IQ Option robot eingestellt: Automatisierter Binäre Optionen Handel auf dem Prüfstand

Interessenkonflikte bleiben Damoklesschwert

IQ Option robot eingestellt
Der IQ Option robot wurde im Januar 2017 eingestellt. Wie kam es dazu? Sind Autotrader für Binäre Optionen grundsätzlich unseriös? Worin besteht die spezielle Problematik von Algorithmen bei Binären Optionen? Diese und weitere Fragen werden in diesem Beitrag erörtert.

  • IQ Option hat den robot eingestellt
  • Algorithmen bilden mechanische Handelssysteme ab
  • Die Systeme können im Aktien- und CFD Handel sehr nützlich sein
  • Bei Binären Optionen können sich Interessenkonflikte ergeben

Broker können ihre Kunden via Bot zu mehr Umsätze animieren

Inhaltsverzeichnis

     

    1. Der IQ Option robot wurde eingestellt

    IQ Option hat den Autotrader am 17. Januar 2017 eingestellt. Begründet wird dies mit „technischen Ungleichgewichten“ – in der englischsprachigen Mitteilung hieß es im Wortlaut „due to the technical imbalance“. Der Broker fügte an, dass Integrität und Respekt die „Schlüsselwerte“ für IQ Option blieben und entschuldigte sich für alle durch den IQ Option robot entstandenen Unannehmlichkeiten.

    Dieser Beitrag thematisiert automatisierte Handelssysteme im Zusammenhang mit Binären Optionen. Fast immer werden Algorithmen wie der IQ Option robot durch denselben Broker entwickelt und angeboten, der auch die Transaktionen durchführt. Daraus erwächst zwangsläufig ein Interessenkonflikt, der im schlimmsten Fall in einer handfesten Übervorteilung der Kunden münden kann.

    Der IQ Option Robot wurde mittlerweile eingestellt.

    Der IQ Option Robot wurde mittlerweile eingestellt.

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    2. Wie funktionieren Binäre Optionen Bots?

    Wie funktionieren algorithmische Handelssysteme, zu denen auch der mittlerweile eingestellte IQ Option Autotrader zu zählen ist? Die Basis all dieser Angebote sind mechanische Handelssysteme. Diese definieren Einstiegssignale, bei deren Auftreten automatisch eine Position eröffnet wird.

    Chart-MT5-Dreieck

    Automatisierte Handelssysteme erkennen Signale

     

    Der Vorteil für Trader: Die ständige Anwesenheit am Bildschirm ist nicht erforderlich. Tritt in einem in die Methode mit einbezogenen Markt ein Handelssignal auf, eröffnet die Software automatisch eine Position. Anleger müssen nicht selbst Entscheidungen treffen, sondern können sich vollständig auf ein klar definiertes Regelwerk verlassen.

    Es wird ein mechanisches Handelssystem ausgewählt

    Im ersten Schritt muss festgelegt werden, welches Regelwerk angewandt wird. Im Kontext von Binären Optionen entscheiden meistens Broker darüber, welche Algorithmen zur Auswahl stehen. Grundsätzlich kann jedes mechanische Handelssystem automatisiert umgesetzt werden.

    Ein Handelssystem kann zum Beispiel vorsehen, dass eine Call Option gekauft wird, wenn ein fünftägiger gleitender Durchschnitt einen zehntägigen gleitenden Durchschnitt von unten nach oben überkreuzt. Eine Shortposition kann in derselben Logik geöffnet werden, wenn der fünftägige Durchschnitt den zehntägigen Durchschnitt von oben nach unten durchkreuzt. Bereits diese sehr simple Definition stellt ein mechanisches Handelssystem dar.

    In der Praxis können Kriterien weitaus komplizierter sein und mehrere Indikatoren einbeziehen. So werden trendfolgende Indikatoren (zu den auch gleitende Durchschnitte gehören) häufig unter der Bedingung eingesetzt, dass der ADX das Vorliegen eines Trends signalisiert. Der ADX stellt dann einen Filter dar. Die Zielsetzung: Die bei trendfolgenden Methoden in Seitwärtsmärkten auftretenden Schwächephasen sollen so weit wie möglich reduziert werden.

