LIQID Erfahrungen von Onlinebroker.net

Der LIQID Robo Advisor verspricht Anlegern eine kostengünstige, professionell verwaltete Geldanlage mit breiter Diversifikation über die weltweiten Kapitalmärkte. Die Anlagestrategie orientiert sich dabei strikt an den Zielen und der Risikoneigung des Anlegers. LIQID adressiert anders als viele Konkurrenten keine Kleinanleger, sondern eröffnet Depots erst ab 100.000 EUR Mindesteinlage. Wir haben das Angebot unter Lupe genommen, den Einstufungstest absolviert und einen Blick auf die Hintergründe des Unternehmens geworfen. Welche Anlagestrategien stehen zur Verfügung? Mit welchen ETFs werden sie umgesetzt? Wie werden Anleger eingestuft? Welche rechtliche Konstruktion steht hinter dem Robo Advisor? Diese und weitere Fragen zum Angebot von LIQID werden hier beantwortet.

  • Investments ab 100.000 EUR
  • Drei Anlagestrategien stehen zur Auswahl
  • Einstufung durch Fragenkatalog
  • Rücklagenprinzip: 97,5 % Airbag für das Depot
Inhaltsverzeichnis
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    Wer steht hinter den LIQID Investments?

    Der LIQID Robo Advisor ist ein Angebot der LIQID Asset Management GmbH mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen ist im Besitz einer Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) für Anlagevermittlung, Anlageberatung, Abschlussvermittlung und Finanzportfolioverwaltung gemäß § 32 Abs. 1 KWG. Die LIQID Asset Management GmbH ist ein 100 %-ige Tochtergesellschaft der LIQID Investments GmbH. Dem Robo Advisor liegt somit ein Vermögensverwaltungsmodell zugrunde.

    • GmbH mit Sitz in Berlin (Bafin-Aufsicht)
    • Depotführung bei der Deutschen Bank
    • Rücklage vereinbaren: Betrag, der trotz Schwankungen mit 97,5 % Wahrscheinlichkeit immer zur Verfügung steht

    Die Depots der Kunden werden durch die Deutsche Bank AG (Deutsche Bank Wealth Management) geführt. Diese wickelt alle Wertepapiertransaktionen für die LIQID Kunden ab. Der Robo Advisor ermöglicht breit gestreute Investitionen in die globalen Kapitalmärkte. Diese werden überwiegend durch börsengehandelte Indexfonds (ETFs) realisiert. ETFs gelten im Vergleich zu aktiv verwalteten Investmentfonds als kostengünstiger. Eine Strategie sieht jedoch auch den Einsatz aktiv verwalteter Produkte vor. Zusätzlich zu den Kosten der ETFs fallen Entgelte für die Vermögensverwaltung an.

    Ein Abgrenzungsmerkmal zur Konkurrenz besteht in der sogenannten Rücklage. Diese bestimmt, welcher Teil der Anlage nicht durch zwischenzeitliche Kursschwankungen gefährdet werden soll. Werden zum Beispiel 100.000 EUR angelegt und wird dabei eine Rücklage in Höhe von 80 % vereinbart, soll der Depotwert auch in ungünstigen Marktphasen mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,5 % 80.000 EUR nicht unterschreiten. Ein Unterschreiten ist nach Darstellung des Vermögensverwalters im Durchschnitt nur einmal in 40 Jahren zu erwarten.

    LIQID Über Uns

    LIQID bietet die Möglichkeit der Online Geldanlage

    LIQID Global, LIQID Global Impact und LIQID Select: Die drei Anlagestrategien

    Anleger können aus drei Anlagestrategien auswählen: LIQID Global, LIQID Global Impact und LIQID Select. Für jede Strategie ist eine Anpassung an die persönliche Risikoneigung vorgesehen. Diese wird durch die Festlegung der Aktienquote vorgenommen. Die drei Strategien werden nachfolgend in Kurzform vorgestellt.

    LIQID Global sieht ausschließlich Investitionen über börsengehandelte Indexfonds (ETFs) vor. Das Portfolio wird durch Anpassungen bei Marktschwankungen an das individuelle Risikoprofil des Anlegers angepasst. Die im Portfolio befindlichen Aktienmärkte werden nach der regionalen Wirtschaftskraft gewichtet. Dies soll Anleger nach Darstellung von LIQID vor Finanzblasen schützen. Investiert wird in Aktien, Anleihen, Gold, Rohstoffe und Geldmarktprodukte.

