Forex News September 2018: Währungen von Schwellenländern unter Druck

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Der starke Dollar und auch der Absturz der türkischen Lira wirken sich immer mehr auf Währungen von Schwellenländern aus. Dazu kommen politische und wirtschaftliche Schwierigkeiten in den betroffenen Ländern. Zu Wochenbeginn zeigte sich nicht nur die Lira schwach, auch für die Währungen anderer Schwellenländer ging es deutlich bergab. Forex-Trader können bei Brokern wie XTB auch die Währungen einiger Schwellenländer in Währungspaaren, beispielsweise gegen den Dollar oder den Euro, handeln.

Inhaltsverzeichnis
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    Rupie, Peso und Lira in schwieriger Situation

    Vor allem die indische Rupie und der argentinische Peso befinden sich derzeit in einer schwierigen Situation. Die türkische Lira bewegt sich derzeit ähnlich tief wie Mitte August, als sie auf das Rekordtief von etwa sieben Euro fiel. Dies ist jedoch keine Überraschung, da die wirtschaftlichen und politischen Probleme in der Türkei weiterhin nicht gelöst sind. Zwar waren Investoren nach einer Telefonkonferenz mit Finanzminister Berat Albayrak kurzfristig ein wenig beruhigt, doch danach fiel der Kurs erneut.

    Unter anderem gibt es in der Türkei weiter Zweifel an der Unabhängigkeit der Notenbank und die Inflation ist noch immer sehr hoch. Sie erreichte kürzlich einen Wert von etwa 15 Prozent. Hilfe vom Internationalen Währungsfonds lehnt das Land weiterhin ab. Beobachter sind der Ansicht, dass nur eine konsequente Zinserhöhung durch die Notenbank den Verfall der Lira stoppen kann. Präsident Recep Tayyip Erdogan gilt jedoch als erklärter Gegner von Zinserhöhungen. Diese würden aus seiner Sicht die Konjunktur bremsen.

    Situation in Argentinien

    Neben der Lira fiel nun auch der argentinische Peso auf ein Rekordtief. Zwischenzeitlich war ein Peso 42 Dollar wert. Einen höheren Preis musste man noch nie zahlen. Argentinien befindet sich mitten in einer Währungskrise. In Buenos Aires reagierte allerdings die Notenbank und erhöhte den Leitzins für einwöchiges Zentralbankgeld deutlich um 15 Prozent auf nun 60 Prozent. Die argentinische Regierung wandte sich zudem an den IWF und bat um die vorzeitige Auszahlung von Finanzhilfen in Milliardenhöhe. Die Regierung kündigte zudem drastische Sparmaßnahmen an.

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    Starker Dollar schwächt Währungen von Schwellenländern

    Auch die indische Rupie fiel auf ein Rekordtief im Vergleich zum Dollar. Hier griff ebenfalls die Zentralbank ein. Mit Blick auf die Situation in Indien wird auch deutlich, dass der starke Dollar eine Gefahr für die Währungen der Schwellenländer darstellt. Investoren ziehen Kapital aus diesen Währungen ab und legen es in den USA an, da dort die Zinsen immer weiter steigen. Dort erhöhte die Fed seit vergangenem Jahr immer weiter die Zinsen und auch in diesem Jahr werden wohl noch mindestens einmal die Zinsen angehoben. Wer beispielsweise in eine zehnjährige amerikanische Staatsanleihe investiert, kann sich über vergleichsweise hohe Renditen freuen, die derzeit bei rund drei Prozent liegen.

    Zu dem Druck durch den starken Dollar kommen immer wieder auch innenpolitische Probleme. Dies wird beispielsweise in Südafrika deutlich. Dort kamen in den letzten Monaten und Jahren regelmäßig politische Skandale ans Licht, die nun auch den südafrikanischen Rand in Richtung eines Rekordtiefs bringen.

