Binäre Optionen Martingale Strategie: Aufräumen mit einem Mythos

Blindes Verdoppeln ist falsche Interpretation der TA

Wie funktionieren Finanzwetten?

Die Martingale Strategie wird häufig im Kontext des Roulettespiels erwähnt, funktioniert dort aber erwiesenermaßen nicht. Lässt sich eine Binäre Optionen Martingale Strategie konzipieren? Dieser Frage sind wir in diesem Beitrag auf den Grund gegangen.

  • Die Martingale Strategie sieht vor, die Einsätze solange zu verdoppeln, bis ein Gewinn eintritt
  • Diese Strategie zahlt sich beim Roulettespiel nicht aus
  • Bei Binären Optionen sind die Aussichten noch schlechter, weil die Brokermarge recht hoch ist
  • Macht die Verdopplung des Einsatzes nach jedem qualifizierten Handelssignal Sinn?
Inhaltsverzeichnis
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    1. Wie funktioniert die Martingale Strategie?

    Die Martingale Strategie wird seit dem 18. Jahrhundert insbesondere beim Roulettespiel eingesetzt. Ihre Bezeichnung geht auf die Bezeichnung einer Stadt in der französischen Provence zurück, deren Einwohner seinerzeit als naiv galten. Der venezianische Schriftsteller Giacomo Casanova erwähnte das Martingale Spiel in dem im 19. Jahrhundert erschienenen Werk „Die Geschichte meines Lebens“.

    Das Prinzip der Strategie ist sehr einfach: Tritt ein Verlust ein, wird der Einsatz beim nächsten Spiel verdoppelt – solange, bis ein Gewinn eintritt. Dann ist ein Martingale Spiel abgeschlossen. Dadurch tritt der Gewinn zwingend bei dem Spiel mit dem höchsten Einsatz auf, wodurch ein moderater Gesamtgewinn erzielt werden soll.

    Grundlagen und theoretische Überlegungen

    Der Einsatz beim Roulette unterscheidet sich in einem Punkt wesentlich vom möglichen Einsatz im Rahmen einer Binäre Optionen Martingale Strategie. Beim Roulette geht es (ebenso wie z. B. beim Würfelspiel) um Laplace-Wahrscheinlichkeiten.

    Eine Laplace-Wahrscheinlichkeit für ein Ereignis E errechnet sich aus dem Verhältnis der Anzahl der Ergebnisse, bei denen „E“ eintritt zur Anzahl der insgesamt möglichen Ergebnisse. Beim Roulette mit 18 roten, 18 schwarzen und einer grünen Zahl beläuft sich die Laplace-Wahrscheinlichkeit für „schwarz“ somit auf 18/37.

    Für einfache Binäre Optionen mit Eröffnung am Geld wird häufig eine statistische Gewinnwahrscheinlichkeit von 50 % angenommen. Dass dabei der relativ unwahrscheinliche Fall eines Ablaufs am Geld ausgeklammert wird, ist unerheblich, da in diesem seltenen Fall der Einsatz erstattet wird.

    Durchaus kritisch zu sehen ist allerdings die Bemessung der Eintrittswahrscheinlichkeit mit exakt 50 %. Selbst wenn sich dieses Ergebnis empirisch nachweisen ließe, handelte es sich nicht um Laplace-Wahrscheinlichkeiten, deren Beschaffenheit sich aus naturwissenschaftlich unumstößlichen Gesetzmäßigkeiten ergibt.

    Beispiel für Einsatz beim Roulette

    Der Einsatz der Martingale Strategie im Roulettespiel soll an einem Beispiel verdeutlicht werden.

    1. Es wird ausschließlich auf „schwarz“ gesetzt
    2. Der initiale Einsatz beträgt 10 EUR
    3. Der Einsatz wird nach jedem Verlust verdoppelt
    4. Nach dem ersten Gewinn erfolgt der Ausstieg
    5. Der Einstieg erfolgt nach „rot“

    Wozu führt diese Strategie?

