Bestes Depot für Einsteiger: Was Broker für Anfänger qualifiziert

Niedrige Kosten und viele Ausbildungsmöglichkeiten

Einsteiger im Wertpapierhandel benötigen für die ersten Schritte eine helfende Hand und sind deshalb bei Brokern mit persönlichem Kundenservice und umfangreichen Ausbildungsangeboten gut aufgehoben. Unerfahrenheit bedeutet aber nicht, dass auf eine professionelle Handelsplattform und günstige Gebühren verzichtet werden muss.

Bestes Depot für Einsteiger: Das Wichtigste in Kürze

  • Einsteiger-Depots sind kostengünstig
  • Broker für Einsteiger sollten viele Ausbildungsmöglichkeiten bieten
  • Vorteilhaft sind Demokonten und viele Handelsmöglichkeiten

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Inhaltsverzeichnis

    1. Einsteiger müssen an den Handel herangeführt werden

    Limit Order, außerbörsliche Ausführung, Dividendenstichtag, Handelsplatzentgelt: Wenn Sie sich erstmals mit dem Wertpapiergeschäft beschäftigen, gibt es viele unbekannte Begriffe. Als bestes Depot für Einsteiger können sich deshalb nur Angebote von Brokern qualifizieren, die ihre Kunden Schritt für Schritt an den selbständigen Handel mit Aktien und anderen Wertpapieren heranführen. Gehören Einsteiger nicht zur erklärten Zielgruppe eines Brokers, droht eine Unterversorgung mit Einstiegsangeboten.

    Ob Einsteiger zur Zielgruppe eines Brokers gehören, lässt sich durch eine Konsultation des Internetauftritts und einen Kontakt mit der Kundenbetreuung leicht herausfinden. Thematisiert der Internetauftritt primär Themen wie automatisierter Handel, Handel an den Terminmärkten oder Daytrading, sollten Einsteiger eine andere Adresse aufsuchen.

    Bedenken Sie, dass auch die Aktivitäten der Kundenbetreuung intern vollumfänglich dokumentiert werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Kundenbetreuer mit Nachteilen rechnen müssen, wenn ausführliche Telefongespräche mit Kunden geführt werden, die nur relativ selten handeln und dadurch einen entsprechend geringen Deckungsbeitrag aufweisen.

    2. Vom Newbie zum Trader – Die Ausbildungsangebote der Broker

    Letzte Sicherheit im Hinblick auf die Ausrichtung eines Brokers verschafft ein Blick auf die Ausbildungsangebote. Einige Anbieter verzichten ganz darauf, andere stellen einige PDF Dokumente und kurze Erklärvideos ins Netz, denen eher eine Alibifunktion denn das Potenzial zu substanzieller Wissensvermittlung unterstellt werden darf.

    Andere Broker investieren sehr viel mehr und bieten ihren Kunden laufend Webinare. Ein Teil dieser Veranstaltungen thematisiert das aktuelle Marktgeschehen, ein anderer Teil spezifische Fragestellungen rund um den Handel mit Wertpapieren. Dabei stehen im besten Fall nicht nur Fragestellungen rund um Marktanalyse und Portfoliodiversifikation, sondern auch grundlegende Themen wie die Bedienung der Handelsplattform, Ordertypen oder die Funktionsweise einer Börse im Mittelpunkt. Börse für Anfänger >

    Bestes Depot für Einsteiger Flatex-Webinare-Termine

    Webinare bei Flatex

    Die obige Abbildung stammt von dem Kulmbacher Online Broker flatex und zeigt die Webinare zum Thema Handelsplattformen. Der Broker weist damit ein großes Interesse an einer gründlichen Einführung seiner Kunden in die technischen Rahmenbedingungen nach.

    Das ist leider bei längst nicht allen Brokern der Fall. Auch einige im Geschäft mit anderen Bankprodukten sehr auf Transparenz und einfache Abwicklung fokussierten Banken verzichten im Wertpapiergeschäft weitgehend auf eine gründliche Einarbeitung neuer Kunden.

