Entwicklung Option/Optionsschein

Entwicklung Option/Optionsschein

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In diesem Ratgeber geht es um die Entwicklung der Option (Optionsschein). Bei Optionen handelt es sich, im Gegensatz zu Optionsscheinen, nicht um verbriefte Wertpapiere. Für die unterschiedlichen Bezugspreise und Laufzeiten ist immer nur eine bestimmte Option zu finden. Bei Optionsscheinen ist dies grundsätzlich anders. In diesem Fall sind für den gleichen Basispreis und Bezugszeitraum unzählige, diverse Optionsscheine vorhanden. Betrachtet man das Bezugsverhältnis von Optionen auf Aktien, so bezieht sich eine Option im Allgemeinen auf eine Aktie. Bei einem Optionsschein gibt es hingegen oft ein Bezugsverhältnis von 1:10, sodass also zehn Scheine notwendig wären, um hierfür eine Aktie zu erwerben.

  • Entstehung der Optionen geht auf Tulpenzwiebeln zurück
  • Optionen und Optionsscheine sind unterschiedliche Finanzinstrumente
  • Verschiedene Einflussfaktoren auf die preisliche Entwicklung von Optionen
  • Die Griechen: Delta, Omega, Vega, Theta
Inhaltsverzeichnis
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    Die „Option“: Geschichtlicher Rückblick

    Bevor ein Anleger in den Handel mit Optionen einsteigt, sollte er sich zunächst mit der doch recht ungewöhnlichen Entstehung dieses Finanzinstruments beschäftigen. Hierzu ist es erforderlich, einige Jahre in der Geschichte zurückzublicken. Die Reise geht dabei in die Niederlande des 17. Jahrhunderts. Damals erfreute sich eine ganz bestimmte Pflanze immer größerer Beliebtheit; und doch hätte sie ein ganzes Land beinahe in den Ruin getrieben: die Tulpe, an der sich heute viele Menschen im eigenen Garten erfreuen. Zwischen dem 16. und dem 17. Jahrhundert kam die Tulpe aus der Türkei in die Niederlande. In den ersten Jahren fand die Pflanze allerdings kaum Beachtung.

    Die Tulpe als Trendobjekt

    Nach und nach begannen jedoch niederländische Züchter damit, die bislang noch einfarbige Pflanze zu kreuzen. Es entstanden neue Arten und Farben, die bei den Niederländern großes Interesse hervorriefen. Immer mehr Konkurrenz entstand, jeder Züchter wollte ein eigenes, besonderes Exemplar erschaffen. Weil das Angebot begrenzt war und die Nachfrage stetig wuchs, waren auch die Preise entsprechend hoch. Es entstand die Situation, dass es möglich war, mit dem Züchten sowie dem Handel von Tulpen viel Geld zu verdienen. Allerdings muss erwähnt werden, dass es sich dabei nicht mehr nur um die Pflanzen handelte, sondern um die Tulpenzwiebeln. Der Trend entwickelte sich dahin, dass selbst Zwiebeln, die sich noch im Boden befanden, bereits gehandelt wurden. Somit war es unausweichlich, dass ein Handelsinstrument eingeführt werden musste, mit dem eine solche Ware gehandelt werden konnte, die es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch gar nicht gab.

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    Die Entstehung der Optionen

    Die Entwicklung der Option ist also auf Tulpenzwiebeln zurückzuführen. So banal dies klingen mag, so sinngemäß ist es: Der Verkäufer von Tulpenzwiebeln gab dem interessierten Käufer das Versprechen, eine bestimmte Menge von Zwiebeln zu einem bestimmten Zeitpunkt und zu einem bestimmten Preis zu verkaufen. Der Käufer verpflichtete sich, diese Zwiebeln zum vereinbarten Zeitpunkt und Preis zu kaufen. Damit waren die „Optionen“ geboren.

    Der Unterschied zu heutigen Optionen

    Zu den heutigen Optionen gibt es jedoch einen Unterschied. In der Vereinbarung, die im 18. Jahrhundert zwischen dem Käufer und dem Verkäufer geschlossen wurde, hatte der Käufer eine Ausübungspflicht. Demnach durfte er sich also nicht aussuchen, ob er die Zwiebeln zu dem Ausübungszeitpunkt kaufen will oder nicht. Er war dazu verpflichtet sie zu kaufen, und zwar exakt in der Menge und zu dem Preis, die vorab vereinbart wurden. Dieser doch recht große Unterschied zu heutigen Optionen hatte damals weitreichende Folgen.