    Erlaubt die Spielbank einen maximalen Einsatz in Höhe von (genau) 20.480 EUR, sind maximal zwölf aufeinanderfolgende Einsätze möglich: 10 EUR, 20, EUR, 40 EUR, 80 EUR, 160 EUR, 320 EUR, 640 EUR, 1.280 EUR, 2.560 EUR, 5.120 EUR, 10.240 EUR und 20.480 EUR. Der kumulierte Einsatz beliefe sich auf 40.950 EUR.

    Roulette Rad Null Wikipedia

    Martingale ist eine Roulette Strategie

     

    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu zwölf aufeinanderfolgenden Verlusten und somit zum Verlust von 35.830 EUR kommt? Die Wahrscheinlichkeit bei jedem einzelnen Spiel beträgt 19/36, potenziert mit zwölf ergibt sich daraus eine Wahrscheinlichkeit von 1:2974.

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    Aber: Das Gewinnpotenzial ist begrenzt. Wird das zwölfte Spiel gewonnen, erzielt der Spieler mit einem Einsatz in Höhe von 20.480 EUR einen Gewinn in Höhe von 40.960 EUR. Der kumulierte Einsatz aller zwölf Spiele beläuft sich aber auf 40.950 EUR, so dass lediglich ein minimaler Gewinn in Höhe von 10 EUR erzielt wird. Gemessen daran ist das Risiko eines Totalverlustes viel zu hoch.

    Mathematisch betrachtet ist ein Totalverlust bei konsequenter Anwendung der Martingale Strategie sicher. Da jeder Spieler einer wie auch immer dimensionierten Budgetrestriktion gegenübersteht, kommt es irgendwann zum Einsatz des gesamten Vermögens in einem verlorenen Spiel.

    Anwendung auf Binäre Optionen

    Lässt sich diese Vorgehensweise auch mit Binären Optionen umsetzen? Dazu wiederum ein Fallbeispiel. Angenommen sei ein anfänglicher Einsatz in Höhe von 1 EUR. Zudem wird die – nicht ganz „astreine“ Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 % unterstellt. Beim 15 Trade beläuft sich der Einsatz somit auf 16.384 EUR, insgesamt wurden 32.764 EUR eingesetzt.

    Und hier ergibt sich ein wesentliches, praktisches Problem des Binäre Optionen Handels im Vergleich zum Roulettespiel. Wird mit dem 15. Trade ein Gewinn realisiert und zahlt der Broker eine Rendite in Höhe von 90 %, steht ein finaler Mittelrückfluss von 31.130 EUR kumulierten Einsätzen in Höhe von 32.764 EUR gegenüber. Kurzum: Die marktübliche Marge der Broker ist zu groß, als dass die Martingale Strategie zumindest temporär funktionieren könnte.

    Verwundern kann dies nicht: Erfolgreiche Trading Strategien benötigen (ganz besonders im Handel mit Binären Optionen) eine hinreichend hohe Trefferquote. Die Trefferquote muss ausreichen, um Verluste und die Margen des Brokers zu decken – erst ab diesem Punkt ist die Strategie kostendeckend. Diese Anforderungen werden von einer dem Roulettespiel entlehnten Binäre Optionen Martingale Strategie nicht erfüllt.

    2. Abgleich mit den Prämissen der Technischen Analyse

    Trader sollten generell davon absehen, Trading wie Glücksspiel zu behandeln. Es geht eben nicht darum, sich den Launen einer Laplace Wahrscheinlichkeit auszusetzen. Vielmehr versuchen Trader, Konstellationen mit überdurchschnittlicher Prognosequalität zu erkennen und zu handeln. Auf diesem Bestreben beruht das gesamte Konzept der Marktanalyse.

    So geht die Technische Marktanalyse davon aus, dass Kurse sich gerade nicht rein zufällig bewegen, sondern dass Kursbewegungen in wiederkehrenden Mustern auftreten bzw. solche Muster immer wieder vorzufinden sind. Zudem geht die TA davon aus, dass Trends sich mit einer größeren Wahrscheinlichkeit fortsetzen, als dass es zu einem Abbruch des Trends kommt.

