Wetten auf den Euro: Was den Markt bewegt und wie Trader verdienen können

Ökonomische Zusammenhänge und technische Strategien

Wer mit Wetten auf den Euro erfolgreich sein will, muss die Grundlagen des Devisenmarktes und die wichtigsten ökonomischen Hintergründe verstehen. Zudem braucht es konkrete und mit beherrschbarem Aufwand umsetzbare Strategien und Handelsansätze. Beides ist in diesem Artikel zu finden.

  • Die Wechselkursentwicklung hängt von Geldpolitik und Realwirtschaft ab
  • Ökonomische Modelle zur Über- und Unterbewertung eignen sich für Wetten nicht
  • Besser geeignet sind Event Trading und Technische Analyse
  • Trader sollten die Hintergründe des FX Marktes verstehen
Inhaltsverzeichnis
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    1. Was den Markt bewegt I: Zinssätze und Inflation

    Zinssätze und Inflation sind maßgeblich für Wechselkurse. Liegt das Zinsniveau in einem Währungsraum sehr viel höher als in einem anderen, werden die Marktteilnehmer ihr Geld in den besser verzinsten Währungsraum umschichten und damit Nachfrage nach der entsprechenden Währung erzeugen.

    EZB Ansicht Schrift

    Die EZB nimmt maßgeblich Einfluss auf das Zinsniveau in der Eurozone

     

    Entscheidend sind die Zinsniveaus am Geldmarkt und am Anleihemarkt. Der Geldmarkt dient Banken zur kurzfristigen Geldbeschaffung und wird maßgeblich durch die Geldpolitik der Notenbanken beeinflusst. Entscheidend sind die Leitzinssätze und die Anforderungen an die Sicherheiten, die Geschäftsbanken für Zentralbankkredite hinterlegen müssen.

    Der Anleihemarkt kann ebenfalls durch die Notenbanken beeinflusst werden. Sowohl die EZB als auch die US Notenbank Federal Reserve kaufen seit Jahren in großem Umfang Anleihen auf. Das führt zu mehr Nachfrage nach Anleihen, deren Kurse steigen. Steigende Kurse sind bei Anleihen gleichbedeutend mit sinkenden Zinsen.

    2. Was den Markt bewegt II: Wachstum und Außenhandel

    Die Wirtschaftsentwicklung und insbesondere die Handelsbilanz eines Währungsraumes sind entscheidend für die Wechselkursentwicklung. Kauft ein US-Unternehmen in Deutschland Maschinen, muss es dafür zunächst USD in EUR umtauschen, um die Rechnung bezahlen zu können. Das führt zu Nachfrage nach dem Euro und damit zu dessen Aufwertung.

    Kauft gleichzeitig ein deutsches Unternehmen Lizenzen für Software in den USA, muss es dafür EUR in USD tauschen, was den USD aufwertet. Halten sich beide Transaktionen die Waage, kommt es nicht zu einem Angebots- oder Nachfrageüberhang durch Handel. In diesem Fall liegt eine ausgeglichene Leistungsbilanz vor.

    Erzielt dagegen ein Währungsraum Leistungsbilanzüberschüsse, kommt es zwingend zu einem Nachfrageüberhang nach dessen Währung. Das führt tendenziell zu steigenden Kursen. Die Entwicklung der Leistungsbilanzen schlägt sich mit einiger Zeitverzögerung in den Wechselkursen nieder. Frühindikatoren wie z. B. die Auftragseingänge in der Industrie können ein Hinweis auf sich ändernde Kräfteverhältnisse im Handel sein, denen dann auch veränderte Wechselkurse folgen sollten.

    ABER: Konkrete Handelssignale lassen sich daraus allein nicht ableiten.

