Bester STP Broker: Wie Trader faire Preise erkennen

Gesucht: Echtes STP ohne Markups und zweigeteilte Orderausführung

Die besten STP Broker leiten Orders an große, kompetitiv strukturierte Bankenpools weiter und verzichten gänzlich auf einen Brokerspread. STP Trading auf Kommissionsbasis ist Mischmodellen und STP mit Markups klar vorzuziehen. Außerdem gilt: Je mehr Trader über den Bankenpool wissen, desto besser.

STP Broker Testsieger: Das Wichtigste in Kürze

  • STP Broker leiten Orders an einen Bankenpool durch
  • Kommissionsmodelle sind besser als Spread-Markups
  • Es sollten ausnahmslos alle Orders über STP ausgeführt werden
  • Der Bankenpool sollte aus mehreren Tier-1-Banken bestehen

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Inhaltsverzeichnis

    Im außerbörslichen FX Handel sind grundsätzlich drei Marktmodelle verbreitet: Market Making, STP (Straight Through Processing) und ECN (Electronic Communication Network). Einige Broker führen einen Teil der Kundenorders als Market Maker und einen anderen Teil über ein STP Marktmodell aus. Fast immer liegt dem Handel rechtlich betrachtet ein Differenzausgleichsvertrag zugrunde, so dass Forex Trading trotz der gemeinhin vorgenommenen Unterscheidung rechtlich betrachtet ebenfalls CFD Trading ist.

    1. Was machen Broker mit Straight Through Processing anders?

    STP Broker schließen Verträge mit Banken und anderen großen Finanzakteuren (Liquiditätsprovider) ab. Die Banken bilden einen „Pool“, an den Broker die Kundenaufträge weiterleiten. STP ist kein geschützter oder genormter Begriff, so dass verschiedene Ausführungsmöglichkeiten denkbar sind. Zwei davon seien nachfolgend skizziert.

    Der Ausgangspunkt im ersten Szenario: Ein Trader eröffnet über die Handelsplattform eine Longposition im EUR/USD. Der Broker leitet die Order an den Bankenpool weiter bzw. führt sie zu den Kursen des Pools aus. Die jeweils drei bis vier besten Bid- und Ask-Kurse sind in der Handelsplattform inklusive sichtbar. Die Ausführung erfolgt dabei strikt zum besten zum Zeitpunkt der Orderaufgabe verfügbaren Kurs aller Parteien des Bankenpools. Die Position wird exakt zu diesem Kurs ins Konto des Traders eingebucht. Der Broker belastet dem Konto zusätzlich Kommissionen.

    Das zweite Szenario: Auf der Handelsplattform ist lediglich ein Bid- und ein Ask-Preis zu sehen. In den Kursen ist bereits ein Markup enthalten, mit dem der Broker seinen Deckungsbeitrag generiert. Trader sehen die Kurse des Bankenpools nicht und wissen auch nicht, wie hoch der Aufschlag des Brokers auf die Spreads ausfällt.

    Es liegt auf der Hand, dass die erste Variante mehr Transparenz bietet. In der Regel sind STP Marktmodelle auf ausschließlicher Kommissionsbasis ohne Markups auf die Spreads auch deutlich kostengünstiger als Variante der zweiten Bauart.

    STO Broker unterscheiden sich wesentlich von Market Makern, die Kurse selbst stellen und mindestens technisch und rechtlich, mitunter aber auch wirtschaftlich als Kontrahenten ihrer Kunden auftreten. Ein Market Maker führt Orders selbst aus und muss theoretisch gar nichts tun, solange der Kundenbestand Long- und Shortpositionen im selben Umfang hält. In diesem Fall verdient der Market Maker an den Spreads, ohne ein Risiko einzugehen.

    2. Warum ist STP besser als Market Making?

    In aller Regel wird es jedoch zu Nettopositionen der Kundschaft in die eine oder andere Richtung kommen. Diese kann ein Market Maker durch entsprechende Maßnahmen am Finanzmarkt absichern und seine eigene Position damit neutralisieren. Unterlässt der MM dies, liegt ein Interessenkonflikt vor, weil der Broker gewinnt, wenn seine Kunden verlieren et vice versa.

    STP ist nicht allein aufgrund dieser Interessenkonflikte dem wie verbreiteten Market Making vorzuziehen. Zur Erinnerung: Der Handel basiert rechtlich auf einem Differenzausgleichsvertrag, mit dem sich beide Parteien zum gegenseitigen Barausgleich von Kursveränderungen verpflichten. Der Gewinn oder Verlust beider Parteien hängt ganz strenggenommen nicht von der Kursentwicklung des Basiswertes an der Referenzbörse, sondern von der Entwicklung des Abrechnungskurses ab, der dem Vertrag zugrunde liegt. Diesen Abrechnungspreis legen Market Maker zumindest theoretisch nach billigem Ermessen fest.