    Positionen sollten eröffnet werden, wenn der Markt Signale liefert

    Spieler setzen, wenn ein Spiel ansteht und vertrauen auf ihr Glück. Trader eröffnen eine Position, wenn der Markt aussichtsreich erscheint und vertrauen auf ihre Strategie. Das Martingale Prinzip ist mit dem Grundsatz, dass ein Trade auf ein Signal folgt, grundsätzlich unvereinbar. Eine abgewandelte Variante ist allerdings einen Blick wert: Lohnt es sich, Martingale in Verbindung mit Signalen einzusetzen? Also nur zu handeln, wenn ein Signal auftritt und bei Verlusten den Einsatz des Folgetrades zu verdoppeln?

    Wird mit einer belastbaren Strategie – etwa einer Trendfolgestrategie – gehandelt, kann dies die Trefferquote erhöhen. Die Gewinnwahrscheinlichkeit sollte dann jenseits von 50 % liegen. Es sei wiederum betont, dass es sich bei diesen Wahrscheinlichkeiten um im besten Fall empirisch gestützte Annahmen, nicht aber um Laplace-Wahrscheinlichkeiten mit naturwissenschaftlicher Präzision handelt.

    Angenommen, es wird stets eine Position in Ausbruchsrichtung eröffnet, wenn eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation mit dem Bruch der Nackenlinie beendet wird. Lohnt es sich dann, bei einem Verlust (etwa infolge eines Fehlausbruchs) den Einsatz des nachfolgenden Trades zu verdoppeln?

    SKS Chart XCU USD Tradingview

    Hier liegt ein Chartsignal vor

     

    Die Antwort lautet: Nein. Zwar könnte eine solche Strategie temporär positive Resultate erzielen. Doch auch bei diesem Ansatz läuft es früher oder später auf einen Totalverlust hinaus, weil durch das ständige Verdoppeln bei längeren Verlustserien irgendwann Einsätze getätigt werden, die mit diszipliniertem Risikomanagement nicht in Einklang zu bringen sind.

    Rufen Sie sich dazu die Anforderungen an die Verlustbegrenzung in Erinnerung, die für jede Handelsstrategie unerlässlich sind. Professionelle Trader riskieren bei einem einzelnen Trade nicht mehr als 1 % des gesamtem Kontoguthabens. Dieser Wert würde bei Anwendung des Martingale Prinzips rasch um Größenordnungen überschritten.

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    Anhänger der Idee, Martingale im Börsenhandel einzusetzen, bleiben die Antwort auf eine Kernfrage schuldig: Warum soll sich der Einsatz in einem Trade nach dem Ausgang des vorangegangenen Trades richten? So verfährt nur, wer bereits in eine psychologische Falle getappt ist.

    Martingale erinnert an Einstandsverbilligung und mentale Kontenbildung

    Die Börsenpsychologie („Behavioral Finance“) kennt bestimmte Verhaltensweisen, die immer wieder zu Verlusten führen. Eine davon betrifft die „Einstandsverbilligung“. Dabei tätigen Trader nach dem Kauf einer Aktie später einen zweiten Kauf in derselben Aktie. Die Motivation: Da der Kurs nach dem ersten Kauf gefallen ist, soll der durchschnittliche Einstandskurs durch den zweiten Kauf verringert werden. Auf einem mentalen Konto verringert sich dann der Verlust.

    Auf dem tatsächlichen Konto ändert sich aber nichts: Die Verluste aus dem ersten Kauf können durch den zweiten Kauf nicht ausgeglichen werden. Frei nach Altmeister Kostolany: Verlorenes Geld lässt sich nicht zurückgewinnen. Der zweite Kauf erfolgte nur aufgrund des ersten Kaufs und ist damit fast zwangsläufig suboptimal: Das Geld wäre in anderen Aktien womöglich besser angelegt gewesen.

    Das Martingale Prinzip erinnert an diese Einstandsverbilligung und mentale Kontenbildung. Auch hier gilt das Prinzip, mehr von der gleichen Medizin zu verabreichen, bis die gewünschte Wirkung eintritt.

    Kurzfazit: Martingale Strategien eignen sich nicht für den Optionshandel

    Im Lichte der vorangestellten Überlegungen erscheint die Martingale Strategie für den Optionshandel ungeeignet. Selbst wenn die Überlegung, mit dem letzten Trade den höchsten Gewinn einzufahren, aufgeht, produziert die Strategie Verluste. Das liegt daran, dass die Rohmargen der Broker höher sind als jene der Casinos. Selbst mit relativ hohen Ablaufrenditen von 90 % für einfache Binäre Optionen mit Eröffnung am Geld lassen sich keine Gewinne erzielen.