    Die Anlagestrategie LIQID Global Impact wird durch den Vermögensverwalter als die „nachhaltige Variante“ der LIQID Global Strategie bezeichnet. Die Zusammensetzung des Portfolios erfolgt genauso wie bei der LIQID Global Strategie. Der Unterschied besteht in der Berücksichtigung diverser Nachhaltigkeitskriterien.

    LIQID Select investiert nicht nur in ETFs, sondern auch in aktive Fonds sowie Termingeschäfte und Hedgefonds. In letzteren werden Währungs- und Marktrisiken abgesichert. Die Strategie wird durch ein Investmentteam umgesetzt, dass durch taktische Maßnahmen versucht, Schwankungen zu reduzieren und eine höhere Rendite zu erzielen. Das Investmentteam nimmt taktische Über- und Untergewichtungen über Zeiträume von ca. 6-12 Monaten vor.

    Alle drei Strategien orientieren sich an der Vorgehensweise der Vermögensverwaltung HQ Trust der Familie Harald Quandt.

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    In welche ETFs investieren die LIQID Portfolios?

    Der Großteil der Investments entfällt auf ETFs. Diese werden durch den LIQID Robo Advisor anhand verschiedener Kriterien ausgewählt. Es besteht keine gesonderte Vertriebsvereinbarung mit einer bestimmten Fondsgesellschaft. Dies ist aus unserer Sicht ein Vorteil im LIQID Robert Advisor Test.

    • ETFs mit physischer Replikation werden bevorzugt
    • ETFs ohne Wertpapierleihe werden bevorzugt
    • Volumen, Liquidität, Handelsspanne und Domizil des Fonds werden berücksichtigt

    Der Vermögensverwalter präferiert bei der Auswahl physisch replizierende ETFs, die keine Wertpapiere verleihen. Diese kaufen die in der Basis enthaltenen Wertpapiere tatsächlich. Im Gegensatz dazu bilden synthetisch replizierende ETFs ihre Basis durch Swapgeschäfte ab. Bei einem solchen Swapgeschäft muss ein Kontrahent (meist eine Bank oder Versicherung) den Unterschied zwischen der Wertentwicklung der Basis und der tatsächlich im Portfolio befindlichen Vermögensgegenstände (zum Beispiel Geldmarktinstrumente) liefern. Die synthetische Replikation bietet Kostenvorteile. Allerdings ist diese Vorgehensweise auch mit einem Kontrahentenrisiko verbunden. Kann die Bank bzw. Versicherung ihre Verpflichtungen nicht erfüllen, erleidet der ETF Verluste.

    Auch bei physisch replizierenden ETFs gibt es allerdings Risiken, die nicht allen Anlegern bekannt sind. Die ETFs können Wertpapiere verleihen und dafür eine Gebühr vereinnahmen. Auch wenn der Verleih von Wertpapieren stets gegen Sicherheiten erfolgt, besteht ein gewisses Risiko. Kommt es zu einer Insolvenz der ausleihenden Partei, kann diese die geliehenen Stücke möglicherweise nicht zurückgeben. Dann müssen die Sicherheiten verwertet werden. Dabei können theoretisch Verluste anfallen, auch wenn die Sicherheiten zumeist in sehr kurzen Abständen angepasst werden.

    LIQID kauft nur dann synthetisch replizierende ETFs oder einen physisch replizierenden ETF mit Wertpapierleihe, wenn es keine anderen, geeigneten ETFs auf einen Markt gibt. Neben der Replikationsmethode und der Verleihpraxis werden bei der Auswahl der ETFs auch das Volumen, die Liquidität, die Handelsspanne, der Sitz des Fonds und weitere Aspekte beachtet. So könnte der Sitz des Fonds Auswirkungen auf die Höhe der zu entrichtenden Quellensteuer haben. Nicht zuletzt vergleicht der Vermögensverwalter vor der Auswahl eines ETFs die Kosten.

    LIQID Anlagestrategien

    Insgesamt bietet LIQID 3 Anlagestrategien zur Auswahl

    Welche Kosten fallen bei LIQID an?

    Wer mit Anlageprodukten wie dem LIQID Robo Advisor Erfahrungen macht, ist in der Regel an einer professionellen und zugleich kostengünstigen Geldanlage interessiert. Ein Blick auf die Gesamtkosten des Angebots ist deshalb essenziell für die Bewertung der Qualität und des möglichen Mehrwerts.

    Die Kosten setzen sich bei den meisten Robo Advisors im Wesentlichen aus zwei Komponenten zusammen. Zum einen erhebt LIQID eine Gebühr für die Vermögensverwaltung, zum anderen fallen Kosten in den Zielfonds an.

