Devisenhandel für Anfänger: Schritt-für-Schritt-Anleitung bis zum ersten Trade

 

Brokerwahl, Equipment, Strategie

Forex Trader werden ist nicht schwer, Trader sein dann umso mehr: Die Hürden auf dem Weg zum ersten FX Konto sind niedrig wie nie. Das reicht aber nicht: Damit der Devisenhandel für Anfänger nicht zum schmerzhaften Lehrgeld wird, müssen einige Grundregeln eingehalten werden. Konkrete Tipps für Brokervergleich, Equipment, Handelsstrategie und Verlustbegrenzung.

Devisenhandel für Einsteiger: Das Wichtigste in Kürze

  • Für den Einstieg reichen ein Handelskonto und ca. 1.000 €
  • Begrenzte Risiken und Handelssignale sind wichtiger als Neukundenboni und Marktmodelle
  • Mit Social Trading erhalten Einsteiger schnell Zugriff auf profitable Strategien
  • Zu hohe Erwartungen werden enttäuscht
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Inhaltsverzeichnis

    1. Was wird für den Einstieg in den FX Handel benötigt?

    Broker haben die Eintrittshürden in den Devisenhandel für Einsteiger bewusst niedrig gehalten: Für den Anfang reicht die Eröffnung eines Handelskontos und dessen Kapitalisierung mit einer Ersteinlage ab ca. 500-1.000 € vollkommen aus. Die Kontoeröffnung ist unkompliziert und erfordert lediglich einen Identitätsnachweis, der je nach Anbieter mittels Postident Verfahren, Videoident oder durch den Upload der Kopie von Ausweisdokumenten und eines Wohnsitznachweises erbracht wird.

    Zusätzliches Equipment ist zunächst nicht erforderlich, da Broker allen Kunden die gesamte technische Infrastruktur für den Handel zur Verfügung stellen. Darunter fällt zum einen eine Handelsplattform, über die Orders erteilt und das Konto verwaltet werden können. Zum anderen bieten fast alle Broker ihren Kunden kostenlose Charting- und Analysetools, Newsfeeds von Nachrichtenagenturen wie Reuters, Marktanalysen und Webinare und Tutorien mit Grundlagenwissen an.

    2. Worauf müssen Anfänger im Brokervergleich besonders achten?

    Grundsätzlich wird Tradern richtigerweise dazu geraten, im Brokervergleich das zugrundeliegende Marktmodell, die effektiven Konditionen im Handel und das Regulierungsumfeld besonders zu beachten. Einsteiger, die den Handel zunächst mit einer relativ kleinen Einzahlung unter realen Bedingungen testen möchten, können von diesem Schema abweichen.

    Für Einsteiger ist ein profundes Ausbildungsangebot wichtiger als STP Trading. Solange nur kleine Beträge eingezahlt werden, deren Verlust als Lehrgeld verschmerzt bzw. sogar erwartet wird, spielen auch Fragen der Regulierung und Einlagensicherung nur eine untergeordnete Rolle. Die Konditionen spielen dagegen im Devisenhandel für Anfänger dieselbe Rolle wie für Fortgeschrittene und Profis: Je niedriger Spreads, Kommissionen und Finanzierungskosten, desto besser.

    Wichtig sind zudem ein verlässlicher Kundenservice, ein breiter Basiswertekatalog, eine für Einsteiger gut verständliche Handelsoberfläche und Zugriff auf Handelssignale aus möglichst vielen Quellen.

    3. Wie wird ein Handelskonto eröffnet?

    Die Eröffnung eines Handelskontos ist unkompliziert. Es gibt kein vollständig standardisiertes Verfahren, das für alle Broker gültig ist. Ein Großteil der im Antragsformular notwendigen Angaben ergibt sich bereits aus der Gesetzeslage. So müssen Name und Anschrift   in Übereinstimmung mit den einzusenden Ausweisdokumenten angegeben werden. Sehr häufig wird direkt bei der Kontoeröffnung ein Benutzername für den Zugriff auf die Handelsplattform festgelegt.