    Destatis Außenhandel Bilanz

    Die deutsche Wirtschaft produziert einen Leistungsbilanzüberschuss

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    3. Was den Markt bewegt III: Die Angst vor der Euro-Krise

    Die Eurokrise ist seit einigen Jahren mal mehr, mal weniger intensiv Gegenstand der Berichterstattung und dürfte es auch noch einige Jahre bleiben. Es gilt: Wann immer sich ein Wiederaufflammen der Krise ankündigt, kann dies den Euro erheblich unter Druck setzen.

    Italexit Headline Zeit

    Der Euro wird mitunter auch durch Wahlen bewegt

     

    Die Kursbewegungen in akut durch den Markt so wahrgenommenen Krisenzeiten war in den letzten Jahren unvorhersehbar. Wenn die Eurokrise es aufgrund starker Bewegungen im Wechselkurs es in die „Tagesschau“ schafft, sollten Sie für einige Zeit andere Märkte betrachten. Konventionelle Strategien funktionieren in irrationalen Zeiten nicht.

    4. Strategie I: Event Trading

    Im zeitlichen Umfeld wichtiger Veröffentlichungen kommt es häufig zu Kurssprüngen in die eine oder andere Richtung, wenn Zinsentscheidungen, Wirtschaftsdaten etc. anders ausfallen, als vom Gros der Marktteilnehmer erwartet.

    Sie können auf Daten und deren Wirkung auf die Kurse wetten. Merke: Letztlich wetten Sie dann darauf, ob die Daten anders ausfallen als vom Markt erwartet oder nicht. Ein Beispiel: Steigende Leitzinsen in den USA können zu Abwärtsdruck auf den Euro führen. Erwartet der Markt allerdings eine Zinsanhebung um 0,50 % und zusätzlich Hinweise auf weitere Zinsanhebungen im Jahresverlauf und kommt es letztlich nur zu einer Anhebung um 0,25 % ohne weitere Hinweise, dürfte der Euro steigen.

    Federal Reserve USA Karte

    Zinsentscheidungen der Federal Reserve Bank bewegen häufig die Märkte

     

    Zum Event Trading benötigen Sie also zwei Dinge: Erstens einen Kalender mit wichtigen Terminen wie Zinsentscheidungen der Notenbanken, Bilanzpressekonferenzen wichtiger Unternehmen, Konjunkturdaten etc. Zweitens eine Quelle, aus der sie die Markterwartungen beziehen.

    Wirtschaftskalender werden durch viele Broker angeboten und sind häufig auch über Binäre Optionen Demokonten zugänglich. Als Quelle für die Markterwartungen kann die einschlägige Fachpresse (z. B. Wall Street Journal) ebenso dienen wie spezielle Portale wie z. B. Whispernumber.com.

    Sie können darauf Wetten, dass die Daten so ausfallen, wie der Markt erwartet. Dazu können Sie eine Range Option kaufen, die einen Gewinn erzielt, wenn der Kurs die Handelsspanne nicht verlässt. Das ist bei FX Brokern wie Oanda, aber auch bei Binäre Optionen Brokern wie BDSwiss möglich.

    Ebenso können Sie auf Überraschungen wetten und davon ausgehen, dass der Markt sich stärker in die eine oder andere Richtung bewegen wird. Dazu können Sie One Touch Optionen einsetzen: Eine Barriere liegt ein Stück über, eine Barriere ein Stück unter dem aktuellen Marktniveau. Kommt es infolge der Veröffentlichung zu einem erheblichen Anstieg der Volatilität, läuft eine der beiden Optionen mit einem Gewinn ab. Wählen Sie die Barrieren so, dass der Gewinn über 100 % liegt, um damit die zweite, verfallende Option auszugleichen.

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    5. Strategie II: Fundamental über- und unterbewertete Währungen aufspüren

    In der Theorie lassen sich über- und unterbewertete Währungen anhand der Kaufkraftparitätentheorie leicht erkennen. Zu den bekanntesten Anwendungen in diesem Bereich zählt der Big Mac Index, der durch das britische Magazin economist.com entwickelt wurde.

