Wetten auf Aktienkurse: Verdienen an steigenden und fallenden Aktien

Methoden und Strategien für Aktienmarktwetten

Wetten auf Aktienkurse ist einfach, erfordert nur relativ wenig Geld und ist möglich, ohne Haus und Hof zu riskieren. Privatanleger müssen dazu lediglich die richtigen Werkzeuge einsetzen. Dieser Beitrag stellt CFDs, Binäre Optionen und weitere, einfache Möglichkeiten zum Wetten auf Aktienkurse vor. Dazu gibt es einen Ausblick auf Strategien für Aktienwetten.

  • Binäre Optionen, CFDs und Zertifikate sind geeignete Instrumente
  • Verluste über den Einsatz hinaus sollten ausgeschlossen werden
  • Leerverkäufe und Futures eignen sich für den Einstieg nicht
  • Aktienwetten ohne Strategie sind auf Dauer fast nie erfolgreich
Inhaltsverzeichnis

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    1. Wetten auf Aktienkurse: Ein paar Grundregeln für Privatanleger

    Es spielt keine Rolle, ob Sie mit Wetten auf steigende Aktien oder Wetten auf fallende Aktien Geld verdienen möchten: Einige Grundbedingungen müssen zwingend erfüllt sein, damit das Vorhaben mit kontrolliertem Risiko und adäquaten Erfolgsaussichten einhergeht.

    Erstens sollten Sie sicherstellen, dass die Verluste unter keinen Umständen ihren Einsatz überschreiten können. Zweitens sollten Sie die Transaktionskosten bei Überlegungen einkalkulieren und so gering wie möglich halten. Drittens setzt erfolgreiches Wetten auf Aktienkurse eine ausgereifte Strategie voraus.

    2. Wetten auf Aktienkurse mit Binären Optionen

    Binäre Optionen können mit geringen Einsätzen gehandelt werden und sind sehr leicht verständlich. Deshalb eignen sich die auch als digitale Optionen bezeichneten Produkte sehr gut für Einsteiger ohne jahrelange Vorkenntnisse im Börsenhandel.

     

    Einführungsbeispiel: So funktioniert es

    Angenommen, der DAX notiert um 11:00 Uhr vormittags bei 11.450 Punkten. Sie rechnen damit, dass der Kurs in den Mittagsstunden weitgehend unverändert bleibt und direkt nach der Börsenöffnung in den USA steigt, da Sie mit guten Konjunkturdaten rechnen und der Markt sich ohnehin in einem Aufwärtstrend befindet. Deshalb kaufen sie eine binäre Calloption mit einem Ausübungspreis von 11.450 Punkten und einer Laufzeit bis 17:00 Uhr am selben Tag. Ihr Einsatz beträgt 100 EUR.

    Obwohl die Konjunkturdaten schließlich nicht ganz so gut ausfallen wie erwartet, behalten Sie recht: Der DAX notiert um 17:00 Uhr bei 11.470 Punkten bzw. 0,175 % höher. Sie erhalten deshalb ihren Einsatz mit einer Rendite von 80 %, insgesamt also 180 EUR zurück.

    Was sind Binäre Optionen?

    Das obige Beispiel ist kein Extremfall. Binäre Optionen ermöglichen tatsächlich Renditen in dieser Größenordnung und innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne. Binäre Optionen funktionieren nach dem 0-1 Prinzip: Entweder die Option verfällt wertlos, oder sie wird mit einer festgelegten Rendite zurückgezahlt.

    Welches der beiden Szenarien eintritt, hängt vom Eintritt oder Nichteintritt des zugrunde liegenden Basisereignisses ab. Im obigen Beispiel lautet das Basisereignis für einen Call: „Der DAX schließt um 17:00 Uhr bei einem Kurs größer 11.450 Punkten“. Trifft dies zu, wird die Option mit 80 % Rendite zurückgezahlt. Trifft dies nicht zu, verfällt der Einsatz wertlos. Andere mögliche Szenarien gibt es nicht (Ausnahme: wenn der Kurs bei Fälligkeit exakt 11.450 Punkte beträgt, wird der Einsatz ohne Rendite zurückgezahlt).

    Wo und wie werden Binäre Optionen gehandelt?

