Der Spread bei Forex startet ab einem Pip. Der durchschnittliche Spread beträgt für EUR/USD und AUD/USD 0,8 Pips. Die günstigsten Spreads können 0,6 Pips betragen. Andere wichtige Währungspaare sind mit einem geringen Aufschlag versehen, der 3 Pips reicht. Beim Trading über die DMA Plattform IG Forex Direct gibt es bekanntlich keine Spreads. An deren Stelle tritt pro Transaktion eine von IG berechnete Provision von derzeit 6 US-Dollar pro Standard-Kontrakt.

    IG bietet seinen Händlern zum einen den direkten DMA-Marktzugang zu den gängigen Referenzbörsen. Zum anderen erhalten Kunden Zugang zu sogenannten Sekundärbörsen wie Chi-X oder BATS. Wegen eines größeren Handelsvolumens können Sekundärbörsen bessere Kurse stellen.

    7. Fazit

    Echtes ECN ist selten anzutreffen, lohnt sich aber für professionelle Trader insbesondere in den großen Hauptwährungspaaren aufgrund der sehr niedrigen Kosten von zum Teil unter 5 USD pro Standardlot inklusive Spreads und Kommissionen. Scalping und andere sehr kurzfristige Strategien lassen sich über ECN Broker sehr viel profitabler umsetzen als mit anderen Marktmodellen. Selbst bei ECN in Reinform besteht allerdings die Möglichkeit, dass kleinere Orders via Market Making gematched werden.

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