    Das Magazin erläutert dazu:

    “THE Big Mac index was invented by The Economist in 1986 as a lighthearted guide to whether currencies are at their “correct” level. It is based on the theory of purchasing-power parity (PPP), the notion that in the long run exchange rates should move towards the rate that would equalise the prices of an identical basket of goods and services (in this case, a burger) in any two countries. For example, the average price of a Big Mac in America in January 2017 was $5.06; in China it was only $2.83 at market exchange rates. So the „raw“ Big Mac index says that the yuan was undervalued by 44% at that time.” 

    Big Mac Index Euro Weltkarte

    Der Big Mac Index sieht viele Währungen gegenüber dem Euro überbewertet

     

    Die Abbildung oben ist einem Berechnungstool des Economist entnommen und zeigt, wie die Bewertung verschiedener Währungen gegenüber dem Euro ausfällt. Viele wichtige Währungen, etwa CHF, USD, CAD, SEK und NOK, sind demnach gegenüber dem Euro überbewertet.

    Es ist allerdings keinesfalls empfehlenswert, allein auf Grundlage der „Burgernomics“ oder anderen an die Theorie der Kaufkraftparität angelehnten Konzepte Positionen im Markt zu eröffnen. Die Über- bzw. Unterbewertung einer Währung gegenüber einer anderen kann sehr viele Ursachen haben und über Jahre und sogar Jahrzehnte andauern.

    6. Strategie III: Die Technische Analyse einsetzen

    Die Technische Analyse bietet Privatanlegern einen sehr viel einfacheren Zugang zu Überlegungen hinsichtlich der Marktentwicklung als die Fundamentale Analyse. Die Technische Analyse funktioniert in allen Märkten gleich und kann im FX Handel genauso eingesetzt werden wie im Handel mit Aktien oder Rohstoffen.

    Ob sich Wetten auf den steigenden Eurokurs oder Wetten auf den fallenden Eurokurs anbieten, lässt sich z. B. anhand von Trendlinien, Widerständen und Kursformationen erahnen. Wer sich dauerhaft mit den Finanzmärkten auseinandersetzt, ist mit einer Grundlagelektüre zum Thema Technische Analyse gut beraten.

    Alternativ oder ergänzend dazu kann – mit einem erheblich höheren Zeit- und einem gewissen finanziellen Aufwand – ein Ausbildungsprogramm beim Berufsverband der Technischen Analyse durchlaufen werden. Die VTAD bietet ein dreistufiges Programm an. Vor allem die erste Stufe ist im Hinblick auf Grundlagenwissen für Einsteiger geeignet.

    Nachfolgend werden einige wichtige charttechnische Tatbestände kurz vorgestellt.

    Trendlinien- und Kanäle

    Eine Trendlinie verbindet in einem Aufwärtstrend die Tiefs, in einem Abwärtstrend die Hochs. Da es sich bei der Linie um eine Gerade handelt, müssen mindestens zwei Hochs bzw. Tiefs miteinander verbunden werden. Je mehr Hochs oder Tiefs eine Trendlinie verbindet, desto größer ist ihre Aussagekraft.

    Notiert ein Markt nahe einer Aufwärtstrendlinie, kann eine Call Option gekauft werden. Setzt sich der Trend fort – und das ist gemäß der TA wahrscheinlicher als ein Bruch des Trends – sollten die Kurse am Ende der Laufzeit höher und die Option damit im Geld notieren.

    Für Wetten auf den steigenden Eurokurs suchen Sie nach aufwärts gerichteten Trendlinien, die möglichst häufig getestet wurden. Eröffnen Sie eine Longposition, wenn der Markt in der Nähe seiner Trendlinie notiert. Für Wetten auf den fallenden Eurokurs suchen Sie nach abwärts gerichteten und wiederum möglichst signifikanten Trendlinien und eröffnen eine Shortposition (Put Option), wenn der Markt in der Nähe der Trendlinie notiert.