    Anleger werden zudem häufig nach ihren bisherigen Erfahrungen im Handel und zu ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen gefragt. Welche Fragen genau gestellt werden, hängt vom Broker und von den Vorgaben des jeweiligen Regulierungsumfeldes ab. Viele in Deutschland tätige Broker haben ihren Sitz in Großbritannien, Zypern oder anderen EU-Mitgliedsstaaten.

    Die meisten Broker ermöglichen eine vorläufige Freischaltung des Kontos, so dass direkt nach der Anmeldung noch vor der vollständigen Identifikationsprüfung ein Login möglich ist. Einzahlungen können mittels Kreditkarte, Banküberweisung und diverse weitere Dienstleister wie zum Beispiel Skrill, Netteller, Paypal usw. vorgenommen werden. Von der gewählten Einzahlungsmethode hängt ab, wie schnell der Betrag dem Handelskonto gutgeschrieben wird.

    Bei Einzahlung mittels Kreditkarte, Skrill etc. steht der Betrag in der Regel sofort zur Verfügung. Bei vielen Brokern kann der Handel bereits vor Abschluss der Identifikationsprüfung aufgenommen werden, solange der Ersteinzahlungsbetrag 1.000 € nicht überschreitet. Die Identifikationsprüfung erfordert jedoch nicht zwingend einen Gang zur Post oder zur Hausbank, sondern ist bei immer mehr Anbietern auch mittels Videoident Verfahren möglich.

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    4. Wo lassen sich gute Handelsstrategien finden?

    Devisenhandel ist kein Glücksspiel. Wenn Sie ohne Plan Positionen öffnen und schließen, werden sie innerhalb kürzester Zeit ihr gesamtes Kontoguthaben verlieren. Erfolgreiche Trader setzen stets eine konkrete Handelsstrategie um.

    Eine Handelsstrategie definiert Marktsituationen, in denen eine Position eröffnet und wieder geschlossen wird. Es handelt sich somit um ein Regelwerk. Dieses Regelwerk könnte zum Beispiel vorsehen, dass im EUR/USD immer dann eine Longposition eröffnet wird, wenn der Markt ein neues 12-Stunden-Hoch erreicht wird. Eine Shortposition (= spekulieren auf fallende Kurse) wird eröffnet, wenn der Markt ein neues 12-Stunde-Tief erreicht. Die Position wird wieder geschlossen, wenn entweder der Gewinn 100 Pips oder der Verlust 10 Pips überschreitet oder ein neues 12-Stunden-Tief (Longposition) erreicht wird.

    MQL5-Signalservice

    Profile beim MQL5 Signal Service

    Sie dürften als Einsteiger mit der Konzeption einer brauchbaren Handelsstrategie in Eigenregie überfordert sein. Derlei Aufgaben sollten Sie erst nach längerer Erfahrung im aktiven Handel auf die Tagesordnung setzen. Es ist aber gar nicht notwendig, selbst eine Strategie zu entwickeln: Es gibt genügend fertige und erprobte Strategien, die eine attraktive Performance versprechen.

    Diese Strategien müssen lediglich in das eigene Handelskonto importiert und umgesetzt werden. Zu diesem Zweck haben Broker und andere Akteure Plattformen entwickelt, auf denen Urheber von Handelsstrategien diese veröffentlichen. Über Schnittstellen können die Handelssignale auf Plattformen von Brokern übertragen und dort auf den Konten der Kunden automatisiert umgesetzt werden.

    Eine bekannte Quelle für profitable Handelsstrategien ist zum Beispiel der MQL5 Signalservice. MQL5 bezieht sich auf die weit verbreitete Handelsplattform MetaTrader5. Der MQL4 Signalservice produziert die entsprechenden Signale für die Handelsplattform MetaTrader 4. Auf diesen Plattformen können Sie mit wenigen Klicks ein Portfolio aus erfolgreichen Handelsstrategien zusammenstellen. Bestätigen diese Strategien ihre Erfolge der Vergangenheit auch in der Zukunft, sind Sie bereits im Besitz einer profitablen und im besten Fall breit gestreuten Strategie.

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    5. Wie werden Verluste begrenzt?