    Auch Einsteiger können an Auslandsbörsen und mit CFDs handeln

    Viele Einsteiger sind fälschlicherweise der Ansicht, dass für den Anfang der Zugang zu ausländischen Handelsplätzen kein wichtiges Kriterium im Vergleich verschiedener Depots sei. Dafür gibt es keinen triftigen Grund – es sei denn, der bei vielen deutschen Anlegern verbreitete Fehler des Home Bias soll von Beginn an praktiziert werden. Der Home Bias beschreibt eine unangemessene Übergewichtung von Wertpapieren aus dem eigenen Land zulasten einer weiteren Diversifikation.

    Einsteiger-Auslandsbörsen-NYSE

    Der Handel an Auslandsbörsen ist auch für Einsteiger sinnvoll

    Der Handel an ausländischen Börsen ist nicht komplizierter als der Handel an deutschen Börsenplätzen. Einsteiger sollten deshalb nicht auf einen Zugang zu nordamerikanischen und gegebenenfalls asiatischen Handelsplätzen verzichten.

    Dasselbe gilt prinzipiell für CFDs: sind Spekulationen mit Hebelwirkung geplant, eignen sich Differenzkontakte dazu mindestens genauso gut wie Hebelzertifikate und in aller Regel sogar besser als Optionsscheine. Die Preisbildung von CFDs ist sehr viel einfacher als die von Optionsscheinen.

    Ist der Handel mit CFDs gewünscht, muss gezielt nach einem Broker gesucht werden, der dies auch anbietet. Diverse größere Online Broker haben CFDs sin den letzten Jahren in ihr Sortiment aufgenommen, darunter comdirect, S Broker, Consorsbank, OnVista Bank und flatex.

    Der Handel mit Optionsscheinen und Hebelzertifikaten ist grundsätzlich über jedes Wertpapierdepot möglich. Nur einzelne Broker schließen dies in ihren Bedingungen aus. Der Handel ist börslich (zum Beispiel Euwax oder Börse Frankfurt Zertifikate) sowie außerbörslich möglich. Der einzige wirkliche Unterschied bei der Depotkontoeröffnung besteht in der Freischaltung einer höheren Risikoklasse.

    2. Was eine Handelsplattform für Einsteiger können muss

    Dutzende Orders gleichzeitig platzieren, Echtzeitkurse für 10.000 Wertpapiere und ein Tool zur Entwicklung automatisierter Handelsstrategien: Vieles von dem, was professionellen Trader angeboten wird, benötigen Einsteiger definitiv nicht.

    Jede Handelsplattform bzw. Ordermaske bietet die grundlegenden Handelsfunktionen an, darunter eine Suchfunktion für Wertpapiere, Auswertungsfunktionen für das Portfolio und den Kauf und Verkauf von Wertpapieren an verschiedenen Börsenplätzen.

    Einsteiger-Plattform-Laptop

    Einsteiger benötigen viele Funktionen der Profis nicht

    Ein wesentlicher Unterschied betrifft die verfügbaren Ordertypen, die nicht nur vom Broker, sondern auch von der ausgewählten Börse abhängen können. Limit Orders sind bei grundsätzlich jedem Broker möglich und dringend zu empfehlen. Mit einer Limit Order wird bei Kauforders ein Höchstpreis bei Verkaufsorder und Mindestpreis festgelegt. Dadurch wird eine zu große Abweichung vom gewünschten Kurs vermieden.

    Wünschenswert ist die Möglichkeit, zusätzlich limitierte Stop Orders aufzugeben. Mit einer Stop Buy Order wird ein Kursniveau oberhalb des aktuellen Kurses festgelegt, bei dessen Erreichen automatisch eine Kauforder ausgelöst wird, auch wenn der Rechner gerade ausgeschaltet ist. Auch diese Order sollte mit einem Limit versehen werden können.

    3. Keine Fixkosten und günstige Ordergebühren

    Einsteiger kennen die Anzahl ihrer jährlichen Transaktionen in der Regel nicht allzu genau, da auch die Handelsstrategie noch nicht vollständig ausgereift ist. So kann es vorkommen, dass ein anfänglich günstig erscheinender Broker sich nach den ersten 1-2 Jahren als suboptimale Lösung entpuppt, weil Konkurrenten für die individuelle Handelsaktivität günstigere Konditionen bieten.

