Binäre Optionen Trend Strategie: Mit der Leiter den Trend emporsteigen

Einfache Trendstrategien und ihre Umsetzung

Binäre Optionen Trend Strategie
Trendfolgende Strategien eignen sich für Einsteiger und versprechen bei gelungener Umsetzung akzeptable Trefferquoten. Eine Binäre Optionen Trendstrategie lässt sich mit Leiteroptionen umsetzen: Dabei wird die Position auf verschiedene Ausübungspreise aufgeteilt.

  • Notiert der Markt nahe einer signifikanten Aufwärtstrendlinie, wird eine Longposition eröffnet
  • Notiert der Markt nahe einer signifikanten Abwärtstrendlinie, wird eine Shortposition eröffnet
  • Je häufiger eine Trendlinie getestet wird, desto größer ist ihre Signifikanz
  • Leiteroptionen ermöglichen die Aufteilung einer Position auf mehrere Ausübungspreise
Inhaltsverzeichnis
    Weiter zu IQ Option: www.iqoption.com

    1. Die Grundlagen: „The trend is your friend“ bleibt aktuell

    Jede Binäre Optionen Trendstrategie leitet sich aus den grundlegenden Prämissen der Technischen Analyse ab. Diese geht davon aus, dass alle wesentlichen Informationen im Kurs enthalten sind, dass sich Kurse in Trends bewegen und dass die Fortsetzung eines einmal etablierten Trends mit einer signifikant höheren Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist als der Abbruch des Trends.

    Daraus leitet sich die bekannte Börsenweisheit „der Trend ist Dein Freund“ ab. Finden Anleger einen signifikanten Trend, kann diesem mit guten Erfolgsaussichten gefolgt werden. Gleichzeitig lässt sich relativ klar definieren, wann die Position zur Verlustbegrenzung glattgestellt werden sollte: Bricht der Trend, ist Ausstieg angesagt.

    Es gibt verschiedene Methoden zur Messung von Trends. Neben zahlreichen Indikatoren wie zum Beispiel ADX oder MACD zählen dazu insbesondere Werkzeuge der visuellen Chartanalyse und hier ganz besonders Trendlinien- und Kanäle.

    Trendlinien- und -kanäle und ihre Signifikanz

    Eine Aufwärtstrendlinie verbindet die Tiefs eines Aufwärtstrends miteinander. Da es sich um eine Gerade handelt, müssen mindestens zwei Tiefs miteinander verbunden werden. Je mehr Tiefs miteinander verbunden werden können, d.h. je häufiger die Trendlinie durch den Markt getestet wurde, desto signifikanter ist die Trendlinie.

    Eine Abwärtstrendlinie verbindet die Hochs eines Abwärtstrends miteinander. Hier gilt, dass mindestens zwei Hochs miteinander verbunden werden müssen. Gleichzeitig wächst die Aussagekraft der Abwärtstrendlinie mit der Anzahl der verbundenen Hochs.

    USD-CHF-Chart-Trendkanal

    Dieser Trendkanal wurde mehrmals getestet

    Trendkanäle sind Erweiterungen von Trendlinien. In einem Aufwärtstrend wird eine weitere Gerade eingezeichnet, die entlang der Hochs verläuft. In Abwärtstrends verbindet die zweite Linie entsprechend die Tiefs. Die zweite Linie verläuft sehr häufig parallel zu eigentlichen Trendlinie. Das ist auch auf die Standardeinstellungen der meisten Analyseprogramme zurückzuführen. Zwingend ist dies jedoch nicht.

    In der Abbildung oben ist ein Aufwärtstrend im USD/CHF  (mehr Infos zu Devisen) zu sehen. Die eigentliche Aufwärtstrendlinie verbindet insgesamt drei Tiefs miteinander. Die obere Linie des Trendkanals verbindet insgesamt drei Hochs (es ist keinesfalls zwingend, dass die obere Linie so viele Hochs mit einander verbindet wie die untere Linie Tiefs). Die obere Linie verläuft allerdings nicht gänzlich parallel zur unteren Linie. Vielmehr spitzt sich der Kanal im Zeitverlauf zu. Das ist ein typisches und in Märkten sehr oft vorzufindendes Muster.

    Weiter zu IQ Option: www.iqoption.com

    Tipp: Suchen Sie nach einem signifikanten Trend!

    Die erste Aufgabe bei der Umsetzung einer Binäre Optionen Trendstrategie besteht in der Suche nach einem möglichst signifikanten Trend. Es gilt also, eine Trendlinie oder einen Trendkanal zu finden, der in der Vergangenheit besonders häufig getestet wurde. Ein Test liegt vor, wenn der Markt bis an die Linie heran steigt bzw. fällt und dann umkehrt.