    Fünf Länder besonders im Fokus

    Insgesamt haben Beobachter gerade fünf Schwellenländer besonders im Blick: die Türkei, Argentinien, Brasilien, Indien und Indonesien. Schon jetzt warnen Ökonomen vor großen Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft. Bei der Deutschen Bank geht man beispielsweise davon aus, dass sich nach Argentinien auch andere Länder an den IWF wenden werden und um Finanzhilfen bitten. Dies erwartet beispielsweise der CEO der Deutschen Bank, Christian Sewing.

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    Gefahren für die Weltwirtschaft nicht ausgeschlossen

    Die Schwierigkeiten in den genannten Ländern werden zunehmend zu einer Gefahr für die Weltwirtschaft. Sollte sich die Situation verschärfen, könnte dies auch folgen für Industrienationen wie Deutschland haben. Mittlerweile sind nicht nur die Währungen der betroffenen Länder unter Druck geraten, sondern auch an den Aktienmärkten werden die Folgen sichtbar. Beispielsweise gehen die Risikoaufschläge für Anleihen in den betroffenen Ländern nach oben. Anfällig sind vor allem Staaten, die mehr importieren und exponieren. Auch Ländern, in denen der Staat selbst und auch Unternehmen hohe Schulden in Dollar haben, sind in Gefahr. Wird die Landeswährung abgewertet, steigt das Volumen der Schulden in Dollar.

    Sorgen um die Türkei

    In Bezug auf Deutschland ist wohl die Situation in der Türkei eine größere Bedrohung als die Lage in Argentinien, denn Deutschland und die Türkei sind wirtschaftlich enger verbunden. Die Exporte in die Türkei können nun deutlich zurückgehen. Vor dieser Entwicklung warnt unter anderem Clemens Fuest, der Präsident des Ifo-Instituts. Im letzten Jahr lieferten deutsche Unternehmen Waren im Wert von mehr als 21 Milliarden Euro in die Türkei. Außerdem haben deutsche Unternehmen in den letzten Jahren viel in der Türkei investiert. Allein im Jahr 2016 gab es Direktinvestitionen in die Türkei im Wert von etwas mehr als neun Milliarden Euro.

    Die Auswirkungen der Türkeikrise könnte laut Fuest auch Länder wie Spanien und Italiens treffen, da dort die finanzielle Stabilität ohnehin zerbrechlich ist. Derzeit besteht wohl nicht die Gefahr, dass es erneut zu einer Eurokrise kommt, aber in Kombination mit der derzeit schwierigen politischen Situation und einer unsicheren Finanzpolitik in Italien könnten Risiken bestehen.

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    Schwellenländer-Index verliert

    Deutschlands Banken beschäftigt derzeit vor allem die Krise in der Türkei, aber auch aus dem MSCI Emerging Market Currency Index wird deutlich, wie es gerade um die Währungen von Schwellenländern bestellt ist. Der Index bildet die Währungen von Schwellenländern im Vergleich zum Dollar ab. Lag der Index im Januar noch auf einem Jahreshoch, hat er bis zur Jahresmitte etwa acht Prozent verloren.

    Auch in diesem Index wird deutlich, dass der argentinische Peso, der über 50 Prozent im Vergleich zum Dollar verlor, und die türkische Lira, die seit Jahresbeginn Verluste von über 40 Prozent hinnehmen musste, am stärksten von der derzeitigen Situation betroffen sind. Der Real aus Brasilien, der südafrikanische Rand und der russische Rubel erlitten ebenfalls Verluste in zweistelliger Höhe.

    Situation mit Krise Ende 2013 vergleichbar

    Einen derart plötzlichen und enormen Kursrückgang bei Währungen wichtiger Schwellenländer gab es zuletzt zum Jahreswechsel 2013/14. Auch damals war die Geldpolitik der USA einer der Gründe. Der ehemalige Fed-Vorsitzende Ben Bernake hatte damals ein vorzeitiges Ende der Anleihekäufe in den USA in Aussicht gestellt. Investoren zogen daraufhin Kapital aus den Schwellenländern ab. Auch damals waren vor allem die Türkei, Indien, Indonesien, Brasilien und Südafrika betroffen. Allerdings konnte beispielsweise Brasilien seit 2014 seine wirtschaftliche Situation verbessern. Die Krise der Schwellenländer könnte sich weiter ausdehnen. Der IWF hält es für möglich, dass bald auch Malaysia und Chile betroffen sein könnten.

