BDSwiss Paypal: Einzahlungsmöglichkeiten und weiteres Kleingedrucktes

Gebühren, Fristen und mehr

Sie ziehen eine Kontoeröffnung bei BDSwiss in Betracht? Dann geht es an die Formalien. Dieser Beitrag erläutert, wie viel Geld mit welchen Zahlungsmitteln eingezahlt werden kann, wie die fEinlagen gesichert sind, wann Gebühren für Auszahlungen anfallen und unter welchen Umständen der Broker eine Inaktivitätsgebühr erhebt.

  • Einzahlungen sind kostenlos
  • Einzahlungsmethoden: u.a. Kreditkarte, Paysafecard, Sofortüberweisung, Giropay
Inhaltsverzeichnis
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    1. Vor der Einzahlung: Wie steht es um die Einlagensicherung?

    Unabhängig davon, für welchen Broker Sie sich entscheiden, sollten Sie bereits vor der ersten Einzahlung einen Blick auf die Einlagensicherung werfen. BDSwiss agiert mit einer Lizenz der zypriotischen Finanzaufsichtsbehörde CySEC. Das Unternehmen ist damit an den zypriotischen Anlegerentschädigungsfonds ICF angebunden. Doch was heißt das konkret?

    Was passiert, falls die kontoführende Bank insolvent wird?

    Der Broker verfügt nicht über eine Banklizenz und darf Kundengelder nicht selbst halten. Deshalb werden die Gelder bei Banken und anderen Finanzinstituten angelegt. Was aber passiert, wenn die kontoführende Bank insolvent wird?

    ICF-Logo-Banken

    Der ICF springt bei Pleiten von Mitgliedsinstituten ein

    Sofern das betreffende Institut an den ICF angebunden ist, werden Kundengelder zu 90 % bzw. maximal 20.000 EUR pro Kunde und Entschädigungsfall durch den Fonds ersetzt. Mitgliedsinstitute sind verschiedene zypriotische Banken. Auf der Homepage der zypriotischen Zentralbank kann eine Liste der an den ICF angebunden Institute eingesehen werden.

    BDSwiss muss die Kundengelder nicht zwingend bei einer Bank in Zypern anlegen. Auch Banken im EU Ausland sind möglich. Gerät eine solche Bank in Schieflage, ist das dortige nationale Einlagensicherungssystem zuständig. In den meisten EU-Ländern werden Kundengelder bis 100.000 EUR pro Kunde ersetzt.

    ABER: Gemäß Abschnitt 15.5 der AGB des Brokers müssen die Kundengelder nicht zwingend innerhalb der EU bzw. des EEA angelegt werden. Den folgenden, aus dem englischsprachigen Original der Bedingungen zitierten Absatz sollten Trader deshalb unbedingt zur Kenntnis nehmen:

    „It is understood that the Company may hold funds on behalf of the Client with an intermediate broker, a bank, a market, a settlement agent, a clearing house or OTC counterparty located outside the European Union or the EEA. The legal and regulatory regime applying to any such person might be different from the legal and regulatory regime in Cyprus and the European Union and in the event of the insolvency or any other analogous events or equivalent failure of that person, Clients funds may be treated differently from the treatment which would apply if the funds were held with a bank in an account in Cyprus and the European Union. The Company will not be liable for the insolvency, acts or omissions of any third party referred to in this clause.”

    Frei übersetzt und zusammengefasst: Der Broker darf Kundengelder bei Banken, Märkten, Abwicklungsagenten, Clearingstellen, außerbörslichen Geschäftspartnern und Brokern außerhalb der Europäischen Union bzw. des Europäischen Wirtschaftsraumes anlegen. Die rechtlichen und regulatorischen Bedingungen bei solchen Finanzmarktteilnehmern können sich von denen in Zypern und der Europäischen Union unterscheiden. Dasselbe gilt auch für die Behandlung von Kundengeldern im Fall einer Insolvenz oder eines ähnlichen Ereignisses im Zusammenhang mit dem Finanzmarktteilnehmer. BDSwiss haftet nicht für Schäden, die daraus resultieren.

    Was passiert, falls der Broker selbst insolvent wird?

    Wenn der Broker selbst insolvent wird, sollten die nicht in offenen Geschäften gebundenen Kundengelder davon nicht betroffen sein. Die in offenen Geschäften gebundenen Forderungen wären in diesem Fall allerdings vom Ausfall bedroht. Dann gälte allerdings der Schutz des ICFs.

    CySEC-Liste-Domains

    Bei der CySEC lässt sich in Erfahrung bringen, welche URLs zu geschützten Brokern gehören

    Auf der Homepage der CySEC lässt sich in Erfahrung bringen, welche URLs zu geschützten Brokern gehören. Die „List of Approved Domains“ ist eine Pflichtlektüre für alle Interessenten im Bereich der Binären Optionen. Wie die Abbildung zeigt, ist BDSwiss mit den beiden Domains www.BDSwiss.com und www.swissmarkets.com bei der CySEC gelistet.