    • LIQID Global: 0,5 % Vermögensverwaltungskosten +0,15 % Produktkosten
    • LIQID Global Impact: 0,5 % Vermögensverwaltungskosten +0,41 % Produktkosten
    • LIQID Global Select: 0,9 % Vermögensverwaltungskosten +0,69 % Produktkosten
    • Enthalten: Vermögensverwaltung inklusive Beratung, Depotführung, Broker- und Börsenplatz Kosten

    Die Kosten richten sich nach der jeweils umgesetzten Strategie. Bei der Strategie LIQID Global beträgt die jährliche Vermögensverwaltungsgebühr 0,5 %. In den Zielfonds fallen nach Angaben des Vermögensverwalters im Durchschnitt 0,15 % pro Jahr an weiteren Kosten an. Insgesamt belaufen sich die Kosten somit auf 0,65 % pro Jahr.

    Bei LIQID Global Impact beträgt die Verwaltungsgebühr ebenfalls 0,5 % pro Jahr. Die Kosten in den nachhaltigen Zielfonds fallen mit durchschnittlich 0,41 % allerdings sichtbar höher aus. Möglicherweise ist dies der Preis für die nachhaltige Ausrichtung der Strategie. Die Gesamtkosten von 0,91 % liegen allerdings immer noch unter den Kosten, die bei aktiv verwalteten Investmentfonds anfallen.

    Bei der Strategie LIQID Select liegen die jährlichen Vermögensverwaltungskosten mit 0,9 % deutlich höher. Auch die Kosten in den Zielfonds bzw. den weiteren Produkten liegen mit 0,69 % erkennbar höher. Mit 1,59 % fallen die Gesamtkosten in etwa so hoch aus, wie bei einem günstigen aktiv verwalteten Investmentfonds.

    In den Gebühren sind die Vermögensverwaltung inklusive der persönlichen Betreuung ebenso enthalten wie die Depot- und Kontoführung der Deutschen Bank sowie sämtliche Broker- und Börsenplatz Kosten.

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    Wie funktioniert der Einstufungstest beim LIQID Robo Advisor? Teil I

    Zunächst müssen der gewünschte Anlagebetrag (mindestens 100.000 Euro) und der zeitliche Anlagehorizont angegeben werden. Danach werden Interessenten um eine Selbsteinstufung gebeten. Zur Auswahl stehen die Zuschreibungen „sicherheitsorientiert“, „konservativ“, „ausgewogen“ und „gewinnorientiert“. Diese werden jeweils etwas detaillierter beschrieben.

    Im nächsten Schritt wird gefragt, ob eine Rücklage vereinbart werden soll. Ist dies der Fall, wird das Geld so angelegt, dass mit einer (nach den Berechnungen von LIQID) 97,5 prozentigen Wahrscheinlichkeit die vereinbarte Schwelle nicht durch Verluste unterschritten wird. Wer zum Beispiel eine Rücklage in Höhe von 80 % vereinbart und 100.000 EUR anlegt, kann sich demnach mit großer Sicherheit darauf verlassen, dass der Depotwert nie 80.000 EUR unterschreiten wird. Es können Rücklagen von 20 %, 40 %, 60 % und 80 % vereinbart werden.

    Der nächste Schritt: Anwender werden gefragt, ob bereits Erfahrung mit einem Vermögensverwalter besteht und, falls dies der Fall ist, wie hoch das verwaltete Vermögen ausfällt.

    Im letzten Schritt des ersten Teils der Selbsteinstufung können Anleger wählen, ob die gewünschte Risikoklasse direkt bestimmt oder durch den Anlegertest ermittelt werden soll. Die direkte Bestimmung der Risikoklasse eignet sich für erfahrene Anleger, die wissen, wie das Portfolio aufgebaut werden soll. Die meisten Kunden, die mit dem LIQID Robo Advisor Erfahrungen machen, dürften jedoch vom Durchlaufen des Einstufungstests profitieren.

    LIQID Kontoeröffnung

    Die Kontoeröffnung bei LIQID

    Der Einstufungstest: Teil II

    Nun beginnt der eigentliche Einstufungstest. Zum Start wird eine Frage gestellt. Anleger sollen sich zwischen zwei Geldanlagen entscheiden. Die eine Geldanlage besteht im Halten von Bargeld zu 0 % Zins. Die andere Geldanlage könnte im nächsten Jahr eine Rendite in Höhe von 7 % abwerfen, aber auch 7 % verlieren. Anleger sollen entscheiden, welche Anlage sie wählen würden.