    Binäre Optionen werden außerbörslich gehandelt. Privatanleger müssen dazu ein Konto bei einem Broker eröffnen, der diese Produkte anbietet. Der Handel erfolgt online über zumeist Web-basierte Benutzeroberflächen. Diese sind typischerweise sehr einfach gestaltet. Es müssen kein Börsenplatz und kein Limit ausgewählt und keine TAN eingegeben werden. Stattdessen werden lediglich der Einsatz und die Handelsrichtung festgelegt und die Position mit einem Klick eröffnet.

    Je nach Broker beträgt der Mindesteinsatz pro Binäre Option 1-25 EUR. Explizite Transaktionskosten wie zum Beispiel Handelsgebühren fallen nicht an. Broker verdienen Geld im Kern dadurch, dass Gewinner weniger gewinnen, als Verlierer verlieren.

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    Binäre Optionen werden bei Brokern wie IQ Option gehandelt

    Im obigen DAX Beispiel wurde eine sehr einfache Binäre Option ausgewählt. Es gibt weitere Typen wie zum Beispiel Barrier Optionen. Diese werden durch Broker häufig als OneTouch Option bezeichnet. Das Funktionsprinzip: Erreicht der Kurs während der Laufzeit der Option zu irgendeinem Zeitpunkt ein festgelegtes Kursniveau, wird die Option mit einer festgelegten Rendite zurückgezahlt. Diese Rendite kann je nach Entfernung der Barriere zum Marktkurs durchaus mehrere 100 % betragen. Wird die Barriere nicht berührt, verfällt der Einsatz wiederum vollständig.

    Wie steht es um das Chance/Risiko-Verhältnis?

    Ein großer Vorteil von Binären Optionen: Die Verluste sind strikt auf den Einsatz beschränkt. Das Handelskonto kann unter keinen Umständen einen negativen Saldo annehmen, wie es zum Beispiel bei CFDs oder Futures mitunter möglich ist.

    Broker verkaufen Optionen in beide Handelsrichtungen: Ein Kunde gewinnt, ein anderer Kunde verliert. Da der Gewinner weniger erhält, als der Verlierer verliert, erzielt der Broker einen Gewinn. Um mit Binären Optionen dauerhaft Geld zu verdienen, muss deshalb eine hinreichende Trefferquote realisiert werden.

    Wie hoch muss die Trefferquote sein, damit ein Gewinn erzielt wird? Wenn eine Option entweder mit 100 % Verlust oder mit 80 % Gewinn zurückgezahlt wird, reicht eine Trefferquote von 56 % aus, um in den profitablen Bereich zu gelangen.

    Solche Break Even Trefferquoten beziehen sich stets auf die Annahme einer größeren Anzahl von Trades. Es wäre grob fahrlässig, zu viel in eine einzelne Transaktion zu investieren. Egal ob Wetten auf steigende Aktienkurse oder Wetten auf fallende Aktienkurse: Es bleibt eine Wette, die verloren gehen kann.

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    3. Wetten auf Aktienkurse mit CFDs

    Eine naheliegende Alternative zu Binären Optionen sind CFDs. Mit diesen sind Wetten auf steigende Aktienkurse ebenso möglich wie Wetten auf fallende Aktienkurse. Der Reiz von CFDs im Vergleich zum Kauf von Aktien besteht in den geringen Kapitalanforderungen und der großen Hebelwirkung.

    Einführungsbeispiel: So funktioniert es

    Am Montagvormittag notiert der Dow Jones bei 18.000 Punkten. Sie rechnen mit weiter steigenden Kursen und kaufen deshalb einen CFD auf den Dow Jones. Der Kontraktwert beträgt 1,00 USD pro Indexpunkt, so dass sich der Gesamtwert der Position auf 18.000 USD beläuft. Ihr Broker verlangt eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2 % bzw. 360 USD. Damit kann die Position eröffnet werden.

    Im Wochenverlauf steigt der Dow Jones aufgrund überraschend guter Konjunktur- und Unternehmensdaten um 5 % auf 18.900 Punkte. Am Freitagnachmittag entschließen Sie sich deshalb zu einer Gewinnmitnahme und stellen die Position glatt. Der Gewinn beträgt 900 USD bzw. 250 % ihres ursprünglichen Einsatzes in Höhe von 360 USD.

    Was sind „Contracts for Difference“?

    Wie genau funktionieren CFDs? Die Abkürzung CFD steht für „Contracts for Difference“, zu Deutsch „Differenzausgleichsvertrag“. Einen  solchen Vertrag schließen Sie mit dem CFD Broker ab, wenn Sie über dessen Plattform eine Position (zum Beispiel wie im obigen Beispiel im Dow Jones) eröffnen. Der Vertrag verpflichtet beide Seiten zum gegenseitigen Barausgleich von Kursveränderungen. Bei einer Longposition wie im obigen Beispiel muss der Broker zahlen, wenn die Kurse steigen. Sie verlieren dagegen Geld, wenn die Kurse fallen.