    In der Praxis kommt es häufig vor, dass der Markt kurzzeitig unter eine Trendlinie hinaus fällt bzw. darüber hinaus ansteigt. Gleichzeitig läuft der Markt nicht immer ganz bis an die Trendlinie heran, bevor die Korrektur einsetzt bzw. die Bewegung in Trendrichtung wieder aufgenommen wird.

    Viele Chartisten nutzen deshalb Regressionskanäle. Ein solcher Regressionskanal ist in der Abbildung unten für den Goldmarkt zu sehen. Ein Regressionskanal besteht aus einer Regressionsgeraden, die durch die Kurse hindurch verläuft. Der Regressionskanal wird durch zwei parallel zu Regressionsgeraden verlaufende Linien definiert.

    Regressionskanal-Gold-Tradingview

    Regressionskanal im Gold

    Für den Goldmarkt lässt sich gut erkennen, dass der Markt sehr häufig gefallen ist, wenn zuvor der obere Bereich des Regressionskanals erreicht wurde. Insgesamt viermal kam es im abgebildeten Beobachtungszeitraum kurz nach dem Erreichen der oberen Linie zu signifikanten Rückgängen. Als signifikant soll ein Kursrückgang hier gelten, wenn nach dem Test der oberen Linie des Kanals mindestens die mittlere Regressionsgerade erreicht wurde.

    Auch die untere Linie des Regressionskanals liefert wertvolle Hinweise. Wurde sie erreicht, kam es mehrfach zu Korrekturen entgegen der übergeordneten Trendrichtung. Es ist für Abwärtstrends keinesfalls ungewöhnlich, dass der Markt kurzzeitig unter die untere Linie des Kanals fällt. Käme es zu einem dauerhaften Buch der Abwärtstrendlinie nach unten, wäre dies gleichbedeutend mit einer Beschleunigung des Abwärtstrends.

    USD-JPY-Abwärtstrend-Tradingview

    Abwärtstrend im USD/JPY

    Die Abbildung oben zeigt den USD/JPY in einem übergeordneten Abwärtstrendkanal. Zweimal kam es innerhalb des Betrachtungszeitraums zu Kursrückgängen, nachdem der obere Bereich des Kanals getestet wurde.

    Wann liegt ein Handelssignal vor?

    Um eine Binäre Optionen Trendstrategie umzusetzen, können Trader nach möglichst signifikanten Kanälen suchen und Positionen ausschließlich in Richtung des übergeordneten Trends eröffnen. Bei einem Aufwärtstrend wird eine Position eröffnet, wenn der Markt nahe der Aufwärtstrendlinie notiert. Spiegelbildlich wird in Abwärtstrends einer Shortposition eröffnet, wenn der Markt in der Nähe der Abwärtstrendlinie notiert.

    Setzt sich der Trend fort – und diese Wahrscheinlichkeit ist gemäß den Annahmen der technischen Analyse größer als die Wahrscheinlichkeit eines Trendbruchs – sollte der Markt einige Zeit später höher (Aufwärtstrend) bzw. tiefer (Abwärtstrend) notieren.

    Weiter zu IQ Option: www.iqoption.com

    2. Leiteroptionen eignen sich besser als Plain Vanilla Optionen

    Wird eine Binäre Optionen Trendstrategie mit einfachen Binären Optionen (Eröffnung am Geld) umgesetzt, wird dementsprechend eine Call Option gekauft, wenn der Markt in der Nähe einer Aufwärtstrendlinie notiert und eine Put Option gekauft, wenn der Markt in der Nähe einer Abwärtstrendlinie verweilt.

    Es gibt eine weitere Variante, die den Einsatz von Leiteroptionen vorsieht. Bei dieser Handelsart erfolgt die Eröffnung der Position nicht exakt am Geld, sondern im Geld oder aus dem Geld. Um eine Trendfolgestrategie umzusetzen, werden Optionen mit unterschiedlichen Ausübungspreisen und Laufzeiten eröffnet.

    Die Ausübungspreise und Laufzeiten werden entlang der Trendlinien ausgewählt. Eine Trendlinie markiert rechts vom letzten Kurs einen zukünftigen Kurs-Zeit-Bereich. In einem Aufwärtstrend sollte der Markt oberhalb dieses Kurs-Zeit-Bereiches notieren, da ansonsten die Trendlinie gebrochen würde.

