SEC lehnt erneut Bitcoin-ETF ab

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC lehnte kürzlich insgesamt neun Anträge für einen Bitcoin-ETF ab. Zwei davon kamen von dem bekannten ETF-Anbieter ProShares, der für seinen Bitcoin-ETF eine Kooperation mit der New York Stock Exchange (NYSE) einging. Auch GraniteShares stellte zwei Anträge auf einen Bitcoin-ETF. Weiter fünf Anträge zu gehebelten Bitcoin-ETFs stammten vom Finanzdienstleister Direxion. Die Entscheidung über die Anträge von Direxion wurden von der SEC Ende Juni vertagt.

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Inhaltsverzeichnis

    Absage aufgrund von Bedenken zu Betrug

    In ihrer Begründung zur erneuten Ablehnung dieser ETFs sagte die SEC, dass die Antragsteller die Regeln hinsichtlich des Schutzes vor Betrug und Marktmanipulation nicht ausreichend erfüllt hätten. Laut der Börsenaufsicht ging es bei der Entscheidung nicht um die Frage, ob Bitcoins oder die Blockchain-Technologie einen Wert oder Nutzen als Innovation oder Anlagemöglichkeit hat. Die SEC hat jedoch auch Bedenken, da Bitcoins weiterhin vor allem an unregulierten Börsen gehandelt werden.

    Weitere Entscheidung Ende September

    Ende September könnte die nächste Entscheidung über Bitcoin-ETFs in den USA anstehen. Diese wird weiterhin mit Spannung erwartet. Hier geht es um den Antrag von VanEck und SolidX, dem vor einigen Monaten große Chancen auf eine Zulassung eingeräumt wurden. Anfang August verschob die SEC eine Entscheidung allerdings zunächst.

    Dieser ETF weist im Vergleich zu den kürzlich abgelehnten Vorschlägen einige Besonderheiten auf. Anstatt auf einem Futures-basierten Fonds basiert dieser ETF auf tatsächlich vorhandenen Bitcoins und anderen Kryptowährungen. Derzeit erwartet man eine Entscheidung bis zum 30. September. Hier steht allerdings die Frage im Raum, wo die zugrunde liegenden Coins sicher aufbewahrt werden. Darüber hinaus sollt der VanEck-ETF zusätzlich versichert werden und aufgrund des hohen Einstandspreises soll er sich eher an institutionelle und professionelle Investoren richten.

    Diskussionen in der Kryptoszene

    Innerhalb der Krypto-Szene wird weiterhin diskutiert, ob ein Krypto-ETF wirklich sinnvoll ist. Investoren sehen darin aber praktische Vorteile. Über einen ETF würde der Handel mit Bitcoins und anderen Kryptowährungen deutlich vereinfacht und würde in einem regulierten und liquiden Umfeld, nämlich über standardisierte und regulierte Börsen, erfolgen. Damit würde einer größeren Zielgruppe der Handel mit Kryptowährungen ermöglicht. Da sich auf diesem Weg auch institutionelle Investoren verstärkt in den Krypto-Handel einbringen können, hätte diese zur Folge, das mehr Kapital in den Kryptomarkt fließen wird.

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    SEC will Ablehnungen erneut prüfen

    Allerdings gab die SEC kurz nach der Ablehnung der Anträge überraschend bekannt, dass sie die Ablehnung der neun Bitcoin-ETFs erneut prüfen will. Dies könnte eine Trendwende sein und ein positives Signal an den Kryptomarkt senden. Die SEC-Kommissarin Hester Pierce, die sich bereits anlässlich der letzten Ablehnung eines Bitcoin-ETFs für diese ausgesprochen hatte, schrieb bei Twitter, dass die Personalbestellungen, die die SRO-Regeln für Bitcoin-ETFS missbilligen, bis zu einer weiteren Überprüfung ausgesetzt würden.

    Sie erklärte, dass die SEC derartige Entscheidungen häufig an Mitarbeiter weiterleiten würde, sich jedoch das Recht vorbehält, die getroffenen Entscheidungen nochmals zu überprüfen und auch nach einer offiziellen Erklärung nochmals zu verändern. Hester Pierce vertrag bereits vor einigen Monaten die Ansicht, dass Anleger nach der Genehmigung eines Bitcoin-ETFs selbst entschieden könnten, ob sie diesen nutzen wollen oder nicht.