    Ein CFD bildet die Kursentwicklung des Basiswertes (nahezu) 1:1 ab. Mögliche Basiswerte sind neben Indices, Rohstoffen, Edelmetallen, Zinssätzen, Anleihen und ETFs auch Einzelaktien. Mit einer Longposition partizipieren Trader in vollem, absoluten  Umfang an Kursgewinnen des Basiswertes. Mit einer Shortposition können Sie gegen Aktien wetten wie sonst nur mit Leerverkäufen.

    Der Reiz von CFDs liegt in der Hebelwirkung. Diese resultiert aus dem geringen Kapitaleinsatz. Anstatt zum Beispiel 18.000 EUR direkt in den Dow Jones zu investieren, reichen 360 EUR für einen Dow Jones CFD mit 2 % Initial Margin. Die Initial Margin ist die Sicherheitsleistung, die der Broker zur Öffnung der Position verlangt. Der Rest der Position wird durch den Broker finanziert. Dadurch fallen Gewinne (aber auch Verluste) überproportional zur Kursbewegung des Basiswertes aus. 2 % Initial Margin entsprechen einem 50-fachen Hebel: Steigt der Markt um 1 %, gewinnt der CFD 50 %.

    Wo und wie werden CFDs gehandelt?

    CFDs werden außerbörslich bei Brokern gehandelt. Deutsche Online Broker wie zum Beispiel s-broker, comdirect, Consorsbank oder OnVista Bank bieten CFD Trading ebenso an wie Broker aus dem Ausland wie zum Beispiel IG oder FXCM.

    Der außerbörsliche Handel ist mit einigen Besonderheiten verbunden. So stellt grundsätzlich der Broker die Ankaufs- und Verkaufskurse (Market Making). Das kann mit Interessenkonflikten einhergehen. Es gibt allerdings Broker, die CFDs zu Original Börsenkursen abrechnen. https://www.onlinebroker.net/cfd-broker-vergleich/

    Welche Chancen und Risiken gibt es?

    Mit CFDs können Sie auf steigende Kurse spekulieren und ebenso gegen Aktien wetten. Die Funktionsweise der Kontakts ist unabhängig davon, ob ihre Markterwartung positiv oder negativ ist. Durch die Hebelwirkung sind erhebliche Gewinne auch bei vergleichsweise kleinen Einsätzen möglich. Bedenken Sie: Bei einem 50-fachen Hebel können Sie mit 2.000 EUR 100.000 EUR im Markt bewegen.

    Aber: Die Hebelwirkung wirkt auch dann in vollem Umfang, wenn sich der Markt gegen Ihre Vorstellungen entwickelt. Bei einem 50-fachen Hebel reicht dann eine Marktbewegung 2 % aus, um den gesamten Einsatz zu vernichten. In der Regel wird ein CFD Broker Sie in diesem Fall frühzeitig zum Nachschuss von Kapital (Margin Call) auffordern und/oder die Position schließen, bevor Ihr Konto einen negativen Saldo annehmen kann.

    Dies ist durchaus möglich, wenn ein Broker negative Kontosalden in seinen Geschäftsbedingungen nicht rechtsverbindlich ausschließt. In diesem Fall können die Verluste weit über das Guthaben hinausgehen und ihr gesamtes sonstiges Vermögen betreffen. Realistisch sind solche Entwicklungen vor allem bei extremen Marktereignissen.

    Ein solches, extremes Marktereignis trat zum Beispiel Anfang 2015 auf. Damals hob die Schweizer Notenbank über Nacht und vollkommen überraschend die Bindung des Schweizer Franken an den Euro auf. Wurden vor der Entscheidung noch 1,20 CHF für einen Euro gezahlt, fiel der Kurs über Nacht zeitweise auf bis zu 0,86 CHF pro Euro. Wer hier mit einem großen Hebel auf der falschen Seite positioniert war, konnte ein großes Vielfaches des Einsatzes verlieren.

    Franken-Schock-Chart-Tradingview

    Der „Franken-Schock“ traf auch CFD Trader

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    4. Geld verdienen mit fallenden Aktien: Wie geht das?