    Wird die Position im Geld eröffnet, ist das Verlustrisiko geringer

    Wie wirkt sich die Nutzung von Leiteroptionen anstelle von einfachen Binären Optionen mit Eröffnung am Geld auf die Renditeperspektiven aus? Wird eine Option im Geld eröffnet, notiert der aktuelle Kurs des Basiswertes zu diesem Zeitpunkt oberhalb des Ausübungspreises der Option. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Option im Geld abläuft, ist somit deutlich höher als bei einer einfachen Binären Option. Das spiegelt sich in der geringeren Rendite wieder.

    Wird die Position aus dem Geld eröffnet, ist die Rendite höher

    Wird eine Option aus dem Geld eröffnet, verhält es sich umgekehrt. Dann notiert der aktuelle Kurs des Basiswertes unter dem Ausübungspreis einer Call Option. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Totalverlustes liegt damit höher als bei einer einfachen Binären Option, die Rendite fällt dementsprechend ebenfalls höher aus.

    Die Aufteilung der Position auf mehrere Strikes streut das Risiko

    Wenn anstelle einer einfachen Binären Option zum Beispiel fünf oder sechs Optionen mit unterschiedlichen Ausübungspreisen gekauft werden, liegt eine Verringerung des Einsatzes pro Position nahe. Sollen 100 EUR eingesetzt werden, könnte dieser Betrag zum Beispiel auf fünf unterschiedliche Ausübungspreise verteilt werden. Dann beläuft sich die Handelssumme bei jeder einzelnen Option auf 20 EUR im Vergleich zu 100 EUR bei einer einfachen Binären Option.

    IG-Leiter-Chart-Ordermaske

    Screenshot: Leiter Optionen bieten verschiedene Strikes

    Die Aufteilung des Einsatzes auf unterschiedliche Ausübungspreise streut das Risiko. Dazu ein Beispiel. Angenommen, der Kurs der XYZ Aktie notiert bei 50 EUR. Es soll auf eine Fortsetzung des mehrfach getesteten Aufwärtstrends spekuliert werden. Dazu werden fünf Optionen mit unterschiedlichen Ausübungspreisen gekauft.

    Der niedrigste Ausübungspreis beträgt 49 EUR und markiert exakt das Niveau der Aufwärtstrendlinie. Es folgen weitere Ausübungspreis von 50 EUR, 51 EUR, 52 EUR und 53 EUR. Die Ablaufrenditen der Optionen im Gewinnfall: 70 % bei 49 EUR Ausübungspreis, 80 % bei 50 EUR, 90 % bei 51 EUR, 100 % bei 52 EUR und 110 % bei 53 EUR. In jede der fünf Optionen werden 100 EUR investiert.

    Wie entwickelt sich die Gesamtposition bei verschiedenen Kursentwicklungen im Vergleich zu einer einfachen Binären Option mit einem Ausübungspreis bei 50 EUR und 500 EUR Einsatz?

    Fällt der Kurs um 1,0 % auf 49,5 EUR, erleidet der Inhaber einer einfachen Binären Option einen Totalverlust. Die aufgeteilte Position endet bei vier der fünf Option ebenfalls mit einem Totalverlust. Die fünfte Option wird allerdings mit einer Rendite in Höhe von 70 % zurückgezahlt, so dass der Gesamtverlust nicht 100 %, sondern 66 % beträgt.

    Steigt der Kurs um 1,0 % auf 50,5 EUR, erhält der Inhaber der einfachen Binären Option eine Auszahlung in Höhe von 900 EUR. Die aufgeteilte Position endet für drei von fünf Position mit einem Totalverlust. Die beiden anderen Positionen werden mit insgesamt 350 EUR zurückgezahlt, so das ein Gesamtverlust in Höhe von 30 % eintritt.

    Steigt der Kurs um 2,0 % auf 51 EUR, erhält der Inhaber der einfachen Binären Option wiederum 900 EUR. Die aufgeteilte Position endet in zwei von fünf Fällen im Totalverlust. Die anderen drei Positionen werden mit insgesamt 540 EUR zurückgezahlt, so dass ein Gewinn in Höhe von 40 EUR bzw. 8 % vereinnahmt werden kann.

    Steigt der Kurs um 4 % auf 52 EUR, erhält der Inhaber der einfachen Binären Option wiederum 900 EUR. Für die aufgeteilte Position ergibt in einer von fünf Fällen einen Totalverlust. Die anderen vier Optionen werden mit insgesamt 740 EUR zurückgezahlt, was einem Gewinn in Höhe von 240 EUR entspricht.