    Treten Signale auf, werden automatisch Positionen eröffnet

    Werden mechanische Handelssysteme im Zusammenhang mit Binären Optionen eingesetzt, generieren sie fast ausschließlich Einstiegssignale. Im Aktien- und Terminhandel werden zusätzlich Ausstiegssignale und Maßnahmen zur Defizitbegrenzung in das System implementiert.

    Ausstiegssignale und Maßnahmen zur Defizitbegrenzung sind bei Binären Optionen allerdings nur bedingt sinnvoll: Digitaloptionen enden entweder mit einer Rendite in fixer Höhe oder mit einem Totaldefizit. Die Definition eines Maximaldefizits durch Stop Loss ist dagegen nicht möglich. Daran ändern auch die zwischenzeitlich vermehrt vorhandenen Möglichkeiten zur vorzeitigen Schließung von Positionen nichts.

    Equilla-Code-Tradesignal

    Quellcode eines Handelssystems in der Sprache Equilla

     

    Die vorzeitige Schließung einer Position erfolgt im Binäre Optionen Handel nicht, wenn der Basiswert ein bestimmtes Kursniveau erreicht, sondern allenfalls wenn die Option selbst ein bestimmtes Kursniveau annimmt. Maßgeblich für die Begrenzung der Defizite ist und bleibt deshalb die Positionsgrößenbestimmung.

    Eine Ausnahme bilden allenfalls Leiter Optionen, die die Aufteilung einer Position auf verschiedene Ausübungspreise ermöglichen und dadurch das Risiko ein Stück weit streuen. Auch hier lässt sich jedoch ein Totaldefizit keinesfalls ausschließen.

    3. Warum stehen Bots im Verdacht, Interessenkonflikte zu provozieren?

    Warum stehen Algorithmen wie der IQ Option bot immer wieder in der Kritik? Der Grund liegt in potentiellen Interessenkonflikten. Rechtlich betrachtet weisen Broker den Beratungscharakter von mechanischen Handelssystemen zwar zurück und beschreiben diese als Angebote rein informativer Natur. Faktisch werden jedoch Positionen ausschließlich durch das Auftreten von Handelssignalen ausgelöst.

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    Der Broker könnte über seine eigenen Umsätze entscheiden

    Binäre Optionen Broker leben von Deckungsbeiträgen, in die Optionsprämie einkalkuliert sind. Je häufiger gehandelt wird, desto mehr Geld sollte ein Broker im Zeitverlauf verdienen, da die Marktpreisrisiken innerhalb des Kundenbestands weitgehend neutralisiert oder extern abgesichert werden.

    Wird dem Kundenstamm ein Algorithmus nahegelegt, der auf Basis eines mechanischen Handelssystems Positionen automatisch eröffnet, könnte bei der Entwicklung des Handelssystems dessen Auswirkung auf die Umsätze des Brokers berücksichtigt worden sein.

    So könnte ein Broker vermehrt Handelssysteme anbieten, die erfahrungsgemäß zu einer großen Zahl von Transaktionen führen. Das ist im Interesse des Brokers, nicht aber zwingend im Interesse der Kunden. Im Interesse des Brokers ist eine möglichst große Anzahl von Transaktionen, im Interesse der Kunden ist eine möglichst hohe Rendite. Hier ergibt sich ein potentieller Interessenkonflikt.

    Diese Problematik betrifft keinesfalls nur Binäre Optionen Broker. Auch CFD Broker könnten ihre Kunden durch entsprechend stark beworbene Handelssysteme zu vermehrter Aktivität animieren. CFD Broker verdienen genauso wie Binäre Optionen Broker Geld durch Handelsumsätze, da diese stets mit Margen verbunden sind.

    Der Broker könnte seinen Kundenstamm mit Bots abschöpfen

    Aus Sicht eines Brokers neutralisieren die Kunden das gesamte Marktpreisrisiko bestenfalls unter sich. Ein Beispiel: 1.000 Kunden setzen jeweils 100 EUR auf einen steigenden DAX, 1.000 Kunden setzen jeweils 100 EUR auf einen fallenden DAX. Beide Kundengruppen beginnen bei einem Basispreis von 10.000 Punkten, der zu diesem Zeitpunkt dem Marktpreis entspricht.