    Die meisten Privatanleger Wetten auf steigende Aktien. Das hat mehrere Gründe. Zum einen interessieren sich in Haussephasen generell mehr Privatleute für die Börse, zum anderen erscheint diese Variante insbesondere nicht professionellen Teilnehmern plastischer. Doch auch das  Wetten auf fallende Aktien kann lukrativ sein – mitunter sogar noch sehr viel mehr als die Spekulation auf steigende Kurse. Deshalb soll hier kurz erläutert werden, wie sich mit fallenden Aktien Geld verdienen lässt.

    Einführungsbeispiel: So funktioniert ein Leerverkauf

    Nehmen Sie an, der Kurs einer beliebigen Aktie notiert bei 50 EUR. Sie rechnen mit fallenden Kursen und führen deshalb einen der Verkauf durch. Dazu leihen Sie sich bei Ihrem Broker Aktien, zum Beispiel 100 Stück. Diese verkaufen Sie über die Börse. Zum aktuellen Kurs von 50 EUR erlösen sie bei 100 verkauften Stücken 5.000 EUR. Dieses Geld wird Ihrem Konto gutgeschrieben.

    Fällt der Kurs der Aktie auf zum Beispiel 40 EUR, führen sie einen Wiedereindeckungskauf durch. Sie kaufen 100 Aktien zu jeweils 40 EUR (Gesamtpreis: 4.000 EUR) und geben diese an Ihren Broker zurück. Von den 5.000 EUR, die Ihrem Konto gutgeschrieben wurden, sind noch 1.000 EUR übrig. Dies ist der Gewinn aus dem Leerverkauf.

    Leerverkäufe sind für Privatanleger nur eingeschränkt empfehlenswert

    In der Praxis sind Leerverkäufe insbesondere für Privatanleger nicht ganz so einfach wie im obigen Beispiel. Erstens erheben Broker eine nicht unerhebliche Gebühr für die Bereitstellung der Aktien. Zweitens wird das beim anfänglichen Verkauf erlöste Geld keinesfalls Ihrem Konto gutgeschrieben. Der Broker behält dieses ein und verlangt eine zusätzliche Sicherheitsleistung. Schließlich müssen die Aktien auch dann an den Broker zurückgegeben werden, wenn der Kurs steigt und durch eine Wiedereindeckung zu einem höheren Preis zum Beispiel ein Verlust in Höhe von 1.000 EUR anfällt.

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    Leerverkäufe sind möglich, es gibt aber bessere Möglichkeiten

     

    Längst nicht alle Broker bieten der Verkäufer an. Die Regulierungsbehörden haben die Hürden im Zuge der Finanzkrise vor einigen Jahren hier deutlich erhöht. Für Wetten auf fallende Aktien bieten sich Privatanlegern sehr viel einfachere Werkzeuge an.

    CFDs und Binäre Optionen funktionieren auch bei fallenden Kursen

    CFDs und Binäre Optionen funktionieren bei fallenden Kursen genauso wie bei steigenden Notierungen. Um mit Binären Optionen von sinkenden Kursen zu profitieren, muss lediglich die entsprechende Handelsrichtung ausgewählt werden. Bei CFDs erfordert dies die Eröffnung einer Shortposition.

    Futures, Zertifikate, Optionsscheine und Short-ETFs sind weitere Möglichkeiten

    Neben-CFDs, Binären Optionen und Leerverkäufen gibt es vier weitere Instrumente, mit denen Anleger auf sinkende Kurse spekulieren können. Drei davon sind für private Trader leicht zugänglich.

    Eine Möglichkeit sind Zertifikate, die durch ihre Konstruktion https://www.onlinebroker.net/was-sind-zertifikate/ eine Partizipation an fallenden Kursen im Basiswert ermöglichen. Zertifikate sind auf zahlreiche Basiswerte und mit Hebelwirkungen von 1,0 bis ca. 50,0 erhältlich. Rechtlich betrachtet handelt es sich bei den Papieren um Inhaberschuldverschreibungen. Zertifikate werden sowohl an der Börse als auch außerbörslich gehandelt, was günstig im Hinblick auf Transparenz und Kursqualität ist.

    Optionsscheine sind Zertifikaten in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich. Der Handel erfolgt sowohl börslich als auch außerbörslich, rechtlich handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen. Und dennoch gibt es einen großen Unterschied. Da ein Optionsschein eine konventionelle Option abbildet, hängt die Kursentwicklung des Papiers ebenso wie bei Optionen am Terminmarkt nicht nur vom Basiswert, sondern auch von der Marktvolatilität und der Restlaufzeit ab. Das Profil von Optionsscheinen ist dadurch sehr viel komplizierter als das von Binären Optionen. Für Einsteiger sind „Warrants“ deshalb nur begrenzt geeignet.