    Entscheidungen genauestens prüfen

    Darüber hinaus veröffentlichte sie ein Schreiben an die NYSE. Darin wird erläutert, das der SEC-Vorsitzende Jay Clayton und assoziierte Kommissare jeden Antrag, der bei der Börsenaufsicht eingeht, genauestens prüfen werden, um so festzustellen, ob die Mitarbeiter der Behörde korrekt und fair entschieden haben. Die veröffentlichte Kopie dieses Schreibens erhält jedoch weder ein Datum noch eine Frist, wann die Überprüfungsentscheidung veröffentlicht wird.

    Bereits seit einiger Zeit versuchen Finanzdienstleister und ETF-Anbieter innovative Produkte auf den Markt zu bringen, die in Zusammenhang mit Kryptowährungen stehen. Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC lehnt jedoch Anträge für Bitcoin-ETFs seit Sommer 2017 regelmäßig mit der Begründung ab, die Regeln der nationalen Wertpapierbörsen würden nicht erfüllt. Sie begründen ihre Ablehnungen also damit, dass die Kryptomärkte nicht reguliert seien.

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    Skepsis in der Kryptoszene

    Aus der Krypto-Szene selbst hört man zudem Kritik und Skepsis mit Blick auf Bitcoin-ETFs. Viele Investoren am Kryptomarkt scheinen nicht an einem ETF-Konstrukt interessiert zu sein und auch ohne solche klassischen Finanzinstrumente wächst der Kryptomarkt stetig. Anderen Investoren sind technische Innovationen wichtiger als neue Finanzprodukte. Dennoch ist die Nachfrage für Bitcoin-ETFs weiterhin groß, da diese vor allem institutionellen Investoren den Zugang zum Kryptomarkt erleichtern würden. Aus diesem Grund gehen viele Beobachter noch immer davon aus, dass die amerikanische Börsenaufsicht früher oder später einen Bitcoin-ETF genehmigen wird.

    Weiterer Schritt zur Etablierung von Kryptowährungen

    Ein Bitcoin-ETF ist für viele Beobachter und Investoren zudem der nächste logische Schritt bei der weiteren Entwicklung von Kryptowährungen. Die bereits handelbaren Bitcoin-Futures sind für Privatanleger nicht zugänglich und auch bei anderen Basiswerten zeigt sich, dass bei vielen Privatanlegern der Handel mit ETFs deutlich beliebter ist als mit Futures oder anderen Produkten. Über ETFs können sich als Kryptowährungen auch unter Kleinanlegern weiter etablieren. In Europa sind beispielsweise in der Schweiz und in Liechtenstein bereits Fonds mit Kryptowährungen auf den Markt gekommen. Auch Zertifikate mit Bitcoins als Basiswert sind handelbar. Allerdings gibt es auch in Europa bislang noch keinen etablieren Krypto-ETF.

    Hohe Anforderungen an Bitcoin-ETFs

    In den USA stellt die Börsenaufsicht hohe Anforderungen an einen ETF. Erst kürzlich wurden die Regelungen für standardisierte und exotische ETFs überarbeitet. Im Januar wurde ein Schreiben der SEC an Paul Stevens vom Investment Company Institute und an Timothy W. Cameron von der Securities Industry and Financial Markets Association bekannt. Darin erläuterte die Börsenaufsicht ihre Bedingungen für die Zulassung eines Bitcoin-ETFs.

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    Fünf Problembereiche bei Bitcoin-ETFs

    Die SEC sah zu Jahresbeginn fünf Problemfelder (Bewertung, Liquidität, Verwahrung, Arbitrage und Manipulation), für die aus ihrer Sicht bislang noch kein Bitcoin-ETF eine Lösung finden konnte. So muss an jedem Handelstag das Vermögen eines ETFs neu bewertet und so aus steuerlichen Gründen ein Nettoinventarwert errechnet werden. Hier stellt sich für die SEC die Frage, ob dies aufgrund der hohen Volatilität von Kryptowährungen und der fehlenden Regulierung der Kryptomärkte überhaupt möglich ist.

    ETFs müssen zudem so liquide sein, damit jeden Tag Rückkäufe durchgeführt werden können. Der Anbieter eines Bitcoin-ETFs müsste also entsprechende Maßnahmen ergreifen, dass ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen, um dieser Rückkäufe zu ermöglichen.

    Vermögenswerte sicher aufbewahren

    Darüber hinaus muss die sichere Verwahrung der Vermögenswerte gewährleistet sein. Dies kann bei Bitcoins und anderen Kryptowährungen durchaus ein Knackpunkt sein. Ein Anbieter muss deutlich machen, wie er beispielsweise mit Gefahren wie Hackerangriffen umgeht. Bislang gibt es keine standardisierten Vorgaben, wie Kryptowährungen aufbewahrt werden müssen. Bei Futures stellt sich diese Frage nicht, da dieses Finanzinstrument lediglich mit Kursveränderungen arbeitet.