    Eine solche Situation stellt für Broker ein Paradies dar. Die Gruppe der Kunden mit dem glücklicheren Händchen erhält bei einer Ablaufrendite von 90 % 190.000 EUR. Die andere Kundengruppe verliert ihre gesamte Investition. Der Broker verdient somit 10.000 EUR, ohne Marktpreisrisiken tragen bzw. diese am Finanzmarkt absichern zu müssen.

    Was, wenn ein Broker seinen Kunden automatisierte Handelssysteme anbietet und bei der Entwicklung dieser Systeme das Kriterium der internen Neutralisierung berücksichtigt? So könnte zum Beispiel einer Gruppe ein Algorithmus angeboten werden, der bei einer bestimmten Bollinger Band Konstellation ein Kaufsignal ausgelöst, während dieselbe Konstellation bei einem anderen Algorithmus eine Verkaufsposition auslöst.

    Durch die vollautomatische Ausführung der gegenläufigen Positionen erzielt der Broker fortlaufend eine Rendite. Im Interesse der Kunden kann eine solche Konstellation dagegen nicht sein. Schließlich wird mit den Handelssystemen dann gerade nicht versucht, eine im Vergleich zum Zufall signifikant erhöhte Trefferquote zu erreichen.

    Put-Call-Ratio-Index

    Berechnet ein Broker die Put/Call Ratio hausintern, könnte er seine Kunden mit den Informationen benachteiligen

     

    Im Extremfall könnte ein Broker seine eigenen Interessen im Hinblick auf internes Matching sogar direkt in einen Algorithmus einfließen lassen, in dem die hausinterne Call/Put Ratio berücksichtigt wird. Kaufen an einem Tag sehr viele Anleger Calls, könnte einer anderen  Gruppe der Kauf von Puts empfohlen werden, um dies auszugleichen.

    Es sei ausdrücklich angemerkt, dass die obigen Überlegungen reine Mutmaßungen sind und uns keine konkreten, belastbaren Informationen in dieser Hinsicht vorliegen. Es besteht auch kein besonderer Verdacht gegenüber einzelnen Brokern im Hinblick auf die Anwendung solcher Methoden. Die Ausführungen sollen lediglich darlegen, wie durch die Kombination aus einem durch einen Broker angebotenen Handelssystem und den wirtschaftlichen Interessen des Brokers Interessenkonflikte entstehen können.

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    4. Gibt es für Binary Bots eine Zukunft?

    Gibt es für Tools wie den IQ Option Autotrader eine Zukunft? Das ist durchaus möglich, wenn die Branche sich verändert. In anderen Bereichen sind mechanische Handelssysteme zu Recht als Alternative zum diskretionären Handel anerkannt. Die Binäre Optionen Branche ist allerdings zu zentralisiert.

    Die Markenvielfalt des Marktes darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass hinter den Kulissen nur relativ wenige Plattformen maßgeblich sind. Diese wenigen Anbieter entwickeln Technologie und stellen das Market Making für unzählige White Label Lizenznehmer. Diese sind streng genommen gar keine Broker (obwohl selbstredend eine entsprechende Lizenzierung vorhanden ist), sondern lediglich Vermittler für Lizenzgeber. Die Lizenznehmer werden für Umsätze provisioniert, entwickeln aber selbst keine Technologie und quotieren auch nicht selbst.

    Anders als im CFD Handel gibt es zu den Quotierungen der maßgeblichen Akteure kein reguliertes Korrektiv. Würden CFD Broker ihre Kunden durch die Kursstellung bei Index-CFDs übervorteilen, müsste dies erstens sehr schnell auffallen, da laufend Kurse der Referenzbörse verfügbar sind. Zweitens könnte ein großer Teil der Kunden auf Alternativen wie zum Beispiel gehebelte Indexzertifikate ausweichen.

    Das ist im Binäre Optionen Handel nicht möglich, weil diese Produkte nicht an der Börse gehandelt werden. Die gesamte Branche (Kursstellung, Technologie usw.) liegt damit in wenigen Händen. Von einigen wenigen nicht ausgereiften Ausnahmen abgesehen gilt das auch für die Handelssoftware. Eine nicht direkt durch Broker entwickelte Software wie zum Beispiel MetaTrader im CFD und FX Handel gibt es nicht.