    Auch die nächste Frage ist eine solche Abwägungsfrage. Das Szenario: Anleger entscheiden sich für eine sichere Anlage in Festgeld mit einer Verzinsung in Höhe von 4 % oder eine Anlage, die entweder 4 % oder 10 % Rendite abwirft.

    • Anleger sollen Entscheidungen zwischen verschiedenen Szenarien treffen
    • Gesucht wird die individuelle Präferenz für Risiko bzw. Rendite
    • Der Test wurde in Zusammenarbeit mit Universität St. Gallen entwickelt

    Wer hier nicht die Festgeldanlage anklickt, wird im nächsten Schritt gefragt, wie die Entscheidung ausfallen würde, wenn bei ansonsten gleichen Bedingungen die Rendite des Festgeldkontos 4,5 % betragen würde. Wird auch hier nicht die Festgeldanlage ausgewählt, wird die Festgeldrendite in den folgenden Fragen stets um 0,5 % erhöht, bis sich der Anleger irgendwann für das hypothetische Festgeldkonto entscheidet.

    Wie geht es danach im LIQID Robo Advisor Test zur Einstufung weiter? Anlegern wird ein weiteres Szenario präsentiert: „Stellen Sie sich vor, ihre Anlagestrategie hätte nach vier guten Jahren im letzten Jahr zu einem Verlust von 14 % geführt. Wie würden Sie reagieren?“ Zur Auswahl stehen die Änderung der Anlagestrategie, ein dreimonatiges Abwarten und der Verzicht auf eine Änderung der Anlagestrategie.

    Im nächsten Schritt werden die Ergebnisse des Anlegertests präsentiert. Diese sind aufgeschlüsselt in die Kategorien „Angst vor Verlusten“, „Angst vor Unsicherheiten“, „Angst vor Schwankungen“ und „Rücklage“. LIQID hat den Test eigener Aussage zufolge in Zusammenarbeit mit Behavioral Finance Solutions (eine Ausgründung der Universitäten Zürich und St. Gallen) entwickelt. Anhand der Ergebnisse erfolgt eine Zuordnung zu einer Anlagestrategie. Zuvor müssen Interessenten jedoch noch auswählen, ob Sie einen aktiven oder einen passiven Anlagestil bevorzugen. Zudem muss angegeben werden, ob Nachhaltigkeitskriterien eine Rolle spielen sollen.

    Anwender können zu jedem Zeitpunkt während des Tests über einen Chat Kontakt zu einem Mitarbeiter aufnehmen.

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    LIQID vs. ETF Portfolio Marke Eigenbau: Ein Vergleich

    Jeder Robo Advisor muss sich einem Vergleich stellen: Da zusätzlich zu den Kosten in den Zielfonds weitere Kosten (im Fall von LIQID für den Vermögensverwaltungsvertrag) anfallen, muss ein Mehrwert gegenüber einer ETF Strategie erzielt werden, die Anleger in eigener Regie umsetzen. Ist dies hier der Fall?

    Anleger können in der Tat selbst ETFs kaufen und dabei problemlos in verschiedene Anlageklassen investieren. Für eine weitreichende Diversifizierung reichen zehn ETFs in aller Regel aus. Bei günstigen Onlinebrokern ohne pauschale Depotführungsentgelte und Ordergebühren in Höhe von acht Euro pro Auftrag belaufen sich die initialen Kosten für die Strukturierung des Portfolios somit auf 80 EUR. Bei einem Anlagebetrag in Höhe von 100.000 EUR (die Untergrenze bei LIQID) entspricht dies 0,08 %.

    Die laufenden Kosten der ETFs sollten bei einer bedachten Auswahl nicht höher ausfallen als im verwalteten Portfolio. Entscheidend ist somit, ob der Robo Advisor beim Rebalancing des Portfolios einen Kostenvorteil gegenüber einer regelmäßigen Anpassung des Portfolios in eigener Regie erzielen kann.

    Dazu ein Fallbeispiel. Initial werden 100.000 EUR angelegt. 50 % davon entfallen auf Aktien ETFs, von denen fünf gewählt werden. Die anderen 50 % entfallen auf Anleihe ETFs, von den ebenfalls fünf im Portfolio vertreten sein werden. Nach einem Jahr sind die Aktienkurse um 20 % gestiegen, während die Kurse der Anleihen stagnierten. Das Portfolio weist somit eine höhere Aktienquote auf, die nun reduziert werden muss.