    CySEC-Liste-BDSwiss-Eintrag

    BDSwiss.com ist auf der Liste der CySEC zu finden

    2. Einzahlen bei BDSwiss –wie es geht und welche Gebühren anfallen

    Die zur Kontoeröffnung erforderliche BDSwiss Mindesteinzahlung beträgt 200 EUR (wenn EUR als Kontowährung gewählt wird). Die zur Einzahlung verfügbaren Zahlungsmittel können sich im Zeitverlauf ändern. Typischerweise sind Einzahlungen mit Kreditkarte, Sofortüberweisung .de, Giropay und Paysafecard möglich.

    BDSwiss-Einzahlung-Formular

    BDSwiss verlangt eine Mindesteinzahlung von 200 EUR

    Der Broker legt für jede Zahlungsmethode eigene Einzahlungslimits fest. Mit MasterCard Kreditkarten können zum Beispiel Beträge von 10 EUR bis 20.000 EUR eingezahlt werden, Einzahlungen mittels Paysafecard sind auf Beträge von 10 EUR bis 1.000 EUR limitiert.

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    BDSwiss-Einzahlungsmöglichkeiten-Übersicht

    Einzahlungsmöglichkeiten bei BDSwiss

    Kreditkarte

    Einzahlungen mit Kreditkarte unterscheiden sich nicht von entsprechenden Zahlungsvorgängen bei Onlineshops. Anzugeben sind der Name des Karteninhabers wie auf der Kreditkarte vermerkt, das Ablaufdatum und der CVC Code. Wichtig: Der Name des Karteninhabers muss mit dem Namen des Kontoinhabers übereinstimmen. Vermeiden Sie unbedingt Abweichungen: Es kann zwar sein, dass die Zahlung abgewickelt wird, im Nachgang der Kontoeröffnung kommt es allerdings garantiert zu lästigen Problemen. Die mit der Kreditkarte eingezahlten Beträge werden dem Handelskonto sofort gutgeschrieben.

    E-Wallet

    Unter den mitunter wechselnden Zahlungsmitteln finden sich auch E-Wallets. Es muss allerdings ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass BDSwiss Paypal nicht zur Einzahlung akzeptiert. Möglich sind Einzahlungen stattdessen über die in Deutschland im Vergleich zu Paypal weniger verbreiteten Dienste Skrill und Neteller.

    Weitere Möglichkeiten

    Für einzelne Kunden könnte interessant sein, dass BDSwiss Paysafecard als Zahlungsmittel akzeptiert. Paysafecards können unter anderem mit Bargeld in Geschäften erworben werden und enthalten einen Code, bei dessen Eingabe Guthaben übertragen wird. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber anderen Zahlungsmethoden besteht in dem Verzicht auf die Übermittlung sensibler Bankdaten. Auch wenn BDSwiss Paysafecard als Zahlungsmittel zulässt, muss spätestens für die erste Auszahlung ein Konto bestehen, zu dessen Gunsten der Broker auszahlen kann. Es ist nicht möglich, zugunsten der Karten auszuzahlen.

    Weitere Einzahlungsmöglichkeiten sind Giropay und Sofortüberweisung.de. Beide erfordern ein Girokonto und die Eingabe von PIN und TAN. Der Vorteil gegenüber konventionellen Banküberweisungen besteht in der sofortigen Gutschrift des Betrages auf dem Handelskonto.

    3. Auszahlungen bei BDSwiss – wie es geht und welche Gebühren anfallen

    Auch für Auszahlungen stehen bei dem Broker mehrere Optionen zur Auswahl. Auszahlungen sind grundsätzlich kostenlos, es gibt allerdings einige Ausnahmen.

    Auszahlungen erst nach vollständiger Legitimation

    Vor der ersten BDSwiss Auszahlung muss der Kontoinhaber vollständig legitimiert sein. Dies setzt den Upload einer beidseitigen Ausweiskopie sowie einer Kopie eines geeigneten Wohnsitznachweises voraus.

    BDSwiss-Ausweiskopie-Upload

    Ausweiskopien können bei BDSwiss hochgeladen werden

    BDSwiss-Wohnsitznachweis-Formular

    Kontoauszüge können als Wohnsitznachweis dienen

    Als Adressnachweis akzeptiert der Broker zum Beispiel die Rechnung eines Versorgungsunternehmens (Strom, Wasser, Gas, Festnetz) oder eine Bankauskunft. Wichtig ist, dass aus dem Nachweis Name und Adresse wie im Antrag hinterlegt hervorgehen und das Dokument nicht älter als drei Monate ist. Handyrechnungen und einfache Bankbelege werden nicht als Adressnachweis akzeptiert. Wer keines der genannten Dokumente bereitstellen kann, kann eine Ansässigkeitsbescheinigung der Gemeinde beantragen und als Kopie vorlegen.