    Sie müssen nicht sämtliche FX Charts durchforsten, um geeignete Trends zu finden Nutzen Sie Marktscanner und Software zur Chartmustererkennung, um sich die Arbeit leichter zu machen. Genannt seien z. B. Autochartist, Tradesignalonline oder Traderfox.

    Neben einfachen Trendlinien können Sie auch nach Trendkanälen suchen, bei denen der Markttrend durch zwei Geraden definiert wird. Auch hier gilt, dass mit der Anzahl der Tests die Signifikanz steigt. Suchen Sie z. B. nach Regressionskanälen und eröffnen Sie in abwärts gerichteten Kanälen Longpositionen, wenn der Markt am unteren Ende des Kanals notiert und Shortpositionen, wenn der Markt am oberen Ende notiert. Solange der Kanal intakt bleibt, können Sie gewinnen.

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    Widerstände und Unterstützungen

    Ein Widerstand ist als Marktniveau definiert, auf dem Markt zuvor mindestens einmal seine Aufwärtsbewegung unterbrochen hat. Grundsätzlich ist damit jedes vorangegangene Hoch ein Widerstand. Ähnlich wie bei Trendlinien gibt es aber Unterschiede bei der Signifikanz.

    In der Abbildung unten ist ein Widerstand zu sehen, der durch die Software Autochartist erkannt wurde. Der Widerstand besitzt eine gewisse Signifikanz, weil der Markt zweimal am betreffenden Niveau gescheitert ist. Zudem befindet sich der Widerstand auf dem Schlussniveau einer größeren Abwärtsbewegung (lange rote Kerze links im Chart).

    Autochartist-USD-Index-Widerstand

    Widerstand im USD-Index

     

    Überschreitet der Markt den Widerstand, ist das ein Hinweis auf weiter steigende Kurse. Scheitert der Markt dagegen erneut auf diesem Niveau, erweist sich der Widerstand als sehr hartnäckig, so dass fallende Kurse wahrscheinlich sind. Sie können dementsprechend eine Call Option kaufen, wenn der Markt das entscheidende Marktniveau überwindet – oder eine Put Option in der Erwartung, dass der Widerstand hält.

    Ein Indiz für die Standfestigkeit eines Widerstands ist das Handelsvolumen. Steigt das Volumen bei Aufwärtsbewegungen kurz unterhalb des Widerstands an, während es bei Abwärtsbewegungen fällt, ist dies ein Indiz für ein baldiges Überwinden: Der Markt hat offenbar genügend Schwung, um die Marke nach oben zu durchbrechen.

    Kursformationen

    Kursformationen treten auf allen Zeitebenen auf und weisen häufig darauf hin, ob sich ein bestehender Trend fortsetzt oder ob es zu einem Trendwechsel kommt. In der Abbildung unten ist ein wiederum durch Autochartist erkanntes, aufsteigendes Dreieck zu sehen. Es schließt sich an einen Aufwärtstrend an. Bricht der Markt nicht allzu nah an der Spitze des Dreiecks aus der Formation aus, deutet dies auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends hin.

    Autochartist aufsteigendes Dreieck

    Aufsteigendes Dreieck bei Autochartist

     

    Der Kauf einer Call Option empfiehlt sich somit im Fall des Ausbruchs nach oben. Sie können als zusätzlichen Filter das letzte Hoch als Widerstand betrachten und erst bei dessen Überschreiten von einem vollendeten Ausbruch ausgehen. Die Basis des Dreiecks (also die vertikale Distanz zwischen den beiden Linien auf der linken Seite) ist gemäß der TA das charttechnische Kursziel.

    In der Abbildung unten ist ein aufsteigender Keil zu sehen. Keile funktionieren so ähnlich wie Dreiecke: Kommt es zum Ausbruch, setzt sich der Trend fort.

    Autochartist aufsteigender Keil

    Aufsteigender Keil bei Autochartist

     

    Kursformationen sind sehr nützliche Instrumente, aber nicht unfehlbar. Ein erheblicher Prozentsatz der Ausbrüche erweist sich ex post als Fehlausbruch. Zu den Formationen mit der höchsten Trefferquote zählen Mehrfach-Tops- und Böden sowie Schulter-Kopf-Schulter-Formationen.