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    Market Maker können deshalb an ungünstigen Entwicklungen der Abrechnungskurse verdienen und eine solche ungünstige Entwicklung selbst herbeiführen. Dabei ist nicht profanen, drastischen Abweichungen vom Börsenkurs, sondern von nur relativ schwer sichtbaren Maßnahmen auszugehen, darunter Requotes (Verschlechterung des Preises), ausschließlich negative Slippage, Stop-Phishing (Ausweiten der Spreads um Stops auszulösen und aus Sicht des Brokers Gewinne zu realisieren) usw.

    STP Broker versprechen hier mehr Transparenz, weil die Kurse nicht hausintern festgelegt werden, sondern durch Banken quotiert werden, die im Idealfall untereinander im Wettbewerb stehen.

    3. Was ist der Unterschied zwischen STP und ECN?

    ECN Trading ist prinzipiell noch besser als STP, aufgrund der hohen Kapitalisierungsanforderungen aber nur für einen kleinen Teil der privaten FX Trader erschwinglich. ECN Broker verbinden ihre Kunden mit einem Handelsnetzwerk und gestatten dort Orders innerhalb der Spreads und Zugriff auf volle Markttiefe.

    Der wichtigste Unterschied zu STP: Die Orders verschiedener Kunden des Brokers können prinzipiell im ECN gegeneinander gematched werden, so dass es gar keinen Umweg über Banken und Broker gibt. ECNs bieten darüber hinaus mehr Liquidität als STP-Bankenpools, so dass der Marktspread (der Markt ist jeweils der Pool oder das ECN) enger ausfällt. Der Marktspread ist der Teil des Spreads, der nicht auf Maßnahmen des Brokers zurückzuführen ist.

    4. „Hybrides Marktmodell“: Wenn ein STP Broker einige Orders als Market Maker ausführt

    STP Broker schließen individuelle Verträge mit Liquiditätsprovidern ab. Die meisten Verträge im Finanzsektor sind auf Skalierung ausgelegt: Generiert ein Broker für die angebundenen Banken mehr Umsatz, erhält er grundsätzlich bessere Konditionen. Allerdings können die Verträge auch eine Mindestordergröße von 1,0 Lots vorsehen. Ermöglicht ein STP Broker seinen Kunden kleinere Ordergrößen, müssen diese Orders entweder gesammelt weitergeleitet oder im Wege des Market Making ausgeführt werden.

    5. Kommissionen statt Markups: Am besten handelt es sich zu Originalkursen

    Ein Anbieter kann als bester STP Broker eingestuft werden, wenn Deckungsbeiträge ausschließlich durch Kommissionen und nicht durch Markups auf die Spreads generiert werden – diese Verfahrensweise ist unserer Ansicht nach notwendige Bedingung für die Einstufung als STP Broker Testsieger bzw. empfehlenswerter Broker.

    Darüber hinaus müssen weitere Bedingungen erfüllt sein. Diese betreffen zum einen die Kommissionen, ein Niveau von 5-6 EUR bzw. USD pro Standardlot (Half Turn) nicht überschreiten sollten. Darüber hinaus sollten gehobene Anforderungen an Einlagensicherung und Regulierungsumfeld erfüllt werden. Nicht zuletzt gelten die auf alle Forex Broker anwendbaren Qualitätsanforderungen im Hinblick auf Handelsplattform, Kundenservice etc.

    6. Nachgerechnet: Die Kostenersparnis von STP gegenüber Market Making

    Was kostet unter diesen Bedingungen ein Trade im EUR/USD unter Berücksichtigung des Pool-Spreads und der Kommission?  Dazu wird angenommen, dass das Handelskonto in USD geführt, was auch für Trader aus Europa unkompliziert möglich und oftmals empfehlenswert ist, da Gebühren ansonsten zunächst in die Kontowährung konvertiert und dafür Gebühren berechnet werden.

    Der Wert eines Pips (ein Pip ist bei Devisenkursen eine Änderung um eine Einheit auf der vierten Nachkommastelle) beträgt 10 Einheiten der Kurswährung pro Standardlot. Im Währungspaar EUR/USD ist USD die Kurswährung (EUR ist die Basiswährung). Pro 1,0 Pips fallen demnach 10 USD Kosten für den Spread an. Bei einem STP-Broker beläuft sich der Spread somit auf ca. 2,63 USD. Zusätzlich fallen Kommissionen an: Für die Eröffnung und Schließung einer Position werden oft insgesamt 12 USD belastet. Die Gesamtkosten einer Transaktion über ein Lot im EUR/USD belaufen sich somit auf ungefähr 14,63 USD.