    Weiter zu IQ Option: www.iqoption.com

    Steigt der Kurs um 6 % auf 53 EUR, entfällt auf den Inhaber der einfachen Binären Option wiederum eine Auszahlung in Höhe von 900 EUR. Alle fünf Optionen der aufgeteilten Position enden nun mit einem Gewinn. Dieser beläuft sich auf insgesamt 950 EUR und übersteigt damit den Gewinn mit der einfachen Binären Option.

    Die Renditen in diesem Beispiel wurden sehr defensiv ausgewählt, um das Prinzip zu veranschaulichen. In der Abbildung unten sind die Renditen einer Leiteroption im EUR/USD abgebildet. Es handelt sich um 0-100 Optionen; diese werden bei Eintritt des Basisereignisses mit 100 EUR zurückgezahlt. Die Rendite ergibt sich somit aus dem Kaufkurs.

    Das obige Fallbeispiel soll nun anhand von fünf Kontrakten aus der Liste unten erneut durchgespielt werden. Die Liste entstammt dem Demokonto des Brokers IG, der Binäre Optionen im 0-100 Format anbietet. Links im Bild ist der Chart des EUR/USD zu sehen. Rechts finden sich die verfügbaren Optionen, wobei die linke Spalte den Basispreis, die mittlere Spalte den Verkaufspreis (rot) und die rechte Spalte (blau) den Kaufpreis anzeigt. Der grau unterlegte Kurs im Chartfeld (1,07265) ist der aktuelle Kurs.

    Leiter-EUR-USD-IG

    Leiter Option im EUR/USD

    Ausgangsbasis seien folgende hypothetische Überlegungen: Der Kurs des EUR/USD befindet sich in einem Aufwärtstrend. Es soll mit einem Einsatz in Höhe von 500 EUR auf die Fortsetzung dieses Trends gewettet werden. Dazu werden Optionen mit fünf Ausübungspreisen in Betracht gezogen: 1,0700, 1,0725, 1,0750, 10775 und 1,0800.

    Wie werden die Einsätze aufgeteilt und welche potenziellen Ablaufrenditen weisen die Optionen auf? Da es sich bei den Kontrakten im obigen Beispiel um 0-100 Optionen handelt, ergibt sich der Einsatz pro Kontrakt nicht als fixer Wert, sondern aus dem Kaufpreis, den der Broker als Market Maker stellt. Aus dem Kaufpreis leitet sich die Rendite ab. Es ergeben sich die folgenden Kombinationen aus Kaufpreis, Rendite und Ausübungspreis:

    • Ausübungspreis: 1,0700, Kaufpreis: 69,7, Rendite: 43,5 %
    • Ausübungspreis: 1,0725, Kaufpreis: 57,6, Rendite: 73,6 %
    • Ausübungspreis: 1,0750, Kaufpreis: 44,5, Rendite: 124,7 %
    • Ausübungspreis: 1,0775, Kaufpreis: 32,8, Rendite: 205 %
    • Ausübungspreis: 1,0800, Kaufpreis: 23,5, Rendite: 325 %

    Die Rendite von 0-100 Optionen ergibt sich aus der Division von 100 (Auszahlungsbetrag bei Eintritt des Basisereignisses) durch den Kaufkurs. Nicht ganz überraschend fällt die Rendite umso höher aus, je weiter die Option zum Zeitpunkt der Eröffnung aus dem Geld notiert.

    Der gewünschte Einsatz von 500 EUR lässt sich nicht absolut gleich auf alle Positionen aufteilen. In diesem Beispiel sollen deshalb zwei Kontrakte pro Ausübungspreis gekauft werden. Daraus ergibt sich ein Gesamteinsatz in Höhe von 456,2 EUR.

    Welches Renditeprofil ergibt sich abhängig von der gewünschten Kursentwicklung? Wie wäre das Profil beim Kauf lediglich einer Option mit einem Ausübungspreis von 1,0725?

    Die kombinierte Position ergibt bei den folgenden Kursen bei Fälligkeit (die Kontrakte enden am folgenden Handelstag) die genannten Rendite:

    • Schlusskurs 1,0699: Totalverlust
    • Schlusskurs 1,0701: 200 EUR Rückzahlung, 56,2 % Verlust
    • Schlusskurs 1,0726: 400 EUR Rückzahlung, 12,3 % Verlust
    • Schlusskurs 1,0751: 600 EUR Rückzahlung, 31,5 % Gewinn
    • Schlusskurs 1,0776: 800 EUR Rückzahlung, 75,3 % Gewinn
    • Schlusskurs 1,0801: 1.000 EUR Rückzahlung, 119 % Gewinn
    Weiter zu IQ Option: www.iqoption.com