    Viele Handwerker verwendeten ihr gesamtes Vermögen, setzten es für ein solches Geschäft ein, in der Erwartung, dass die Preise für die Zwiebeln stetig steigen würden.

    Beispiel: Ein Handwerker setzte sein Vermögen von 1.000 Gulden ein und kaufte damit die Option, in sechs Monaten Tulpenzwiebeln im Wert von 1.000 Gulden zu erhalten. Der Handwerker glaubte daran, dass die Tulpenzwiebeln in einem halben Jahr im Wert steigen würden. Angenommen, es hätte sich um eine Wertsteigerung auf 1.500 Gulden gehandelt, dann hätte er die Tulpenzwiebeln für 1.000 Gulden kaufen und wieder verkaufen können, und hätte außerdem einen Gewinn von 500 Gulden generiert.

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    Spekulationsblase „Tulpenmanie“: Die Niederlande in der Krise

    Das Erzielen von Gewinnen funktionierte damals auf diese Weise recht gut. Im Jahr 1637 kam es jedoch zu einem Problem. Die Entwicklung der Optionen, die im Nachhinein betrachtet viel zu schnell vonstatten ging, geriet ins Wanken. Es kam zum Einbruch der Nachfrage. Nur noch wenige Käufer glaubten daran, dass sich die Zunahme fortsetzen könnte.

    In Bezug auf das eben genannte Beispiel des Handwerkers könnte es sich wie folgt abgespielt haben: Der Preis für die Tulpenzwiebeln stieg nicht wie erwartet auf 1.500 Gulden an, sondern sank innerhalb kurzer Zeit auf 100 Gulden ab. Damit stand der Handwerker nun vor der Situation, dass er Tulpenzwiebeln für 1.000 Gulden kaufen musste, die aber nur noch einen Wert von 100 Gulden hatten.

    Es ist gut nachvollziehbar, in welch prekärer Situation ein Land gewesen sein musste, in dem die Bevölkerung zum großen Teil an dem Handel mit Tulpenzwiebeln beteiligt war. Allerdings muss erwähnt werden, dass diese Entwicklung nicht auf die Funktion der Optionen zurückzuführen war. Vielmehr waren es die teilweise falschen Einschätzungen vieler Marktteilnehmer. Denn zum damaligen Zeitpunkt konnte sich kaum jemand vorstellen, dass die Preise für die Zwiebeln einmal wieder sinken könnten.

    Bei dem sogenannten „Tulpenwahn“ oder der „Tulpenmanie“ handelt es sich um die erste Spekulationsblase in der Wirtschaftsgeschichte. Auf die Entwicklung des Finanzinstrumentes „Option“ hatte sie jedoch keinen negativen Einfluss. Ganz im Gegenteil – Optionen sind heute für viele Märkte einsetzbar und werden bei Privatanlegern zunehmend als attraktive Geldanlage genutzt.

    Optionen und Optionsscheine: Die Unterschiede

    Mittlerweile sind Optionen und Optionsscheine beliebte Handelsinstrumente bei Anlegern. Auf den ersten Blick handelt es sich aber nicht unbedingt um leicht verständliche Finanzprodukte. Dennoch lohnt es, sich mit den Instrumenten näher zu beschäftigen, denn die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten sprechen für sich. Auch lassen sich zahlreiche Trading-Strategien abbilden, die mit anderen Derivaten nicht umsetzbar sind. Grundsätzlich handelt es sich bei Optionen und Optionsscheinen um ähnliche Produkte. Dennoch gibt es einige Unterschiede.

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    Optionen

    Eine Option wird an einer Terminbörse gehandelt. Jeder Marktteilnehmer kann/darf Optionen an einer Terminbörse handeln, kaufen und verkaufen. Somit gibt es keinen zentralen Emittenten. Die handelbaren Optionen werden durch die Terminbörsen lediglich in Bezug auf die Laufzeiten und Ausübungspreise standardisiert. Die Marktteilnehmer können die Optionen verkaufen, ohne sie zu besitzen. Damit werden sie selbst zu Emittenten. Demnach orientiert sich die Preisbildung an Angebot und Nachfrage der Optionen.