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    Fairer Marktpreis und Manipulationen vermeiden

    Der vierte Punkt ist die sogenannte Arbitrage. Der Marktpreis des ETFS darf nicht wesentlich von seinem Nettoinventarwert abweichen. Hier stellen sich zahlreiche Fragen. Kann beispielsweise der sehr volatile Handel mit Kryptowährungen die Arbitrage beeinflussen? Eine andere Frage wäre, wie sich Probleme bei einer großen Kryptobörse oder gar die Schließung einer Kryptobörse auf die Arbitrage auswirken würde.

    Vor allem aber sieht die SEC die Gefahr von Manipulationen. Der Anlegerschutz an Kryptomärkten ist wesentlich geringer als an regulierten Wertpapierbörsen. Die Möglichkeiten für Betrug und Manipulation sind somit größer. Hier müsste sichergestellt werden, dass insbesondere Privatanleger gut geschützt sind. Bei ETFs müssen die Anleger zudem die Gesetzte zur Geldwäsche einhalten.

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    Wer in Europa mit ETFs handeln möchte, finden im niederländischen Broker Degiro womöglich einen passenden Partner. Vor zehn Jahren gründeten ehemalige Mitarbeiter der Binck Bank das Unternehmen. In den ersten Jahren konzentrierten sie sich vor allem auf institutionelle Anleger, dehnten das Angebot aber 2013 auch auf Privatanleger aus. Heute zeichnet sich Degiro vor allem durch seine sehr attraktive Kostenstruktur aus. Der Broker hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Kunden Brokerage zum Großhandelspreis anzubieten. Alle Kosten werden sehr transparent und übersichtlich angegeben. Dabei sind unter anderem die Depotführung und das Streichen von Orderlimits kostenlos.

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    Gebühren variieren je nach Börse

    Die anfallenden Gebühren hängen bei Degiro unter anderem davon ab, an welcher Börse ein Anleger aktiv wird. Degiro nimmt immer wieder neue Produkte und Handelsinstrumente in sein Angebot auf. Derzeit können Anleger mit über zwei Millionen Produkten an über 60 Börsen in aller Welt tätig werden. Allein das ETF-Angebot umfasst über 700 Produkte.

    Der Kundenservice ist telefonisch und per E-Mail erreichbar. Der Handel erfolgt über den Degiro Webtrader, den das Unternehmen selbst entwickelt hat. Auf der übersichtlichen Handelsplattform sind zahlreiche Werkzeuge und Features verfügbar. Dazu gehört unter anderem die Quick Bar, über die man besonders schnell seine Trades durchführen kann. Darüber hinaus sind Kurse kostenlos und in Echtzeit verfügbar.

    Fazit: Amerikanische Börsenaufsicht weiterhin skeptisch bei Bitcoin-ETFs

    Erneut lehnte die amerikanische Börsenaufsicht insgesamt neun Anträge auf einen Bitcoin-ETF der Anbieter ProShares, GraniteShares und Direxion ab. Die Entscheidung über den Antrag von VanEck und SolidX, dem aufgrund einer grundlegend anderen Ausgestaltung durchaus Chancen auf eine Zulassung eingeräumt werden, wird für Ende September erwartet. Die Ablehnungen werden allerdings von der SEC nochmals geprüft.

    Auch bei den nun abgelehnten neun Bitcoin-ETFs nannte die SEC als Begründung, dass die Vorgaben zum Schutz vor Betrug und Manipulation nicht ausreichend eingehalten wurden. Zudem hat die Börsenaufsicht weiterhin Bedenken, da Kryptowährungen noch immer an weitestgehend unregulierten Börsen gehandelt werden.

    Auch wenn es in der Kryptoszene selbst durchaus einige kritische Stimmen zu Bitcoin-ETFs gibt, würden diese dennoch vor allem für Privatanleger und institutionelle Investoren den Zugang zum Kryptomarkt erleichtern. Des Weiteren würden über ein reguliertes und etabliertes Finanzinstrument wie einen ETF auch sichere Regelungen für Anleger geschaffen. Da es sich bei ETFs um ein sehr beliebtes Finanzinstrument handelt, wäre dies zudem ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung von Kryptowährungen.

    Damit jedoch ein Antrag auf einen Bitcoin-ETF Erfolg hat, muss ein Anbieter vor allem hinsichtlich Liquidität und Schutz vor Manipulationen überzeugende Maßnahmen ergreifen. Darüber hinaus muss die Frage nach der sicheren Aufbewahrung der zugrunde liegenden Coins der Kryptowährung geklärt sein.

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