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    Auszahlungsgebühren

    Grundsätzlich fallen für eine BDSwiss Auszahlung keine Gebühren an. Es gibt allerdings Ausnahmen. Erstens verlangt der Broker, dass sämtliche eingezahlten Beträge mindestens einmal im Handel umgesetzt werden müssen, bevor eine gebührenfreie Auszahlung möglich ist. Zweitens gilt laut Geschäftsbedingungen eine Mindestauszahlung in Höhe von 100 EUR. Beträgt der Kontostand mehr als 100 EUR und wird eine Auszahlung unter 100 EUR beantragt, fällt deshalb eine Gebühr an.

    Die Gebühr beträgt 5 % des Auszahlungsbetrages bzw. mindestens 25 EUR, wenn dies der größere Betrag ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Gebühr aufgrund einer zu niedrigen Auszahlungshöhe oder aufgrund nicht erfolgter Umsätze belastet wird. Nach Angaben des Brokers werden Auszahlungsanfragen innerhalb von fünf Werktagen bearbeitet.

    Es gelten die üblichen Vorgaben der Geldwäscheprävention. Wurden Einzahlungen mit Kreditkarte geleistet, werden Auszahlungen bis zur Höhe der initialen Einzahlung in der Regel auch zugunsten derselben Kreditkarte geleistet. Der Broker behält sich das Recht vor, die vom Kunden gewünschte Auszahlungsmethode zu ändern.

    Auszahlung nach Inaktivität

    Wird ein Account länger nicht genutzt, wird er als ruhend eingestuft und auf Zuruf wieder aktiviert. Abschnitt 30. der Geschäftsbedingungen regelt, wann ein Konto als ruhend eingestuft wird und welche Inaktivitätsgebühren dafür anfallen.

    Solche Gebühren werden durch Broker mit den Kosten für die Aufrechterhaltung des Kontos gerechtfertigt, erscheinen aber in der gesamten Branche recht hoch. Trader sollten die Bedingungen für Inaktivität deshalb schon bei der Kontoeröffnung in Erfahrung bringen und sich die maßgeblichen Fristen merken – wird das Konto nicht mehr aktiv genutzt, sollten rechtzeitig sämtliche Gelder abgezogen werden.

    Die Bedingungen für ruhende Konten bei BDSwiss

    Konten werden nach sechs aufeinanderfolgenden Monaten ohne Transaktionen als ruhend eingestuft. Als Transaktion in diesem Sinne gelten Trades, Auszahlungen und Einzahlungen. Ab dem auf die Einstufung als ruhend folgendem Werktag belastet der Broker eine monatliche Inaktivitätsgebühr in Höhe von 10 % des jeweils bestehenden Kontoguthabens, jedoch nicht weniger als 25 EUR und nicht mehr als 78,90 EUR. Fällt das Kontoguthaben infolge der einmaligen oder mehrfachen Belastung der Gebühr unter 25 EUR, wird die Gebühr im Folgemonat auf diesen Betrag reduziert. Beträgt das Guthaben des Kontos null, fällt keine Gebühr an. Der Kontosaldo kann durch die Inaktivitätsgebühr somit nicht negativ werden.

    Auszahlung bei offenen Positionen

    Auszahlungen sind nur zulasten des auf dem Konto verbuchen Guthabens möglich. Ansprüche aus offenen Positionen können nicht ausgezahlt werden. Wird das in einer offenen Position gebundene Geld sofort benötigt, kann die Position gegebenenfalls vorzeitig geschlossen werden. Das setzt voraus, dass diese Funktion für die betreffende Option zur Verfügung steht und der durch den Broker aufgerufene Preis akzeptiert wird.

    Fazit

    Auch wenn BDSwiss Paypal nicht akzeptiert, gibt es genügend Einzahlungsmöglichkeiten: Genannt seien Kreditkarte, Sofortüberweisung.de, Giropay und Paysafecard. Einzahlungen werden dem Handelskonto bei den meisten Methoden sofort geschrieben, Auszahlungen nach Angaben des Brokers innerhalb von fünf Werktagen bearbeitet. Einzahlungen sind kostenlos, für Auszahlungen fallen Entgelte an, wenn der Auszahlungsbetrag von 100 EUR unterschritten oder eine Auszahlung ohne vorherige Umsätze beantragt wird. Die Kundengelder sind durch den zypriotischen Anlegerentschädigungsfonds ICF zu 90 % bzw. maximal 20.000 EUR geschützt. Ausnahmen davon sind möglich, etwa durch die Pleite einer nicht in der EU bzw. dem EEA ansässigen Bank.

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