    Der Verkauf von Optionen, die ein Anleger zuvor gekauft hat (der Leerverkauf), wird als „Schreiben“ bezeichnet. Bei dem Schreiben von Call-Optionen auf die gehaltenen Aktien handelt es sich um eine beliebte Strategie von Aktieninhabern, die ein begrenztes Risiko haben. Im Ausübungsfall können sie die Aktien aus dem eigenen Bestand liefern, ohne einen Kauf am Markt zu tätigen.

    Optionsscheine

    Anders als Optionen werden Optionsscheine nicht an Terminbörsen gehandelt, sondern ausschließlich an normalen Wertpapierbörsen sowie außerbörslich im direkten Handel. Es gibt immer eine Bank (einen Emittenten), der stetig An- und Verkaufspreise stellt. Hier ergeben sich die Preise nicht aus Angebot und Nachfrage. Vielmehr werden die Preise vom Emittenten festgelegt.

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    Preisliche Entwicklung Option/Optionsschein

    Auf Grundlage des bekannten Berechnungsmodells „Black & Scholes“ sehen wir uns nachfolgend an, welche Einflussfaktoren für die Errechnung des Preises wichtig sind.

    Basiswert: An erster Stelle steht der Preis des Basiswertes. Im Falle einer Aktie ist demnach der Kurs der Aktie die wichtigste Einflussgröße, die sich auf den Preis der Option auswirkt.

    Volatilität: Eine weitere wichtige Rolle spielt die Volatilität des Basiswertes. Damit sind die erwarteten (künftigen) Schwankungen einer Aktie gemeint. Die Volatilität nimmt großen Einfluss auf den Optionspreis. Je höher sie ist, desto besser wirkt sich dies im Normalfall auf den Wert der Option aus. Auch der Ausübungspreis spielt für die Preisfindung der Option natürlich eine Rolle. Hieran wird festgemacht, ob eine Option zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit Gewinn oder auch mit Verlust veräußert werden könnte.

    Restlaufzeit: Nicht zuletzt spielt auch die Restlaufzeit einer große Rolle. Denn je länger eine Option noch läuft, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Aktienkurs den Ausübungspreis übertrifft.

    Zinssatz: Zusätzlich muss der risikofreie, kurzfristige Zinssatz am Markt noch betrachtet werden. Nach dem genannten Bewertungsmodell hat ein Anstieg des Zinssatzes eine positive Wirkung auf die Entwicklung des Preises einer Option (Call-Option).

    Dividendenzahlung: Die Dividendenauszahlung ist der letzte Einflussfaktor. Bei einer Option auf Aktien stehen jene Optionen besser da, für deren Aktien die Händler keine Dividenden zahlen müssen. Der Grund ist darin zu finden, dass es bei Auszahlungen von Dividenden besser ist, die Option auszuüben, weil ansonsten auf die Dividenden verzichtet wird.

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    Die Griechen – Berechnung von Elastizitäten und Sensitivitäten

    Um mit Hilfe des Berechnungsmodells einen realistischen Preis errechnen zu können, werden die genannten Einflussfaktoren entsprechend integriert. Die Berechnungen werden durch griechische Buchstaben gekennzeichnet.

    1. Delta

    „Delta“ gibt an, wie sich der Optionen-Preis verändert, wenn sich der Kurs des Basiswertes eine Einheit verändert. Dabei bezieht sich Delta auf das Kriterium „Preis des Basiswertes“. Man könnte es auch anders ausdrücken: Nach der Dividendenauszahlung verliert die Aktie die Dividendensumme an Wert. Allerdings profitiert der Halter der Option nicht von der Auszahlung, ist jedoch betroffen durch den Wertverlust in der Aktie.

    2. Omega

    „Omega“ ist als Elastizität zu verstehen. Dabei handelt es sich um die prozentuale Veränderung einer Option bei einer Veränderung des Basiswertes von einem Prozent. Besteht beispielsweise ein Omega von acht, so würde eine Option um acht Prozent steigen, wenn der Basiswert um einen Prozent ansteigt. Omega ist auch als „effektiver Hebel“ bekannt.

    3. Vega

    „Vega“ bezieht sich auf das Verhältnis einer Option zur Volatilität eines Basiswertes. Damit soll erkennbar gemacht werden, wie ein Optionspreis reagiert, wenn die Volatilität fällt oder steigt.