    Die Martingale Strategie wäre auch dann kein sinnvoller Einsatz für den Handel mit Binären Optionen, wenn die Margen der Broker geringer und die Renditen höher wären. Ein Grund dafür ist der Umstand, dass dem Handel anders als dem Roulettespiel keine Laplace Wahrscheinlichkeiten zugrunde liegen. Das wird in vielen Publikationen ausgeblendet, ist aber strenggenommen ein Ausschlusskriterium, da der gesamte theoretische Überbau der Strategie dadurch ad absurdum geführt wird.

    Doch selbst wenn es sich um Laplace Wahrscheinlichkeiten handelte und die Renditen hoch genug wären, müsste eine Martingale Strategie bei konsequenter Anwendung scheitern. Schließlich wird dann jeder Trader irgendwann 100 % seines Vermögens einsetzen und verlieren. Dieses Risiko ist gemessen an den geringen Ertragsperspektiven des Ansatzes im Roulettespiel und den noch schlechteren Aussichten im Optionshandel zu hoch.

    Kurzum: Martingale Strategien eignen sich nicht für den Optionshandel!

    3. Test mit einem Demokonto: Martingale Binary Bot bei Binary.com

    Wenn Sie Martingale unbedingt testen möchten, können Sie ein Tool des Brokers Binary.com nutzen, das in dessen Skript-Shop kostenlos erhältlich ist. In die Benutzeroberfläche werden die wesentlichen Parameter wie initialer Einsatz und Anzahl der Spiele eingegeben. Danach handelt die Software die Strategie automatisch.

    Binary.com Martingale Robot Download

    Bei Binary.com ist ein Martingale Tool erhältlich

     

    https://www.youtube.com/watch?v=dVPOvf1ulNM

    http://shop.binary.com/products/martingale-strategy

    Ein sachfremder Hinweis: Wenn Sie selbst Skripte für automatisierte Handelsstrategien entwickeln, können Sie diese über den Shop von Binary.com möglicherweise an andere Kunden des Brokers verkaufen und dafür eine Provision erhalten.

    Binary.com ist ein auf Malta lizenzierter Buchmacher. Eine Besonderheit des Anbieters besteht in der Möglichkeit, Ausübungspreise und Barrieren von Optionen selbst festzulegen. Es gibt mehrere Handelsplattformen und eine Entwicklungsumgebung für automatisierte Handelssysteme.

    Besser als ohnehin zum Misserfolg verdammte Tests mit der Martingale Strategie ist allerdings die Suche nach sinnvollen Alternativen. Wie könnten solche Alternativen aussehen?

    4. Alternativen zu Martingale Strategien

    Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Gewinns mit Binären Optionen wird häufig auf 50 % taxiert, obwohl es sich nicht um Laplace Wahrscheinlichkeiten handelt. Dieser Punkt verdient weitere Beachtung: Lässt sich zwischen der Wahrscheinlichkeit einer Kursveränderung in eine bestimmte Richtung und einem anderen Ereignis ein kausaler Zusammenhang messen, kann dies die Gewinnchancen erhöhen.

    Bei der Suche nach Martingale Alternativen muss es also darum gehen, die Eintrittswahrscheinlichkeit der Ereignisse „Die Kurse steigen“ und „Die Kurse fallen“ genauer zu erfassen. Dazu sollen nachfolgend einige Überlegungen vorgestellt werden. Diesen Überlegungen liegen keine empirischen Studien zugrunde.

    Ein Blick ins Orderbuch bei 60 Sekunden Optionen

    Binäre Optionen Broker bieten auch sehr kurzläufige Kontrakte an, die z. B. als 60 Sekunden Optionen verkauft werden. Bei diesen Optionen könnte sich ein Blick ins Orderbuch der Referenzbörse lohnen. Im Orderbuch treffen Kauf- und Verkaufsaufträge für Aktien zusammen. Einsehbar ist z. B. das Xetra Orderbuch. Über Xetra werden viele große Aktien gehandelt.