    OnVista-OS-KO-Meistgehandelt-Liste

    Zertifikate und Optionsscheine sind Alternativen zu Leerverkäufen

    Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) sind vor allem im Zusammenhang mit Vermögensaufbau und Altersvorsorge bekannt. Auch zur Spekulation auf fallende Kurse können die bei Privatanlegern aufgrund ihrer kostengünstigeren transparenten Struktur sehr beliebten Produkte https://www.onlinebroker.net/etf-sparplan-im-test/ genutzt werden.

    Dazu eignen sich so bezeichnete Short ETFs, die einen Basiswert spiegelverkehrt abbilden. Die Produkte sind insbesondere auf Indices wie zum Beispiel DAX und Dow Jones erhältlich und zum Teil mit einem Hebelfaktor ausgestattet. Ein DAX Short Index mit zweifachem Hebel gewinnt zum Beispiel 2 %, wenn der DAX um ein Prozent verliert.

    Eine weitere, für Privatanleger aber nur begrenzt sinnvolle Möglichkeit zur Spekulation auf fallende Kurse sind Futures. Dabei handelt es sich um Terminkontrakte, die an speziellen Terminbörsen wie zum Beispiel der Eurex gehandelt werden. Vergleichbar mit einem CFD können Anleger Long- und Shortpositionen eröffnen und dadurch bei vermindertem Kapitaleinsatz mit einer Hebelwirkung an der Marktentwicklung partizipieren. Die Kapitalanforderungen sind jedoch zumeist deutlich höher als bei CFDs.

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    5. Strategien für Wetten auf den Aktienmarkt

    Jetzt kennen Sie die Werkzeuge, die Sie für Wetten auf Aktienkurse benötigen. Das reicht immer noch nicht: Damit das Vorhaben Aussicht auf Erfolg hat, benötigen Sie auch eine Strategie.

     

    Warum ist eine Strategie zwingend notwendig?

    Ohne Strategie bewegen sie sich an der Börse wie am Roulettetisch: Sie setzen mal auf Rot, mal auf Schwarz und mal auf diese und jene Zahl. Ein Teil ihrer Trades mag erfolgreich sein, ein größerer Teil wird es aber aller Erfahrung nach nicht sein. Mit einer Strategie legen Sie fest,

    • Welche Märkte sie überhaupt beobachten
    • Wann sie in einem Markt einsteigen
    • Wie viel Geld sie investieren
    • Wie viel sie maximal bereit sind, zu verlieren
    • Wann sie aus einem Markt aussteigen

    Kennzahlen für die Qualität von Aktienstrategien

    Sie müssen das Rad nicht neu erfinden und (nicht sofort) eine eigene Aktienstrategie entwickeln. Es gibt genügend bekannte Strategien, die seit Jahren und Jahrzehnten eingesetzt werden und bei richtiger Handhabung auch erfolgversprechend sind.

    Doch woran lässt sich eine gute Strategie erkennen? Glücklicherweise gibt es dafür einige Kennzahlen. In der Abbildung unten sehen Sie die Kennzahlen, nach denen zwei der Profile bei dem Social Trading Anbieter Ayondo https://www.onlinebroker.net/social-trading-broker-vergleich/ gefiltert werden können.

    ayondo-Strategien-Kennzahlen-Filter

    Die Qualität von Aktienstrategien lässt sich in Kennzahlen ausdrücken

    Die Bewertung von Handelsstrategien umfasst weitaus mehr als nur die absolute Performance. Relevant sind zum Beispiel auch der maximale Drawdown und die monatliche Volatilität (gemessen an den Schwankungen des investierten Kapitals). Auch das Verhältnis von profitablen zu nicht profitablen Trades (Trefferquote) und der Anteil der Gewinnmonate sind relevante Beurteilungskriterien.

    Strategien für Bullenmärkte

    An der Börse steht der Bulle für steigende und der Bär für  fallende Kurse. Bullenmärkte sind sehr einfach zu handeln, da die Kurse meist über einen längeren Zeitraum relativ konstant steigen. Ein Beispiel für einen Bullenmarkt zeigt die Abbildungen unten: Der Dow Jones Industrial Average im Zeitraum von Ende 2008 bis Anfang 2017. Dieser Zeitraum ist im Wesentlichen durch einen mehrjährigen Aufwärtstrend gekennzeichnet. Wie lässt sich ein solcher Aufwärtstrend handeln?