    Ganz unabhängig davon, woher sie ihre Handelssignale beziehen, sollten Sie bereits ab dem ersten Trade die wichtigste Regel im aktiven Trading beherzigen: Verluste sind konsequent zu begrenzen. Eine konsequente Verlustbegrenzung ist mit einigen einfachen technischen Methoden leicht möglich. Diese Instrumente werden durch nahezu alle Broker zur Verfügung gestellt.

    CFD-Risikobegrenzung-comdirect

    Einsteiger sollten Konten ohne Nachschusspflicht bevorzugen

    Platzieren Sie keine Order im Markt, ohne diese mit einem Stop Loss zu kombinieren. Ein Stop Loss definiert ein in der Verlustzone befindliches Kursniveau, bei dessen Erreichen die Position automatisch glattgestellt wird. Dadurch vermeiden Sie Positionen mit sehr großen Verlusten.

    Einige Broker bieten garantierte Stop Loss Orders an. Mitunter wird dafür eine zusätzliche Gebühr fällig. Solche Orders garantieren die Glattstellung der Position zu exakt dem angegebenen Absicherungskurs. Ohne eine solche Garantie kann es zu Abweichungen (Slippage) kommen.

    Im Fall starker Verluste greifen automatische Mechanismen der Broker Plattformen, die die Positionen der Trader glattstellen. In 99,99 % der Fälle können Sie sich darauf verlassen, dass alle Positionen glattgestellt sind, bevor das Guthaben auf dem Handelskonto vollständig aufgebraucht ist. Es verbleibt aber ein geringes Restrisiko für Verluste, die über das Kontoguthaben hinausgehen.

    Möchten Sie diese Verluste kategorisch ausschließen, müssen sie im Brokervergleich auf den rechtsverbindlichen Verzicht des Brokers auf negative Kontosalden verzichten. In diesem Fall ist der maximale Verlust stets auf das verfügbare Kontoguthaben begrenzt – unabhängig davon, wie sich die Märkte entwickeln.

    Nicht alle Broker verzichten auf solche Nachschusspflichten. Bei einigen Anbietern müssen Sie diesen Schutz extra beantragen. Dies geht dann häufig mit einer geringeren Hebelwirkung einher, da Ihnen höhere Sicherheitsleistungen für jede einzelne Position abverlangt werden.

    6. Funktioniert Social Trading wirklich?

    In Einsteigerforen wird intensiv darüber diskutiert, ob Social Trading – also das Teilen von Handelssignalen – Neulingen ohne jegliche Kenntnisse in der Entwicklung von Handelssystem tatsächlich zu profitablen Ergebnissen verhelfen kann. Die einfache Antwort lautet: Ja, wenn die richtigen Handelssysteme ausgewählt werden und weiterhin erfolgreich arbeiten.

    Bedenken Sie, dass Social Trading keine milde Gabe der Strategieanbieter oder der Broker ist, sondern dass alle Beteiligten daran Geld verdienen. Die Urheber der Handelsstrategien erhalten Provisionen für jede Transaktion, die Follower durch ihre Signale tätigen. Die Broker wiederum verdienen ohnehin an jeder Transaktion und erhoffen sich durch Social Trading das Erschließen neuer Zielgruppen.

    7. Für wen eignen sich automatisierte Handelssysteme?

    Social Trading Plattformen setzen üblicherweise auf eine intuitive Benutzeroberfläche und erfordern keinerlei Programmierkenntnisse. Bei der eigenständigen Entwicklung von automatisierten Handelssystemen verhält sich dies anders: Hier sind Programmierkenntnisse vor allem für komplexere Anforderungen empfehlenswert.

    Als Einsteiger sollten Sie sich darum jedoch wenig Gedanken machen. Entscheiden Sie sich irgendwann für den Einstieg in selbst programmierte Handelssysteme, sollten Sie sich zuvor Gedanken um die am besten geeignete Programmiersprache machen. Bedenken Sie dabei insbesondere die Reichweite der Sprache: Je mehr Trader diese anwenden, desto größer ist die globale Community, aus der sich ein Nutzen ziehen lässt.