    Xetra Orderbuch Linde

    Blick ins Orderbuch

     

    Angenommen, im Orderbuch zeichnet sich ein Angebotsüberhang ab – wären dann nicht fallende Kurse in den nächsten Minuten und Stunden wahrscheinlicher als steigende Kurse? Um das herauszufinden, sind empirische Studien notwendig. Diese müssten den Zusammenhang zwischen den „Kräfteverhältnissen“ im Orderbuch zum Zeitpunkt X und dem Kurs zum Zeitpunkt Y ermitteln.

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    Die Tagestendenz messen

    Das Orderbuch ist nicht die einzige Quelle für Hinweise auf die weitere Kursentwicklung innerhalb eines Handelstages. Diese wird durch zwei wesentliche Trends beeinflusst: Den maßgeblichen, übergeordneten Trend und den Tagestrend. Wenn der Markt an einem Tag positiv notiert, ist dann die Wahrscheinlichkeit für weiter steigende Kurse an diesem Handelstag höher als 50 %? Falls der Markt am betreffenden Markt positiv notiert UND der übergeordnete Trend ebenfalls nach oben gerichtet ist: Wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit für weiter steigende Kurse an diesem Tag?

    Daytrader berücksichtigen die Tagestendenz sehr häufig. Ein Beispiel dafür ist die Open Range Breakout Strategie (ORB). Diese misst der Kursentwicklung in der Zeit von 08:00 bis 09:15 Uhr eine besondere Bedeutung zu. Die in dieser Zeit markierte Spanne dient als Ausgangsbasis für den weiteren Handelstag. Wird die Spanne nach oben überschritten, wird eine Longposition eröffnet. Wird die Spanne nach unten unterschritten, wird eine Shortposition eröffnet. Auch für die Bestimmung von Kurszielen und Stopp Loss Leveln spielt die Spanne im morgendlichen Handel eine Rolle.

    Leiter Optionen eröffnen zusätzliche Möglichkeiten

    Generell fokussieren sich Überlegungen zu Handelsstrategien zu oft auf einfache Binäre Optionen mit Eröffnung am Geld. Diese sind zwar sehr leicht verständlich, unterschlagen aber einen Teil der Möglichkeiten. One Touch Optionen eignen sich für Strategien mit geringer Trefferquote, die nur wenigen Tradern empfohlen werden können. Deshalb soll hier zum Abschluss noch eine Überlegung zu Leiter Optionen vorgestellt werden.

    Leiter Optionen sind mit verschiedenen Ausübungspreisen und Fälligkeiten erhältlich. Die Kombination von Fälligkeitszeitpunkt und Ausübungspreis ergibt einen Punkt, der sich in den Chart einzeichnen lässt. Eine mögliche Strategie könnte darin bestehen, diese Punkte entlang einer Trendlinie zu platzieren und so darauf zu spekulieren, dass sich der Trend fortsetzt. Das ist insbesondere im Zusammenhang mit charttechnisch sehr signifikanten Trendlinien denkbar, die in der Vergangenheit bereits mehrfach getestet wurden. Bleibt der Trend intakt – und das ist gemäß der Prämissen der TA wahrscheinlicher als das Gegenteil – sollten die Optionen im Geld ablaufen. Da ein wesentlicher Teil der Optionen bei dieser Leiter Strategie aus dem Geld eröffnet wird, fällt auch die Rendite im Erfolgsfall höher aus.

    Fazit

    Eine Binäre Optionen Martingale Strategie scheitert schon in der Theorie, weil die Margen der Broker höher sind als beim Roulettespiel. Deshalb geht das Martingale Prinzip – den Gewinn einfahren, wenn der Einsatz am höchsten ist und damit alle früheren Verluste neutralisieren – keinesfalls auf. Martingale für Optionen ist noch aus einem anderem Grund fragwürdig: Anders als beim Roulettespiel wird an der Börse nicht mit Laplace Wahrscheinlichkeiten kalkuliert. Davon abgesehen führt der konsequente Einsatz der Strategie ohnehin zum Totalverlust, weil irgendwann der größtmögliche Einsatz gesetzt und verloren wird. Vom Einsatz der Martingale Strategie ist deshalb dringend abzuraten. Positionen sollten eröffnet werden, wenn der Markt Signale liefert.

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