    Was ist zu tun? Der Bestand in jedem Aktien ETF ist um 1000 EUR zu reduzieren, um das Aktienengagement von 60.000 EUR 55.000 EUR zu drücken. Die erlösten 5000 EUR werden auf die fünf Anleihe ETFs aufgeteilt, um den Anleihebestand auf 55.000 EUR und damit auf das Niveau des Aktienengagements zu erhöhen. Erforderlich sind somit fünf Käufe und Verkäufe, mithin also zehn Transaktionen. Für diese fallen (einen günstigen online Broker vorausgesetzt) wiederum 80 EUR an. Dies entspricht etwa 0,072 % des angewachsenen Portfolios.

    Die Vermögensverwaltungsgebühr in den Strategien LIQID Global und LIQID Global Impact fallen mit 0,5 % deutlich höher aus. Hier ist somit offen, ob der Robo Advisor tatsächlich einen Mehrwert bietet. Ein Vergleich mit LIQID Global Select bietet sich nicht an, da diese Strategie gerade keinen passiven Ansatz, sondern aktive, taktische Positionierungen vorsieht.

    LIQID Vermögensverwaltung

    LIQID – die digitale Vermögensverwaltung

    Welche Risiken stecken in den LIQID Portfolios?

    Investments über Robo Advisors sind grundsätzlich mit denselben Risiken verbunden, die auch bei Direktinvestments anfallen. Ganz vorn steht das allgemeine Marktpreisrisiko. Die Kurse der im Portfolio gehaltenen Wertpapiere können fallen und der Portfoliowert sich somit verringern.

    ETFs können mit einigen weiteren Risiken verbunden sein. LIQID investiert zwar primär in physisch replizierende ETFs ohne Wertpapierleihe. Ausgeschlossen sind synthetisch replizierende ETFs sowie ETFs mit Wertpapierleihe jedoch nicht. Bei diesen Produkten bestehen Kontrahentenrisiken.

    Bei der Strategie LIQID Global Select trifft ein Investmentteam taktische Anlageentscheidungen, um eine Überrendite gegenüber dem Gesamtmarkt zu erreichen. Dies wird durch Über- und Untergewichtungen versucht, die für einen Zeitraum von 6-12 Monaten gehalten werden. Dazu bedient sich das Team verschiedener Instrumente wie zum Beispiel aktiv verwalteter Fonds, Hedgefonds und Terminkontrakten. Auch diese Produkte sind mit zusätzlichen Risiken verbunden.

    Eine Pleite der LIQID Asset Management GmbH hätte dagegen keine negativen Auswirkungen auf das Portfolio (abgesehen davon, dass dann ein neuer Vermögensverwalter benötigt würde). Die ETFs werden in Depots der Deutschen Bank verwahrt. Auch eine Pleite der Deutschen Bank dürfte keine Verluste nach sich ziehen. ETFs sind Sondervermögen und damit rechtlich nicht im Besitz der Bank, die lediglich eine verwaltende Funktion wahrnimmt. Im Fall einer Pleite der depotführenden Bank könnten Anleger ihre Wertpapiere zu einem anderen Institut übertragen.

    Fazit

    Der LIQID Robo Advisor adressiert vermögende Kunden: Die Mindesteinlage beträgt 100.000 EUR. Dies ist aus unserer Sicht der größte Schwachpunkt im LIQID Robo Advisor Test, da der Großteil der Privatanleger in Deutschland ausgeschlossen wird. Ansonsten kann sich das Produkt in vielerlei Hinsicht sehen lassen. Der Test zur Einstufung der Anleger wurde in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen entwickelt und ermöglicht in wenigen Minuten eine fundierte Einstufung der eigenen Risikoneigung. Zur Wahl stehen drei Strategien, die jeweils die individuelle Risikoneigung berücksichtigen. Mit LIQID Global Select steht aber anders als bei meisten Konkurrenten auch ein aktiver Ansatz zur Verfügung, der versucht, Überrenditen zu erzielen. Bei der Auswahl der ETFs achtet der Vermögensverwalter auf physische Replikation und den Verzicht des Fonds auf Wertpapierleihen. Garantiert wird dies jedoch nicht. Nicht gänzlich unproblematisch sind die jährlichen Verwaltungskosten in Höhe von 0,5 % bei den passiven Ansätzen, die zusätzlich zu den Kosten in den Zielfonds anfallen. Bei 100.000 EUR Mindestanlagebetrag summieren sich diese Kosten auf 500 EUR. Für dieses Geld können passive Ansätze inklusive Rebalancing auch in Eigenregie vorgenommen werden.

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