    Bei vielen Market Maker beläuft sich der fixe Spread im EUR/USD auf 3,0 Pips, so dass die Kosten 30 USD erreichen. Zu Vergleichszwecken ist die Validität der Angaben der Broker zu ihren Spreads wichtig. Einige Anbieter geben „minimale und typische“ Spreads an, andere geben zeitgewichtete Durchschnittspreise an und nennen den Zeitraum, auf dem die Berechnung beruht. Dies ist einfachen Angaben zu typischem und minimalem Spread vorzuziehen.

    7. Wie Broker ihre Kunden mit Algorithmen und Filtern übervorteilen können

    Viele Trader unterschätzen die Vorzüge von STP Trading, weil der „Gestaltungsspielraum“ von Market Makern (und mit Abstrichen auch von STP Brokern mit Markup-Modell) unterschätzt werden. Dazu ein hypothetisches Beispiel.

    Ein Market Maker beobachtet ebenso wie seine Kunden den Markt. Es bahnt der Ausbruch über einen wichtigen charttechnischen Widerstand an, viele Kunden platzieren in Erwartung dessen Stop Buy Orders. Wird eine Stop Buy Order bei einem Kurs von 1,2540 (beliebiges Devisenpaar) platziert, erfolgt die Ausführung, wenn der Briefkurs diesen Wert einmalig erreicht.

    Der Market Maker sieht, dass die Marktentwicklung auf die Aktivierung der vielen Stop Buy Orders hinausläuft. Technisch geschieht folgendes: Beim erstmaligen Erreichen eines Briefkurses von 1,2540 werden unlimitierte Kauforders ausgelöst.

    Der Market Maker tritt nun als Verkäufer auf und nimmt Requotes vor: Die Ausführung der Stop Buy Orders erfolgt nicht zu 1,2540, sondern zu 1,2543. Dazu musste der Spread nicht einmal ausgeweitet, sondern lediglich für einen kurzen Moment auf einem höheren Kursniveau platziert werden. Für den Market Maker ist das ein gutes Geschäft, wenn zu diesem höheren Kursniveau viele Long- aber kaum Shortpositionen eröffnet werden.

    Dasselbe Prinzip gilt im Übrigen nicht nur für Devisen, sondern auch für Differenzkontrakte (CFDs) auf andere Basiswerte: Hier sind DMA Broker mit echten Börsenkursen Market Makern vorzuziehen.

    8. Market Making inkognito: Die Beschaffenheit des Liquiditätspools

    STP Trading kann durch eine ungünstige Beschaffenheit des Liquiditätspools ad absurdum geführt werden. Das ist der Fall, wenn der Bankenpool nur aus einer einzigen Bank besteht oder eine einzelne Bank fast alle Transaktionen durchführt.

    Manche Broker (wie z. B. FxPro) zeigen sich in diesem Punkt offen und teilen offiziell mit, welche Banken dem Pool angebunden sind und in welcher Beziehung die Institute zueinanderstehen. Andere geben sich wesentlich diskreter und verraten erst auf mehrfache konkrete Nachfrage, dass „mehrere Tier-1 Banken, darunter …“ Bestandteil des Pools sind.

    FX-Liquiditätsprovider-Currenex-Co

    Große FX-Marktplätze

    Es gibt einige große Marktplätze, die unter einem Markennamen auftreten und Verträge mit verschiedenen Brokern unterhalten. Zu diesen Marktplätzen gehören z. B. Currenex, CitiFX pro, hotspotFX, Fast Match und integral. Leitet ein STP Broker alle Orders an diese Marktplätze weiter und verlangt er dafür ausschließlich moderate Kommissionen, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein faires Marktmodell.

    9. Tickmill – bester STP Broker

    Tickmill ist einer Marktführer im Bereich CFD-Handel und Forex-Broker. Der Broker ist jedoch kein Market Maker. Welches der Preismodelle zur Anwendung kommt, hängt vom gewählten Kundenkonto ab.

    Tickmill übergibt die Anfragen seiner Händler direkt an den Markt. Dort wird zu den bestmöglichen Konditionen die Anfrage ausgeführt. Dadurch wird den Kunden immer der niedrigste Preis geboten, was viele zufriedene Kunden positiv bewerten. Dadurch gilt Tickmill auch als sehr sicherer Broker.

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    10. Fazit

    Gute STP Broker verzichten auf Markups und leben ausschließlich von Kommissionen, so dass die Gesamtkosten des Handels niedrig ausfallen. Darüber hinaus sollte der Liquiditätspool aus mehreren großen Tier-1-Banken bestehen bzw. es sollte sich um einen der großen FX Marktplätze handeln. In diesem Fall ist das Marktmodell nicht nur kostengünstiger, sondern auch transparenter als Market Making.

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