    Equilla-Quellcode-Tradesignal

    Beim Algo Trading sind Programmierkenntnisse nützlich

    8. Was tun, wenn die Gewinne ausbleiben?

    Der Forex Markt ist kein Nonstop Jackpot für jedermann. Durch die Hebelwirkung und einige weitere Besonderheiten lassen sich mit geeigneten Strategien und deren professioneller Umsetzung tatsächlich hohe Renditen von zum Beispiel 20-25 % pro Jahr erwirtschaften. In einzelnen Positionen sind auch extrem große Gewinne von 1.000 % und mehr möglich. Diese Positionen sind jedoch nicht die Regel, sondern die Ausnahme.

    Werfen Sie nicht die Flinte ins Korn, wenn die Erfolge auf sich warten lassen oder die Gewinnkurve nach einem anfänglich günstigen Verlauf abflacht oder sogar fällt. Betrachten Sie das Erlernen des Devisenhandels als langfristige Aufgabe mit einem Zeithorizont von mehreren Jahren.

    9. Devisenhandel für Einsteiger beim Forex-Broker IG

    Der britische Broker IG (vormals IG Markets) ist Deutschlands bester Forex-Broker für Privatkunden. Zum Leistungsangebot des seit 2006 hierzulande aktiven Brokers gehören neben mehr als 10.000 handelbaren Märkten und günstigen Konditionen ein kostenloses Demokonto sowie ein umfangreicher Bildung. Die Regulierung durch die britische FCA und ein deutschsprachiger Support machen IG zu einem idealen Partner für den Devisenhandel für Einsteiger.

    IG verfügt über Erfahrungen im Devisenhandel seit 1974. Der Broker ist weltweit führend beim CFD-Handel und hierzulande der größte Forex-Anbieter. Seit 2015 umfasst das Handelsangebot den klassischen Aktienhandel. Zahlreiche Nischenprodukte wie Bitcoins, Anleihen oder ETFs ergänzen das Handelsspektrum.

    Zum Forex-Trading werden über 70 Währungspaare angeboten. IG bietet zudem eine Vielzahl an CFDs auf Forex-Paare für den Devisenhandel an. Mit den Konditionen beim Forex-Trading zählt IG zu den führenden Brokern der Branche. Der Spread beginnt durchschnittlich bei einem Pip. Die durchschnittlichen Spreads für Devisenpaare wie EUR/USD und AUD/USD beträgt 0,8 Pips. Die minimalen Spreads starten bei 0,6 Pips.

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    Demokonto und Bildungsangebot

    Beim Devisenhandel für Einsteiger kommt es auf viele Haupt- und Nebensächlichkeiten an. Großes Gewicht kommt dem Handelsangebot, den Konditionen und der Funktionalität der Handelsplattform zu. Für Einsteiger sind ein Demokonto und ein umfangreiches Bildungsangebot nicht minder wichtig. Bei IG können Interessenten und Kunden das kostenlose 10.000 Euro Demokonto zum Testen von Angebot, Plattform und Strategien nutzen. Das virtuelle Guthaben ist mit 10.000 Euro für einen Einstieg auf Probe ausreichend. Das Demokonto lässt sich über die mobilen Apps einrichten und unterwegs abrufen. Zu IG Bildungsangebot gehören Videos und Leitfäden für Einsteiger, die das Forex-Trading lernen möchten. Auch für fortgeschrittene Trader gibt es neben Anleitungen die Möglichkeit zur Teilnahme an Seminaren und Webinaren.

    10. Fazit

    Der Devisenhandel für Einsteiger braucht nicht viel mehr als ein Handelskonto und ca. 1.000 € für die Ersteinzahlung, die im Zweifel zu verschmerzen sein sollten. Anfänger müssen sich um Regulierungsumfeld und Marktmodell weniger Gedanken machen, viel wichtiger sind die Konditionen im Handel und das Ausbildungsangebot des Brokers. Der schnellste Weg zu profitablen Ergebnissen führt über Social Trading Plattformen. Die eigenständige Entwicklung mechanischer Handelssysteme sollte auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

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