    Unabhängig davon sollten Einsteiger zunächst auf Depots ohne pauschale Kontoführungsgebühren setzen. Es gibt genügend Broker mit auch ansonsten konkurrenzfähigen Gebühren, die ganz auf pauschale Entgelte verzichten. Einige Anbieter setzen eine Pauschale an und definieren zugleich Bedingungen, unter denen das Entgelt entfällt – insbesondere Handelsaktivität und Depotbestand.

    Broker können Ordergebühren pauschal, gestaffelt oder nach einer Gebührenformel abrechnen. flatex verlangt im Handel an inländischen Börsenplätzen zum Beispiel 5 Euro zuzüglich Börsengebühren, die OnVista Bank 5,99 Euro plus 0,23 Prozent plus 1,50 Euro Handelsplatzentgelt und die Deutsche Kreditbank (DKB) 10 Euro für jede Order bis 10.000 Euro und 25 Euro für jede Order ab 10.001 Euro.

    Wo die Ordergebühren am niedrigsten ausfallen, hängt von der durchschnittlichen Transaktionsgröße und dem Handelsplatz ab. An ausländischen Börsenplätzen werden häufig deutlich höhere Entgelte berechnet. Wird häufig an US Börsen gehandelt, läuft die Optimierung der Kosten fast zwangsläufig auf einem Broker mit angelsächsischem Gebührenmodell (zum Beispiel 0,02 US-Dollar pro Aktie bei 5 US-Dollar Mindestgebühr) hinaus.

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    4. Seminare vor Ort sind oft Verkaufsveranstaltungen

    Eine sehr wichtige Grundregel: Ein Broker qualifiziert sein Angebot nicht deshalb als bestes Depot für Einsteiger, weil regelmäßig Präsenzseminare veranstaltet werden. Während die Nutzung von thematisch interessanten Webinaren mit qualifizierten Referenten dringend empfehlenswert ist, sind Seminare vor Ort selten ein Gewinn, wenn sie als für Besucher kostenlose Veranstaltung von Brokern angeboten werden.

    Der Ablauf dieser Veranstaltungen ist relativ einfach zu skizzieren: Ein mehr oder weniger bekannter Referent skizziert kurz die aktuelle Marktlage und mögliche Reaktionen aus Anlegersicht darauf. Zudem werden erfolgreich verlaufene historische Anlageentscheidungen beleuchtet. Im Anschluss daran wird Besuchern angeboten, direkt an Ort und Stelle ein Depot zu eröffnen.

    Das Verhältnis von (zeitlichem) Aufwand und Ertrag (gemessen an der effektiven Wissensvermittlung) solcher Veranstaltungen ist ausgesprochen schlecht. Im Mittelpunkt der durch Broker angebotenen Seminare steht der Abschluss von Depotführungsverträgen und nicht die Weiterbildung der Besucher.

    Invest-2016-Label

    Finanzmessen wie die Invest sind für Einsteiger einen Besuch wert

    Anstelle von Seminaren bieten sich Finanzmessen wie die jährliche Invest in Stuttgart (zumeist Anfang oder Mitte April) und Börsentage in verschiedenen großen Städten an. Börsentage finden jährlich unter anderem in München, Frankfurt, Berlin, Dresden, Düsseldorf, Bremen und weiteren Städten statt.

    Auf Messen und Börsentage sind zahlreiche Broker und andere Dienstleister rund um Wertpapiere und Investments vertreten. Das Seminarangebot ist in der Regel deutlich hochkarätiger besetzt und ermöglicht auch den Besuch von Veranstaltungen ohne Verkaufscharakter. Außerdem lassen sich auf solchen Veranstaltungen sehr viel einfacher Kontakte zu anderen Anlegern und zu nichtkommerziellen Akteuren wie zum Beispiel VTAD (Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands) knüpfen. Der gegenseitige Austausch von Literaturtipps spart Zeit und Geld. Aktienhandel lernen >

    5. Der Kundenservice sollte unkompliziert erreichbar sein

    Einsteiger sollten bereits im Vorfeld der Depoteröffnung einen Blick auf den Kundenservice werfen. Einige Anbieter beschränken sich auf Erreichbarkeit per E-Mail mit relativ langen Reaktionszeiten, andere stellen ihren Kunden eine telefonische Kundenbetreuung zur Verfügung. Bei Brokern im engeren Sinn ist diese in aller Regel hinreichend geschult, bei Direktbanken mit Wertpapiergeschäft werden nicht immer alle Anfragen zufriedenstellend beantwortet.