    4. Theta

    „Theta“ bezieht sich wiederum auf die Restlaufzeit einer Option. Der griechische Buchstabe gibt an, wie stark sich der Wert der Option ändert, wenn die Restlaufzeit um einen Tag verkürzt wird.

    Auch wenn es sich um sehr viele Definitionen handelt, lohnt es sich für Anleger, sich in die Thematik einzuarbeiten. Optionen-Anleger sollten die Begriffe kennen. Eine ausführliche Beschreibung der „Griechen“ ist auf dem Portal in einem weiteren Ratgeber zu finden.

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    Häufig gestellte Fragen zu Optionen

    1. Was ist eine Call-Option?

    Bei einer Call-Option handelt es sich um ein Finanz-Produkt, welches einem Käufer das Recht gibt, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Auch das Datum (Verfallsdatum), an dem bzw. bis zu dem die Ausübung des Rechts erfolgen kann, ist festgelegt. Als Optionsprämie wird der Betrag bezeichnet, für den eine Option gehandelt wird.

    2. Was ist eine Put-Option?

    Bei einer Put-Option handelt es sich um ein Finanz-Produkt, welches einem Käufer das Recht gibt, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu verkaufen. Das Datum ist ebenfalls festgelegt.

    3. Was ist der Basiswert einer Option?

    Bei dem Basiswert einer Option handelt es sich um das Anlageprodukt, auf dem der Kurs eines Derivates beruht. Anlageprodukte können zum Beispiel Aktien, Währungen oder Rohstoffe sein.

    4. Was ist das Verfallsdatum einer Option?

    Das Verfallsdatum einer Option sagt aus, wann ein Finanzprodukt verfällt. In der Regel ist es immer der dritte Freitag des Verfallsmonats. Allerdings gibt es bei Wochen- und Tagesoptionen auch abweichende Daten.

    5. Was ist bei einer Option der Ausübungspreis?

    Bei dem Ausübungspreis einer Option handelt es sich um den Kurs, für welchen der Optionsinhaber den zugrundeliegenden Wert kaufen oder verkaufen kann. Wenn die Optionslaufzeit abgelaufen ist, kann der Inhaber der Option darüber bestimmen, ob er das Recht ausübt und zu dem Ausübungspreis verkaufen oder kaufen möchte.

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    Fazit Entwicklung Option/Optionsschein: Von der „Tulpe“ zum interessanten Spekulationsinstrument

    Bei Optionen und Optionsscheinen handelt es sich um Spekulationsinstrumente. Die Anlageformen spekulieren auf eine gewisse Entwicklung im Rahmen eines festgesetzten Zeitraums. Aus diesem Grund wird der Handel mit Optionen auch als Termingeschäft bezeichnet. Optionen werden ausschließlich an speziellen Terminbörsen gehandelt. Für deutsche Privatanleger ist die wichtigste Börse hierfür die deutsch-schweizerische Eurex. Optionsscheine können an diversen Parkettbörsen sowie im außerbörslichen Handel unmittelbar bei dem Emittenten ge- und verkauft werden. Optionsscheine werden von Banken herausgegeben. Damit verbunden erhalten Anleger das Recht, innerhalb bzw. am Ende einer Laufzeit einen Basiswert zu einem bestimmten (Basis-) Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Bei den Basiswerten kann es sich um Aktien handeln, es gibt jedoch auch Optionsscheine auf Währungen, Anleihen, Indizes oder sogar Edelmetalle. Die sogenannten Calls sind Optionsscheine, die zum Kauf eines Basiswertes berechtigen. Put-Optionsscheine berechtigen wiederum zum Verkauf eines Basiswertes zu einem bestimmten Preis. Die Entwicklung einer Option/eines Optionsscheins hängt von zahlreichen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem die Restlaufzeit oder auch die Frage, ob ein Basiswert unterhalb oder oberhalb des Basispreises notiert. Die Berechnung des Preises einer Option ist indes nicht leicht. Zahlreiche Einflussfaktoren können den Wert einer Option beeinflussen. Sowohl nach oben als auch nach unten. Die Faktoren müssen in einem Berechnungsmodell zusammengefasst werden. Zwar gibt es mehrere Herangehensweisen und diverse Modelle. Zu den bekanntesten zählt jedoch das Berechnungsmodell von Black & Scholes.

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