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    7. Grundlagen I: Was passiert eigentlich bei einem FX Trade?

    Ein besseres Verständnis für den Devisenmarkt stellt sich ein, wenn die einzelnen Transaktionen eines FX Geschäfts separat voneinander betrachtet werden. Dies soll nachfolgend unternommen werden.

    Angenommen, Sie rechnen mit einer Aufwertung des EUR gegenüber dem USD. Wie würden Sie darauf spekulieren, wenn es keine Finanzwetten und Binären Optionen und auch sonst keine auf Privatanleger zugeschnittenen Broker und Produkte gäbe?

    Die Antwort: Sie leihen sich Geld in USD und legen es in EUR an. Dieses Prinzip steht hinter jedem Geschäft am Devisenmarkt. Es erschließt sich intuitiv: Wer in einer abwertenden Währung verschuldet ist, ist im Vorteil, weil die Schuldenlast ganz ohne Tilgung im engeren Sinne sinkt. Das soll an einem Fallbeispiel erläutert werden.

    Im ersten Schritt nehmen Sie einen Kredit in USD auf. Sie orientieren sich bei der Größenordnung an den Usancen des Devisenmarktes und nehmen 125.00 USD auf. So viel kosten zu diesem Zeitpunkt 100.000 EUR, was der gebräuchlichen Positionsgröße von 1,0 Lots entspricht. Zur Erläuterung: 1,0 Lots entsprechen bei jedem Devisenpaar 100.000 Einheiten der Basiswährung. Das ist die Währung, die in der Notation (z. B. „EUR/USD“ oder „EURUSD“) links steht.

    Sie tauschen den Kredit in Höhe von 125.000 USD also zum aktuellen Wechselkurs von 1,2500 in EUR um. Im Resultat besitzen Sie danach zwei Konten: Ein Kreditkonto mit 125.000 USD Schulden und ein Guthabenkonto mit 100.000 EUR Guthaben. Der kumulierte Saldo beider Konten beträgt zum aktuellen Wechselkurs von 1,2500 exakt null.

    Was passiert, wenn Sie mit Ihrer Einschätzung richtig liegen und der EUR gegenüber dem USD tatsächlich aufwertet -auf z. B. 1,3000? Dann tauschen Sie zum neuen Wechselkurs exakt so viele EUR in USD um, dass sich damit der USD-Kredit vollständig tilgen lässt. In diesem Beispiel, das gänzlich auf Finanzierungskosten verzichtet, benötigen Sie dafür gerundet 96.154 EUR.

    Diesen Betrag entnehmen Sie dem EUR-Konto und tauschen zum neuen Wechselkurs von 1,3000 um. Der verbleibende Betrag in Höhe von 3.846 EUR entspricht Ihrem Gewinn aus der Devisenspekulation. Das Wetten auf den Euro hat sich also gelohnt!

    Mit Binären Optionen bzw. Finanzwetten sind Wetten auf den Eurokurs sehr viel einfacher. Sie müssen keinen Kredit aufnehmen und keine Konten eröffnen und Sie müssen bei vielen Optionstypen auch keine Vorstellung davon haben, WIE WEIT der Kurs letztlich steigen wird – nur, OB.

    8. Grundlagen II: Wie funktioniert der Devisenmarkt?

    Devisen werden nicht an regulierten Börsen gehandelt wie Aktien. Der Markt ist dezentral organisiert und läuft – größtenteils über Liquiditätsnetzwerke wie ECNs – direkt zwischen den Marktteilnehmern ab. Durch die weltweite Zeitverschiebung läuft der Handel von Sonntagabend bis Freitagnacht ohne Unterbrechung. Die Umsätze sind in einer Währung allerdings am höchsten, wenn im betreffenden Währungsraum gerade auch „Bürozeiten“ sind.