    Wären anstelle der kombinierten Position 456,20 EUR in die Option mit dem Ausübungskurs von 1,0725 investiert worden, entspräche dies annähernd einer Option mit Eröffnung am Geld. Das Renditeprofil:

    • Schlusskurs 1,0699: Totalverlust
    • Schlusskurs 1,0701: Totalverlust
    • Schlusskurs 1,0726: 792 EUR Rückzahlung, 73,6 %
    • Schlusskurs 1,0751: 792 EUR Rückzahlung, 73,6 %
    • Schlusskurs 1,0776: 792 EUR Rückzahlung, 73,6 %
    • Schlusskurs 1,0801: 792 EUR Rückzahlung, 73,6 %

    Die kombinierte Position mit mehreren Ausübungspreisen schneidet somit bei kleinen Verlusten und bei größeren Kursgewinnen besser ab als die Position mit einer einfachen Binären Option mit Eröffnung am Geld. Im Beispiel oben entspricht ein „größerer“ Kursgewinn einen Zuwachs um ca. 0,70 % in der Zeitspanne von etwas mehr als einem Handelstag.

    3. Gegen den Trend handeln: Wann ist das sinnvoll?

    Basiert eine Binäre Optionen Trend Strategie auf signifikanten Trendkanälen, muss sie nicht zwingend ausschließlich in Trendrichtung gehandelt werden. Die Abbildung unten zeigt einen Abwärtstrendkanal. Wiederholt kam es in der Wal Mart Aktie zu Kursgewinnen, nachdem der Markt das untere Ende des Kanals erreicht hatte. Weist ein Trendkanal solche Eigenschaften auf, kann sich eine Wette auf eine Fortsetzung des Musters lohnen.

    Wal-Mart-Tradingview-Trendkanal

    Anfang 2017 wurde eine Shortposition am oberen Ende des Trendkanals eröffnet

    Ganz rechts in der Abbildung ist zu erkennen, wie der Markt aus dem Abwärtstrend ausbricht. Daran wird eine wesentliche Schwäche trendfolgender Strategien sichtbar: Auch signifikante Trends setzen sich eben nur mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit, aber keinesfalls sicher fort. Die im Abschnitt zuvor erläuterte Taktik mit Leiteroptionen hätte hier zu einem Totalverlust geführt.

    Eine weitere Schwäche von trendfolgenden Ansätzen betrifft Marktphasen, in denen keine klare Trendrichtung vorliegt. Solche Märkte sollten mit diesem Ansatz keinesfalls gehandelt werden.

    Spekulative Ausnahmesituation: Rückkehr über die Trendlinie kurz vor Wochenschluss

    Die Charttechnik kennt so etwas wie „schwebende Trendbrüche“ (siehe CFD traden lernen). Ein Trendbruch liegt in Aufwärtstrends vor, wenn der Markt seine Trendlinie unterschreitet. Chartisten betrachten die Unterschreitung jedoch häufig erst als wirksam, wenn sie auch im Wochenchart zu sehen ist und somit der Wochenschlusskurs des Marktes unter der Linie notiert. Der Grund: Allzu oft unterschreitet ein Markt während einer Handelswoche die Trendlinie, um dann kurz vor Wochenschluss noch eine Kehrtwende zu machen.

    Spekulativ ausgerichtete Trader können auf eine solche „Absage“ des Trendbruchs wetten und bei einer „schwebenden“ Verletzung der Trendlinie eine Position in Trendrichtung aufbauen. Der Strike wird dann auf dem Niveau der Trendlinie platziert. Es ist empfehlenswert, den schwebenden Bruch im sonstigen Kontext zu betrachten. Gab es auffällige Kurslücken oder Umsatzentwicklungen? Haben stark korrelierte Märkte wichtige Unterstützungen unterschritten? Gab es entsprechend „potente“ Nachrichten?

    Fazit

    Trendfolgestrategien sind recht einfach umzusetzen. Trader sollten nach einem Trend- oder Regressionskanal mit hoher Signifikanz suchen und Positionen in Trendrichtung eröffnen, wenn der Markt nahe der maßgeblichen Trendlinie notiert. Die Umsetzung ist mit einfachen Binären Optionen mit Eröffnung am Geld ebenso möglich wie mit Leiteroptionen, mit denen der Einsatz auf einen Korb mehrerer Ausübungspreise aufgeteilt werden kann. Letztere Taktik verspricht ein weniger sprunghaftes Renditeprofil. Trendkanäle können grundsätzlich auch für Positionen gegen den Trend und damit Wetten auf eine Korrektur genutzt werden.

    Weiter zu IQ Option: www.iqoption.com

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    Degiro Discountbroker Nr.1