    Vorteilhaft sind Livechats, über die sich komplexe Fragestellungen häufig leichter lösen lassen. Einige Broker bieten ihren Kunden auch Fernwartung an. Dann wird – zum Beispiel über Software wie TeamViewer – eine Direktverbindung zwischen dem Kundenbetreuer und dem Rechner des Kunden hergestellt, über die Plattformeinstellungen etc. direkt vorgenommen werden können.

    6. Bestes Depot für Einsteiger:  bei DEGIRO Aktien günstig und ETFs gratis handeln

    DEGIRO ist ein Online-Broker mit Sitz in den Niederlanden, der sich aus verschiedenen Gründen als bestes Depot für Einsteiger empfiehlt. Nicht zuletzt gilt DEGIRO als günstigster Broker Deutschlands. Einsteigern oder Depotwechslern bietet DEGIRO zwar keine spezielle Prämie oder einen Bonus, doch die im Vergleich mit der Konkurrenz deutlich günstigeren Gebühren sind Grund genug für eine Depoteröffnung. Das Depot ist kostenlos, die Ordergebühren durchweg günstig und ETFs können zum Nulltarif gehandelt werden.

    Der niederländische Broker wird durch die Finanzbehörde AFM beaufsichtigt. Die Einlagensicherung für Investmentgesellschaften sichert Kundeneinlagen beim Broker mit bis 20.000 Euro ab. Weil Kundeneinlagen im Cashfund verwahrt werden und der Kunde somit jederzeit Eigentümer seiner Geldanlage bleibt, ist die Einlagensicherung zu 100 Prozent gegeben.

    DEGIRO Vorteile für Einsteiger:

    • Großes Handelsangebot an 60 Börsen weltweit
    • Ordergebühren beim XETRA-Handel ab 2,08 Euro
    • Aktien US-Börsen je Order ab 0,54 Euro
    • Depot online in 10 Minuten eröffnet – Legitimation via Bankkonto
    • Schneller Beginn durch Einzahlung per Sofort-Überweisung
    • Depotaufbau mit 700 ETFs kostenfrei

    Ordergebühren berechnet DEGIRO Händlern auf der Basis Festpreis plus geringes volumenabhängiges Entgelt. Bei Aktien (XETRA) betragen die Gebühren ab 2,00 Euro plus 0,008 Prozent (maximal 30,00 Euro). Bei Aktien (US-Börsen) beginnen die Gebühren bei 0,50 Euro plus 0,004 Prozent. Bei Optionen und Futures wird je Kontrakt abgerechnet, wobei der Mindestpreis hier 0,75 Euro beträgt. Beim Handel an internationalen Börsen fällt eine geringe zusätzliche Handelsplatzgebühr in Höhe von maximal 2,50 Euro je Position / Börse / Jahr an.

    Tipp: Einsteiger können bei DEGIRO günstig Aktien (XETRA) und Aktien an US-Börsen handeln. Die Order an einer US-Börse ist mit 0,54 Euro so günstig wie bei keinem anderen Online-Broker.

    7. Fazit

    Es spricht nichts gegen vollumfängliche Handelsplattformen mit vielen Funktionen – Einsteiger benötigen aber weder automatisierten Handel noch unzählige Echtzeitkurse noch hochkomplexe Ordermöglichkeiten. Wichtig ist, dass ein Broker nicht primär professionelle Trader adressiert. Auf den Zugang zu ausländischen Börsen und günstige Depotführungs- und Orderentgelte sollten auch Einsteiger nicht verzichten. Ein gut erreichbarer Kundenservice ist unverzichtbar.

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