    Die Branche bedarf einer Dezentralisierung

    Die Binäre Optionen Branche bedarf deshalb einer Dezentralisierung, bevor automatisierte Handelssysteme flächendeckend nutzbar sind. Es muss möglich sein, Handelssysteme vollkommen unabhängig von einem Broker zu entwickeln bzw. entwickeln zu lassen und diese ohne Abstriche umzusetzen. Solange die Broker selbst bestimmen, welche Handelssysteme eingesetzt werden, ist das Risiko eines Kontrolldefizites zu groß.

    Wünschenswert wären eine größere Zahl von Anbietern mit voller Wertschöpfungstiefe, von Brokern unabhängige Software und unabhängige Referenzpreise für Binäre Optionen. Broker müssten von den Finanzaufsichtsbehörden darüber hinaus angehalten werden, detaillierte Statistiken zu ihren tatsächlichen Ablaufrenditen zu veröffentlichen und sämtliche Abrechnungskurse zu dokumentieren. Letzteres wird von einigen Brokern (darunter zum Beispiel IQ Option) mittlerweile angeboten, ist aber noch längst nicht Standard.

    Binäre Optionen über ein MTF handeln?

    Anstelle weniger Market Maker wäre für die Quotierung ein Multilateral Trading Facility (MTF) wünschenswert. Solche regulierten Handelssysteme könnten zu einer fairen und transparenten Preisbildung für Binäre Optionen beitragen.

    LMAX-Spread-Chart

    IM FX Handel gibt es bereits MTFs – für Binäre Optionen noch nicht

     

    Die Preisbildung über regulierte, außerbörsliche Handelsplätze setzt allerdings eine deutlich stärkere Standardisierung der Kontrakte voraus. Diese würde zwar einige Umstrukturierungen erfordern, wäre aber keinesfalls unmöglich.

    Bislang entscheiden Trader, zu welchem Zeitpunkt eine Option eröffnet wird. Denkbar wäre, dass für die zahlreichen Basiswerte, die in der Branche eine Rolle spielen, künftig in festgelegten Zeitintervallen Optionen aufgelegt werden. Im DAX wäre dies zum Beispiel alle 5 Minuten denkbar. Dann existiert ein standardisierter Kontrakt zum Beispiel für den 9:05 Uhr DAX Call.

    Die Orders werden von Kunden über die Handelsplattformen der Broker eingegeben und durch die Broker an das MTF weitergeleitet. Gegenläufige Positionen können im MTF gematched werden, überhängende Positionen bieten Raum für Aktivitäten anderer Finanzmarktteilnehmer.

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    Eine durch Angebot und Nachfrage gesteuerte Preisbildung ist insbesondere im Zusammenhang mit 0-100 Optionen denkbar. Diese Kontrakte werden bei Eintritt des Basisereignisses mit 100 EUR, bei Nichteintritt null Euro abgerechnet. Aus dem Kurs ergibt sich die Rendite (*Betrag, der einem Account im Zuge eines erfolgreichen Trades angerechnet wird). Die Optionen werden bereits bei verschiedenen Brokern genutzt, die Kursstellung erfolgt dort jedoch ausschließlich via Market Making. Technisch wäre die flächendeckende Einführung dieser Optionstypen für die Branche keine Hürde.

    Kurzum: Bevor automatisierter Handelssysteme wie der IQ Option bot mit gutem Gewissen einsetzbar sind, müssen in der Branche Änderungen eintreten. Diese betreffen die Struktur mit wenigen Lizenzgebern und vielen Marken ebenso wie das gänzliche Fehlen standardisierter Kontrakte und regulierter Preisbildung.

    Bislang ist eine solche Entwicklung allerdings keinesfalls in Sicht. Aufgrund der Auflagen und Verbote einzelner Regulierungsbehörden erscheint derzeit vielmehr eine Verschiebung von Teilen des Handels aus dem Finanzmarkt- in den Glücksspielsektor wahrscheinlich.

    5. Sind mechanische Handelssysteme grundsätzlich schlecht?

    Ungeachtet dessen büßen mechanische Handelssysteme außerhalb des Binäre Optionen Handels keinesfalls ihre Legitimation ein. Klar definierte Ein- und Ausstiegssignale sowie Regeln zur Defizitbegrenzung sind entscheidende Erfolgsfaktoren für Trader.