    Die Preisbildung am Devisenmarkt ist trotz der nicht vorhandenen Regulierung effizient. Dazu tragen Arbitrageure bei, die ständig die Kurse in verschiedenen ECNs überwachen und (meist softwaregestützt) Preisdifferenzen ausnutzen.

    Statistiken zum Devisenmarkt werden im Abstand mehrerer Jahre durch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich publiziert. Diese gab den täglichen (!) durchschnittlichen Handelsumsatz am FX Markt für April 2016 mit mehr als 5 Billionen USD an. Die wichtigsten Währungen sind, nicht ganz überraschend, USD, EUR, JPY, GBP, AUD, CAD und CHF. Die Statistik unten ist der Homepage der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich entnommen und belegt dies:

    BIS Tabelle FX Umsätze

    Umsätze am Devisenmarkt laut BIS

     

    Aus den Beschaffenheit des Devisenmarktes ergeben sich für Trader mehrere handfeste Vorteile. Erstens ist die Liquidität zumindest in den Hauptwährungspaaren (Forex Majors) nahezu unbegrenzt, so dass bei einem geeigneten Broker mit kundenfreundlichen Marktmodell https://www.onlinebroker.net/forex-broker-vergleich/ enge Spreads zu erwarten sind. Zweitens entfällt die nächtliche Handelsunterbrechung, so dass das Risiko plötzlicher Kurslücken geringer ist.

    Dennoch kann es auch am Devisenmarkt zu solchen „Gaps“ kommen. Trader erinnern sich oftmals mit Schrecken an die Entscheidung der schweizerischen Notenbank SNB, die die Kursbindung des CHF zum EUR über Nacht und gänzlich unerwartet aufhob. Es kam zu einer drastischen Aufwertung des Schweizer Franken. Wer in CFD Positionen gegen den CHF positioniert war, erlitte große Verluste, weil Stopp Loss Orders aufgrund der Kurslücke nicht sofort ausgeführt werden können.

    Wenn Sie mit Binären Optionen Wetten auf den Euro eingehen, ist das Risiko allerdings auf den Einsatz begrenzt, Nachschusspflichten sind hier ausgeschlossen.

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    9. Grundlagen III: Was sind Mengen- und Preisnotierung?

    Jedes Währungspaar kann in zwei Varianten notiert werden: Der Unterschied zwischen Mengen- und Preisnotierung sollte Ihnen vor jeglichen Wetten auf den Eurokurs unbedingt bekannt sein.

    Mengennotierung

    Die Mengennotierung ist die in deutschen Medien und Charting Anwendungen gebräuchlichste Form der Notation. Sie gibt an, wie viele Einheiten der ausländischen Währung am Markt für 1,00 Einheiten der inländischen Währung gezahlt werden. Notiert der EUR/USD also bei 1,1200, erhalten Sie für 1,00 EUR 1,12 USD.

    Preisnotierung

    Die Preisnotierung gibt an, wie viele Einheiten der inländischen Währung für 1,00 Einheiten der ausländischen Währung gezahlt werden. Die Preisnotierung ist damit der Kehrwert der Mengennotierung. Notiert der EUR/USD in Mengennotierung bei 1,1200, entspricht dies einem Kurs von 0,8929 in Preisnotierung.

    Die Notierung wirkt sich auch auf das Bild im Chart aus. Wertet der EUR gegenüber dem USD auf, führt dies bei Mengennotierung zu einem steigenden Kurschart. Bei Preisnotierung fällt der Chart dagegen.

    Fazit

    Wer die Funktionsweise des Devisenmarktes und seine wichtigsten Kurstreiber verstanden hat, kann prinzipiell mit dem Wetten beginnen – wenn der Einsatz auf Geld beschränkt wird, das im Zweifel nicht benötigt wird. Ökonomische Theorien eignen sich zum Wetten allerdings weniger gut als Event Trading Strategien und Ansätze, die auf der Technischen Analyse basieren.

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