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    Handel auf dem Forex-Markt bei XTB

    Wer auf dem Forexmarkt, dem größten und liquidesten Markt der Welt, handelt, sollte stets auf dem Laufenden über die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in der Welt, besonders aber in dem Land, dessen Währung er handelt, sein. Zudem benötigt man die Unterstützung eines erfahrenen Brokers wie XTB. Neben Währungen können dort auch unter anderem CFDs auf Aktien oder Indizes und Kryptowährungen gehandelt werden.

    Im Devisenhandel können bei XTB fast 50 Währungspaare mit Hebel von bis zu 1:30 bei den Hauptwährungen gehandelt werden. Die Spreads beginnen bei 0,1 Pips. Trader können rund um die Uhr Long- und Short-Positionen eingehen. Für den Einstieg in den Handel haben Trader die Wahl zwischen drei Kontomodellen.

    Regulierter Broker mit innovativen Handelsplattformen

    Heute arbeiten über 500 Mitarbeiter für XTB. Aufgrund einer Niederlassung in Deutschland ist auch die BaFin für die Regulierung zuständig. Neben dem MetaTrader 4 stehen weitere Handelsplattformen wie die xStation 5 zur Verfügung. Hier finden Trader zahlreiche hilfreiche Funktionen wie den Trading-Rechner der xStation 5. Mit diesem können Trader auf einen Blick sehen, wie hoch ihr Gewinn oder ihr Verlust ist. Stopp-Loss-Aufträge oder Limit-Orders können so gezielter gesetzt werden. Auch andere Funktionen wie Indikatoren zur Technischen Analyse helfen Tradern dabei, ihre Handelsentscheidungen gezielter zu treffen.

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    Fazit: Dollar und hausgemachte Probleme setzen Währungen von Schwellenländer unter Druck

    Die Währungskrise in Schwellenländern weitet sich immer mehr aus. Deutschen Unternehmen und Banken blicken zwar besonders in die Türkei, doch auch Argentinien, Indien, Indonesien, Brasilien oder Südafrika bekommen zunehmend Schwierigkeiten. Der argentinische Peso fiel ebenso wie die indische Rupie auf ein Rekordtief. Bislang ist zwar keine neue Finanzkrise in Sicht, doch die Situation könnte sich weiter auf die gesamte Weltwirtschaft auswirken.

    Die türkische Lira konnte sich nach einer Telefonkonferenz von Investoren mit Finanzminister Berat Albayrak zwar kurzfristig erholen, fiel jedoch danach erneut. Dies ist keine Überraschung, da die Probleme in der Türke weiterhin ungelöst sind. Unter anderem gibt es weiterhin Zweifel an der Unabhängigkeit der Zentralbank. Die Türkei lehnt es bislang ab, den Internationalen Währungsfonds um Hilfe zu bitten. Die Regierung in Buenos Aires tat dies dagegen und bat um die vorzeitige Auszahlung von Finanzhilfen in Milliardenhöhe. Ebenso wie in Indien griff in Argentinien zudem die Notenbank ein.

    Ein Grund für die Probleme in Schwellenländern ist der starke Dollar. Investoren ziehen Kapital aus den Schwellenländern ab, um dieses in den USA zu investieren, wo die Zinsen immer weiter steigen. Auf zehnjährige Staatsanleihen kann man derzeit beispielsweise von einer vergleichsweise hohen Rendite profitieren. Dazu kommen politische und wirtschaftlich Probleme in den betroffenen Staaten. Derzeit wird befürchtet, dass sich die Krise auf weitere Länder ausdehnen könnte. Vor allen Ländern, die viele Schulden in Dollar haben, sind anfällig.

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