    Ein gutes Handelssystem vollzieht mehrere Schritte, die ansonsten manuell durchgeführt werden müssten:

    • Den Scan dutzender, mitunter sogar hunderter Märkte
    • Die Anzeige von Märkten, die nahe an einem Handelssignal stehen
    • Das Öffnen von Positionen bei Auftreten eines Handelssignals
    • Das Schließen von Positionen bei Auftreten eines Exit Signals
    • Die Defizitbegrenzung bei Auftreten eines Stop Loss Signals

    Handelssysteme im Aktien- und Terminhandel können vollkommen unabhängig von Brokern entwickelt werden und ihre Signale auf Basis der Kurse von regulierten Referenzbörsen generieren. Broker haben keinen Einfluss auf die Anzahl der Signale und ihre Verbreitung im eigenen Kundenbestand.

    Binäre Optionen Methoden manuell umsetzen

    Trader sollten Systeme für Binäre Optionen bis auf weiteres manuell umsetzen, da die wenigen nicht durch Broker angebotenen automatisierten Lösungen (Plugins usw.) bislang nicht restlos überzeugen können.

    Die manuelle Umsetzung ist nicht zwingend mit viel Aufwand verbunden, wenn für die Vorarbeiten ein Marktscanner genutzt wird. Dieser informiert, wenn ein Markt in die Nähe eines Handelssignals rückt und informiert erneut, wenn das Handelssignal tatsächlich ausgelöst wird. Solche Marktscanner sind schon für wenige Euro pro Monat erhältlich.

    Trader lassen sich über Märkte in der Nähe von Handelssignalen informieren und setzen diese Märkte auf eine Watchlist mit Kursalarm. Wird ein Handelssignal ausgelöst, kann die Position manuell eröffnet werden – gegebenenfalls auch über ein Smartphone.

    Der Handel kann auch parallel auf einem Demokonto geübt werden.

    Der Handel kann auch parallel auf einem Demokonto geübt werden.

    Was macht gute Handelssysteme für Binäre Optionen aus?

    Gute Handelssysteme für Binäre Optionen zeichnen sich durch drei Dinge aus: Erstens die Trefferquote, zweitens die Trefferquote, drittens die Trefferquote. Wer sich auf faire Rücknahmepreise für die vorzeitige Schließung von Position nicht verlassen will, muss das digitale Prinzip akzeptieren. Das bedeutet, dass eine Option entweder mit einer festgelegten Rendite abgerechnet wird oder im Totaldefizit endet.

    Das ist ein gravierender Unterschied zum Handel mit Aktien-CFDs. Hier lassen sich erstens die Defizite begrenzen, zweitens ist unklar, wie viel Rendite eine vorteilhafte Position schlussendlich abwirft. Wenn die Höhe der Renditen in vorteilhaften Trades und die Höhe der Defizite in defizitären Trades feststehen, bleibt nur die Trefferquote als einzige Stellschraube.

    Eine hohe Trefferquote erfordert zumeist die Beschränkung auf einige wenige Märkte. Grundsätzlich funktionieren Handelssysteme zwar in jedem Markt: Entscheidend sind jedoch Parametereinstellungen, die für jeden einzelnen Markt anzupassen sind. Die Beschränkung auf einige wenige Basiswerte ist deshalb sinnvoll.

    Die Trefferquote kann durch Filter erhöht werden. Ein simples Beispiel sind wiederum Trendfolgemethoden. Im Aktienhandel gilt, dass ein früh generiertes, trendfolgendes Handelssignal mit einer höheren Fehleranfälligkeit behaftet ist als ein spät generiertes Handelssignal. Dennoch handeln viele Trader auch die früh generierten Signale, da hier das Renditenpotenzial größer ist. Im Handel mit Binären Optionen gilt das nicht, da die Rendite ohnehin fix ist. Spät generierte Handelssignale mit einer höheren Trefferquote sind früh generierten Handelssignalen mit größerem Kurspotenzial deshalb vorzuziehen.

    Fazit

    Der IQ Option robot wurde aufgrund technischer Ungleichgewichte im Januar 2017 eingestellt.  Meistens bestimmt der Broker, welche Handelssignale für die automatisierte Umsetzung angeboten werden. Dabei könnten solche Algorithmen bevorzugt werden, die ein hohes Transaktionsvolumen und eine weitgehende Neutralisierung des Risikos innerhalb des Kundenbestands begünstigen. Trader können mit Marktscannern selbst Signale generieren und diese manuell umsetzen und so das Risiko von Übervorteilung umgehen.

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