    Dow-Jones-Chart-Tradingview-Bullenmarkt

    Der Dow Jones war in den Jahren 2010 bis 2016 ein Bullenmarkt

    Trendlinien sind sehr einfache Konzepte der technischen Analyse, die in einem Bullenmarkt jedoch enorm effektiv eingesetzt werden können. Zeichnen Sie in einen Bullenmarkt wie im obigen Chart eine Trendlinie ein. Sie werden sehen, dass der Markt sich im Verlauf des Aufwärtstrends immer wieder nach oben von seiner Trendlinie entfernt, und daraufhin wieder zu ihr zurückzukehren. Eine erfolgversprechende Strategie besteht darin, in der Nähe einer solchen Trendlinie zu kaufen. Im Handel mit Binären Optionen ist ein Kurs nahe der Trendlinie ein Signal dafür, dass der Markt einige Zeit später wahrscheinlich höher notieren wird.

    Strategien für Bärenmärkte

    Abwärtsgerichtete Märkte sind erfahrungsgemäß schwerer zu handeln, weil der Großteil der Abwärtsbewegungen relativ ruckartig erfolgt und von den meisten Anlegern verpasst wird. Wer sich im Vorfeld einer solchen ruckartigen Abwärtsbewegung richtig positioniert, kann viel Geld verdienen. Hinweise auf einen (kleinen) Crash gibt zum Beispiel der Bruch einer signifikanten Trendlinie oder einer bislang starken Unterstützung. Wenn sie Binäre Optionen handeln und  mit einer großen Bewegung nach unten rechnen, sollten Sie Barrier Optionen wie zum Beispiel OneTouch einfachen Binären Optionen vorziehen.

    Risiko- und Moneymanagement

    Ein wesentlicher Erfolgsfaktor beim Wetten auf Aktienkurse ist der Umgang mit Risiken. Es ist auf Dauer ausgeschlossen, Verluste zu vermeiden. Entscheidend ist, wie viel Verlust Sie zulassen. Bei Binären Optionen ist die Entscheidung einfach: Da im Verlustfall ohnehin der gesamte Einsatz verloren ist, gibt es keine Verlustbegrenzung, die nicht identisch mit der Positionsgrößenbestimmung ist. Dies gilt ungeachtet möglicher Restwerte und der meistens zu teuren vorzeitigen Veräußerungsmöglichkeiten.

    Bei CFDs gestaltet sich die Situation gänzlich anders: Hier können Sie mit Stop Loss Orders festlegen, welcher Anteil ihrer Position verloren gehen darf. Angenommen, Sie handeln 1,0 Kontrakte auf den Dow Jones (18.000 Punkte) mit einem Marktwert von 18.000 USD und haben 2 % Initial Margin hinterlegt.

    In diesem Fall können Sie Ihren maximalen Verlust durch ein Stop Loss bei 17.820 Punkten auf 180 USD begrenzen. Erreicht der Kurs dieses Niveau, wird Ihre Position automatisch glattgestellt. Sie sollten die Anzahl der gehandelten Kontrakte und die Stop Loss Level so auswählen, dass pro Position nicht mehr als 2,5 % Ihres Kontoguthabens verloren gehen können – das ist ein sehr hoher Wert für offensiv ausgerichtete Trader.

    Generell gilt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – um zu einem guten Trader zu werden, benötigen Sie Erfahrung, (etwas) Lehrgeld und Basiswissen. Letzteres lässt sich ganz klassisch aus Büchern erwerben – z. B. diesen sieben Grundlagenwerken https://www.onlinebroker.net/aktienhandel-lernen/ hier.

    Fazit

    Wetten auf den Aktienmarkt sind mit Binären Optionen, CFDs und Zertifikaten für Privatanleger am einfachsten umzusetzen: Der Kapitaleinsatz kann niedrig gehalten werden und der Verlust ist (bei CFDs allerdings nur bei den richtigen Anbietern) strikt auf den Einsatz begrenzt. Das gilt weder für Leerverkäufe noch für Futures – beide Varianten eignen sich insbesondere für Einsteiger nur sehr bedingt. Ganz ohne Strategie versprechen Aktienwetten unabhängig vom gewählten kaum Erfolg: Trends, Widerstände und Co. liefern wertvolle Informationen. Zudem müssen die Verluste kontrolliert werden.

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